Episode 147: Wollkaufverbot!!

Zusammenfassung

Heute geht es um meinen Stash, meine Strickprojekte 2018, Kunst und den Mixed Media Kunstkurs, den ich gerade wieder mitmache, eine Dokumentation über Betroffene von ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis), Social Media Ärger mit Instagram, Facebook, Twitter und Mastodon, und ich erzähle von meinen Planungen bezüglich Radtour und nächstes Tattoo!

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Die Shownotes

Housekeeping

Tja, da ist aus einem Monat Pause auf einmal eine Pause von 3 Monaten geworden, und es ist April. Das Jahr war etwas anstrengend, und dass mein altes Macbook eigentlich in einem Regal vermodert, und vor jedem Aufnehmen erst mal aufgeladen werden muss, hilft nicht gerade weiter. Mein neuer Rechner arbeitet mit der alten externen  Soundkarte nicht zusammen, die ich aber benötige, um das Mikrofon anzuschließen.. Naja. So richtig die Zeit und Muße, mir ein neues Setup zu überlegen, habe ich noch nicht gefunden.

Danke an Hanna und Jamesi fürs Nachhaken, ich wollte gar nicht so lange pausieren.

Stricken (05:30)

Ich hatte dieses Jahr einen ganz guten Start. Bisher habe ich schon fast 3000m Garn verstrickt (allerdings zählt dazu das Garn in meinen WIPs auch dazu). Meine fertigen Projekte:

  • 3 Paar Stulpen, die ich verschenkt habe
  • Toe up Stinos (Socken) aus der Chanukkah-Edition eines Hauptstadtfarbe-Einhornpupses und aus einem handgefärbten Garn, das ich im Dorfladen meines Heimatdorfes gefunden habe, beim Weihnachtsbesuch bei meinen Eltern.
  • aus dem selben Garn habe ich jetzt Top Down Ringelstinos (Auch Socken) angefangen.
  • Die CookieA Socken „Sam“ sind fertig, ein WIP von 2016! Ich habe vom ersten Socken die Ferse und den Fuß gestrickt und die zweite Socke war mein Ravellenics Projekt.
  • 1 kurzes Tubularity ohne Knöpfe. (für eine Kollegin)
  • 1 einzelner Ishbel-Mitten, den ich zum Malen benutzen will. Daher brauche ich nur einen für die rechte Hand.
  • mein Laminaria Tuch, begonnen im Juni 2016, ist endlich fertig! Yay!

Meine Strickfreude hat auch mit dem Stash-Kassensturz am Jahresanfang zu tun. Da sehe ich immer all mein schönes Garn und will am liebsten alles auf einmal verwenden. Aber dramatisch war er auch. Ich hatte wieder einen Zuwachs im Vergleich zu Anfang 2017. Damals hatte ich 58km Garn, jetzt hatte ich 61km. Okay, so dramatisch war es nicht, aber es war eben wieder Zuwachs. Dann habe ich mein Trade/Sell bei Ravelry aufgelöst und noch Garne im Stash gefunden, die nicht eingepflegt waren: Zack, war ich bei sage und schreibe 63km und dann 66km. Ende März bin ich immerhin wieder auf 64,6km gesunken.

Aber: Es herrscht 2018 strengstes Wollkaufverbot! Zwar bin ich noch nicht bei SABLE (Stash Acquisition beyong Life Expectancy) aber ich möchte auch nicht ständig mehr erwerben, als ich verbrauche. Ok, es war auch oft so, dass ich mehr geschenkt bekam, als ich verstrickte. Und die Garne waren so schön! Hach. Das Leben ist hart. Luxusprobleme.

Laut meiner Berechnung würde ich es schaffen, bei einem Tempo von 8km/Jahr (das ist schaffbar, denke ich) meinen Stash in 8 Jahren zu verstricken. Das geht ja noch :)

Über das Spinnen habe ich heute, trotz des Podcast-Namens, leider nichts zu berichten.

Der Yeti macht die Hefte schön (31:30)

Ich habe mich wieder zu dem Online-Artjournaling Kurs „Lifebook“ angemeldet. Und es macht mir wirklich viel Spaß! Dieses ist das letzte Bild, das ich nach einem Video-Lehrgang von Sharon Harkness-Dobler gemalt habe:

Ein Mixed Media Bild, auf dem eine gekrönte Frauenfigur in bunter Kleidung auf einer Wiese steht und aussieht, als ginge sie optimistisch von einem Ort weg. 

Was ich gerade toll finde (40:10)

Es ist schon eine Weile her, ich habe den Film im Februar gesehen, aber ich fand ihn sehr wichtig und sehr bewegend:

Unrest von Jennifer Brea (Wikipedia-Link)

Ich habe darüber damals gebloggt, als ich den Film angeschaut habe. Es geht dabei um die relativ häufige, seit 1969 offiziell benannte, aber aus Mangel an Geld und Interesse kaum erforschte Krankheit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome). 

Noch immer ist keine Ursache für die Krankheit bekannt, und es wurde auch kein messbarer Biomarker entdeckt, so dass Betroffene häufig als psychosomatisch erkrankt diagnostiziert werden, oder gar keine anerkannte Diagnose erhalten. Viele werden laut der deutschen Gesellschaft für ME/CFS, mangels Anerkennung und Unterstützung durch die Krankenkassen, von Angehörigen zuhause auf eigene Kosten gepflegt. Die Aktion „Millions Missing“ will auf die Situation der aus der Gesellschaft „verschwundenen“ Menschen aufmerksam machen, für deren Krankheit diese sich wenig interessiert.

Alltagsgeschwafel (45:10)

Ich plane meine nächste Radtour. Es soll die dänische Nordseeküste hoch gehen, nach Skagen. Ich war noch nie an der Nordsee, und freue mich sehr, mal das Wattenmeer zu sehen.

Ansonsten plane ich mein nächstes Tattoo, ich war letzten Dezember beim Tätowierer zum Besprechen der Idee, Anfang März hatte er die Entwürfe gezeichnet und wir haben ein Probe-Stencil aufgelegt, und alles läuft soweit sehr gut. Jetzt im April ist die erste Sitzung. Es wird Getreide und es kommt auf den Unterarm.

Social Media Gedöns (53:10)

Ich bin inzwischen eigentlich von allen Social Media Plattformen völlig angenervt. Facebook ist klar, völlig indiskutabel, jetzt nach dem Skandal brauche ich mich netterweise auch nicht mehr rechtfertigen dafür, dass ich es kaum nutze.

Twitter wird auch immer toxischer und nerviger. Ich benutzte meist Tweetdeck, so dass ich die Werbung nie sah, und dort werden Tweets auch noch chronologisch angezeigt, anstatt wie auf der offiziellen Seite von einem Algorithmus nach „Relevanz“ sortiert. Trotzdem kam der Punkt, wo ich auf meinem öffentlichen Account kaum noch was tat, weil ich den Eindruck hatte, dass nur noch Hickhack herrscht und das ständige Durchrauschen furchtbarer Nachrichten mir die letzte Energie raubt.

Instagram zeigte mir (seit Anfang 2018 wurde es noch schlimmer) kaum noch die Beiträge meiner Freund_innen an, ich habe etwas recherchiert, was die eigentlich geritten hat, und es kam raus, dass der Algorithmus von Instagram jetzt sehr streng nach Popularität und Qualität von Beiträgen geht, und anhand von ersten Reaktionen gemessen wird, ob er überhaupt genügt, um mehr als 10% der eigenen Followies  präsentiert zu werden. Für mich ist Instagram aber eine Plattform, auf der ich die ganz normalen, unspektakulären Schnappschüsse meiner Bekannten sehen will, und nicht eine Plattform, auf der nun alle mit Unternehmen um Aufmerksamkeit konkurrieren und sich selbst optimieren müssen. Ich hatte im Podcasting auf Deutsch Forum vorgeschlagen, dass wir auf Instagram Hashtags benutzen, um diese Algorithmen auszutricksen und unter den Tags unsere Dinge dann doch noch sehen, aber ich muss zugeben, ich nutze die Tags auch zu wenig, und nicht viele haben die Idee aufgegriffen. So führt es leider nicht dazu, dass ich die Beiträge meiner Bekannten sehe, Instagram zeigt sie mir nämlich nicht unbedingt.

Am Ende hänge ich gerade fast nur noch auf Mastodon ab, die Plattform gibt es seit Ende 2016, vor genau einem Jahr kam dann die erste große Welle von Twitterflüchtlingen, und danach gab es auch immer wieder mal Zuwachs. Ich hatte ja schon mal davon berichtet.

Wer mir folgen möchte, ich bin muz@metalhead.club – meinen Hauptaccount ziehe ich gerade um, weil die Instanz Witches.town bald offline geht. :-(  Ich halte Euch auf dem Laufenden, wo ich dann zu finden sein werde!

Hier ist noch das versprochene Mastodon-Erklärvideo:

alsdann wünsche ich Euch viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

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Episode 146: Daumenstreik, Slow Gedöns und Journaling Updates

Zusammenfassung:

Heute gehts um den faserverzückten Jahresrückblick, Slow Knitting, Slow TV in Norwegen, Spinnen, Art Journaling (ich habe mich wieder bei Lifebook angemeldet, yay), Bulletjournaling und Foodsharing.

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Shownotes:

Housekeeping (00:00:00)

Danke für euer Feedback, Likes und alles!

Wer beim Faserverzückten Jahresrückblick mitmachen möchte, findet die Fragen direkt hier.

Stricken (00:05:30)

Bei einer der letzten Folgen der Knitmore Girls wurde ein Buch besprochen, das sich um die „Slow Knitting“ Bewegung drehte. Angelehnt an Slow Food geht es dabei um bewusstes Auswählen von Wolle und Garnen, bewusstes Stricken und ökologisch sinnvolles Crafting. Ich persönlich finde Stricken eigentlich eh immer „Slow“.

Als ich das googlete, kam ich auf eine norwegische Sache namens „Slow TV“, die mit der Doku über eine Zugfahrt quer durch Norwegen in Echtzeit (7 Stunden und 14 min) begann. Diese Doku, ohne Spannung, ohne ständiges hin- und her springen von Handlung und Action, und ohne Werbung, war ein großer Erfolg beim norwegischen Publikum. So wurden einige weitere Dokus produziert. Eine davon war der Versuch, den Weltrekord darin zu brechen, von der Schur eines Schafs übers spinnen, zwirnen und stricken bis zum Vernähen der Fäden einen Wollpullover herzustellen. Diese Doku lief 13 Stunden. Leider finde ich sie auf Youtube nicht, aber es gibt kurze Filme über ähnliche Versuche, den Weltrekord im „Back to Back“ Pullover herzstellen zu knacken. Er liegt bei weniger als 5 Stunden. Das längste Projekt war die Live-Übertragung einer Schiffsfahrt an der Norwegischen Küste entlang, was über 134 Stunden ging.

Links:

Spinnen (00:18:45)

Ich spinne am Faseradventskalender, und es macht wie vorhergesehen, wirklich Spaß. Die eine Hälfte der Faserportionen spinne ich auf dem Rad, die andere Hälfte auf Spindeln. Als ich auf Reisen war, habe ich beide Hälften auf zwei Kreuzspindeln gesponnen. Ich bin allerdings etwas hinterher.

Art Journaling (00:24:20)

Ich habe nicht wirklich was gemacht, nur muss ich euch verkünden, dass ich mich wieder bei Lifebook angemeldet habe! yaaaay!

Der Yeti macht die Hefte schön (00:28:40)

Bulletjournaling ist eine Art die eigenen Notizen schlau zu organisieren. Eine Übersicht gibt es auf bulletjournal.com. Für mich funzt das ganz gut. Bisher hat kein Kalender/Planer je für mich funktioniert. Ich bin echt aus dem Häuschen, dass das Bulletjournaling immer noch so gut für mich klappt!

Fürs neue Jahr fange ich kein neues Buch an, denn ich mache immer erst das alte voll und wechsle, wenn es eben voll ist. Für Januar werde ich wohl wieder eine „traditionelle“ Monatsübersicht machen, aber statt der Taskliste werde ich auch eine Wunschliste schreiben. Ich finde sowas super, dann kann ich auch im Blick haben, mir etwas gutes zu tun.

urbane Selbstversorgung (00:36:00)

Ich habe jetzt meine ersten Schritte mit Foodsharing gemacht. Einmal war’s toll, ein andermal leider gar keine Resonanz. Wir hatten aufgrund eines Fehlers 12 ofenfrische Weißbrote zu verschenken, aber es hat sich niemand bei uns gemeldet. Mir ist aber auch aufgefallen, dass Brot und Backwaren sehr oft eingestellt werden. Vielleicht sind sie aber auch nur so unbeliebt, so dass es immer übrig bleibt.

Teechen

heute ist es ein Früchtetee „Lemon Fruit“ vom Lidl.

Viel Spaß beim anhören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!