Episode 144 – Berlin Knits und #Inktober

Zusammenfassung

Heute gehts um den Rückblick vom Berlin kNits Yarnfestival, den Oberteil-Herbstflausch-KAL, die Handspinngilde, Inktober, Bullet Journaling, und das soziale Netzwerk Mastodon.

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die Shownotes

Housekeeping

Danke an Knitknatie, Alabastercrafting, Sprutz und Schlompfine für die Kommentare im Thread und auf Instagram. Und an diejenige, die ein Foto beim Podcasthören auf Instagram gepostet hat :) Leider weiss ich nicht mehr, wo ich das finde, weil schon wieder soviel Wasser die Insta-TL hinuntergeflossen ist.

Berlin Knits Rückblick: (ca. Minute 4)

Ich finde es herausragend, wieviel auf Wollfestivals läuft. Ich hatte genug zu tun, den ganzen Tag inmitten des Trubels am Team Yeti-Tisch zu sitzen und euch alle zu treffen und zu quatschen. Clemens/das Bollwerk kam auch vorbei und wir hatten eine spannende Queer-Szenen-Diskussion.  Ausserdem hatte ich Björn/Loomatix von „Aus dem Rahmen gefallen“ zu Besuch und Avitol vom Wollkotze-Podcast war auch da. Von den Knitting Celebs (er)kenne ich sowieso niemanden ausser Stephen West und Joji Locatelli und ich war sowieso nicht autogramm-jagen oder so. Es gab viele neue Färbewerkstätten und tolles Garn. Und die Preise sind hochgegangen, mein lieber Scholli. Mittlerweile ist Wollmeise eines der preiswerteren Garne. Die hatte auch einen Stand, und inzwischen gibt es im Zusammenhang mit Wollmeise auch nicht mehr so eine „Ergatterungskultur“, was ich gut finde. Ich habe mir von Geektastic Fibers einen Strang (mulesingfreie) Sockenwolle gekauft und einen von der Zauberwiese. Leider gab es wenig Spinnbedarf, auch keine Spindeln oder Spinnräder waren zu sehen.  Vor zwei Jahren waren z.B. Peter Locke von Wolle-Online da oder Wollczilla mit Spindeln und Fasern, auch die Elfenwolle. Diesmal war spinnmässig niemand speziell anwesend. Das Mondschaf hatte ein paar Kammzüge dabei. Die Location – der Phorms Campus in Wedding/Mitte, war ganz angenehm als Ort. Leider haben wir keinen der Tische im Hof erwischt, denn das Wetter wäre geeignet gewesen – sehr schön war das. Am Ende des Tages ging ich noch rumbummeln an den Ständen, während der Sicherheitsdienst schon viertel vor 6 damit anfing, die Leute rauszuquengeln. Danach waren wir noch Pizza essen in so nem Hipster Craft Beer Schuppen und der war so teuer, habe kein Trinkgeld gegeben :P

Stricken (17:48)

Ich habe mich ja mutig in das Projekt „Driftwood“ Pulli gestürzt. Ich stricke diesen Pulli zum Oberteile-Dauer-KAL der Gruppe Podcasting auf Deutsch und für den #HerbstflauschKAL des Queerfeministischen Faserkombinats. Ich musste nur einmal 15 cm wieder auftrennen, weil mir der Halsausschnitt zu gross war, und ich dann mit dem „neck shaping“ früher anfangen wollte. Ich habe jetzt kurz nach den Ärmelzunahmen schon mit den Kragenzunahmen angefangen und dann war der Ausschnitt so, wie ich ihn mochte. Danach hatte ich noch Ängste ausgestanden, dass die Ärmel nicht passen würden oder dass der Pullover zu weit wird, aber inzwischen habe ich den Pulli anprobiert und es passt alles, die MaPro haut hin, und ich kann endlich ganz entspannt daran weiter stricken.

Spinnen (26:00)

Zeitgleich mit Berlin Knits fand das 2017er Treffen der Handspinngilde statt. Ich war offenbar nicht dort, ich hatte überlegt, aber nur zum Hingehen waren mir 30 Euro Tageskarte (ohne Essen) doch etwas teuer geworden. Aber ich habe mir die neue Internetpräsenz der Handspinngilde angeschaut und erzähle euch einfach mal etwas über eben diese.

Vor X Jahren hatte die Handspinngilde noch eine sehr einfache Webseite mit wenig Inhalt, aber inzwischen ist alles modern und chic. Ein ganz interessanter Verein, der sich 2004 mit weniger als 20 Leuten zusammengefunden hat, der inzwischen über 600 Beteiligte zählt. Imposant! Sie möchten gerne das Handspinnen als Kunst und Handwerk pflegen und erhalten, und dafür gibt es Spinntreffen, Kurse und eine Ausbildung.

Ich war mal auf dem Berliner Spinntreffen der Handspinngilde, aber habe es dann aus Zeitmangel nicht mehr geschafft, und seitdem kriege ich die Termine nicht mehr verraten, denn ich habe mein ernsthaftes Interesse nicht ausreichend unter Beweis gestellt. :P Inzwischen nennt sich die Gruppe „Berliner Spinner, völlig unpolitisch“ und ist insofern für mich nicht mehr attraktiv, weil für mich heisst sowas immer: „Wir sind zu faul, Zivilcourage gegen menschenverachtende Äusserungen zu zeigen, damit ein Austausch über alle möglichen Themen in einer demokratischen Gesellschaft respektvoll möglich ist, und versuchen deswegen, Politisches komplett abzuwürgen.“

Spannend finde ich die Spinnausbildung. Es gibt ein Handspinngilden-Zertifikat. Ich jammere ja immer, dass wir in Deutschland zu wenig Fachworkshops zum Thema Spinnen haben, es gibt meistens nur Anfänger_innenkurse und vielleicht noch was zum Farben mischen, dann war es das im Groben. Chantimanou sollte noch erwähnt werden, sie hat inzwischen fortgeschrittene Kurse im Angebot, was ich gut finde. Es gibt auch in Deutschland Kurse zu Artyarn. Im Großen und Ganzen sind wir aber hinten nach. Deswegen mag ich, dass die Handspinngilden-Ausbildung diesen Anspruch des weiterführenden Fachwissens und der fortgeschrittenen Fertigkeiten hat. Es gibt mehrere Blöcke im Selbststudium, ein Block kostet 25 Euro, und dafür werden die Aufgaben begutachtet und es gibt Feedback dazu. Für mich persönlich ist es wohl doch nichts, weil ich mich bisher immer ohne so eine Challenge zum Selbststudium motivieren konnte, aber insgesamt gefällt mir das.

Aus der Handspinngilde heraus entstand auch das deutsche Pendant zum „Fleece and Fiber Sourcebook“. Es heißt „Das Wollprojekt. Wolleigenschaften in Deutschland gehaltener Schafrassen.“ Ausserdem gibt es noch ein Buch von einer Handspinnerin der Handspinngilde, das „Spinnst du? na Klar!“ heißt. Ich kenne beide Bücher aber noch nicht.

Was ich an der Handspinngilde charmant, aber auch etwas altmodisch finde, ist dieses „verdeutschelte Flair“, es fallen Worte wie „Brauchtumspflege“ und die Sprache ist sehr gründlich, sachlich, bierernst, etwas altbacken – nicht ganz so cool und modern wie zum Beispiel Ravelry. Ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht weil wir nicht in den USA oder UK angesiedelt sind? Ist es einfach unsere Art hier in Deutschland? So Altbacken-ernst-ausgefeilt zu wirken? Naja, ist mir nur aufgefallen, ein Beinbruch ist es sicher nicht.

Der Yeti macht die Hefte schön (38:50)

Ich habe mir ein Buch aus einem Werbegeschenk-Wandkalender gebunden, das ich im Moment als Bulletjournal benutze. Es ist ein bewußt „unordentliches“ Bujo, also kein so über aufgehübschtes. Bullet Journaling mache ich jetzt knapp ein Jahr, und ich muss sagen, es rettet mich davor, im völligen Chaos zu versinken. Vielleicht nicht ganz so krass. Aber vorher war ich weitaus gestreßter bei gleichem „Peilungsstatus“ – also: Es kostete viel mehr Energie, die gleiche Menge an Dingen hin zu bekommen wie jetzt.

Im Moment habe ich ein neues, gekauftes Bujo, in das ich aus dem fast vollen alten umziehe. Ich hatte es mir eigentlich gekauft, bevor ich mit dem selber binden angefangen habe, und jetzt habe ich gerade Lust, es zu benutzen. Wie genau ich das Setup mache, weiss ich noch nicht, aber das traditionelle „Future Log“ werde ich vielleicht weglassen. Ich habe es bislang kaum benutzt. Vielleicht ist ein Calindex, wie ihn Boho Berry benutzt, etwas für mich.

Was ich auch gerne mache, ist ein monatliches Log, ein Wöchentliches Layout und Dailies.. die Monatsseite ist ziemlich herkömmlich, wie sie auch im Originalsystem aufgesetzt wird. Meine wöchentlichen Layouts bestehen inzwischen aus einer Tabelle mit den Wochentagen, wo ich meine Termine eintrage, und einen Kilometer-Tracker fürs Fahrradfahren sowie eine Liste mit den Ausgaben im Laufe der Woche.

Dann habe ich ein paar Collections: Es gibt eine Liste mit Gerichten, die ich gerne mache, eine Liste mit Dingen, die ich verliehen habe, einen Yoga-Tracker, eine Liste mit Dingen, die ich für andere gestrickt habe, und einen Gesamt-Kilometer-Tracker, wo die Fahrradkilometer der jeweiligen Wochen-Seiten zusammengezählt werden.

Was ich noch im Rahmen von „Hefte schön machen“ betreibe, ist die #Inktober Aktion. Jeden Oktober gibt es den Hashtag #Inktober auf z.b. Twitter, Instagram und Mastodon. Der Erfinder der Challenge heißt Jake Parker und hier findet ihr alle Infos auf seiner Webseite.

Alternative Promptlisten sind „Goretober“ (von „Gore“ (Splatter) – ein Horrorgenre) oder „Samhainwitchychallenge“ was eigentlich eine Foto-Challenge für Instagram ist, aber man kann es auch als Zeichenprompts benutzen. Hier noch „Kinktober“ Bei der Podcasting auf Deutsch Gruppe habe ich auch einen #Inktober Thread aufgmeacht, falls noch welche von Euch einsteigen wollen.

Was ich grade toll finde: Mastodon (49:00)

Mastodon ist ein Social Media Dienst ähnlich Twitter. Ganz lange schon gibt es GnuSocial als Alternative zu Twitter (quitter) und als Twitter immer nervigere Neuerungen eingeführt hat, hat der Programmierer Eugen Rochko aus Jena die Nase voll gehabt und ein an Tweetdeck angelehntes, auf GnuSocial basierendes soziales Netzwerk programmiert.

Mastodon ist dezentral, das heißt, es läuft auf vielen einzelnen, miteinander vernetzten Servern, auch wir, du und ich, könnten einen Mastodon Server betreiben. Diese einzelnen Mastodon-Server heißen Instanzen. Dass sie mit anderen vernetzt sind, nennt sich „föderiert sein“, es gibt also eine Förderation von Instanzen. Das können alle kostenfrei benutzen, weil Mastodon ausser dezentral auch Open Source ist.

Mastodon hat ein wenig das Image, dass es wie Twitter sei, „nur ohne Nazis“. Auf Mastodon sollten bessere Möglichkeiten bestehen, sich vor Hate Speech und Online-Belästigung zu schützen. Eugen Rochko hat z.B. für seine Instanz strengere Regeln gegen Hate Speech aufgestellt, als es sie bei Twitter oder Facebook gibt. Das hat viele linke, feministische und queere Menschen zu Mastodon gezogen. Inzwischen gibt es viele explizit linke, feministische, anarchistische und queere Instanzen, die zum Teil nur mit anderen Instanzen, die streng gegen Hate Speech vorgehen, föderieren.

Im April 2017 ist die Zahl von Mastodon-Benutzenden von 40.000 auf 650 000 hochgeschossen, danach ist es wieder merklich abgeflaut, aber insgesamt gefällt mir Mastodon gut, und hier findet ihr mehr Informationen – hauptsächlich Texte, die Trashqueen als Einführung über Mastodon geschrieben hat:

  1. Mastodon: Sicher und Privat im sozialen Netzwerk 
  2. Mastodon: oh, the possibilities! (auf englisch) 
  3. Mastodon: the good, the bad, and the ugly 
  4. Die Serverwahl ist politisch 

Teechen (55:30)

Ich trinke gerade den aromatisierten Rosentee von Müller, den ich zur Zeit sehr lecker finde.

 

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Episode 138: Verlosung und Kassensturz beim Stash

Heute mache ich die Verlosung zum faserverzückten Jahresrückblick, rede über Stulpen, MMM2017 und Ravelry-Garnvorschläge, vom verzwirnen von gekauften Garnen, Bullet Journaling, Buchbinden, Kalt duschen, Yoga mit Adriene und von meinem neuen gebrauchten Macbook.

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Shownotes

Housekeeping:

Ich bin gerade etwas eingeschränkt in meinen Handfertigkeiten, da ich am Samstag bouldern war und mir dabei die Unterarme überlastet habe. Es hat aber auch so Spaß gemacht! Pferdesalbe und Unterarmbäder in schön warmem Wasser haben es sehr viel besser gemacht. Wo wir schon mal beim Bouldern sind: Schaut euch dieses Video an, wo Lynn Hill Midnight Lightning klettert.

Danke an Heike0307, MatronaLupus, Emilshaus, Schlompfine, Sprutz und DamnedSnob fürs Feedback zur letzten Episode!

Zur Verlosung zum Faserverzückten Jahresrückblick:

Gewonnen hat die Nr. 18 von 22 Teilnehmenden: Frau Leo! Herzlichen Glückwunsch!

Stricken (00:07:37)

Ich mache die MMM 2017 Aktion mit, die Tini und Heike0307 auf Ravelry betreuen. Meine Ziele für Januar waren: Handschuhe zu Ende stricken, den Stash durchsehen und alles einpflegen. Bis auf das Einpflegen habe ich auch alles geschafft, juhu!

Ich habe meine Bude geputzt und den ganzen Stash auf dem Boden ausgelegt. Er ist wirklich so toll, ich würde am liebsten sofort alles verstricken!  Zum Glück habe ich überhaupt keine Mottenprobleme feststellen können.

Ich habe noch Beinstulpen angefangen, weil ich meine grade verlegt habe und ausserdem ein schönes Muster gequeued hatte: Die „Some Cloudy Day“ von Tiny Owl Knits. Dabei ist mir aufgefallen, dass es auf der Musterseite bei Ravelry einen Punkt gibt „In my stash“ und dahinter werden Garne vorgeschlagen, die ich gestashed habe, und aus denen Andere diese Stulpen gemacht haben. Sehr praktisch! Bei mir allerdings nicht so hilfreich, weil ich ausser Sockenwolle fast nur noch Handgesponnenes habe und ich das nicht in diesen Vorschlägen mit einfließt.

Spinnen (00:16:41)

Ich habe gezwirntes Industriegarn für Janis vom „Aus dem Rahmen gefallen“ Podcast nochmal mit sich selbst verzwirnt, um es dicker zu machen. Dann entsteht ein Cabled/Cablé Garn.

Der Yeti macht die Hefte schön (00:20:49)

Ich habe ja schon in der letzten Episode übers Buchbinden geredet. Jetzt habe ich nochmal von Ryuu den Tip bekommen, mir die Videos von Sea Lemon anzusehen, hier findet ihr ihren Youtube Kanal. Sea Lemon hat sehr viele Buchbinde-Tutorials.

Zum Bullet Journaling: Ich bin mit dem System immer noch so zufrieden, weil es das erste System ist, was für mich funktioniert.  Inzwischen merke ich, was für mich funktioniert und was nicht. Zum Beispiel habe ich mit einem Gratitude Log herumexperimentiert, aber ich stellte fest, ungefähr nach 10-12 Tagen führe ich es nicht mehr weiter, da schreite ich im Monat voran und gehe nicht mehr zurück zu meinem Gratitude Log.

Auch das Kalendermodul (Monthly Log) benutze ich kaum, ich schreibe es mir aber trotzdem ein, weil die monatliche To-Do-Liste finde ich ja dennoch gut. Überhaupt sind Todo-Listen das Kernstück meines Bujo. Auch Collections finde ich ganz praktisch.

Ausserdem mag ich Tracker. Ich tracke mein Yoga und noch etwas, zu dem ich jetzt komme:

Was ich grade toll finde (00:26:38)

Kalt duschen. Ja, echt. Drauf kam ich durch mein Yoga-Portal, die Inhaberin war so begeistert von Wim Hof. Ich bin von Wim Hof nicht so begeistert, und auch nicht von dem besserwisserischen Typen, der meint, am Tag 5 min. kalt zu duschen würde einen erfolgreich und besser machen. (Wim Hof bringt auch einiges an Sendungsbewußtsein mit)

Die Duscherei finde ich aber wirklich toll, weil sie für Immunsystem-Stärkung und für wunderbares körperliches Wohlbefinden sorgt. Ich mache es aber nicht so hart: Ich dusche erst warm, um mich zu waschen, und dann stelle ich das Wasser auf mittelkalt, also grad so dass es sich kalt anfühlt, um mich zu akklimatisieren, und dann auf maximal-kalt. Dann dusche ich so lange, wie der Körper es okay findet, und das sind normalerweise 30 Sekunden bis zu 1-2 Minuten. Danach fühle ich mich voll flauschig und wohlig.

Ausserdem mache ich gerade „Yoga with Adriene“ und ihr 30 Tage langes „Yoga Revolution“ Programm. Normalerweise mach ich eher mein Online-yoga wo ich für bezahlt habe, aber gerade ist mein Jahresabo zu Ende und so fange ich einfach nach dem Yoga Revolution Programm wieder damit an. Dann hab ich einen Monat zwischendrin für lau gehabt, das ist fein.

Und als drittes habe ich ein neues, gebrauchtes Macbook bekommen! Es lebe die Twittergemeinde. Leider habe ich auf dem Neuen, welches ich gleich zu Anfang fast geschrottet habe, kein richtiges Garageband mehr. Das neue Garageband hat keine Podcasting-Funktionalitäten mehr. Also nehme ich noch mit meinem alten Macbook auf.

Teechen und Outro (00:42:11)

Ich trinke gerade die Früchtetee Mischung „Melon Man“ aus meinem Lieblingsteeladen Bohea.

Dann wünsche ich Euch viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 137: Der faserverzückte Jahresrückblick 2016

Heute geht es ausserdem um das, was ich gerade stricke, das einrosten von Spinnfertigkeiten, und ein wenig Bullet Journaling und die liebe Buchbinderei.

Die Audiodatei könnt ihr hier herunterladen:

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Shownotes

Housekeeping

Wenn ihr selbst beim Faserverzückten Jahresrückblick mitmachen und diese Projekttasche gewinnen wollte, deren Foto ich gleich hier einfüge, dann bloggt, postet oder podcastet was das Zeug hält. Die Fragen findet ihr hier im Blogeintrag: Faserverzückter Jahresrückblick – ausserdem müsst ihr, um an der Verlosung teilzunehmen, dafür sorgen, dass ich euren Jahresrückblick sehe. Dazu einfach in der Ravelry Gruppe Podcasting auf Deutsch verlinken oder unter dem oben verlinkten Blogeintrag hier bei mir. Verlost wird am 31.1.2017!

projekttasche fjr 2016

Stricken

Ich stricke Socken im Rahmen des #Einhornpups KAL auf twitter. Obwohl meine Farbe eigentlich „Distel rockt“ heißt, und gar kein Einhornpups von der Hauptstadtfarbe ist. Das ist die neue Garnfärberei von Avitol – die auch den Wollkotze Podcast macht.

Und ich habe ihr einen Stempel für das Logo geschnitzt! Das geht mit Linolschnittwerkzeug und Factis Stempelblöcke. (Link geht nach Boesner, zu deren Kunst-Shop)

Als Muster habe ich mir die „Show off Stranded Socks“ rausgesucht, nachdem die „Scatterby“ Socken nicht für mein Garn und meine Strickweise funzten. Die Konstruktion (toe up) der Scatterby Socken habe ich aber beibehalten.

Ausserdem gerade in Arbeit: Restehandschuhe – Muster „Simple Noro Striped Gloves“ aus einem Zauberball und dem Rest vom #Novickel Wickelknäuel und anderen Sockenwollresten.

Aurinko von Nicolor ist gerade im Ruhezustand.

Spinnen

Ich hatte nicht viel gesponnen, aber im Dezember habe ich begeistert den Faser-Adventskalender gesponnen. Dabei habe ich vielleicht zum 1. Mal oder wieder? meine Liebe zum kurzen Auszug entdeckt. Eigentlich spinne ich lieber lang, aber das glatte und glänzende Ergebnis überzeugte mich.

Kann man beim Spinnen einrosten? einige Monate habe ich kaum oder gar nicht gesponnen, und schon hatte ich das Gefühl, flutschte es nicht so wie sonst.

Der faserverzückte Jahresrückblick

Mein Craftingjahr! Es war eigentlich nicht weltbewegend, da ich mich vor allen Großprojekten gedrückt habe. Auch das Oberteil habe ich nicht angefangen, nachdem ich beim Einarbeiten ins Sweater-Fitting Rückschläge eingesteckt hatte, befasste ich mich mit einfacherem. Und davon nicht mal so viel:

Die Highlights waren definitiv mein Urlaubsprojekt (noch nicht fertig, ein Laminaria Shawl) und der Wraptor, der einfach grossartig ist und zu dem ich immer noch keine richtig guten Fotos geknipst habe. Ausserdem schön war das Stricken vom Hitchhiker aus Faseradventskalendergarn, Anfang 2016.

Neues ausprobiert: Mit extrem dünnen Lacegarn stricken. Babysocken stricken. (Hm.. nicht sooo passformgewandt ich bin)

Reinfälle gab es keine eigentlich. Ausser, dass ich mich vor dem Oberteil gedrückt habe. :)

Lieblingsteile 2016: Der zweite Ribby Cardi und der erste Ribby Cardi. Der Wraptor Shawl. Und den Hitchhiker aus dem Adventskalendergarn von 2015. Und der Plain and Simple Pulli von Veera Välimäki designt.

Der Stash ist etwas grösser geworden. Zwar habe ich wenig gekauft, aber auch ein wenig gesponnen und nicht soviel verstrickt. Ich habe lediglich 3670m gestrickt – laut knitmeter.com und laut Ravelry habe ich 7638m Garn 2016 gestashed. Das ist ein Zuwachs von ca. 4000m – sagen wir ungefähr wie 10x Sockenwolle.

Neuentdeckungen: Ich habe zum 1. Mal gefachtes Farbverlaufsgarn ausprobiert. Meine Wahl fiel auf Wollium :)

Events: Ich fand es in Leipzig sehr schön und würde das ja dieses Jahr gerne wieder tun. lasst uns was ausmachen in diesem Thread!

Song des Jahres: My Offense von Hercules and Love Affair

Buch des Jahres: „And the Band Played On“ von Randy Shilts – ein Buch über die AIDS Krise in den USA während der Reagan-Ära.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können: Der Stress bei Podcasting auf Deutsch, das war für mich ein doch sehr anstrengender Streit. Die Zahnwurzelvereiterung im Radurlaub. So fies! Und dass die Havelradtour im Mai wegen meiner Angina ins Wasser fiel, war super traurig.

Drei Dinge, die ich nicht hätte missen wollen: Zum ersten die Radtouren, die ich gemacht habe, allen voran die Tour in Dänemark. Als zweites dass ich immer mehr zu mir stehe, wie ich bin. Das dritte schöne Ding war das Cafe/Restaurant Ragù, das aber leider im Oktober geschlossen wurde.

Dieses Jahr Neues begonnen: Bullet Journaling, ein anpassbares Organisier-System in einem einfachen Notizbuch. Und: Draussen schlafen wenn es kälter ist. Die Zeit, in der man draussen Dinge tut, etwas ausdehnen. Wenn möglich, gehen wir dieses Jahr schon im März zelten :D Als drittes: Buchbinden!

Exkurs: Buchbinden!

Beim Faseradventskalender habe ich angefangen, all die kleinen Etiketten und Papiere, die dabei waren, in ein selbst gebundenes Art Journal von Claudia von Wollgewandt zu kleben. Sie hatte mir das Buch geschenkt und es ist einfach nur der Hammer.

Also dachte ich mir, ich würde auch gerne so ein Buch binden. Die erste Methode habe ich nach dem Youtube-Tutorial zum Junk-Journal binden von Kyra Pace gelernt. Da werden Seitenbündel, kleine Hefte, direkt an den Einband aus Karton genäht.

Die nächste Methode, und das ist hier so klasse erklärt und Schritt für Schritt vorgemacht, ist das Buchbinden mit Fadenheftung, die Video-Tutorials sind von Victörtchen und hier ist das erste, den Buchblock herstellen, und Video Nr.2, zum Buchcover machen und alles zusammenbinden.

Das tolle ist halt, dass man Buchbinden mit Zeug machen kann, das man zuhause hat. Nähzeug, Bastelkleber und irgendwas zum Löcher pieksen, und dann kann es mit dem Upcycling losgehen.

Weiter im Faserverzückten Jahresrückblick:

Wovon habe ich mich 2016 getrennt: Zum einen von einseitigen Beziehungen. Und das war gut. Leider von meinem zweiten Wohnzimmer, dem Ragù, aber das hatten wir ja schon. :)

Was hast du für ein Motto 2017: Nicht nur die Arbeit hat Priorität.

Wie hat es mit deinem Motto für 2016 geklappt? Eigentlich nicht so gut. Es war „Back to life, Back to reality“. Und ich wollte ein Leben neben der Arbeit wieder haben, aber es hat nicht so wirklich funktioniert, die Arbeit hat doch viel Zeit und Kraft gefressen. Zufrieden war ich mit den Radtouren, aber ansonsten habe ich einfach nicht so viel gemacht.

Das Vorhaben, den Stash zu verkleinern, hat nicht geklappt, mal sehen wie es kommendes Jahr läuft :)

Das wars für diesmal, eine faserverzückte Zeit euch und Stricken ohne Tränen!