Episode 142: Tour de Fleece 2017

Heute geht es um fehlendes Strickmojo, die Tour de Fleece, einfaches Weben, eine einfache Methode, um Wasser zu entkeimen, mein neues Tattoo und was im Juni so los war bei mir.

Die Audiodatei könnt ihr hier herunterladen:

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Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

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Shownotes

Housekeeping:

Ich bedanke mich für Diskussion und Kommentare zur letzten Episode und weil ich die Juni-Episode offenbar verschnarcht habe, plane ich im Juli zwei Episoden zu veröffentlichen.

Stricken (00:1:49)

Ich habe immer noch nicht mein Strickmojo wieder gefunden. Meine CookieA Socken liegen seit 2 Monaten rum und das Laminaria seit fast einem Jahr, dafür stricke ich an den „Rocks and Rivers“ Socken von Kate Knuff. Die sind mindless genug und ich stricke sie meistens auf dem 2x im Monat stattfindenden Stricktreff.

An dieser Stelle Gratulation an Fritzi01 – Sabine – zum Fancy Mee Design, es war wohl schon bei Ravelry „Hot right now“ und im Moment gibt es einen Summer KAL bei PaD in der Ravelry Gruppe.

Spinnen (00:05:40)

Die TDF 2017 läuft! Ich habe einen ziemlichen Kaltstart hingelegt, mit keinerlei Vorbereitung, aber mein Ziel ist am Tag mindestens 20 minuten zu Spinnen, und das habe ich bisher erreicht. Und ich war auch nicht die Einzige mit Kaltstart ;D

Es wird wieder eine Verlosung geben, Swirya hat dazu schon einen Thread aufgemacht!

Ich spinne einen Kammzug mit Leinen von Hauptstadtfarbe auf Spindeln und eine naturweiße Wolle-Seide-Mischung auf dem Spinnrad. Mein Tour Malheur war ein zerbrochenes Galileo Thermometer, welches meinen Kammzug in einer Alkohol-Öl-Mischung getränkt hat. Ich musste den 4 mal durchwaschen und konnte nicht gleich damit los spinnen. Ansonsten habe ich noch BFL in Braun von Wollinchen.

Am Montag und Dienstag habe ich Radtouren gemacht und dabei mit der Spindel gesponnen. Es ging auf den Mauerweg in Berlin und nach Heiligensee.  Ich habe bei den Radtouren zwei super Stoffläden in meiner direkten Nähe entdeckt, und das ist klasse.

Übrigens dürft ihr alle bei der Tour de Fleece crossposten!

Weben (00:20:00)

Ich webe noch an meinem „Stoff ohne Bestimmung“ und mache alles in einfacher Leinwandbindung ohne Muster. Das ist auch gerade das, was mir am besten gefällt. Einfach nur Farben kombinieren.

urbane Selbstversorgung (00:24:30)

Hier geht es um Wasserdesinfektion mit Sonnenstrahlen – SODIS genannt. Folgt einfach dem Link!

Was ich grade toll finde (00:31:00)

Ich habe mir ein Tattoo stechen lassen. Es passte einfach alles zusammen und sollte genau so sein. Es ist ein Fahrrad und ich habe die Vorlage selbst gezeichnet. Empfehlenswert: Heiko von Flashback Tattoo in Berlin Friedrichshain

Wir probieren Tattoo-Pflegezeug von Balea aus. Hier ist ein Produkttest in einem entsprechenden Blog dafür.

Juni-Rückblick – und sonst so (00:40:00)

Es war wieder unglaublich viel zu tun und ich war leicht überarbeitet. Unser Bäckereikollektiv ist von einer Anwaltskanzlei einer Großbäckerei abgemahnt worden, und das hat viel viel Nerven gekostet. Aber wir haben uns mit denen dann noch einigen können.

Ich war auf dem Dahme-Radweg unterwegs und das war klasse, dabei war ich auch auf der Fläming-Skate unterwegs.

Das wars auch im großen und ganzen.

Ich wünsche euch eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

 

 

 

Episode 141: Die Radtourepisode

Heute geht es ganz viel um Radtouren, aber auch um Strick-Mojo, die Tour de Fleece, Solarstrom selbst erzeugt, Hobo-Kocher, ein Update vom Bulletjournaling und „Überausgerüstet sein“.

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Shownotes

Housekeeping

Es wird wohl weiter beim Monatsturnus bleiben, auch wenn ich zur Zeit das nicht konsistent schaffe.
Vielen Dank für euer Feedback zum letzten Mal, schön, dass euch das Spinn-Experiment so gefallen hat. Das andere erwähnte Experiment war zum Lace-Shawl stricken unter dem Hashtag #Traumschal – das ist aber glaube ich, etwas im Sande verlaufen.

Stricken (00:03:50)

Ich stricke gerade kaum, nicht weil ich aktiv keine Lust hätte, sondern weil ich einfach gerade die ganze Zeit mit anderen Dingen verdaddele.  Hatte an 14 Tagen 13 Tage gearbeitet und war zum Teil auch ganz schön streichfähig.

Theoretisch stricke ich:

Spinnen (00:12:25)

Die Tour de Fleece steht an und es kam die Frage auf, ob es wieder ein Team Yeti geben wird. (Das ist das Team aus der deutschsprachigen Strickpodcast-Community gewesen, dieses Jahr das Team der Gruppe „Podcasting auf deutsch“.)

Ich habe mich freiwillig gemeldet, dieses Jahr den Captainhut aufzusetzen.

Die diesjährige Tour läuft vom 1.-23. Juli und ich werde am 4. Juni die Threads erstellen und das Team offiziell anmelden, dann könnt ihr euch ebenfalls eintragen!

Wahrscheinlich wird das dieses Jahr dann keinen langwierigen Verlosungsstress geben, sondern wenn überhaupt, dann alles entspannt und mit maximal 5 Preisen.

Ich persönlich spinne dieses Jahr wohl auch im Berlin spinnt Team mit, weil das das lokale Team meines Spinntreffs ist, und dieses Jahr gibt es auch ein queerfeministisches TDF Team, hier ist dazu der Thread, den Jules im queerfeministischen Faserkombinat bei Ravelry aufgemacht hat. (ravelry-link, account erforderlich)

urbane Selbstversorgung (00:19:33)

Ich habe mir wie Zimt2Zicke ein Solarpanel gekauft! Es ist sehr klasse und ich bin zufrieden wie Bolle.

Es ist ein Anker Power Port Solar mit 12 Watt und 3 Panelen. Dazu habe ich jetzt noch eine Anker Powerbank mit 13000 mAh besorgt. Auf der Tour letzte Woche wurde mein Telefon davon in knapp 2 Stunden aufgeladen, vielleicht etwas mehr, ich habe es nicht gestoppt. Das Samsung Galaxy S3 von meinem Lebensgefährten kam mit den Stromschwankungen nicht klar und wurde eher entladen als geladen. Das mussten wir dann halt über die Powerbank laden. Dann war aber auch alles gut.

Übers Land #havelradweg #radtour #twi
Bild: Mein Fahrrad mit Gepäck und Solarpanel

Das Solarpanel hat pro Ausgang 5 Volt und 2,5 Ampere (maximum).

Ich hab die Hefte schön (00:28:31)

Bullet Journaling ist ein Ordnungs-Notizbuch-System, das Ryder Carroll entworfen hat – die Basics dazu gibt es auf www.bulletjournal.com. Ich verwende das System seit Oktober/November 2016 und damit ist das das System, wo ich am längsten dabei geblieben bin. Ich habe hier schon mal eine Episode zum Thema gemacht und hier gibt es eine coole Episode von Susanne vom Handgemacht Podcast zum Bullet Journaling. Ich bin damals durch Jules vom Spektralfaden Podcast dazu gekommen, das zu machen.

Was cool ist: Ich bin motiviert, mein Bujo zu führen, weil es Spaß macht, die Layouts selbst zu gestalten und es an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, und ich bin motiviert, meine Sachen auf die Reihe zu bekommen, dadurch dass es nett ist, die To-Do-Listen abzuhaken.

Was ich beim Bulletjournaling auch bemerke: Analog ist manches Mal wirklich besser. Gerade mit Abhaklisten-Apps habe ich meine liebe Not gehabt, sie nehmen einfach zuviel Zeit in Anspruch. Auch Tracker (wie z.B. Sport zu tracken bei Runtastic) dauern Ewigkeiten, deshalb finde ich da analoges Tracking perfekt.

Thema des Monats: Radtouren (00:37:09)

Das erste Mal habe ich dieses Jahr bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gezeltet. Bei einem befreundeten Bio-Landwirtschafts-Kollektiv. Da hat mein Schlafsack zum 1. Mal die Gefrierpunkt-Bewährungsprobe bestanden.

Ich hatte dieses Jahr Sorgen gehabt, dass meine Knie-Arthrose schlimmer wird, da ich bei den ersten Kurztouren hinterher Knieschmerzen hatte. Aber zum Glück, toi toi toi, ist das inzwischen wieder besser geworden. Ich dachte schon, ich müsste meine Tagesstrecken runterschrauben (die ja ohnehin nicht so reichlich bemessen sind.)

Die zweite Tour ging durchs Ruppiner Seenland und die Rheinsberger Gegend, im April. Alles stand in Blüte und die Frühlingsblumen bedeckten den Waldboden, es war wunderschön. Wir übernachteten auf einem netten Campingplatz am See. 

Havelberg #havelradweg #radtour #twi
Bild: Die Stadt Havelberg bzw. deren „Havelvorland“ mit seinen schönen alten Gebäuden, von der Brücke über die Havel aus gesehen

Die dritte Tour dieses Jahr ging in Richtung Ketzin/Havel, aber ich kam dort gar nicht an, weil ich unterwegs einen Platz zum Zelten gefunden hatte. Ich hatte mir eine neue Luftmatratze gekauft, eine Exped Synmat 7 UL, die für den Rücken sehr bequem ist, aber halt auch nicht so warm wie die Thermarest-Iso-Matten. Auf dem Rückweg besuchte ich die Zelt- und Kanuausstellung von Globetrotter und vervollständigte meine Zeltsammlung mit einem MSR Hubba Hubba NX. Welches inzwischen seine „Gewitterprobe“ bestanden hat!

Danach war ich noch für eine Nacht am Biwakplatz an der Spree, wo es richtig schön war. Und letzte Woche bin ich mit meinem Lebensgefährten den Havelradweg von Oranienburg nach Wittenberge (ca. 300km) gefahren. Das Havelland ist wunderschön. Am Ende fuhren wir noch ein Stück auf dem Elberadweg, und jetzt hätte ich voll Lust, den zu fahren.

Grundsätzlich zum „Überausgerüstet sein“:

Man denkt immer, Deutschland ist doch ein dicht besiedeltes Land mit viel Infrastruktur und man müsste nicht so ausgerüstet sein, als würde man durch die Weiten der Mongolei reisen, wo man zwei Wochen keinem Menschen begegnet. Aber der Schein trügt da auch ein wenig.

Z.B. mit dem Solarpanel oder mit dem 10 Liter Wassersack: Wenn man nicht in Gaststätten einkehrt und in Pensionen oder auf Campingplätzen übernachtet, benötigt man oft Strom für 2 Tage und Wasser für 2 Tage (und die Nacht dazwischen). Zum Teil kommt man auf Radrouten durch dünn besiedelte Gegenden 2 Tage nur durch Dörfer wo es nicht mal in jedem eine Dorfkneipe gibt. Klar kann man wegen Trinkwasser die Leute über den Gartenzaun ansprechen, das habe ich öfter gemacht und die waren auch alle sehr nett. Einmal hab ich bei einer Jugendherberge gefragt, und die wollte zuerst dass ich mich als Tagesgast anmelde für 2 €, und am Ende habe ich für das Trinkwasser aus dem Hahn einen Euro gezahlt. Das habe ich auch gemacht um Müll zu vermeiden, sonst wären Einwegflaschen aus dem Edeka wohl billiger gewesen. Ich mag aber auch nicht so abhängig sein von der Gunst von Leuten. Deswegen gehe ich gerne genug Wasser auftanken, bevor ich z.b. über Nacht auf einem Biwakplatz gehe, und den nächsten Tag durch ein dünn besiedeltes Biosphären-Reservat, dann brauche ich mir jedenfalls keine Sorgen zu machen, dass ich zwischendurch Wasser beschaffen muss und wo.

Spül-Tip: Ich habe ein Outdoorwaschbecken, der „Sea to summit“ Kitchen Sink. Das ist ein Sack aus wasserdichtem Stoff, der selbst stehen kann wenn gefüllt, und ich finde das zum Abwaschen, Haare oder mal ein Shirt waschen sehr super. Seit einer Weile benutze ich als Abwaschhilfe zusammengebundenes oder zusammengeknülltes Gras (andere sagen, auch anderes Naturmaterial funktioniert gut). Damit gehen von den Töpfen und dem Geschirr alle Reste wunderbar ab und man spart sich sogar die Öko-Seife.

Neues Gadget: ein Hobo-Kocher – Es gibt Konservendosen-Kocher, die super effektiv mit herumliegenden Brennstoffen wie kleinen Ästen, Zweigen, trockenes Laub funktionieren. Ihren Namen haben diese Kocher von den Hobos, US-amerikanische Wanderarbeiter mit einer eigenen Subkultur. (Wikipedia Link auf englisch, da der deutschsprachige Artikel leider sehr kurz und nicht so inhaltsreich ist). Anstatt mir einen zu bauen, was ich zuerst wollte, hab ich im Outdoorladen eines Kiezes dann einen echt schicken gefunden, der in Tschechien hergestellt ist, und werde den demnächst ausprobieren.

Viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Erreichbar bin ich unter urbanespinnstube (at) gmail.com und die Ravelry Gruppe „Podcasting auf deutsch“ findet ihr hier. 

Der RSS – Feed zum Abonnieren befindet sich unter: http://feeds.feedburner.com/distel

Episode 133: Ambiguitätstoleranz

Heute geht es um Radtouren, eine Doku darüber, wie Automobilität in die Sackgasse führt, Strickerfolge und Strickgraffiti, die Spin-Off Zeitschrift, Ambiguitätstoleranz und Widersprüche und Haare färben.

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Shownotes:

Housekeeping

Habt Dank für die Diskussion zur letzten Episode und eurem Feedback! Ich habe neulich zu dem Thema auf Youtube eine Doku angesehen „Fahrrad gegen Auto“, die ich sehr spannend fand. Sie lief in dieser Version im ORF und spielt hauptsächlich in sehr autolastigen Städten wie Los Angeles und Sao Paulo.

Hier habe ich die Doku mal direkt verlinkt:

Im Original heißt der Film „Bikes vs Cars“ von Fredrik Gertten. Auf der Filmwebseite gibt es auch eine App und Goodies, ich habe sie mir aber nicht wirklich angesehen :)

Außerdem erzähle ich ein bischen von meiner Radtour ins Naturschutzgebiet Dahme-Heideseen am Wochenende und von meiner Radtour durch die Uckermark die Woche davor. (Ich nutze den Sommer, hehe)

Stricken

Ich stricke das Laminaria mit hangesponnenem Lacegarn und Perlen im Edging Chart! Es macht sehr viel Spaß, lässt sich aber nicht während des Podcastens stricken. Deshalb habe ich spontan ein Herz angeschlagen. (Muster: Little Hearts)

Ich möchte die Herzen als Yarnbombing benutzen, oder aussetzen, so wie Weird ihre Monster, die ihr unter dem Hashtag #monsterwelt auf Instagram und Twitter sehen könnt. Hier ist das Tumblr-Blog Monster-erobern-die-Welt.

Fertig ist der Wraptor von Marc Smollin Designs, ein Tuch mit verkürzen Reihen, Colorwork und kraus rechtem Rand, das super kuschlig und texturiert ist. Es wird bestimmt ein Lieblingstuch von mir!

Spinnen

Ich hatte neulich Besuch von der lieben Irka aus Dresden und von ihr haben wir in Berlin einen großen Stapel alter Spin-Off Zeitschriften bekommen, die ich nach Podcastthemen durchforsten wollte. Stattdessen spreche ich mal meine Meinung über die Spin-Off an und für sich aus. ;)

Selbst habe ich meine TDF-Projekte  im Besenwagen fertig gesponnen und muss das jetzt alles einpflegen. Zum Glück gibt es im Queerfeministischen Faserkombinat jetzt einen Einpflege-Along! 

Politschwafel

Ich las neulich einen Artikel in der Zeit von Mirna Funk, betitelt „Wir lebenden Juden“ ein Gruppenportrait der dritten Generation. Da fielen mir zwei Zitate auf, wo es darum ging, Unterschiede als Bereicherung anzusehen und verschiedene Standpunkte gelten zu lassen. Was daran schwer ist: Eine Person bewertet aus einer anderen Perspektive etwas anders als du, etwas, was du gut findest, findet sie schlecht, oder umgekehrt..

Ein Fachwort dafür, damit gut umgehen zu können, ist Ambiguitätstoleranz. Dieser Begriff wurde von Else Frenkel-Brunswick geprägt. Sie war eine jüdische Psychologin, die in die USA emigrierte und dort Forschungsarbeiten zu Autorität und Vorurteilen machte.

Was ich grade toll finde

Ich habe einen Weg gefunden, wie ich mir schön bunte Haare färben kann, ohne meine von Natur aus dunklen Haare zu sehr zu zerstören. Das Geheimnis: Pfoten weg von Drogeriebleiche, her mit der guten Profi-Blondierung.

Ich benutze Topwell Professional Creme-Oxyd 4% H2O2 (das reicht völlig) und ein passendes Blondierpulver, und ich schwöre auf Manic Panic Haarfarben.

Das wars, viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 132: Vehicular Cycling

Heute habe ich eine Lobeshymne auf das Laminaria Tuch, einen Tour de Fleece Rückblick, einen Urlaubsrückblick und etwas über Fahrradpolitik. Außerdem erzähle ich von einer alten Dame, die spontan zur Fluxus-Künstlerin wurde und dafür verklagt wurde.

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Housekeeping: (00:00)

Danke für eure Geduld mit mir :) Ich habe tatsächlich in Angriff genommen, den Preis der 6 Monate zurückliegenden Jahresrückblicksverlosung zu nähen und deshalb traue ich mich wieder vors Mikro.

Stricken: (03:28)

Ich stricke gerade ein Laminaria Tuch von Elizabeth Freeman (Link zum kostenlosen Knitty-Muster, englisch). Ich finde es einfach toll und habe schon mal eins gestrickt. Dieses stricke ich aus sehr dünnem Lacegarn, das ich selbst gesponnen habe. Das Material war ein Wolle-Tencel-Kammzug, handgefärbt von Frau Wo aus Po in wunderschönem Beige und Aqua. Elisabeth Zimmermann empfahl schon in dem Buch Knitters Almanac (ravelry Link) filigrane Lace-Projekte fürs Camping.

Außerdem habe ich den Wraptor von Marc Smollin fertig, es fehlt aber noch das Fäden vernähen. Ich glaube, Moni hat beim Fiberthermometer neulich von schottischen Haps (ravelry Such-Link) geredet. Dieses Tuch könnte ähnlich funktionell sein. Es ist auch aus handgesponnenem Garn, eine Mischung aus Wolle und Seide.

Spinnen (12:49)

Die TDF liegt hinter mir, sie war sehr schön und ich habe ein paar feine Garne raus bekommen. Dieses Jahr habe ich nicht so hohe Leistungsziele gehabt, sondern wollte nur jeden Tag spinnen. Und das hat mich auch weiter gebracht und hat mir vor allem entspannt Spaß gemacht.

Das erste Garn war ein Kammzug von Woll(i)kater für Wollmäuse, den ich in Leipzig gekauft hatte. Ich habe es dünn gesponnen und kettengezwirnt. Danach habe ich ein tolles gelbes Batt zu einem Artyarn-angehauchten Garn verarbeitet, und dann einen BFL Kammzug aus Usedom in einer einzigen Session zu 520m Singles Garn gesponnen. Da bin ich durch Weird von Weird & Twisted inspiriert worden. Sie hat einige tolle Tücher aus handgesponnenen Singles gemacht.

purple tweed

Was ich grade toll finde (18:57)

Den Urlaub. Ach, das war toll. Ich bin den Ostsee-Radweg Dänemark gefahren. Wir haben diese Karte von Bikeline benutzt, in der die Übernachtungsplätze von udinaturen.dk eingezeichnet waren. Hin navigiert haben wir mit der Shelter App. Aber wir haben sehr selten GPS benutzt, wenn, dann nur 10 Minuten am Tag. Alles andere hätte doch zu viel Akku gekostet. Ich suche noch ein Reise-Ladegerät für den Fahrraddynamo oder mit einem guten Solarpanel. ein guter Kauf war der Wasserbeutel und das Reise-Waschbecken.  (Links zu den Herstellern)

urbane Selbstversorgung (32:41)

Heute geht es um „vehicular cycling“ (autoähnliches Fahrradfahren) und „segregated cycling“ (getrenntes fahrradfahren). Vertreten z.B. von Copenhagenize. Da gibt es zwei Fraktionen in der Fahrradverkehrspolitik. Bisher hat in Deutschland vor allem der ADFC dafür gekämpft, dass Radfahrende auf den Strassen respektiert werden sollten, und sie setzten sich gegen abgetrennte Radwege ein und für Radstreifen an der Seite, ohne bauliche Trennung. Die andere „Schule“ möchte baulich getrennte Infrastruktur für Radfahrende.

Ich fand das mit dem baulich abgetrennten Radfahren in der Stadt in Dänemark echt gut. Wenn Radwege gut angelegt sind, werden sie gerne genutzt und eine getrennte Bauweise der Radwege hilft auch, dass Radwege benutzbar sind und dass sie nicht so oft zweckentfremdet werden.

Pro Autoähnliches Radfahren:
  • Mehr Sichtbarkeit
  • die Idee der Gleichberechtigung
  • die Strasse hat meist gute Beläge, wird gekehrt, gepflegt, und ist praktisch angelegt.
Contra:
  • Gefahr durch Autofahrende, die keine Rücksicht nehmen
  • „Schwächere“ können einfach nicht mithalten
  • Lärm, Abgase und Stress durch viele Autos
  • wer rechts fährt, wird am meisten behindert
Pro getrenntes Radfahren:
  • Ruhe und entspanntes Fahren, weniger Stress
  • Auch Ältere und Kinder können Radfahren
  • Schutz vor Aggression und Rücksichtlosigkeit seitens Autofahrenden
Contra:
  • Schlechte Sichtbarkeit
  • Wege werden nicht respektiert, instand gehalten, praktisch angelegt
  • Gefahr an Kreuzungen

Fundstück der Woche (45:09)

Eine alte Dame hat in einem Kunstmuseum ein Kunstwerk „beschädigt“. (Artikel im „Justillion – kuriose Rechtsnachrichten) Sie hat ein Kreuzworträtsel ausgefüllt. Das Museum hat sie auf Schadensersatz verklagt. Ihr Anwalt hat argumentiert, dass die Dame das Kreuzworträtsel zu Recht ausgefüllt hat, denn der Künstler hat das so gewollt. Es stand sogar dabei, dass man Text einsetzen soll! Er gehört der Kunstrichtung „Fluxus„(Wikipedia) an, die herkömmliche Kunst als bürgerlich verachtet hat und sie in Frage stellen wollte. Deshalb hätte die Dame das Kunstwerk noch verbessert, und das Museum hätte vielmehr das Kunstwerk beschädigt, indem sie die Lösungen der Frau wieder entfernen ließen.

Viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 126 – der faserverrückte Jahresrückblick

Heute ist der „Faserverrückte Jahresrückblick“ dran, deshalb gibt es auch keine Kapitel wie sonst, und eine etwas andere Form.

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Housekeeping
Ich entschuldige mich für die Herumalberei mit dem Stimmwandler von Garageband.
Wenn ihr mitmachen möchtet beim faserverrückten Jahresrückblick könnt ihr das hier in diesem Thread tun:
Faserverrückter Jahresrückblick im Forum von Podcasting auf Deutsch

Alle, die bis 31.1.2016 einen Jahresrückblick gepostet haben, kommen in den Lostopf, einen handgenähten Projektbeutel zu gewinnen. Dabei geht entweder die „Box-bag“ Form oder die des Beutels mit Zugband.

100folgen_preise schneekoppe socken

 

1. Das Strick-, Spinn- und Häkeljahr.

Die größte Herausforderung war, die 15 Punkte für 2015 noch zu schaffen. Es war sehr knapp.  Habe ja nicht grad wenig gestrickt und gesponnen, aber halt viel aus neuen Erwerbungen. Auch hatte ich irgendwie nie eine Synchronizität mit den Mini-Challenges.

Mein Meilenstein dieses Jahr war, meinen 2. Ribby Cardi zu stricken, und trotz einiger Probleme kam er am Ende super raus!

Ribby Nr2

Ausserdem habe ich meinen ersten Teppich gewebt! Er wellt sich zwar an ein paar Stellen, aber gut, ich bin Anfängerin.

my first weaving project. a wonky rug! #weben #weaving #spinning

Und ich habe ein Kilo Corriedale-Wolle in drei Wochen zu Pullovergarn versponnen:

tdf 8-9

2. Der Stash 2015

Ich habe dieses Jahr ganz schön Zuwachs gehabt. Zum Vergleich: „metres remaining“ 2013: 46202m 2014: 41467m 2015: 53554m – frei nach dem Grundsatz „Ich hab ja jetzt nen Webrahmen“.

Da ich den Webrahmen allerdings dann gar nich mehr bespannt habe nach dem Teppich, habe ich den erwarteten Garnbedarf wohl falsch eingeschätzt gehabt. Grund war die Bäckerei, die mir dieses Jahr vieles abverlangt hat, weil es so turbulent war.

Ab Mai ging quasi gar nichts mehr – z.B. blieb mein Artjournaling-Jahreskurs (Lifebook 2015) ab Mai gnadenlos liegen.

Vom Zuwachs durch Spinnen im Vergleich mit dem Verbrauch durch Stricken: Ich habe 6700m gesponnen und 6200m verstrickt, von daher nimmt sich das nicht so viel :)

3. Mein Kleiderschrank

Die Lieblingsteile 2015 waren – Dauerbrenner – der Ribby Cardi, den ich mir 2013 gestrickt hatte. Er geht auch schon vom vielen vielen Tragen kaputt. Ich musste schon am Ellenbogen stopfen. Und die Ärmelbündchen sehen auch nicht mehr so gut aus.

Das zweite Dauerbrenner-Lieblingsteil ist das „Silk Kerchief“ – ein einfaches, kraus rechts gestricktes Dreieckstuch.
lappenkerchief3

Dann trage ich auch sehr gerne die Tridactyl-Handschuhe und meine handgesponnene Mütze, die erst vor ein paar Wochen fertig geworden ist.

Was ich sehr selten trage, ist leider der Daybreak, weil mir die Art, wie sich das Tuch trägt, nicht so gefällt, dann „Earth and Sky“, das war ein Mystery-KAL von Stephen West, das trag ich einfach selten, weil ich vielleicht zuviele andere Lieblingstücher habe, und das „Allerleirauh-Tuch“. Ich glaube, letzteres ist einfach ein wenig zu groß. Mal sehen, ob ich Leute finde, die ihnen ein besseres Zuhause geben.

4. Gemeinsam geht alles besser

Aktionen, Treffen und Festivals 2015

Wie schon gesagt, hatte ich mit den 15 Punkten für 2015 meine Schwierigkeiten, und habe es trotzdem noch knapp geschafft. Aber leider habe ich nicht so viel Mitmachspaß gehabt, da ich halt viel um die Ohren hatte.

Den hatte ich dafür bei der Tour de Fleece, die dieses Jahr wieder total episch und total schön war. Ich habe ein Kilo graues Corriedale gesponnen und hatte so viel Spaß mit dem „Team Yeti“, das wir vor Jahren gegründet hatten. Da kann eigentlich alles um mich herum zusammenkrachen, auf eine TDF Teilnahme lege ich Wert!

Die dritte Mitmachaktion war der Faser-Adventskalender 2015, zu dem ich mal gesondert bloggen müsste. Es war so toll. Wir waren 24 Teilnehmerinnen, und alle haben ein Türchen gestaltet und 24 Tütchen in ein Paket gepackt und zu Fanni geschickt. Sie hat dann alles umgepackt und an uns zurückgeschickt, so dass alle ein Set aus 24 verschiedenen Tütchen bekamen. Den auszupacken und zu verspinnen hat total Spaß gemacht.

Ich war auch in Leipzig auf dem Wolle-Fest und auf dem Berlin Knits Yarnfestival, wo ich viele liebe Leute aus der Craftingszene getroffen habe.

Leider habe ich Abby Franquemont verpasst, die in Backnang dieses Jahr Kurse gegeben hatte. :-(

Und ich habe natürlich das Ragù gehabt, das Strickcafe von zwei Freunden von mir, die ich 2015 so richtig kennengelernt habe. Das Café wurde dann mein Stammcafe und ich habe mich auch mit Leuten aus dem Internet dort getroffen: Mit Ryuu zum Beispiel oder Weird von Weird&Twisted.

5. Hattest du ein Motto für 2015 und wie lief es damit?

Ich weiß gar nicht, ob ich ein Craftingmotto hatte. Ich habe mir als Motto bei Lifebook zwei Worte gesucht, die waren „Mitgefühl“ und „Bewegung“. Bewegung war sehr viel drin im Jahr, und auch das andere Motto habe ich gepflegt, aber wegen der Turbulenzen habe ich mit meinem Motto/Mottos nicht so sehr gearbeitet, wie ich es gewollt hätte.

6. Die schlimmsten Crafting-Unfälle und Reinfälle.

Zuerst waren da die Pannen beim Ribby Cardi, aber da sich am Ende alles in Wohlgefallen aufgelöst hat, will ich da mal nichts sagen.

Dann habe ich aus dem Faser-Adventskalender ein Single-Garn mit Perlen und Pailetten gesponnen, inspiriert von Weird, die sich aus sowas klasse Tücher strickt. Als ich den ersten Strang abgehaspelt hat, sind mir bestimmt 10 Joins aufgegangen, weil ich so schlampig angesponnen hatte. Normalerweise zwirne ich ja alles, und da spinne ich meine Joins eher locker.  Offenbar. Ich habe dann gelernt, wieder bessere Joins zu machen und bin jetzt zufriedener damit.

Es gab auch ein paar Auftrenn-Geschichten, aber da ich mich an die nicht mehr erinnern kann, können sie nicht so schlimm gewesen sein.

7. Lieblingsdesigner/in?

Aus Gründen der Freundschaft, des Designs und des tollen Cafés:

Marc Smollin natürlich!

8. Song des Jahres?

Ich bin dieses Jahr zum Metal gekommen, und besonders nett zu hören finde ich die Band Arch Enemy. Nehmen wir mal einen Song von ihnen:

„We will Rise“

9. Buch des Jahres

„Whipping Girl“ von Julia Serano war dieses Jahr meine Urlaubslektüre. In dem Buch geht es um den politischen Kampf von Trans Frauen und die feministische Bewegung. Es war sehr augenöffnend und wichtig für mich zu lesen. Julia Serano analysiert Sexismus und Verachtung gegen Frauen darauf hin, wie Cis und Trans Frauen davon betroffen sind, und wie manche feministische Bewegungen Trans Frauen ausschließen, indem sie selbst misogyne oder eingeengte Rollenbilder für Frauen propagieren.

11. Drei Dinge, die du nicht hättest missen wollen 2015

  • die Fahrradtour von Zittau nach Usedom und zurück nach Berlin, sie war einfach phänomenal.
  • die Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) Anfang Oktober, die wirklich super verlaufen ist und super verheilt ist, und die mir jetzt dieses ständige Sturzbluten alle paar Wochen beendet hat. Ich fühle mich sehr wohl und bin sehr happy damit!
  • meine Kollektivistas von der Backstube!

12. Drei Dinge, auf die du gut hättest verzichten können 2015

  • Pegida und Rechtsruck
  • Krieg und Frontex
  • Streß auf Arbeit

13. Was hast du 2015 Neues begonnen?

  • Metal hören
  • Radwandern
  • Weben
  • Lifebook

14. Wovon hast du dich 2015 getrennt?

  • getrennte Wege ging ich mit einigen Leuten aus der queerfeministischen Blogger_innenszene, weil wir feststellen mussten, dass wir politisch nicht harmonieren. Aber der Vorteil ist, dass wir jetzt auch wissen, woran wir sind und bei wem es besser passt.
  • von meiner Gebärmutter :))

15. Motto für 2016:

  • Stash-Abbau!
  • „Back to Life, Back to Reality“.

 

Viel Spaß beim Hören, eine Faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Ich freue mich auf EURE Rückblicke!

 

Monster Fantasy

Episode 122: Alles vom Fiberthermometer geklaut

Heute habe ich fast meine gesamte Inspiration für den Podcast von Monis Fiberthermometer. Themen sind: Etwas Privatkram, Hangout, Podcasttreffen in Hamburg, selbstheilende Stricknadeln, Ravelry Stalking, schon wieder ein verlorenes Strickstück, Motten, Wolverine, Ribby Cardi, Auszugsarten, dünn spinnen, Faserswap, die Packliste für den Fahrradurlaub, was ich grad toll finde und Teechen.

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Housekeeping

Die nächste Folge lässt eventuell erstmal auf sich warten, oder auch nicht: Ich habe am Donnerstag einen Operationstermin und bin danach eine Weile krankgeschrieben. Das heißt, ich könnte eigentlich viel Zeit zum Podcasten haben. :)
Zum Hangout ist zu sagen, dass die liebe Kaschne ihn in der Podcasting auf deutsch Gruppe promotet hat (Link geht zum Thread) und jetzt ist er täglich sehr gut besucht. Manchmal sind wir sogar 10 Leute, und da das das Maximum ist, kam wer schon mal nicht rein.
Allerdings ist es über 10 Leute auch etwas anstrengend und technisch wohl schlecht machbar mit einer 0815 Internetleitung.
Ich möchte mich auch bedanken für die Kommentare, das Flattren, die Likes und alles. Vielen Dank!! Ihr seid super.

Stricken

* Mir ist meine Chiaogoo Spin 2,75mm Rundstricknadel im Urlaub zerbrochen. Bzw. ich dachte, sie sei zerbrochen. Sie war sehr verbogen und es standen Splitter ab. Nach dem entfernen der Splitter mit dem Taschenmesser und dem gradebiegen scheint die Nadel aber wieder fast wie neu zu sein. Ein Wunder!

* disagree-Stalking auf Ravelry – was hilft? Ich bin nicht der Ansicht, den Button einfach auszublenden, würde etwas nützen. Zum einen sehen alle anderen, dass alle deine Beiträge disagrees haben, nur du nicht, und zweitens wirkt die Forderung an Gestalkte, sie sollten das ignorieren, wie ein zum Schweigen bringen. Weil wir haben darüber Empfindungen, wenn uns das passiert. Und es sollte nicht ärgerlich oder schamhaft sein, wenn du darüber redest. Im Gegenteil, ich finde es gut, das öffentlich anzusprechen: Dann können deine Freund_innen dir Solidarität und Mitgefühl aussprechen, und die Schande landet beim „Lauscher_in an der Wand“ – nämlich bei der Person, die so gemein ist, und dich stalkt. Der Zuspruch tut mir gut und manchmal hört das Gestalke sogar (temporär) auf, nachdem es an die Öffentlichkeit gebracht wurde.

Unser kleiner verhasster disagree button ;-)

Unser kleiner verhasster disagree button ;-)

* Der Ribby Cardi. Eine fantastische Strickjacke, die so schick aussieht, dass Herr Distelfliege die Jacke trotz etwaiger Kratzigkeit (also ganz schön kratzig, if I say so myself) anzieht und „muckelig“ findet!
Jetzt habe ich das Garn, was ich bei der Tour de Fleece für einen Ersatzcardigan gesponnen habe, zur Verfügung, um etwas anderes tolles damit zu machen.

cloudy corriedale

* Neues von den Motten: Ich habe anscheinend keine mehr. Ich habe zwei Befallsherde entdeckt und entfernt, meine Klebefalle verzeichnet keine neuen Fluggäste mehr, und die Katze hat anscheinend auch keine Flöhe mehr. Kann es, wie Angie vom Wollplaudereien Podcast sagte, tatsächlich nur ein einzelner Floh gewesen sein? Ich hoffe es mal!

* Beim letzten Stadt Land Wolle Podcast ging es darum, dass in der Verena Stricken Herbst 2015 Yogaklamotten drin sind. Ich habe mir also die Muster der Verena angesehen und bin aufgrund der Titelthema-Designs fast vom Stuhl gefallen. Manche Sachen sollte niemand stricken müssen. Zum Beispiel dieses Netz aus Stricklieselschnüren in Grau und Schwarz, oder wie ein Zopfmusterpulli ohne Pulli. Ich verstehe dieses Strickstück einfach nicht. Was ist das? Wahrscheinlich haute couture, und ich bin etwas banausig. Asche auf mein Haupt.

* Ich stricke gerade das Wolverine Tuch von meinem Freund Marc Smollin, die Reihen sind inzwischen sehr, sehr lang und mit Lacegarn dauert es auch urlang, bis das Garn verarbeitet ist, aber dank Hangout komme ich voran und es macht auch Spaß und ist nicht zu langweilig.

Spinnen

* Ich spinne gerade einen Kammzug von Wollgewandt, aus dem ich Sockenwolle machen möchte. Dazu spinne ich das Ganze mit „kurzem Auszug ohne Drallsperre“ semi-worsted/woolen. Die Judith MacKenzie schwört ja darauf. Ich habe die Technik während der Tour de Fleece 2015 gelernt und es flutscht inzwischen ganz gut. Ich frage mich allerdings, ob diese spinntechnik wirklich ohne Drallsperre auskommt, oder ob die Spinnphysik an sich schon eine Drallsperre darstellt. Der Drall kann nämlich sehr schlecht von einem sehr dünnen Faden auf einen sehr dicken Kammzug überspringen. Der Drall schafft es einfach nicht, die Schwelle von sehr dünn zu sehr dick von allein zu überwinden. (Wer spinnt, weiß, was ich meine)

* Ganz klasse fand ich die Besprechung von Auszugsarten, die Moni in ihrem Fiberthermometer Folge 11 zusammenfasst.
Zusammengefasst:
– Kurzer Auszug = weniger als 1 Stapellänge lang ausgezogen, kein Drall in der Auszugszone.
– Langer Auszug: ein mehrfaches der Stapellänge wird ausgezogen, immer Drall in der Auszugszone.
– Worsted – Kammgarn: Kurzer Auszug aus der gekämmten Wolle
– Woolen – Streichgarn: Langer Auszug aus kardierter Wolle
– Kurzer Auszug ohne Drallsperre aus dem Kammzug: Semi-Woolen bzw. macht aus Kammgarn eher was in Richtung Woolen.
– From the Fold/langer Auszug mit Kammzug: Auch was dazwischen.

Drei Parameter:
1. Wie lang ist der Auszug
2. Wo ist der Drall
3. Wie ist die Faser vorbereitet

Garnfärben Ostern 14

* Ist dünn spinnen besser/fortgeschrittener?
Mir fiel dazu das Saxophonspielen ein. Ich lernte dabei immer höhere Töne zu treffen, höher zu spielen ist auch schwieriger, aber das darf natürlich nicht heißen, dass ich NUR noch hohe Töne spiele und das für fortgeschritten halte. Damit schränke ich einfach nur meinen Tonumfang ein und niemand würde das tun. Deshalb ist es auch beim Spinnen sinnvoll, dünn spinnen zu lernen, aber auch dick spinnen zu üben.

corrie_grau3

* Ich mache beim Adventskalender-Faserswap mit und bin schon ganz aufgeregt :-) – wegen meiner gelegentlichen Mottenprobleme habe ich mir Fasern dafür bestellt, die ich sehr gut hüten werde, damit sie nicht mit Motten in Berührung kommen. Inzwischen sind alle Plätze vergeben!

Urbane Selbstversorgung: Meine Fahrradurlaubs-Packliste (für zwei Fahrräder)

Oder Neiße, Berlin Usedom Radweg

Schlafen

– Zelt (Ich hab so ein ganz tolles, was ziemlich teuer war… aber weniger teuer als mein Spinnrad, so gesehen. Ein Hilleberg Nallo 3, das aber zu zweit genau richtig groß ist.)
– Tarp (Haben wir dieses Jahr wegen des super Wetters nur einmal benutzt)
– Zeltflickzeug (Zum Glück auch nie gebraucht).
– Matte + Flickzeug (selbstaufblasende Isomatte von Thermarest)
– Schlafsack (Ich habe einen 3-Jahreszeitenschlafsack, der für den Hochsommer eigentlich zu warm ist. Wenn ich den komplett öffne und als Zudecke nutze, ist es aber gut im Sommer. Deshalb der folgende Punkt)
– Mattenbezug (das sind einfach Baumwolltücher, die ich auch als Rock tragen könnte, auf die Matte gelegt, damit ich nicht mit der nackten Haut auf der Matte liege.)
– Kissen (zum aufpusten, finde ich einfach bequemer als sich Klamotten zu einem Kopfkissen zu falten. Die paar Gramm sind imho am falschen Ende gespart.)
– Bodenplane für unters Zelt (aus dem Baumarkt eine einfache Gewebeplane)
– Taschenlampe

Küche

– Kocher (Der klassische Trangia Spirituskocher, ist super. Der einzige Nachteil ist das Geruße, aber würde ich auf dem offenen Feuer kochen, wär das Geruße noch größer.)
– Spiritus
– Gewürze (Da hat mir eine Freundin eine Gewürzrolle, ähnlich einer Stricknadelrolle, genäht. Die Gewürze sind in Plastikreagenzgläsern! Dadurch kochen wir draußen frisch aus unverarbeiteten Sachen, und würzen sie schön, anstatt Fertigtütenessen.)
– Kaffeeweißer (mag ich sonst nicht, aber Milch funzt draußen nicht und Kaffee ohne Milch mag ich nicht).
– Besteck (jede Person 1 Löffel reicht, Gabel, Brotmesser etc braucht niemand)
– Tassen
– Teller (ginge ohne, wir haben mal immer ausm Topf gegessen, ist aber nett, welche zu haben.)
– Trinkflaschen
– Taschenmesser (Opinel)
– Kaffee
– Packsack für Lebensmittel (wir haben son 13l Teil von Ortlieb, wasserdicht)

Kleidung

– 3er System: Unterhosen, Socken, Tshirts (eins trägst du, eins hast du gewaschen und trocknet, eins in Reserve)
– Pulli
– Strickjacke
– Zip-Off-Hose
– Leggins
– Hemd
– Stricktuch
– Regenhose
– Regenjacke
– Fahrradhose
– Reisenähzeug
– (wasserdichte) Schuhe (ich nehme immer nur 1 Paar Schuhe mit)

Waschen und Körperpflege

– Outdoorseife für alles (würde ich nicht mehr machen und Spüli und Duschgel getrennt einpacken. Ich würde mit Spüli duschen, aber Geschirrspülen mit dieser Seife (Dr. Bronner) war jetzt doch nicht so gut.)
– Handtuch
– Geschirrtuch
– 2-3 Schwämme (sie gehen bei nem Trangiakocher, der rußt halt, schneller drauf)
– Zahnbürste, Zahnpaste, Zahnseide
– Qtips
– Taschentücher
– Bodylotion (andauernd draußen sein trocknet ganz schön die Haut aus!)
– Nagelknipser

Fahrrad

– Werkzeug (Inbusschlüsselsatz, Maulschlüssel wenn nötig, Kettennieter, Kettenschloß, Reifenheber, Nippelspanner, Gaffaband, Lochschnüffler, Luftpumpe, halt das Übliche)
– Flickzeug
– Ersatzschlauch
– Gepäckspanner
– Ölfläschchen

Freizeit

– Lesestoff
– Ladekabel
– Kamera
– Strickzeug/Spindel
– Badeanzug
– Skizzenbuch und Aquarellkasten

Erste Hilfe

– Reiseapotheke
– Zecken/Mückenspray
– Desinfektionsmittel
– Verbandskasten
– Sonnencreme
– Sekundenkleber

Paperwork

– Geld
– Pass
– Tickets
– Reiseführer/Landkarten
– Adressbuch

Was ich grade toll finde

Random Street View ist das, was der Name schon sagt: Eine zufällig ausgewählte Straße, irgendwo auf der Welt, wo der Google-Spähwagen schon war.

Teechen

Summer Night Star vom Lidl :)

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Hören, oder – wenn ihr das nicht anhört, dann hoffe ich, es war nett zu lesen. Eine faserverrückte Zeit euch und Stricken ohne Tränen!

Episode 119: Die Spinnfolge :)

Heute gehts um Spinnen. Und um Spinnräder. Und Spinntechniken. Und die Heterosexuelle Weltordnung. Und Garn waschen. Und die Tour de Fleece. Und und :)

Download

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

download aktuelle episode

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep119.m4a

Housekeeping:

Der Juli war sehr anstrengend. Ich konnte deshalb gar nicht podcasten. Das ist sehr schade, und ich danke euch für die Geduld!
Danke an Barbara für die Paypal-Spende!
Und euch allen für die Kommentare zur letzten Episode! :)

Podcastingszene: Wir sind nach 2 Monaten (?) immer noch nicht bei http://hoersuppe.de/ gelistet worden, weil der Admin des Verzeichnisses anscheinend grad wenig Zeit hat.
Auch PodUnion hat keine Möglichkeit, sich ins Verzeichnis einzutragen und löst dieses angeblich auch auf. Jungs. So wird das nichts mit mehr podcastenden Frauen. So bleibt ihr halt auch euer 90% Typenclub. Es ist sehr frustrierend mit euch. Auch, wenn ihr es gut meint und ich euch auch glaube, dass ihr keine Zeit etc.. habt. Es ist eben auch eine Entscheidung, zu sagen: Ok, ich hab ein Verzeichnis mit 90% Männeranteil und es melden sich MAL alle Jubeljahre gleich eine ganze Handvoll Podcasterinnen bei mir an, und dafür ist dann jetzt grad halt keine Zeit.

Spinnen

Tour de Fleece (00:10:34)

Ich habe ca. 11,5 km gesponnen und fast 2kg Fasern verarbeitet!
(Davon waren 300g ca. WIPs)

Ich habe gelernt:
– High Speed Spinnen.
– Kurzer Auszug ohne Drallsperre (Angeregt durch Fiberthermometer)

Spinnradölen mit Nähmaschinenöl vs. Ballistol

Neues Spinnrad:
Ich habe ein Schacht Matchless Spinnrad bei http://www.Knitart.de erworben und bin sehr begeistert!
Darauf spinne ich gerade ein Merino-Texel Vlies, welches ich gewaschen habe und mit Louet Mini-Combs kämme. Handgekämmt ist super!

Spinn-Technik: Garn fertigstellen, waschen, dämpfen.. (00:35:50)

Quelle: Lee Juvan, Knitty.com: Finishing your Yarn
Waschen oder Dämpfen fixiert den Drall im Garn.
Dämpfen = Garn auf einer Haspel oder Gegenstand gespannt über einem Topf mit kochend Wasser schwenken.
Maschenproben von gespanntem Garn unbedingt waschen vor der abschließenden Beurteilung!
Anfilzen: Dicke Singles pillen weniger.
Seite sollte mit Säure behandelt werden.
Pflanzenfasern müssen gekocht werden, z.b. Baumwollgarn sollte 40min gekocht werden.

Quelle: Jillian Moreno, Knittyblog: 5 Ways of Finishing Yarn
1. Soaking (Wässern) – es wird gewässert, ausgedrückt und aufgehangen zum trocknen.
2. Snapping: wie oben, nur wird das Garn „geschnalzt“ (beide Enden greifen und ruckartig auseinanderziehen)
3. Whacking: wie oben, nur statt zu schnalzen wird das Garn gegen Oberflächen geschlagen.
4. Fulling: Anfilzen durch Heiß-Kalt-Wechselbäder
5. Felting: Wie 4., aber mit einem Pümpel (Abfluss-Saugglocke) auf dem Garn herumstampfen.

Quelle: Abby Franquemont: Easily Wash your Yarn (youtube-Video)
Es wird nicht allzuviel erklärt, warum die einzelnen Schritte.
heiß-kalt-Bäder, bewegen, auswringen, schnalzen und aufhängen, das ist ihre Standardmethode.

Quelle: The Joy of Finishing Yarn (Spin Tech Forum, Ravelry)
Die meisten Leute schlagen ihr Garn. Einige machen Heiß-Kalt-Bäder, und bewegen auch das Garn im Wasser. Von Beschweren des Strangs wird abgeraten, um die Elastizität zu eralten.
Späteren Überraschungen soll vorgebeugt werden – in jeder Hinsicht.
Garn wird durch schlagen und Temperaturschocks „squishy“.

Quelle: Wet fihish all fibers on a reel? (Spin Tech, Ravelryforum)
Gespannte Garne zu trocknen könnte entweder fürs Weben gedacht sein oder aus der Flachsspinnerei kommen, weil Flachs nass gesponnen wird.
Dämpfen fixiert den Drall angeblich dauerhaft, laut Stephanie Gausted und Katherine Alexander. KKfrog schreibt, nur Dämpfen macht Ribbelgarn wieder richtig glatt.
Gedämpfte Garne können jedoch nachher ungespannt aufgehangen werden zum trocknen.
Twist verteilen geht laut einer Userin nur, wenn die Haspel weit weg vom Spinnrad aufgebaut wird.

Was ich grade toll finde (00:59:00)
Das Video von Mads Ananada Lodahl „Ending the Straight World Order“ (TedX Copenhagen)

Veröffentlicht am 04.10.2013

There is a 90% risk that you will get in trouble with the straight world order at some point in your life. It is a system that puts masculinity, traditional gender roles and men at the top of the chart, and not only homosexuals, bisexuals and trans*people are at risk. If we can find ways to end or weaken the straight world order we would all have something to win. But of course some would have more to win than others.
Mads Ananda Lodahl has spend the last 10 years writing articles and books and giving lectures at schools, universities and festivals with the purpose of destroying what he calls the straight world order, and making life easier for everyone in conflict with it.
He is going to continue doing this.

Read more here: http://www.almindelig.com

Trauer um Shira Banki, die nach der Messerattacke auf Jerusalem Pride ihr Leben verlor.

Nachtrag Housekeeping

Ich habe wieder einen Facebookaccount. Nicht daß sie mir erlauben, meinen Namen zu verwenden. Ich musste mich neu registieren. :-(
nach wie vor möchte ich Facebook primär mit meiner Seite nutzen, aber kann jetzt wieder Freundesanfragen annehmen.

Email: distel (at) spiritvoices.de
Facebook: http://facebook.com/distling
ravelry: distelfliege
ravelrygruppe: podcasting auf deutsch