Episode 148: Peinliche Deutsche im Urlaub

Heute geht es darum, was ich gerade stricke, was ich spinne, ich nerde herum über Sonnenschutzmittel und vergleiche chemische mit physikalischen, erzähle von meinem Urlaub in Dänemark und den peinlichen Deutschen im Ausland, und dann habe ich noch ein Rezept für Pfannkuchen.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Danke euch allen fürs Feedback und Dabeibleiben, obwohl ich nicht so oft podcaste, wie ich das gerne hätte.
Ich habe meinen Account bei Instagram gelöscht, bzw. deaktiviert. Ich nahm zum Anlaß, dass mir Facebook/Instagram ihren Umgang mit meinen Daten transparent gemacht hatten, und ich war von Instagram eh schon angefressen. BTW, die DSGVO wird auch nicht so heiß gegessen wie gekocht, es gibt wohl eine Verhältnismässigkeitsklausel, dass gerade kleine Unternehmer*innen und Bloggende zuerst kostenlos abgemahnt werden müssen, wenn ein Verstoß gegen die dsgvo vorliegt. Das habe ich zumindest bei Netzpolitik.org gelesen.. dachte ich. Aber das stand da gar nicht.. ähäm.. das hab ich doch bei Mastodon aufgeschnappt.

Stricken (00:09:26)

Ich habe das fertige Laminaria Lacetuch übergeben an die Empfängerin, die sich auch sehr gefreut hat. Es ist ja auch sehr schön geworden. Ein Ultradünnes Lacetuch, das ich aus einem 1000m/100g handgesponnenen Lacegarn gestrickt hatte, mit Perlen.

Das Lacestricken hat mich motiviert, gleich den nächsten Lacelappen anzuschlagen, und zwar ist das der Torreyana-Shawl, ebenfalls von Elizabeth Freeman, auch kostenlos in der Knitty erschienen. Etwas kompliziert am Anfang, aber dann gehts..

Dann habe ich Ringelstinos UND Restestinos fertig, die letzeren waren dann mein Urlaubsprojekt. Und dann habe ich im Urlaub noch ein Sockenprojekt angefangen, und zwar „Smaug“ von Frau Morag (Ravelry Link zum Muster)

Spinnen (00:18:00)

Leider spinne ich gerade gar nicht, und war auch seit Februar nicht beim Spinntreffen. Dort spann ich, als ich doch mal da war, mein „ewiges Baumwollprojekt“. Ich sollte das mal gezielter spinnen.

Aber es steht ja die Tour de Fleece ins Haus! Ich werde wieder mitmachen, und zwar bei den Yetis –> Team Yeti Thread, bei „Berlin Spinnt!“ (Thread) und bei Mastodon, falls da was zustande kommt. Bisher siehts ja so aus! (Thread)

Urbane Selbstversorgung (00:22:04)

Ich habe durch Mastodon-Hautpflege-Freaks herausgefunden, dass die Sonnenpflege, die ich bisher benutzt habe, eventuell nicht ausreicht, um meine Tattoos vor der Sonne zu schützen. Also habe ich mich mal schlau gemacht, und auf Seiten wie Scinacea alles über Sonnenschutz gelesen.

Grob gesagt gibt es chemischen und physikalischen Sonnenschutz, und Mischungen aus beidem. Ich hatte bisher immer chemischen benutzt, der aber trotz Parfumlosigkeit dennoch stinkt, weil eben die Chemie darin so riecht, wie sie riecht. Was ich nicht wußte, war, dass chemischer Sonnenschutz nicht lichtstabil ist und deshalb ca. alle 2-3 Stunden nachgecremt werden muss. Dabei gibt es stabilere und weniger stabile Wirkstoffe, aber so genau habe ich mich nicht damit befasst. Physikalischer Sonnenschutz (mit den Mineralien Titandioxid und das andere habe ich vergessen..) ist lichtstabil und wirkt wie ein Schild, der die Sonnenstrahlen einfach reflektiert.

Chemie Mineralisch
pro: durchsichtig, färbt nicht ab, preisgünstig pro: lichtstabil, stinkt nicht, verträglich (auch Nanopartikel sind anscheinend unbedenklich)
contra: stinkt, nicht lichtstabil, manchmal unverträglich contra: weißelt, färbt ab, lässt sich so gut wie gar nicht mehr abwaschen und auch aus Klamotten schlecht entfernen, teuer

Ich bin eigentlich mit der mineralischen Sonnencreme halbwegs zufrieden gewesen, habe mich auch mit dem Weißeleffekt angefreundet, aber am Ende bin ich doch wieder zur Chemie zurück gekrochen, weil die Abwascherei doch wirklich schwierig war. Am besten ging es noch mit Lavaerde, das ist eine Wascherde aus Marokko, die komplett umweltverträglich ist, denn es ist ja pure Tonerde.

Urlaubsbericht (00:39:38)

Wir sind vom 13.- 28. Mai den Nordseeradweg in Dänemark gefahren, der startet offiziell in Tondern (Tønder) und führt nach Skagen ganz im Norden. (Und dann noch weiter, aber wir sind dann nur noch nach Frederikshavn und dann nach Aalborg gefahren, wo unser Zug zurück ging). Auf dem Hinweg musste der Zug 3x rebootet werden und dann wurde die Lok ausgewechselt, ich habe mich schon wieder durch Schleswig Holstein nach Dänemark radeln sehen..

Wir kamen aber dann doch in Niebüll an, und fuhren zu unserem ersten Übernachtungsplatz in Højer. Dann ging trotz Durchsicht vor der Tour die Gangschaltung vom Partner kaputt, und er musste 70km am nächsten Tag im 4. Gang fahren… zum Glück wurde es dann in Ribe repariert! Eine Werkstatt hat uns das sehr schnell gemacht. Ein Glück.

Den restlichen Tourbericht müsst ihr euch anhören.. :D
Ich kann aus Gründen der Faulheit nicht alles hier schreiben, ich hoffe aber noch, dass ich darüber noch bloggen werde, und dann könnt ihr das dann auch lesen und Fotos anschauen.

Was ich grade toll finde (1:13:49)

..sind amerikanische, dicke, fluffige Pancakes.
mein aktuelles Lieblingsrezept:

  • 200g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 150 ml Milch
  • 50g Stracciatella Joghurt (oder ne andere Sorte)

Alles zu einem Teig vermischen, pro Pancake 2 EL Teig in eine heiße Pfanne mit Öl oder zerlassener Butter drin geben und von beiden Seiten goldbraun backen und mit Ahornsirup genießen!

Und nun viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

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Episode 132: Vehicular Cycling

Heute habe ich eine Lobeshymne auf das Laminaria Tuch, einen Tour de Fleece Rückblick, einen Urlaubsrückblick und etwas über Fahrradpolitik. Außerdem erzähle ich von einer alten Dame, die spontan zur Fluxus-Künstlerin wurde und dafür verklagt wurde.

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Housekeeping: (00:00)

Danke für eure Geduld mit mir :) Ich habe tatsächlich in Angriff genommen, den Preis der 6 Monate zurückliegenden Jahresrückblicksverlosung zu nähen und deshalb traue ich mich wieder vors Mikro.

Stricken: (03:28)

Ich stricke gerade ein Laminaria Tuch von Elizabeth Freeman (Link zum kostenlosen Knitty-Muster, englisch). Ich finde es einfach toll und habe schon mal eins gestrickt. Dieses stricke ich aus sehr dünnem Lacegarn, das ich selbst gesponnen habe. Das Material war ein Wolle-Tencel-Kammzug, handgefärbt von Frau Wo aus Po in wunderschönem Beige und Aqua. Elisabeth Zimmermann empfahl schon in dem Buch Knitters Almanac (ravelry Link) filigrane Lace-Projekte fürs Camping.

Außerdem habe ich den Wraptor von Marc Smollin fertig, es fehlt aber noch das Fäden vernähen. Ich glaube, Moni hat beim Fiberthermometer neulich von schottischen Haps (ravelry Such-Link) geredet. Dieses Tuch könnte ähnlich funktionell sein. Es ist auch aus handgesponnenem Garn, eine Mischung aus Wolle und Seide.

Spinnen (12:49)

Die TDF liegt hinter mir, sie war sehr schön und ich habe ein paar feine Garne raus bekommen. Dieses Jahr habe ich nicht so hohe Leistungsziele gehabt, sondern wollte nur jeden Tag spinnen. Und das hat mich auch weiter gebracht und hat mir vor allem entspannt Spaß gemacht.

Das erste Garn war ein Kammzug von Woll(i)kater für Wollmäuse, den ich in Leipzig gekauft hatte. Ich habe es dünn gesponnen und kettengezwirnt. Danach habe ich ein tolles gelbes Batt zu einem Artyarn-angehauchten Garn verarbeitet, und dann einen BFL Kammzug aus Usedom in einer einzigen Session zu 520m Singles Garn gesponnen. Da bin ich durch Weird von Weird & Twisted inspiriert worden. Sie hat einige tolle Tücher aus handgesponnenen Singles gemacht.

purple tweed

Was ich grade toll finde (18:57)

Den Urlaub. Ach, das war toll. Ich bin den Ostsee-Radweg Dänemark gefahren. Wir haben diese Karte von Bikeline benutzt, in der die Übernachtungsplätze von udinaturen.dk eingezeichnet waren. Hin navigiert haben wir mit der Shelter App. Aber wir haben sehr selten GPS benutzt, wenn, dann nur 10 Minuten am Tag. Alles andere hätte doch zu viel Akku gekostet. Ich suche noch ein Reise-Ladegerät für den Fahrraddynamo oder mit einem guten Solarpanel. ein guter Kauf war der Wasserbeutel und das Reise-Waschbecken.  (Links zu den Herstellern)

urbane Selbstversorgung (32:41)

Heute geht es um „vehicular cycling“ (autoähnliches Fahrradfahren) und „segregated cycling“ (getrenntes fahrradfahren). Vertreten z.B. von Copenhagenize. Da gibt es zwei Fraktionen in der Fahrradverkehrspolitik. Bisher hat in Deutschland vor allem der ADFC dafür gekämpft, dass Radfahrende auf den Strassen respektiert werden sollten, und sie setzten sich gegen abgetrennte Radwege ein und für Radstreifen an der Seite, ohne bauliche Trennung. Die andere „Schule“ möchte baulich getrennte Infrastruktur für Radfahrende.

Ich fand das mit dem baulich abgetrennten Radfahren in der Stadt in Dänemark echt gut. Wenn Radwege gut angelegt sind, werden sie gerne genutzt und eine getrennte Bauweise der Radwege hilft auch, dass Radwege benutzbar sind und dass sie nicht so oft zweckentfremdet werden.

Pro Autoähnliches Radfahren:
  • Mehr Sichtbarkeit
  • die Idee der Gleichberechtigung
  • die Strasse hat meist gute Beläge, wird gekehrt, gepflegt, und ist praktisch angelegt.
Contra:
  • Gefahr durch Autofahrende, die keine Rücksicht nehmen
  • „Schwächere“ können einfach nicht mithalten
  • Lärm, Abgase und Stress durch viele Autos
  • wer rechts fährt, wird am meisten behindert
Pro getrenntes Radfahren:
  • Ruhe und entspanntes Fahren, weniger Stress
  • Auch Ältere und Kinder können Radfahren
  • Schutz vor Aggression und Rücksichtlosigkeit seitens Autofahrenden
Contra:
  • Schlechte Sichtbarkeit
  • Wege werden nicht respektiert, instand gehalten, praktisch angelegt
  • Gefahr an Kreuzungen

Fundstück der Woche (45:09)

Eine alte Dame hat in einem Kunstmuseum ein Kunstwerk „beschädigt“. (Artikel im „Justillion – kuriose Rechtsnachrichten) Sie hat ein Kreuzworträtsel ausgefüllt. Das Museum hat sie auf Schadensersatz verklagt. Ihr Anwalt hat argumentiert, dass die Dame das Kreuzworträtsel zu Recht ausgefüllt hat, denn der Künstler hat das so gewollt. Es stand sogar dabei, dass man Text einsetzen soll! Er gehört der Kunstrichtung „Fluxus„(Wikipedia) an, die herkömmliche Kunst als bürgerlich verachtet hat und sie in Frage stellen wollte. Deshalb hätte die Dame das Kunstwerk noch verbessert, und das Museum hätte vielmehr das Kunstwerk beschädigt, indem sie die Lösungen der Frau wieder entfernen ließen.

Viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 131: Urlaubsvorbereitung

Heute geht es um Team Yeti 2016, eine Noro-Mütze und ein Marc-Smollin-Tuch, die Knitty Spring/Summer 2016, Art Journaling Techniken und einen großen Teil zum Fernradweg-Fahren, Urlaubsvorbereitung, Outdoorportale, GPS-Tracker, Papierkarten, Tourenplanungsportale, Reiseberichte und Campingfrust.

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Shownotes

Housekeeping

Wer möchte, ist herzlich eingeladen, sich im Team Yeti für die Tour de Fleece 2016 anzumelden! Manu wird wohl auch wieder eine Erklärfolge für alle TDF Neulinge machen. Dann jammere ich wie üblich, dass ich zu nix komme, viel arbeite und auch die Preise für die letzte Verlosung immer noch nicht fertig habe. :(

Lustig: Dr. Gemma hat in einer ihrer letzten Folgen auch über Mansplaining geredet.

Und natürlich habe ich ganz viel Dank für das Feedback zur letzten Episode, und vor allem an MatronaLupus für das klasse Päckchen mit Tee und Pflegesachen.

Stricken

Ich habe eine Mütze aus Noro-Garn fertig. Das war der Toe to Head Hat von Megan Williams, ich habe die Monkey Variante gestrickt. Außerdem habe ich einen Wraptor von Marc Smollin angeschlagen und bin schon gut dabei!

Außerdem bespreche ich Muster aus der aktuellen Knitty Spring/Summer 2016! Und zwar Dubrovnik, Inhabit, 1 Skein, 1 Stick, Stiorra, Waterfall, Pinwheel, Gocce, Liquid Honey, Rectify, und Eternal Spring. (die findet ihr alle unter dem Link)

Spinnen

Mein letztes Projekt ist das Vlies eines Merino-Texel-Schafs fertig zu verspinnen, und ich habe da gekämmtes vs. kardiertes Vlies/Kammzug versponnen und von einem langen-Auszugs-Spinnkurs geträumt. Der aber aus Zeitgründen zur Zeit nicht weiter konzipiert werden kann.

Art Journaling

Bei Lifebook habe ich schon wieder Rückstand, aber letztens habe ich was tolles gemacht: Bei „The Ripple Effect“ gab es eine super Marmoriertechnik mit Rasierschaum. Hier ist eine Youtube-Anleitung: Shaving foam marbling (youtube)

Kostenlose Artjournaling Tutorials vom letzten Jahr wollte ich eigentlich verlinken, aber ich finde sie gerade nicht. Vielleicht war das Angebot nur vorübergehend?

Was ich grade toll finde

Hier geht es um Fernradwandern und Urlaubsvorbereitung!

Bei udinaturen.dk gibt es eine Übersicht aller Zelt- und Shelterplätze in Dänemark und die dazugehörige App für Android heißt Shelter.

Meine Etappenplanung habe ich mit der GPS-Tracking-Funktion von runtastic gemacht, aber nur, weil ich noch keine gescheitere Webseite dafür kannte. Jetzt benutze ich dank einem Tip von Jules outdooractive.com

Als Karte benutze ich gerne Papier. (Kein Navi/Gerät). Ich mag gerne die Karten von Bikeline, weil sie ein super Format haben, Wetterfest sind und die Wegbeschreibungen und Sehenswürdigkeiten auch sehr bequem sind.

Ein gutes Forum für Outdoortips und Reiseberichte ist das von Outdoorseiten.net, dort habe ich auch meinen Reisebericht vom Oder-Neiße-Radweg 2015 eingestellt. Oder es gibt ihn auch hier auf einem Extra tumblr Blog.

Die warmup-Radtour wird der Havel-Radweg von Waren/Müritz nach Berlin sein.

Außerdem fand ich den Iron Curtain Trail faszinierend.

Das war es auch schon für heute, viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!