Episode 148: Peinliche Deutsche im Urlaub

Heute geht es darum, was ich gerade stricke, was ich spinne, ich nerde herum über Sonnenschutzmittel und vergleiche chemische mit physikalischen, erzähle von meinem Urlaub in Dänemark und den peinlichen Deutschen im Ausland, und dann habe ich noch ein Rezept für Pfannkuchen.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Danke euch allen fürs Feedback und Dabeibleiben, obwohl ich nicht so oft podcaste, wie ich das gerne hätte.
Ich habe meinen Account bei Instagram gelöscht, bzw. deaktiviert. Ich nahm zum Anlaß, dass mir Facebook/Instagram ihren Umgang mit meinen Daten transparent gemacht hatten, und ich war von Instagram eh schon angefressen. BTW, die DSGVO wird auch nicht so heiß gegessen wie gekocht, es gibt wohl eine Verhältnismässigkeitsklausel, dass gerade kleine Unternehmer*innen und Bloggende zuerst kostenlos abgemahnt werden müssen, wenn ein Verstoß gegen die dsgvo vorliegt. Das habe ich zumindest bei Netzpolitik.org gelesen.. dachte ich. Aber das stand da gar nicht.. ähäm.. das hab ich doch bei Mastodon aufgeschnappt.

Stricken (00:09:26)

Ich habe das fertige Laminaria Lacetuch übergeben an die Empfängerin, die sich auch sehr gefreut hat. Es ist ja auch sehr schön geworden. Ein Ultradünnes Lacetuch, das ich aus einem 1000m/100g handgesponnenen Lacegarn gestrickt hatte, mit Perlen.

Das Lacestricken hat mich motiviert, gleich den nächsten Lacelappen anzuschlagen, und zwar ist das der Torreyana-Shawl, ebenfalls von Elizabeth Freeman, auch kostenlos in der Knitty erschienen. Etwas kompliziert am Anfang, aber dann gehts..

Dann habe ich Ringelstinos UND Restestinos fertig, die letzeren waren dann mein Urlaubsprojekt. Und dann habe ich im Urlaub noch ein Sockenprojekt angefangen, und zwar „Smaug“ von Frau Morag (Ravelry Link zum Muster)

Spinnen (00:18:00)

Leider spinne ich gerade gar nicht, und war auch seit Februar nicht beim Spinntreffen. Dort spann ich, als ich doch mal da war, mein „ewiges Baumwollprojekt“. Ich sollte das mal gezielter spinnen.

Aber es steht ja die Tour de Fleece ins Haus! Ich werde wieder mitmachen, und zwar bei den Yetis –> Team Yeti Thread, bei „Berlin Spinnt!“ (Thread) und bei Mastodon, falls da was zustande kommt. Bisher siehts ja so aus! (Thread)

Urbane Selbstversorgung (00:22:04)

Ich habe durch Mastodon-Hautpflege-Freaks herausgefunden, dass die Sonnenpflege, die ich bisher benutzt habe, eventuell nicht ausreicht, um meine Tattoos vor der Sonne zu schützen. Also habe ich mich mal schlau gemacht, und auf Seiten wie Scinacea alles über Sonnenschutz gelesen.

Grob gesagt gibt es chemischen und physikalischen Sonnenschutz, und Mischungen aus beidem. Ich hatte bisher immer chemischen benutzt, der aber trotz Parfumlosigkeit dennoch stinkt, weil eben die Chemie darin so riecht, wie sie riecht. Was ich nicht wußte, war, dass chemischer Sonnenschutz nicht lichtstabil ist und deshalb ca. alle 2-3 Stunden nachgecremt werden muss. Dabei gibt es stabilere und weniger stabile Wirkstoffe, aber so genau habe ich mich nicht damit befasst. Physikalischer Sonnenschutz (mit den Mineralien Titandioxid und das andere habe ich vergessen..) ist lichtstabil und wirkt wie ein Schild, der die Sonnenstrahlen einfach reflektiert.

Chemie Mineralisch
pro: durchsichtig, färbt nicht ab, preisgünstig pro: lichtstabil, stinkt nicht, verträglich (auch Nanopartikel sind anscheinend unbedenklich)
contra: stinkt, nicht lichtstabil, manchmal unverträglich contra: weißelt, färbt ab, lässt sich so gut wie gar nicht mehr abwaschen und auch aus Klamotten schlecht entfernen, teuer

Ich bin eigentlich mit der mineralischen Sonnencreme halbwegs zufrieden gewesen, habe mich auch mit dem Weißeleffekt angefreundet, aber am Ende bin ich doch wieder zur Chemie zurück gekrochen, weil die Abwascherei doch wirklich schwierig war. Am besten ging es noch mit Lavaerde, das ist eine Wascherde aus Marokko, die komplett umweltverträglich ist, denn es ist ja pure Tonerde.

Urlaubsbericht (00:39:38)

Wir sind vom 13.- 28. Mai den Nordseeradweg in Dänemark gefahren, der startet offiziell in Tondern (Tønder) und führt nach Skagen ganz im Norden. (Und dann noch weiter, aber wir sind dann nur noch nach Frederikshavn und dann nach Aalborg gefahren, wo unser Zug zurück ging). Auf dem Hinweg musste der Zug 3x rebootet werden und dann wurde die Lok ausgewechselt, ich habe mich schon wieder durch Schleswig Holstein nach Dänemark radeln sehen..

Wir kamen aber dann doch in Niebüll an, und fuhren zu unserem ersten Übernachtungsplatz in Højer. Dann ging trotz Durchsicht vor der Tour die Gangschaltung vom Partner kaputt, und er musste 70km am nächsten Tag im 4. Gang fahren… zum Glück wurde es dann in Ribe repariert! Eine Werkstatt hat uns das sehr schnell gemacht. Ein Glück.

Den restlichen Tourbericht müsst ihr euch anhören.. :D
Ich kann aus Gründen der Faulheit nicht alles hier schreiben, ich hoffe aber noch, dass ich darüber noch bloggen werde, und dann könnt ihr das dann auch lesen und Fotos anschauen.

Was ich grade toll finde (1:13:49)

..sind amerikanische, dicke, fluffige Pancakes.
mein aktuelles Lieblingsrezept:

  • 200g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 150 ml Milch
  • 50g Stracciatella Joghurt (oder ne andere Sorte)

Alles zu einem Teig vermischen, pro Pancake 2 EL Teig in eine heiße Pfanne mit Öl oder zerlassener Butter drin geben und von beiden Seiten goldbraun backen und mit Ahornsirup genießen!

Und nun viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

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Episode 147: Wollkaufverbot!!

Zusammenfassung

Heute geht es um meinen Stash, meine Strickprojekte 2018, Kunst und den Mixed Media Kunstkurs, den ich gerade wieder mitmache, eine Dokumentation über Betroffene von ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis), Social Media Ärger mit Instagram, Facebook, Twitter und Mastodon, und ich erzähle von meinen Planungen bezüglich Radtour und nächstes Tattoo!

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Die Shownotes

Housekeeping

Tja, da ist aus einem Monat Pause auf einmal eine Pause von 3 Monaten geworden, und es ist April. Das Jahr war etwas anstrengend, und dass mein altes Macbook eigentlich in einem Regal vermodert, und vor jedem Aufnehmen erst mal aufgeladen werden muss, hilft nicht gerade weiter. Mein neuer Rechner arbeitet mit der alten externen  Soundkarte nicht zusammen, die ich aber benötige, um das Mikrofon anzuschließen.. Naja. So richtig die Zeit und Muße, mir ein neues Setup zu überlegen, habe ich noch nicht gefunden.

Danke an Hanna und Jamesi fürs Nachhaken, ich wollte gar nicht so lange pausieren.

Stricken (05:30)

Ich hatte dieses Jahr einen ganz guten Start. Bisher habe ich schon fast 3000m Garn verstrickt (allerdings zählt dazu das Garn in meinen WIPs auch dazu). Meine fertigen Projekte:

  • 3 Paar Stulpen, die ich verschenkt habe
  • Toe up Stinos (Socken) aus der Chanukkah-Edition eines Hauptstadtfarbe-Einhornpupses und aus einem handgefärbten Garn, das ich im Dorfladen meines Heimatdorfes gefunden habe, beim Weihnachtsbesuch bei meinen Eltern.
  • aus dem selben Garn habe ich jetzt Top Down Ringelstinos (Auch Socken) angefangen.
  • Die CookieA Socken „Sam“ sind fertig, ein WIP von 2016! Ich habe vom ersten Socken die Ferse und den Fuß gestrickt und die zweite Socke war mein Ravellenics Projekt.
  • 1 kurzes Tubularity ohne Knöpfe. (für eine Kollegin)
  • 1 einzelner Ishbel-Mitten, den ich zum Malen benutzen will. Daher brauche ich nur einen für die rechte Hand.
  • mein Laminaria Tuch, begonnen im Juni 2016, ist endlich fertig! Yay!

Meine Strickfreude hat auch mit dem Stash-Kassensturz am Jahresanfang zu tun. Da sehe ich immer all mein schönes Garn und will am liebsten alles auf einmal verwenden. Aber dramatisch war er auch. Ich hatte wieder einen Zuwachs im Vergleich zu Anfang 2017. Damals hatte ich 58km Garn, jetzt hatte ich 61km. Okay, so dramatisch war es nicht, aber es war eben wieder Zuwachs. Dann habe ich mein Trade/Sell bei Ravelry aufgelöst und noch Garne im Stash gefunden, die nicht eingepflegt waren: Zack, war ich bei sage und schreibe 63km und dann 66km. Ende März bin ich immerhin wieder auf 64,6km gesunken.

Aber: Es herrscht 2018 strengstes Wollkaufverbot! Zwar bin ich noch nicht bei SABLE (Stash Acquisition beyong Life Expectancy) aber ich möchte auch nicht ständig mehr erwerben, als ich verbrauche. Ok, es war auch oft so, dass ich mehr geschenkt bekam, als ich verstrickte. Und die Garne waren so schön! Hach. Das Leben ist hart. Luxusprobleme.

Laut meiner Berechnung würde ich es schaffen, bei einem Tempo von 8km/Jahr (das ist schaffbar, denke ich) meinen Stash in 8 Jahren zu verstricken. Das geht ja noch :)

Über das Spinnen habe ich heute, trotz des Podcast-Namens, leider nichts zu berichten.

Der Yeti macht die Hefte schön (31:30)

Ich habe mich wieder zu dem Online-Artjournaling Kurs „Lifebook“ angemeldet. Und es macht mir wirklich viel Spaß! Dieses ist das letzte Bild, das ich nach einem Video-Lehrgang von Sharon Harkness-Dobler gemalt habe:

Ein Mixed Media Bild, auf dem eine gekrönte Frauenfigur in bunter Kleidung auf einer Wiese steht und aussieht, als ginge sie optimistisch von einem Ort weg. 

Was ich gerade toll finde (40:10)

Es ist schon eine Weile her, ich habe den Film im Februar gesehen, aber ich fand ihn sehr wichtig und sehr bewegend:

Unrest von Jennifer Brea (Wikipedia-Link)

Ich habe darüber damals gebloggt, als ich den Film angeschaut habe. Es geht dabei um die relativ häufige, seit 1969 offiziell benannte, aber aus Mangel an Geld und Interesse kaum erforschte Krankheit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome). 

Noch immer ist keine Ursache für die Krankheit bekannt, und es wurde auch kein messbarer Biomarker entdeckt, so dass Betroffene häufig als psychosomatisch erkrankt diagnostiziert werden, oder gar keine anerkannte Diagnose erhalten. Viele werden laut der deutschen Gesellschaft für ME/CFS, mangels Anerkennung und Unterstützung durch die Krankenkassen, von Angehörigen zuhause auf eigene Kosten gepflegt. Die Aktion „Millions Missing“ will auf die Situation der aus der Gesellschaft „verschwundenen“ Menschen aufmerksam machen, für deren Krankheit diese sich wenig interessiert.

Alltagsgeschwafel (45:10)

Ich plane meine nächste Radtour. Es soll die dänische Nordseeküste hoch gehen, nach Skagen. Ich war noch nie an der Nordsee, und freue mich sehr, mal das Wattenmeer zu sehen.

Ansonsten plane ich mein nächstes Tattoo, ich war letzten Dezember beim Tätowierer zum Besprechen der Idee, Anfang März hatte er die Entwürfe gezeichnet und wir haben ein Probe-Stencil aufgelegt, und alles läuft soweit sehr gut. Jetzt im April ist die erste Sitzung. Es wird Getreide und es kommt auf den Unterarm.

Social Media Gedöns (53:10)

Ich bin inzwischen eigentlich von allen Social Media Plattformen völlig angenervt. Facebook ist klar, völlig indiskutabel, jetzt nach dem Skandal brauche ich mich netterweise auch nicht mehr rechtfertigen dafür, dass ich es kaum nutze.

Twitter wird auch immer toxischer und nerviger. Ich benutzte meist Tweetdeck, so dass ich die Werbung nie sah, und dort werden Tweets auch noch chronologisch angezeigt, anstatt wie auf der offiziellen Seite von einem Algorithmus nach „Relevanz“ sortiert. Trotzdem kam der Punkt, wo ich auf meinem öffentlichen Account kaum noch was tat, weil ich den Eindruck hatte, dass nur noch Hickhack herrscht und das ständige Durchrauschen furchtbarer Nachrichten mir die letzte Energie raubt.

Instagram zeigte mir (seit Anfang 2018 wurde es noch schlimmer) kaum noch die Beiträge meiner Freund_innen an, ich habe etwas recherchiert, was die eigentlich geritten hat, und es kam raus, dass der Algorithmus von Instagram jetzt sehr streng nach Popularität und Qualität von Beiträgen geht, und anhand von ersten Reaktionen gemessen wird, ob er überhaupt genügt, um mehr als 10% der eigenen Followies  präsentiert zu werden. Für mich ist Instagram aber eine Plattform, auf der ich die ganz normalen, unspektakulären Schnappschüsse meiner Bekannten sehen will, und nicht eine Plattform, auf der nun alle mit Unternehmen um Aufmerksamkeit konkurrieren und sich selbst optimieren müssen. Ich hatte im Podcasting auf Deutsch Forum vorgeschlagen, dass wir auf Instagram Hashtags benutzen, um diese Algorithmen auszutricksen und unter den Tags unsere Dinge dann doch noch sehen, aber ich muss zugeben, ich nutze die Tags auch zu wenig, und nicht viele haben die Idee aufgegriffen. So führt es leider nicht dazu, dass ich die Beiträge meiner Bekannten sehe, Instagram zeigt sie mir nämlich nicht unbedingt.

Am Ende hänge ich gerade fast nur noch auf Mastodon ab, die Plattform gibt es seit Ende 2016, vor genau einem Jahr kam dann die erste große Welle von Twitterflüchtlingen, und danach gab es auch immer wieder mal Zuwachs. Ich hatte ja schon mal davon berichtet.

Wer mir folgen möchte, ich bin muz@metalhead.club – meinen Hauptaccount ziehe ich gerade um, weil die Instanz Witches.town bald offline geht. :-(  Ich halte Euch auf dem Laufenden, wo ich dann zu finden sein werde!

Hier ist noch das versprochene Mastodon-Erklärvideo:

alsdann wünsche ich Euch viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 133: Ambiguitätstoleranz

Heute geht es um Radtouren, eine Doku darüber, wie Automobilität in die Sackgasse führt, Strickerfolge und Strickgraffiti, die Spin-Off Zeitschrift, Ambiguitätstoleranz und Widersprüche und Haare färben.

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Shownotes:

Housekeeping

Habt Dank für die Diskussion zur letzten Episode und eurem Feedback! Ich habe neulich zu dem Thema auf Youtube eine Doku angesehen „Fahrrad gegen Auto“, die ich sehr spannend fand. Sie lief in dieser Version im ORF und spielt hauptsächlich in sehr autolastigen Städten wie Los Angeles und Sao Paulo.

Hier habe ich die Doku mal direkt verlinkt:

Im Original heißt der Film „Bikes vs Cars“ von Fredrik Gertten. Auf der Filmwebseite gibt es auch eine App und Goodies, ich habe sie mir aber nicht wirklich angesehen :)

Außerdem erzähle ich ein bischen von meiner Radtour ins Naturschutzgebiet Dahme-Heideseen am Wochenende und von meiner Radtour durch die Uckermark die Woche davor. (Ich nutze den Sommer, hehe)

Stricken

Ich stricke das Laminaria mit hangesponnenem Lacegarn und Perlen im Edging Chart! Es macht sehr viel Spaß, lässt sich aber nicht während des Podcastens stricken. Deshalb habe ich spontan ein Herz angeschlagen. (Muster: Little Hearts)

Ich möchte die Herzen als Yarnbombing benutzen, oder aussetzen, so wie Weird ihre Monster, die ihr unter dem Hashtag #monsterwelt auf Instagram und Twitter sehen könnt. Hier ist das Tumblr-Blog Monster-erobern-die-Welt.

Fertig ist der Wraptor von Marc Smollin Designs, ein Tuch mit verkürzen Reihen, Colorwork und kraus rechtem Rand, das super kuschlig und texturiert ist. Es wird bestimmt ein Lieblingstuch von mir!

Spinnen

Ich hatte neulich Besuch von der lieben Irka aus Dresden und von ihr haben wir in Berlin einen großen Stapel alter Spin-Off Zeitschriften bekommen, die ich nach Podcastthemen durchforsten wollte. Stattdessen spreche ich mal meine Meinung über die Spin-Off an und für sich aus. ;)

Selbst habe ich meine TDF-Projekte  im Besenwagen fertig gesponnen und muss das jetzt alles einpflegen. Zum Glück gibt es im Queerfeministischen Faserkombinat jetzt einen Einpflege-Along! 

Politschwafel

Ich las neulich einen Artikel in der Zeit von Mirna Funk, betitelt „Wir lebenden Juden“ ein Gruppenportrait der dritten Generation. Da fielen mir zwei Zitate auf, wo es darum ging, Unterschiede als Bereicherung anzusehen und verschiedene Standpunkte gelten zu lassen. Was daran schwer ist: Eine Person bewertet aus einer anderen Perspektive etwas anders als du, etwas, was du gut findest, findet sie schlecht, oder umgekehrt..

Ein Fachwort dafür, damit gut umgehen zu können, ist Ambiguitätstoleranz. Dieser Begriff wurde von Else Frenkel-Brunswick geprägt. Sie war eine jüdische Psychologin, die in die USA emigrierte und dort Forschungsarbeiten zu Autorität und Vorurteilen machte.

Was ich grade toll finde

Ich habe einen Weg gefunden, wie ich mir schön bunte Haare färben kann, ohne meine von Natur aus dunklen Haare zu sehr zu zerstören. Das Geheimnis: Pfoten weg von Drogeriebleiche, her mit der guten Profi-Blondierung.

Ich benutze Topwell Professional Creme-Oxyd 4% H2O2 (das reicht völlig) und ein passendes Blondierpulver, und ich schwöre auf Manic Panic Haarfarben.

Das wars, viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 132: Vehicular Cycling

Heute habe ich eine Lobeshymne auf das Laminaria Tuch, einen Tour de Fleece Rückblick, einen Urlaubsrückblick und etwas über Fahrradpolitik. Außerdem erzähle ich von einer alten Dame, die spontan zur Fluxus-Künstlerin wurde und dafür verklagt wurde.

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Housekeeping: (00:00)

Danke für eure Geduld mit mir :) Ich habe tatsächlich in Angriff genommen, den Preis der 6 Monate zurückliegenden Jahresrückblicksverlosung zu nähen und deshalb traue ich mich wieder vors Mikro.

Stricken: (03:28)

Ich stricke gerade ein Laminaria Tuch von Elizabeth Freeman (Link zum kostenlosen Knitty-Muster, englisch). Ich finde es einfach toll und habe schon mal eins gestrickt. Dieses stricke ich aus sehr dünnem Lacegarn, das ich selbst gesponnen habe. Das Material war ein Wolle-Tencel-Kammzug, handgefärbt von Frau Wo aus Po in wunderschönem Beige und Aqua. Elisabeth Zimmermann empfahl schon in dem Buch Knitters Almanac (ravelry Link) filigrane Lace-Projekte fürs Camping.

Außerdem habe ich den Wraptor von Marc Smollin fertig, es fehlt aber noch das Fäden vernähen. Ich glaube, Moni hat beim Fiberthermometer neulich von schottischen Haps (ravelry Such-Link) geredet. Dieses Tuch könnte ähnlich funktionell sein. Es ist auch aus handgesponnenem Garn, eine Mischung aus Wolle und Seide.

Spinnen (12:49)

Die TDF liegt hinter mir, sie war sehr schön und ich habe ein paar feine Garne raus bekommen. Dieses Jahr habe ich nicht so hohe Leistungsziele gehabt, sondern wollte nur jeden Tag spinnen. Und das hat mich auch weiter gebracht und hat mir vor allem entspannt Spaß gemacht.

Das erste Garn war ein Kammzug von Woll(i)kater für Wollmäuse, den ich in Leipzig gekauft hatte. Ich habe es dünn gesponnen und kettengezwirnt. Danach habe ich ein tolles gelbes Batt zu einem Artyarn-angehauchten Garn verarbeitet, und dann einen BFL Kammzug aus Usedom in einer einzigen Session zu 520m Singles Garn gesponnen. Da bin ich durch Weird von Weird & Twisted inspiriert worden. Sie hat einige tolle Tücher aus handgesponnenen Singles gemacht.

purple tweed

Was ich grade toll finde (18:57)

Den Urlaub. Ach, das war toll. Ich bin den Ostsee-Radweg Dänemark gefahren. Wir haben diese Karte von Bikeline benutzt, in der die Übernachtungsplätze von udinaturen.dk eingezeichnet waren. Hin navigiert haben wir mit der Shelter App. Aber wir haben sehr selten GPS benutzt, wenn, dann nur 10 Minuten am Tag. Alles andere hätte doch zu viel Akku gekostet. Ich suche noch ein Reise-Ladegerät für den Fahrraddynamo oder mit einem guten Solarpanel. ein guter Kauf war der Wasserbeutel und das Reise-Waschbecken.  (Links zu den Herstellern)

urbane Selbstversorgung (32:41)

Heute geht es um „vehicular cycling“ (autoähnliches Fahrradfahren) und „segregated cycling“ (getrenntes fahrradfahren). Vertreten z.B. von Copenhagenize. Da gibt es zwei Fraktionen in der Fahrradverkehrspolitik. Bisher hat in Deutschland vor allem der ADFC dafür gekämpft, dass Radfahrende auf den Strassen respektiert werden sollten, und sie setzten sich gegen abgetrennte Radwege ein und für Radstreifen an der Seite, ohne bauliche Trennung. Die andere „Schule“ möchte baulich getrennte Infrastruktur für Radfahrende.

Ich fand das mit dem baulich abgetrennten Radfahren in der Stadt in Dänemark echt gut. Wenn Radwege gut angelegt sind, werden sie gerne genutzt und eine getrennte Bauweise der Radwege hilft auch, dass Radwege benutzbar sind und dass sie nicht so oft zweckentfremdet werden.

Pro Autoähnliches Radfahren:
  • Mehr Sichtbarkeit
  • die Idee der Gleichberechtigung
  • die Strasse hat meist gute Beläge, wird gekehrt, gepflegt, und ist praktisch angelegt.
Contra:
  • Gefahr durch Autofahrende, die keine Rücksicht nehmen
  • „Schwächere“ können einfach nicht mithalten
  • Lärm, Abgase und Stress durch viele Autos
  • wer rechts fährt, wird am meisten behindert
Pro getrenntes Radfahren:
  • Ruhe und entspanntes Fahren, weniger Stress
  • Auch Ältere und Kinder können Radfahren
  • Schutz vor Aggression und Rücksichtlosigkeit seitens Autofahrenden
Contra:
  • Schlechte Sichtbarkeit
  • Wege werden nicht respektiert, instand gehalten, praktisch angelegt
  • Gefahr an Kreuzungen

Fundstück der Woche (45:09)

Eine alte Dame hat in einem Kunstmuseum ein Kunstwerk „beschädigt“. (Artikel im „Justillion – kuriose Rechtsnachrichten) Sie hat ein Kreuzworträtsel ausgefüllt. Das Museum hat sie auf Schadensersatz verklagt. Ihr Anwalt hat argumentiert, dass die Dame das Kreuzworträtsel zu Recht ausgefüllt hat, denn der Künstler hat das so gewollt. Es stand sogar dabei, dass man Text einsetzen soll! Er gehört der Kunstrichtung „Fluxus„(Wikipedia) an, die herkömmliche Kunst als bürgerlich verachtet hat und sie in Frage stellen wollte. Deshalb hätte die Dame das Kunstwerk noch verbessert, und das Museum hätte vielmehr das Kunstwerk beschädigt, indem sie die Lösungen der Frau wieder entfernen ließen.

Viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!