Episode 140: Die Handarbeitshausaufgabe aus der Hölle

Heute geht es um Podcasts an sich, das Leipziger Wolle-Fest, die Knitty Frühling 2017, Webprojekte, spinnen für den Mindestlohn, und wie ich einer Kochsendung verfallen bin.

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Shownotes

Housekeeping (00:00)

Ich habe mal bei Wikipedia nachgelesen, was eigentlich die Definition von Podcast bzw. Videopodcast ist. So richtig schlau bin ich daraus nicht geworden, aber interessant war: Podcast als Begriff gibt es seit 2004, der erste Videopodcast wurde 2005 gestartet. Davor gab es das Format zwar schon, es wurde aber „Audioblogging“ genannt. (Seit 2000)

Angela Merkel Videopodcastet seit 2006 jede Woche. Wusste ich auch nicht: Die Kanzlerin direkt. Barack Obama übrigens auch, obwohl ich nicht weiß, ob er’s jetzt immer noch tut.

Für neue Podcasts empfiehlt sich, neben ein paar technischen Sachen, die man auf die Kette kriegen muss, wirklich erstmal zu überlegen: Wie soll mein Podcast heißen, und was möchte ich dem Publikum präsentieren? Ich habe versucht, ein paar Ressourcen für neue Podcaster_innen zusammenzustellen, leider fand ich den guten Text nicht mehr, den ich damals, als ich angefangen habe, hilfreich fand. Aber gut, here we go:

  1. Podcasting for Beginners: The Complete Guide to Getting Started With Podcasts hier geht es um das Technische, aber auch ums Konzept und Drumherum, etwas, das wenige besprechen. Es geht um Dinge wie: Wie kann eine Struktur aussehen, der man folgen kann, wie oft nehme ich auf und wie lang sollten die Episoden sein.. etc.
  2. How to Podcast: A Beginners Guide To Podcasting – ein ganzes ebook von Colin Gray, etwas älter schon und nur für den Audiobereich geschrieben. Eher Technik und weniger konzeptuelles.
  3. Podcast „Der Lautsprecher“ zum Thema Sendungsplanung – obwohl Tim Pritlove und Co. hier erklären, wie man sich um die Shownotes kümmert, haben sie sich selber nicht um Shownotes für diese Episode gekümmert. Ich hatte noch keine Zeit, sie anzuhören, deswegen kann ich auch nicht sagen, was darin vorkommt. Tolle Wurst!

Gratuliere an Jessys Kreativtagebuch zum erfolgreich gestarteten Videopodcast- ich hab das in der Folge falsch gesagt, es sind noch keine 14 Folgen, aber immerhin schon 5.

Ausserdem erzähle ich ein wenig vom Wolle-Fest Leipzig und dem Team Yeti-Treffen. Danke an euch alle für das schöne Treffen! Bei Peter Locke von Wolle-Online habe ich mir eine Phang Spindel aus Birnenholz gekauft. Ausserdem habe ich mit Frieder Glatzer von Filzrausch.de über Wollfarben geredet. Gekauft habe ich mir NUR einen Strang Sockenwolle von Dibadu und zwei mit Pflanzenfarben gefärbte Sockengarne.

Eventhinweis: am 4. und 5. Oktober ist das Yarn Camp, ein Barcamp zum Thema Stricken in Frankfurt/Main. Leider habe ich zu spät aufgenommen, denn die zweite Ticketwelle war neulich am Sonntag, aber es gibt noch eine letzte Ticketwelle am 21.6., falls von euch welche Interesse haben.

Ausserdem bin ich jetzt auch auf Mastodon, das ist eine Art Alternative zu Twitter, das aber stärker gegen Hater vorgeht und dezentral organisiert ist. Ich bin momentan @distelfliege@mastodon.network

Stricken (20:13)

Was ich grade mache: Bei MMM2017 habe ich das Laminaria nicht geschafft, weiterzustricken. Ausserdem habe ich den Swallowtail nicht angeschlagen. Dafür ist das Aurinko fertig gestrickt und die Socken „Brüsseler Spitze“ sind auch fertig. (Stephanie van der Linden: Socken aus aller Welt). Angeschlagen habe ich „Sam“ Socken von CookieA aus dem Buch „Sock Innovation“.

Knitty: 

  • Die Titelmütze von Sabrina Schuhmacher ist toll.
  • Stripodot Socken – for real? Wieso stricke ich Colorwork, wenn es hinterher so aussieht, als wäre die Socke einfarbig? Verhältnis von Aufwand zu Ergebnis ist schlecht! (Das erinnert mich an die Handarbeitsaufgabe meiner Nichte, die absolut aus der Hölle ist)
  • „Bright Stairs“ ist ein Muster von Vithard, der „The Prince of Knitting“ genannt wird und Juror bei einer Strick-Fernsehshow (das gibt es??!?) namens „The Great Knit Off“ ist.
  • Checkered Raglan: Leider wieder so ein Pulli, wo der Ausschnitt einfach so weit ist, dass man obenrum nackig ist, und wenn mir so warm ist, dass ich das möchte, trage ich im allgemeinen keinen Pulli.
  • Recital: Die Vorderseite ist quer gestrickt und die Rückseite von unten nach oben. Interessante Konstruktion.
  • Blurred Lines wurde von LA’s schnellster Strickerin, Krista Ann, für eine TV-Show entworfen. Sie hat das Muster dann bei der Knitty eingereicht.

Insgesamt reißt mich nichts vom Hocker bis auf die Titelmütze. Dafür könnte ich das Garn vom Faser-Sockenwoll-Adventskalender verwenden!

Weben (31:20)

Mein Webrahmen lag jetzt über ein Jahr unter dem Schrank. Ich habe mir für meinen No-Name-Rahmen Kromski Zubehör bestellt, nämlich feinere Kämme und Halterungen für die Kämme. Als ich die Haltungen anbringen wollte, stellte ich fest: Es passt ohne Modifikationen, ich konnte sofort alles einfach anschrauben! Jetzt habe ich bespannt mit Kromski Kämmen auf einem Nicht-Kromski-Rahmen. Cool!

Ich verwendete die Warping Peg Methode, die Tim Horchler hier erklärt (Youtube Video)  – es geht aber auch mit Warping Board, ich habe mir selbst eins auf der Rückseite meines Webrahmens gebaut.

Spinnen (42:00)

Ich und Jules vom Spektralfadenpodcast haben ein Experiment gemacht – wir wollten rausfinden, ob wir ein Garn spinnen können, das 35 Euro kostet, und für das Spinnen auf den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland kommen.

Ich habe 300m zweifädiges Garn herausbekommen mit dem Schacht Reeves in der Übersetzung 30:1 gesponnen. Die Materialkosten von 4 Euro waren schon inklusive, ich habe Merinowolle naturfarben verarbeitet.

Der Hashtag zum nachlesen auf Instagram und Twitter ist #35eurowolle

Es gibt einen Videokurs von Abby Franquemont „Get more spun: Spinning for Sale“ 

Was ich grade toll finde (51:30)

Ich schaue grade die Reality Show „Hell’s Kitchen“ mit Gordon Ramsay. Das ist eine Kochsendung, wo professionelle Köch_innen sich um einen Chefkochposten bewerben, und in einem Wettbewerb immer mehr Leute ausgesiebt werden, bis die beste Person übrig bleibt. Ramsay ist eine kontroverse Persönlichkeit, und definitiv auch ein Arschloch, aber in mir bringt der einfach so die Liebe und Leidenschaft fürs Handwerk wieder so raus. Weil das hat er definitiv. Und ich auch, ich bin ja von Beruf Bäckerin.

Politschwafel (59:00)

Im Moment läuft eine Urgent Action von Amnesty International zur Situation von schwulen Männern in Tschetschenien, wie ihr vielleicht erfahren habt, ist dort eine Verfolgungswelle im Gang und viele müssen aus dem Land fliehen. Die UA läuft noch bis Mitte Mai, und es wäre gut, wenn sich möglichst Viele bis dahin daran beteiligen.

Urgent Action Tschetschenien – LGBT entführt und getötet – Russische Föderation

Teechen (1:00:31)

Ich trinke gerade vom Lidl „Darjeeling Bio“ Schwarztee in Beuteln. Ganz einfach, aber schmeckt!

Viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

 

Episode 138: Verlosung und Kassensturz beim Stash

Heute mache ich die Verlosung zum faserverzückten Jahresrückblick, rede über Stulpen, MMM2017 und Ravelry-Garnvorschläge, vom verzwirnen von gekauften Garnen, Bullet Journaling, Buchbinden, Kalt duschen, Yoga mit Adriene und von meinem neuen gebrauchten Macbook.

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Shownotes

Housekeeping:

Ich bin gerade etwas eingeschränkt in meinen Handfertigkeiten, da ich am Samstag bouldern war und mir dabei die Unterarme überlastet habe. Es hat aber auch so Spaß gemacht! Pferdesalbe und Unterarmbäder in schön warmem Wasser haben es sehr viel besser gemacht. Wo wir schon mal beim Bouldern sind: Schaut euch dieses Video an, wo Lynn Hill Midnight Lightning klettert.

Danke an Heike0307, MatronaLupus, Emilshaus, Schlompfine, Sprutz und DamnedSnob fürs Feedback zur letzten Episode!

Zur Verlosung zum Faserverzückten Jahresrückblick:

Gewonnen hat die Nr. 18 von 22 Teilnehmenden: Frau Leo! Herzlichen Glückwunsch!

Stricken (00:07:37)

Ich mache die MMM 2017 Aktion mit, die Tini und Heike0307 auf Ravelry betreuen. Meine Ziele für Januar waren: Handschuhe zu Ende stricken, den Stash durchsehen und alles einpflegen. Bis auf das Einpflegen habe ich auch alles geschafft, juhu!

Ich habe meine Bude geputzt und den ganzen Stash auf dem Boden ausgelegt. Er ist wirklich so toll, ich würde am liebsten sofort alles verstricken!  Zum Glück habe ich überhaupt keine Mottenprobleme feststellen können.

Ich habe noch Beinstulpen angefangen, weil ich meine grade verlegt habe und ausserdem ein schönes Muster gequeued hatte: Die „Some Cloudy Day“ von Tiny Owl Knits. Dabei ist mir aufgefallen, dass es auf der Musterseite bei Ravelry einen Punkt gibt „In my stash“ und dahinter werden Garne vorgeschlagen, die ich gestashed habe, und aus denen Andere diese Stulpen gemacht haben. Sehr praktisch! Bei mir allerdings nicht so hilfreich, weil ich ausser Sockenwolle fast nur noch Handgesponnenes habe und ich das nicht in diesen Vorschlägen mit einfließt.

Spinnen (00:16:41)

Ich habe gezwirntes Industriegarn für Janis vom „Aus dem Rahmen gefallen“ Podcast nochmal mit sich selbst verzwirnt, um es dicker zu machen. Dann entsteht ein Cabled/Cablé Garn.

Der Yeti macht die Hefte schön (00:20:49)

Ich habe ja schon in der letzten Episode übers Buchbinden geredet. Jetzt habe ich nochmal von Ryuu den Tip bekommen, mir die Videos von Sea Lemon anzusehen, hier findet ihr ihren Youtube Kanal. Sea Lemon hat sehr viele Buchbinde-Tutorials.

Zum Bullet Journaling: Ich bin mit dem System immer noch so zufrieden, weil es das erste System ist, was für mich funktioniert.  Inzwischen merke ich, was für mich funktioniert und was nicht. Zum Beispiel habe ich mit einem Gratitude Log herumexperimentiert, aber ich stellte fest, ungefähr nach 10-12 Tagen führe ich es nicht mehr weiter, da schreite ich im Monat voran und gehe nicht mehr zurück zu meinem Gratitude Log.

Auch das Kalendermodul (Monthly Log) benutze ich kaum, ich schreibe es mir aber trotzdem ein, weil die monatliche To-Do-Liste finde ich ja dennoch gut. Überhaupt sind Todo-Listen das Kernstück meines Bujo. Auch Collections finde ich ganz praktisch.

Ausserdem mag ich Tracker. Ich tracke mein Yoga und noch etwas, zu dem ich jetzt komme:

Was ich grade toll finde (00:26:38)

Kalt duschen. Ja, echt. Drauf kam ich durch mein Yoga-Portal, die Inhaberin war so begeistert von Wim Hof. Ich bin von Wim Hof nicht so begeistert, und auch nicht von dem besserwisserischen Typen, der meint, am Tag 5 min. kalt zu duschen würde einen erfolgreich und besser machen. (Wim Hof bringt auch einiges an Sendungsbewußtsein mit)

Die Duscherei finde ich aber wirklich toll, weil sie für Immunsystem-Stärkung und für wunderbares körperliches Wohlbefinden sorgt. Ich mache es aber nicht so hart: Ich dusche erst warm, um mich zu waschen, und dann stelle ich das Wasser auf mittelkalt, also grad so dass es sich kalt anfühlt, um mich zu akklimatisieren, und dann auf maximal-kalt. Dann dusche ich so lange, wie der Körper es okay findet, und das sind normalerweise 30 Sekunden bis zu 1-2 Minuten. Danach fühle ich mich voll flauschig und wohlig.

Ausserdem mache ich gerade „Yoga with Adriene“ und ihr 30 Tage langes „Yoga Revolution“ Programm. Normalerweise mach ich eher mein Online-yoga wo ich für bezahlt habe, aber gerade ist mein Jahresabo zu Ende und so fange ich einfach nach dem Yoga Revolution Programm wieder damit an. Dann hab ich einen Monat zwischendrin für lau gehabt, das ist fein.

Und als drittes habe ich ein neues, gebrauchtes Macbook bekommen! Es lebe die Twittergemeinde. Leider habe ich auf dem Neuen, welches ich gleich zu Anfang fast geschrottet habe, kein richtiges Garageband mehr. Das neue Garageband hat keine Podcasting-Funktionalitäten mehr. Also nehme ich noch mit meinem alten Macbook auf.

Teechen und Outro (00:42:11)

Ich trinke gerade die Früchtetee Mischung „Melon Man“ aus meinem Lieblingsteeladen Bohea.

Dann wünsche ich Euch viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 137: Der faserverzückte Jahresrückblick 2016

Heute geht es ausserdem um das, was ich gerade stricke, das einrosten von Spinnfertigkeiten, und ein wenig Bullet Journaling und die liebe Buchbinderei.

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Shownotes

Housekeeping

Wenn ihr selbst beim Faserverzückten Jahresrückblick mitmachen und diese Projekttasche gewinnen wollte, deren Foto ich gleich hier einfüge, dann bloggt, postet oder podcastet was das Zeug hält. Die Fragen findet ihr hier im Blogeintrag: Faserverzückter Jahresrückblick – ausserdem müsst ihr, um an der Verlosung teilzunehmen, dafür sorgen, dass ich euren Jahresrückblick sehe. Dazu einfach in der Ravelry Gruppe Podcasting auf Deutsch verlinken oder unter dem oben verlinkten Blogeintrag hier bei mir. Verlost wird am 31.1.2017!

projekttasche fjr 2016

Stricken

Ich stricke Socken im Rahmen des #Einhornpups KAL auf twitter. Obwohl meine Farbe eigentlich „Distel rockt“ heißt, und gar kein Einhornpups von der Hauptstadtfarbe ist. Das ist die neue Garnfärberei von Avitol – die auch den Wollkotze Podcast macht.

Und ich habe ihr einen Stempel für das Logo geschnitzt! Das geht mit Linolschnittwerkzeug und Factis Stempelblöcke. (Link geht nach Boesner, zu deren Kunst-Shop)

Als Muster habe ich mir die „Show off Stranded Socks“ rausgesucht, nachdem die „Scatterby“ Socken nicht für mein Garn und meine Strickweise funzten. Die Konstruktion (toe up) der Scatterby Socken habe ich aber beibehalten.

Ausserdem gerade in Arbeit: Restehandschuhe – Muster „Simple Noro Striped Gloves“ aus einem Zauberball und dem Rest vom #Novickel Wickelknäuel und anderen Sockenwollresten.

Aurinko von Nicolor ist gerade im Ruhezustand.

Spinnen

Ich hatte nicht viel gesponnen, aber im Dezember habe ich begeistert den Faser-Adventskalender gesponnen. Dabei habe ich vielleicht zum 1. Mal oder wieder? meine Liebe zum kurzen Auszug entdeckt. Eigentlich spinne ich lieber lang, aber das glatte und glänzende Ergebnis überzeugte mich.

Kann man beim Spinnen einrosten? einige Monate habe ich kaum oder gar nicht gesponnen, und schon hatte ich das Gefühl, flutschte es nicht so wie sonst.

Der faserverzückte Jahresrückblick

Mein Craftingjahr! Es war eigentlich nicht weltbewegend, da ich mich vor allen Großprojekten gedrückt habe. Auch das Oberteil habe ich nicht angefangen, nachdem ich beim Einarbeiten ins Sweater-Fitting Rückschläge eingesteckt hatte, befasste ich mich mit einfacherem. Und davon nicht mal so viel:

Die Highlights waren definitiv mein Urlaubsprojekt (noch nicht fertig, ein Laminaria Shawl) und der Wraptor, der einfach grossartig ist und zu dem ich immer noch keine richtig guten Fotos geknipst habe. Ausserdem schön war das Stricken vom Hitchhiker aus Faseradventskalendergarn, Anfang 2016.

Neues ausprobiert: Mit extrem dünnen Lacegarn stricken. Babysocken stricken. (Hm.. nicht sooo passformgewandt ich bin)

Reinfälle gab es keine eigentlich. Ausser, dass ich mich vor dem Oberteil gedrückt habe. :)

Lieblingsteile 2016: Der zweite Ribby Cardi und der erste Ribby Cardi. Der Wraptor Shawl. Und den Hitchhiker aus dem Adventskalendergarn von 2015. Und der Plain and Simple Pulli von Veera Välimäki designt.

Der Stash ist etwas grösser geworden. Zwar habe ich wenig gekauft, aber auch ein wenig gesponnen und nicht soviel verstrickt. Ich habe lediglich 3670m gestrickt – laut knitmeter.com und laut Ravelry habe ich 7638m Garn 2016 gestashed. Das ist ein Zuwachs von ca. 4000m – sagen wir ungefähr wie 10x Sockenwolle.

Neuentdeckungen: Ich habe zum 1. Mal gefachtes Farbverlaufsgarn ausprobiert. Meine Wahl fiel auf Wollium :)

Events: Ich fand es in Leipzig sehr schön und würde das ja dieses Jahr gerne wieder tun. lasst uns was ausmachen in diesem Thread!

Song des Jahres: My Offense von Hercules and Love Affair

Buch des Jahres: „And the Band Played On“ von Randy Shilts – ein Buch über die AIDS Krise in den USA während der Reagan-Ära.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können: Der Stress bei Podcasting auf Deutsch, das war für mich ein doch sehr anstrengender Streit. Die Zahnwurzelvereiterung im Radurlaub. So fies! Und dass die Havelradtour im Mai wegen meiner Angina ins Wasser fiel, war super traurig.

Drei Dinge, die ich nicht hätte missen wollen: Zum ersten die Radtouren, die ich gemacht habe, allen voran die Tour in Dänemark. Als zweites dass ich immer mehr zu mir stehe, wie ich bin. Das dritte schöne Ding war das Cafe/Restaurant Ragù, das aber leider im Oktober geschlossen wurde.

Dieses Jahr Neues begonnen: Bullet Journaling, ein anpassbares Organisier-System in einem einfachen Notizbuch. Und: Draussen schlafen wenn es kälter ist. Die Zeit, in der man draussen Dinge tut, etwas ausdehnen. Wenn möglich, gehen wir dieses Jahr schon im März zelten :D Als drittes: Buchbinden!

Exkurs: Buchbinden!

Beim Faseradventskalender habe ich angefangen, all die kleinen Etiketten und Papiere, die dabei waren, in ein selbst gebundenes Art Journal von Claudia von Wollgewandt zu kleben. Sie hatte mir das Buch geschenkt und es ist einfach nur der Hammer.

Also dachte ich mir, ich würde auch gerne so ein Buch binden. Die erste Methode habe ich nach dem Youtube-Tutorial zum Junk-Journal binden von Kyra Pace gelernt. Da werden Seitenbündel, kleine Hefte, direkt an den Einband aus Karton genäht.

Die nächste Methode, und das ist hier so klasse erklärt und Schritt für Schritt vorgemacht, ist das Buchbinden mit Fadenheftung, die Video-Tutorials sind von Victörtchen und hier ist das erste, den Buchblock herstellen, und Video Nr.2, zum Buchcover machen und alles zusammenbinden.

Das tolle ist halt, dass man Buchbinden mit Zeug machen kann, das man zuhause hat. Nähzeug, Bastelkleber und irgendwas zum Löcher pieksen, und dann kann es mit dem Upcycling losgehen.

Weiter im Faserverzückten Jahresrückblick:

Wovon habe ich mich 2016 getrennt: Zum einen von einseitigen Beziehungen. Und das war gut. Leider von meinem zweiten Wohnzimmer, dem Ragù, aber das hatten wir ja schon. :)

Was hast du für ein Motto 2017: Nicht nur die Arbeit hat Priorität.

Wie hat es mit deinem Motto für 2016 geklappt? Eigentlich nicht so gut. Es war „Back to life, Back to reality“. Und ich wollte ein Leben neben der Arbeit wieder haben, aber es hat nicht so wirklich funktioniert, die Arbeit hat doch viel Zeit und Kraft gefressen. Zufrieden war ich mit den Radtouren, aber ansonsten habe ich einfach nicht so viel gemacht.

Das Vorhaben, den Stash zu verkleinern, hat nicht geklappt, mal sehen wie es kommendes Jahr läuft :)

Das wars für diesmal, eine faserverzückte Zeit euch und Stricken ohne Tränen!

Episode 134: Sweater fitting für Fortgeschrittene (was ich nicht bin)

Hallo zusammen :)
Heute geht es um die Havelradtour, die ich Anfang September alleine gemacht habe, um aktuelle Strickprojekte, ein feststecken bei dem Versuch, ein Oberteil anzupassen, Die Spinnfeatures von Ravelry, das afro-euro-kubanische Gesangs-Duo „Ibeyi“, das nicht vorhandende polnische Recht, über den eigenen Körper zu bestimmen, ein Buch über das Leben im Zelt und ein Teechen.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Hier erzähle ich von der Havelradtour, die ich Anfang September unternommen habe. Dabei werden erwähnt:

Stricken (00:19:20)

Ich habe einen Babysockenbinge gehabt und auch erstmal Söckchen in falschen Grössen gestrickt. Wegen Unerfahrenheit und in Ermangelung einer Sockentabelle musste ich mich erst mal rantasten. Inzwischen bekam ich in unserer netten Ravelry Gruppe eine Sockenanleitung für Babysocken empfohlen, sehr gut!

Ich kann jetzt das Fish Lips Kiss Heel auswendig stricken und rede ein wenig über diese Anleitung, und erwähne auch Evas Podcast „Wollwirrwarr“.

Der Einpflege-Along im Queerfeministischen Faserkombinat (ravelry-Link, nur mit account sichtbar) geht voran, ich bin fast up to date – jahaaa! Ein Zustand, dem ich dieses Jahr noch nie so nahe war.

Mein Laminaria Tuch ist gerade am Stillstehen, weil mit den Perlen und den Edging Charts ist das Projekt nicht mehr so transportabel, und dann bin ich irgendwie zu anderen Projekten übergegangen.

Dann habe ich mein Oberteil-KAL-Projekt, dessen Garn seit Frühling gewickelt ist, wieder rausgeholt und versucht, durch Sweater fitting a la „little Red in the City“ von Ysolda Teague ein bischen damit weiter zukommen. Leider komme ich nicht so richtig klar: Schlüsselmaße sind Schultern, Hüften, Taille. Die Schemazeichnung meines Projekts Tempest Cardigan enthält kein Schultermaß, und auch kein Taillenmaß.  Dann sind meine Oberarme 5 (fünf!) Grössen größer als meine „high bust“ Größe. Was soll ich denn nun machen?

Spinnen (00:37:43)

Das Thema ist die Spinnfunktionalität bei Ravelry – ich finde es super, aber manches funktioniert noch nicht so reibungslos und manches ist nicht ganz so praktisch wie bei den Features für kommerzielles Garn.

Was ich grade toll finde (00:44:49)

Ich habe einen Musiktip für euch. Das euro-afro-kubanische Duo „Ibeyi“. Zwei Schwestern, die auf englisch und Yoruba singen und minimalistisch instrumentiert, mehrstimmig und folkig-modern drauf sind. Sie sind erst 2015 mit ihrem ersten Album raus gekommen und ich hoffe, da kommt noch mehr und sie bleiben lange dabei.

Konzert Ibeyi @Trianon (Youtube-Link)

Politschwafel (00:47:43)

Hier geht es um das in Polen auf den Weg gebrachte völlige Abtreibungsverbot, die rechtliche Situation die es jetzt schon gibt und den Czarny Protest.

Buchtip (01:00:04)

Ich lese von Wigald Boning „im Zelt“. Das ist ein Buch darüber, wie der Autor ein Jahr lang ausschließlich in einem Zelt übernachtet hat. Es ist ein anekdotenreiches, so nett und lustig geschriebenes Buch eines interessanten Menschen mit skurrilen Aktionen.

Teechen (01:02:42)

Früchtetee „Winterfreude“ mit Orange und Mandelaroma. Hat was marzipaniges, aber nicht im negativen Sinn. Sehr nett.

Viel Spaß beim Hören und eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 126 – der faserverrückte Jahresrückblick

Heute ist der „Faserverrückte Jahresrückblick“ dran, deshalb gibt es auch keine Kapitel wie sonst, und eine etwas andere Form.

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Housekeeping
Ich entschuldige mich für die Herumalberei mit dem Stimmwandler von Garageband.
Wenn ihr mitmachen möchtet beim faserverrückten Jahresrückblick könnt ihr das hier in diesem Thread tun:
Faserverrückter Jahresrückblick im Forum von Podcasting auf Deutsch

Alle, die bis 31.1.2016 einen Jahresrückblick gepostet haben, kommen in den Lostopf, einen handgenähten Projektbeutel zu gewinnen. Dabei geht entweder die „Box-bag“ Form oder die des Beutels mit Zugband.

100folgen_preise schneekoppe socken

 

1. Das Strick-, Spinn- und Häkeljahr.

Die größte Herausforderung war, die 15 Punkte für 2015 noch zu schaffen. Es war sehr knapp.  Habe ja nicht grad wenig gestrickt und gesponnen, aber halt viel aus neuen Erwerbungen. Auch hatte ich irgendwie nie eine Synchronizität mit den Mini-Challenges.

Mein Meilenstein dieses Jahr war, meinen 2. Ribby Cardi zu stricken, und trotz einiger Probleme kam er am Ende super raus!

Ribby Nr2

Ausserdem habe ich meinen ersten Teppich gewebt! Er wellt sich zwar an ein paar Stellen, aber gut, ich bin Anfängerin.

my first weaving project. a wonky rug! #weben #weaving #spinning

Und ich habe ein Kilo Corriedale-Wolle in drei Wochen zu Pullovergarn versponnen:

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2. Der Stash 2015

Ich habe dieses Jahr ganz schön Zuwachs gehabt. Zum Vergleich: „metres remaining“ 2013: 46202m 2014: 41467m 2015: 53554m – frei nach dem Grundsatz „Ich hab ja jetzt nen Webrahmen“.

Da ich den Webrahmen allerdings dann gar nich mehr bespannt habe nach dem Teppich, habe ich den erwarteten Garnbedarf wohl falsch eingeschätzt gehabt. Grund war die Bäckerei, die mir dieses Jahr vieles abverlangt hat, weil es so turbulent war.

Ab Mai ging quasi gar nichts mehr – z.B. blieb mein Artjournaling-Jahreskurs (Lifebook 2015) ab Mai gnadenlos liegen.

Vom Zuwachs durch Spinnen im Vergleich mit dem Verbrauch durch Stricken: Ich habe 6700m gesponnen und 6200m verstrickt, von daher nimmt sich das nicht so viel :)

3. Mein Kleiderschrank

Die Lieblingsteile 2015 waren – Dauerbrenner – der Ribby Cardi, den ich mir 2013 gestrickt hatte. Er geht auch schon vom vielen vielen Tragen kaputt. Ich musste schon am Ellenbogen stopfen. Und die Ärmelbündchen sehen auch nicht mehr so gut aus.

Das zweite Dauerbrenner-Lieblingsteil ist das „Silk Kerchief“ – ein einfaches, kraus rechts gestricktes Dreieckstuch.
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Dann trage ich auch sehr gerne die Tridactyl-Handschuhe und meine handgesponnene Mütze, die erst vor ein paar Wochen fertig geworden ist.

Was ich sehr selten trage, ist leider der Daybreak, weil mir die Art, wie sich das Tuch trägt, nicht so gefällt, dann „Earth and Sky“, das war ein Mystery-KAL von Stephen West, das trag ich einfach selten, weil ich vielleicht zuviele andere Lieblingstücher habe, und das „Allerleirauh-Tuch“. Ich glaube, letzteres ist einfach ein wenig zu groß. Mal sehen, ob ich Leute finde, die ihnen ein besseres Zuhause geben.

4. Gemeinsam geht alles besser

Aktionen, Treffen und Festivals 2015

Wie schon gesagt, hatte ich mit den 15 Punkten für 2015 meine Schwierigkeiten, und habe es trotzdem noch knapp geschafft. Aber leider habe ich nicht so viel Mitmachspaß gehabt, da ich halt viel um die Ohren hatte.

Den hatte ich dafür bei der Tour de Fleece, die dieses Jahr wieder total episch und total schön war. Ich habe ein Kilo graues Corriedale gesponnen und hatte so viel Spaß mit dem „Team Yeti“, das wir vor Jahren gegründet hatten. Da kann eigentlich alles um mich herum zusammenkrachen, auf eine TDF Teilnahme lege ich Wert!

Die dritte Mitmachaktion war der Faser-Adventskalender 2015, zu dem ich mal gesondert bloggen müsste. Es war so toll. Wir waren 24 Teilnehmerinnen, und alle haben ein Türchen gestaltet und 24 Tütchen in ein Paket gepackt und zu Fanni geschickt. Sie hat dann alles umgepackt und an uns zurückgeschickt, so dass alle ein Set aus 24 verschiedenen Tütchen bekamen. Den auszupacken und zu verspinnen hat total Spaß gemacht.

Ich war auch in Leipzig auf dem Wolle-Fest und auf dem Berlin Knits Yarnfestival, wo ich viele liebe Leute aus der Craftingszene getroffen habe.

Leider habe ich Abby Franquemont verpasst, die in Backnang dieses Jahr Kurse gegeben hatte. :-(

Und ich habe natürlich das Ragù gehabt, das Strickcafe von zwei Freunden von mir, die ich 2015 so richtig kennengelernt habe. Das Café wurde dann mein Stammcafe und ich habe mich auch mit Leuten aus dem Internet dort getroffen: Mit Ryuu zum Beispiel oder Weird von Weird&Twisted.

5. Hattest du ein Motto für 2015 und wie lief es damit?

Ich weiß gar nicht, ob ich ein Craftingmotto hatte. Ich habe mir als Motto bei Lifebook zwei Worte gesucht, die waren „Mitgefühl“ und „Bewegung“. Bewegung war sehr viel drin im Jahr, und auch das andere Motto habe ich gepflegt, aber wegen der Turbulenzen habe ich mit meinem Motto/Mottos nicht so sehr gearbeitet, wie ich es gewollt hätte.

6. Die schlimmsten Crafting-Unfälle und Reinfälle.

Zuerst waren da die Pannen beim Ribby Cardi, aber da sich am Ende alles in Wohlgefallen aufgelöst hat, will ich da mal nichts sagen.

Dann habe ich aus dem Faser-Adventskalender ein Single-Garn mit Perlen und Pailetten gesponnen, inspiriert von Weird, die sich aus sowas klasse Tücher strickt. Als ich den ersten Strang abgehaspelt hat, sind mir bestimmt 10 Joins aufgegangen, weil ich so schlampig angesponnen hatte. Normalerweise zwirne ich ja alles, und da spinne ich meine Joins eher locker.  Offenbar. Ich habe dann gelernt, wieder bessere Joins zu machen und bin jetzt zufriedener damit.

Es gab auch ein paar Auftrenn-Geschichten, aber da ich mich an die nicht mehr erinnern kann, können sie nicht so schlimm gewesen sein.

7. Lieblingsdesigner/in?

Aus Gründen der Freundschaft, des Designs und des tollen Cafés:

Marc Smollin natürlich!

8. Song des Jahres?

Ich bin dieses Jahr zum Metal gekommen, und besonders nett zu hören finde ich die Band Arch Enemy. Nehmen wir mal einen Song von ihnen:

„We will Rise“

9. Buch des Jahres

„Whipping Girl“ von Julia Serano war dieses Jahr meine Urlaubslektüre. In dem Buch geht es um den politischen Kampf von Trans Frauen und die feministische Bewegung. Es war sehr augenöffnend und wichtig für mich zu lesen. Julia Serano analysiert Sexismus und Verachtung gegen Frauen darauf hin, wie Cis und Trans Frauen davon betroffen sind, und wie manche feministische Bewegungen Trans Frauen ausschließen, indem sie selbst misogyne oder eingeengte Rollenbilder für Frauen propagieren.

11. Drei Dinge, die du nicht hättest missen wollen 2015

  • die Fahrradtour von Zittau nach Usedom und zurück nach Berlin, sie war einfach phänomenal.
  • die Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) Anfang Oktober, die wirklich super verlaufen ist und super verheilt ist, und die mir jetzt dieses ständige Sturzbluten alle paar Wochen beendet hat. Ich fühle mich sehr wohl und bin sehr happy damit!
  • meine Kollektivistas von der Backstube!

12. Drei Dinge, auf die du gut hättest verzichten können 2015

  • Pegida und Rechtsruck
  • Krieg und Frontex
  • Streß auf Arbeit

13. Was hast du 2015 Neues begonnen?

  • Metal hören
  • Radwandern
  • Weben
  • Lifebook

14. Wovon hast du dich 2015 getrennt?

  • getrennte Wege ging ich mit einigen Leuten aus der queerfeministischen Blogger_innenszene, weil wir feststellen mussten, dass wir politisch nicht harmonieren. Aber der Vorteil ist, dass wir jetzt auch wissen, woran wir sind und bei wem es besser passt.
  • von meiner Gebärmutter :))

15. Motto für 2016:

  • Stash-Abbau!
  • „Back to Life, Back to Reality“.

 

Viel Spaß beim Hören, eine Faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Ich freue mich auf EURE Rückblicke!

 

Episode 123: Für Sie in Abgründe geschaut.

Die feministische Wutepisode: Wut auf Misogynie (Verachtung gegen Frauen) ausgerechnet in einer Frauenzeitschrift und Instrumentalisierung von Frauenrechten für rechtsextreme Ziele. Das „Wolverine“ Tuch und der Faser-Adventskalender, ein Tip, wie ihr an alte Apps für euer altes iPhone herankommt, und ein bischen Vorfreude auf das norddeutsche Strick- und Podcastingtreffen Ende Oktober in Hamburg.

urban exploring sep2015
Ich darf 1 Monat nicht radfahren. Buhuuuuuu!

Download

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

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URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep123.m4a

Housekeeping (00:00:00)

Wir haben für die Gruppe Podcasting auf deutsch jetzt unseren eigenen Hangout!
Forenthema Hangout bei Podcasting auf deutsch – hier hat Kaschne alles super beschrieben und verlinkt.

Stricken (00:07:25)

Ich kette das Wolverine Tuch ab!
Was ich danach anfange, weiß ich noch gar nicht. Ich habe 100 Dinge im Kopf!

Das Souterrain des Geschmacks (00:12:57)

Bei Ravelry gibt es jetzt Werbung für den „Für Sie Shop“.
Ich weiß wirklich nicht, wieso es für dieses Strickset für 83,50 nicht möglich war, die Anleitung für 99 Cent noch mit beizulegen. (Mal davon abgesehen, dass ich nicht unbedingt für einen kraus rechts gestrickten Loopschal 83,50 Materialkosten haben wollte). Das Anklicken des Links „hier gehts zur kostenlosen Strickanleitung“ bescherte mir „das könnte Sie auch noch interessieren“:
1. der perfekte Blowjob
2. Ihr ultimatives Sex-Upgrade: So lieben Sie ihn wie keine zuvor
(Nochmal der Hinweis, dass die „Tips“ sehr schlecht recherchiert und z.T. gefährlich sind).

Spinnen (00:25:12)

Leider nichts in Arbeit, aber ich mache beim Adventskalender-Faserswap mit und habe meinen Teil dafür in Arbeit!

Politschwafel (00:28:12)

Aus ärgerlichem Anlaß rede ich über zwei Artikel zum Thema „Rechtskonservative und Rechtsextreme entdecken ihr Herz für Frauenrechte, wenn sie damit gegen Geflüchtete hetzen können.“
Die Instrumentalisierung von „Aufschrei“ von Anne Wizorek (die den Hashtag 2013 mit gestartet hatte)
ARD Panorama „lüsterne Flüchtlinge“?

urbane Selbstversorgung (00:38:03)

Wenn auf einem älteren iPhone oder ipod touch oder Tablet eine aktuelle App nicht installiert werden kann, weil das Betriebssystem zu alt ist, kann ein kleiner Trick helfen:
Die gewünschte App am Rechner mit iTunes herunterladen.
Das Gerät öffnen, in der App Store-App auf „Updates“ gehen und dort auf den Menüpunkt „Einkäufe“. Die heruntergeladene App wird aufgelistet, und wenn du jetzt die App herunterladen willst, wird dir, wenn möglich, eine alte und noch kompatible Version der App angeboten. Chackaaaa!

Und sonst:

Norddeutsches Strick-Podcasting-Treffen am 25.10. in Hamburg

Viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 107: Faserverrückter Jahresrückblick!

Diesmal gibt es keine Segmente oder die üblichen Sachen, sondern nur den Rückblick auf 2014. Das war vielleicht mal ein produktives und aktives Crafting-Jahr!

crafting 2014

Was ich 2014 unter anderem gestrickt habe.

Hier geht es wie immer zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter <- hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

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URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep107.m4a

sollte der Browser vermelden, die Datei sei beschädigt: Keine Sorge, ist sie nicht. Es ist dann nur das Format, was nicht verstanden wird.

Die Shownotes:

Das Craftingjahr 2014
..war sehr produktiv und schön. Meine neue Herausforderung war, einen Raglan von oben zu stricken. Das war nicht schwer und klappte sehr gut! (Featherweight Cardigan) Ich habe fast 9km Garn verstrickt und hatte fast keine Probleme mit Tennisellenbogen. Das einzige, was mich dann doch fast die Armgesundheit gekostet hätte, waren Knitpro Cubics Nova Metall Sockennadeln in 2mm Stärke. Die waren echt die Hölle.

meine Lieblingsstücke
Zum Beispiel der Ribby Cardi, das Leftie und Tubularity von Martina Behm, und den schon erwähnten Featherweight Cardigan. Ich finde einfache, gut sitzende und praktische Kleidungsstücke am besten!

State of the Stash
Nach jahrelangem glücklichen und zufriedenem wenig-konsumieren dachte ich dieses Jahr, bestimmte Trends, neue Färberinnen und Wolle-Feste dürfen nicht spurlos an meinem Stash vorbeigehen. Deswegen kam viel Garn rein! Ich habe 9km Garn bekommen und fast genauso viel verstrickt. Ausserdem habe ich über 3000m Garn gesponnen und fast genausoviel vertauscht oder destashed. Insgesamt habe ich also einen Zuwachs von 1,5km. :D Ich erwähne die tollen Ringelsockengarne von Nicole C. Mendez

Gemeinsame Aktionen in der Fasercommunity
Was ich super fand, war das Yarnbombing zu den Ravellenics für LGBT* in Russland. Auch wieder schön, die Tour de Fleece, und die Wickelknäuel! Dann ein grosses Herz für den queerfeministischen Stricktreff und den versponnenen Salon und die schönen QFFK Hangouts. Ich kann echt nicht über Einsamkeit klagen!

Musik
Ich war endlich mal auf einem Konzert von Bad Religion!

Lieblingsdesigner_in
Stephen West – because absolute cutiiieeeee *kreisch*
Martina Behm – weil tolle praktische Teile!

3 Dinge, die ich nicht hätte missen wollen
1. Das tolle Zelt
2. Der super Urlaub mit dem tollen Zelt
3. die gute Stimmung in unserer kollektiven Bäckerei!

3 Dinge, die ich echt nicht gebrauchen hätte können.
1. Die vielen Krankheitsfälle
2. Stress mit Freund_innen
3. rassistische Pegida-Scheiße und der nicht enden wollende, penetrante Rollback in Deutschland.

Aufgehört
..habe ich mit dem Saxophonspielen *heul* – hoffentlich nicht für immer!

Motto für 2014
Ich konzentriere mich auf die Bäckerei und mache halt, was sonst noch so geht. Damit bin ich sehr gut gefahren, weil es mich einfach sehr entspannt hat, sich auf ein Ding zu konzentrieren, anstatt sich zwischen 10 Interessensgebieten selbst zu zerreissen.

2014 in einem Wort
Prioritäten

mein Motto für 2015
Fortschritt. Im Sinne von „auf dem Weg sein“.