Episode 145: Angesteckt von Füllernerds

Zusammenfassung

Heute gehts um die neuen Ergonomics Stricknadeln von Prym, Pulli-Projekte, Patentmuster-Sorgen, Pride-Handschuhe, Weben, Füllersammeln und Füllernerdtum, einen Faseradventskalender und was ich im Winter zum Radfahren anziehe.

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Shownotes

Housekeeping:

Zuerst danke ich euch allen für die Kommentare, Likes, PNs, und mentions. Leider nicht namentlich diesmal, aber ich hab mich immer gefreut. Und danke an schlompfine/Diana vom Buntwerk Podcast, dass du das mit dem Handspinngilde-Zertifikat in dieser Folge nochmal ganz ausführlich erklärst!

Ich bin nicht so auf dem Laufenden podcastmässig, ich habe grad mal 1 Buntwerk, 1-2 Handgemacht und 2-3 Knitmore Girls in letzter Zeit gehört. Verabschieden und Danke sagen will ich Jules für den Podcast „Spektralfaden“, der leider dem Phänomen des Podfading zum Opfer fiel.

Stricken (00:03:45)

Ich mache ein Live-Unboxing vor dem Mikrofon von Prym Ergnonomics Stricknadeln. Gestern gekauft und – werden sie ihre Versprechen einhalten? Wir werden später sehen. Die vollmundigen Versprechungen wie z.B. in diesem Video sind ja sehr vollmundig. Und sehr pathetisch. So als ob über all die Jahrtausende nie irgendwas neues gemacht worden wäre, bis die mit ihren Plastestochern angekommen sind.

Ernsthaft – Jackenstricknadeln? Wieso etwas revolutionieren, was eigentlich niemand mehr benutzt? Ach ja, weil man da diese „Clickheads“ dran machen kann und das bewerben. Nur zu, ihr seid ja auch so richtige Clickheads bei Prym, wa.

Ich stricke gerade:

  • Den Driftwood Pulli von Isabell Kraemer. Ich finde das Muster super, alles passt gut, ich bin sehr froh! Zwar hatte ich etwas Ablenkung und habe in letzter Zeit nicht daran gestrickt und andere Dinge angefangen, aber ich bin eigentlich fast fertig. Und jetzt wieder voll motiviert. Ich muss am Ende 120000 Fäden vernähen, und ich habe mal gelernt, wie man Fäden mit einstrickt, so dass sie vorne auf dem Stück nicht zu sehen sind, aber trotzdem das Vernähen einspart. Das ist ähnlich wie wenn man lange Floats beim Fair-Isle-Stricken mit einfasst. Ich habe das mal auf einer Webseite zur Horst-Schulz-Methode des Strickens gelernt, aber finde den Link nicht mehr.
  • Ich stricke inspiriert von Cas (einer Person auf Mastodon), Pride Handwärmer. Cas hat hier auf Ravelry ein frei verfügbares Muster für Pride Handwärmer. Ich habe mich nicht an das Muster gehalten, sondern bin eher dem Muster der Simple Noro Striped Gloves gefolgt, denn ich wollte fingerlose Handschuhe haben. Dann rede ich über Stulpologie und wie verschiedene Stulpen auf englisch heißen: Fingerless gloves, fingerless mittens, handwarmers, wristwarmers und armwarmers. Was mich dazu bringt, dass ich immer noch keins der vielen freien Muster von Laris Designs gestrickt habe. Es aber gerne möchte!
  • Patentmuster-Beinstulpen inspiriert von der Mütze „Syncopation adoration“ von Stephen West. Ich habe ja meine liebe Not mit Patent. Es sieht aber so gut aus.. in einem Strickanfänger*innenbuch hieß es schlicht: „Patent wird in Reihen gestrickt.“ Das war’s. Für Patent in Runden musste ich also Ravelry bemühen. Es gab auch einige Knitting Attacks bei diesem Projekt. Ich finde es ja krass, wie oft mir Maschen bei Patent runter fallen! Ich habe das so sonst nie, versteh ich gar nicht! Aber ich kann inzwischen Patentmaschen in begrenztem Umfang hochstricken. Yay. Ich finde, die fallen auch immer sehr tief, diese Maschen.. mir haben nach 1/2 Stunde zurückstricken auch schon die Augen gebrannt und getränt vor Überanstrengung ;)

Weben (00:36:04)

Das Webprojekt ist beendet. Es ist ein Stoffstreifen, der 80cm x 4m mißt und ich weiß nicht, was ich damit machen soll. Vielleicht kann ich aus dem Stoff mal was nähen. Es ist nur in Leinwandbindung gewebt und hat ein unregelmässiges Karo-Muster. Ich mag sowas ja.

Spinnen (00:40:00)

Auf Weihnachten hin gibt es wieder einen lokal in Berlin organisierten Faseradventskalender. Diesmal habe ich mit die Kalender gepackt, und das hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich auch schon sehr.

Der Yeti macht die Hefte schön (00:42:42)

Es begann damit, dass wir es auf Mastodon von Füllern statt Finelinern (die Einwegartikel sind) sprachen. Ich habe gerne Fineliner. Die müssen alle wasserfest sein, denn ich will mit Aquarellfarbe drüber gehen. Was mir richtig gut gefällt, sind Rotring Tikky Graphic. Kein Einwegstift ist zumindest der Copic Multiliner – auch die bei Finelinern sehr anfälligen Spitzen kann man bei diesem Stift austauschen.

Beim Zeichnen mit Füllern benötigt man wasserfeste Spezialtinte. Tusche oder Zeichentinte kann nicht für Füller verwendet werden, denn die würden die Füller verstopfen oder beschädigen. Bei der Tintenmanufaktur de Atramentis gibt es eine füllergeeignete Dokumententinte, die wasserfest trocknet. Sie ist aber ziemlich teuer. (Aber TQ hat mir eine als Dankeschön fürs Podcasten geschenkt – wohoooooo!)

Dann haben wir uns noch unsere Füllersammlungen auf Instagram gezeigt und ich bin etwas angesteckt worden dabei, mir noch weitere schöne Füller zuzulegen. Ich habe mir dann auf Anraten von Damnedsnob einen Wing Sung Füller aus China bestellt, und dann habe ich mir einen runtergesetzten Pelikan M150 Kolbenfüller gegönnt. Gebloggt habe ich hier darüber. 

Ausserdem habe ich mir in 2 Ramschläden 2 bunte, poppige Plastikfüller gegönnt, denn ich habe ne Schwäche für bunte poppige Plastikfüller. Was ich aber krass fand, war, wie inzwischen die Schulfüller aussehen: Mit riesigen Plastiknoppen überladene Monstrositäten. Ich würde sowas eher in einem Laden für Sextoys erwarten (diese dann aber wegen Häßlichkeit auch nicht kaufen). Warum müssen Schulfüller so klobig und mit ergonomisch geformten Plastikpolstern überzogen sein? Ergonomie kann doch auch anders funktionieren.

Jedenfalls schreibe ich gerade mein Bulletjournal mit Füllern und habe auch meine Shownotes mit Füllern geschrieben. Ein Füllernerd werde ich wohl nicht werden, aber ein paar hübsche Füller in einer kleinen Sammlung haben kann ich mir durchaus vorstellen.

Macht jemand bei Lifebook 2018 mit? Ich überlege noch.

Apropos Jahresende: Ich habe vor, wieder einen faserverzückten Jahresrückblick zu machen, stay tuned!

urbane Selbstversorgung (00:56:10)

Hier geht es darum: Was ziehe ich beim Radfahren im Winter an?

Die Probleme: Kälte, Nässe, Dunkelheit.. man kommt bei zu warmer Kleidung und Bewegung ins Schwitzen und erkältet sich dann..

Ich ziehe mich nach dem Zwiebelschichten-Prinzip an, und ziehe mir lieber Schichten an als einzelne, sehr warme Kleidungsstücke. gestrickte Wollsachen sind dabei immer Teil meiner Schichtkonstruktion. Funktionsunterwäsche habe ich nicht, das brauche ich auch nicht, weil ich das Radfahren nicht als Sport betreibe, sondern halt, um überall hin zu kommen.

Ich trage Baumwollunterwäsche, langärmliges Shirt oder Karohemd, darüber dann Strickjacke oder Pulli, und darüber dann eine ganz dünne Wind/Regenjacke. Als Beinkleid tut es eine lange Leggings und darüber eine Cargo-Hose und bei Bedarf noch eine Regenhose darüber.

Ausserdem warme Mützen, warme Socken, warme Handschuhe und dicke Schals. Ich habe gerne Gore-Tex Schuhe, die wasserdicht sind. Auch die Regensachen sollten atmungsaktiv sein. Sonst schwitzt man zu krass. Aber auch wenn sie das sind, ist diese Atmungsaktivität kein Wunderwerk, gerade bei vielen Schichten wird’s schwierig.

Ich baue aufs langsam fahren: Der beste Schweiß ist der, der gar nicht erst entsteht! Also nicht zu warm anziehen (wenn man sich nicht bewegt, ist ganz leichtes frösteln okay) und nicht zu schnell sein, damit man nur ganz wenig schwitzt.

Darüber kann man dann noch eine Warnweste mit reflektierenden Streifen werfen, denn oft fahren die Leute im Winter und bei Dunkelheit nicht den Sichtverhältnissen angepasst und fahren einfach zu schnell. Und die ganzen Schönwetterradler*innen steigen wieder aufs Auto um, und dadurch sind mehr Motorisierte unterwegs.

Teechen

Es gibt Roibusch-Kräutertee „Lustgarten“ vom lokalen Tee-Dealer Bohea.

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Episode 140: Die Handarbeitshausaufgabe aus der Hölle

Heute geht es um Podcasts an sich, das Leipziger Wolle-Fest, die Knitty Frühling 2017, Webprojekte, spinnen für den Mindestlohn, und wie ich einer Kochsendung verfallen bin.

Die Audiodatei könnt ihr hier herunterladen:

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Shownotes

Housekeeping (00:00)

Ich habe mal bei Wikipedia nachgelesen, was eigentlich die Definition von Podcast bzw. Videopodcast ist. So richtig schlau bin ich daraus nicht geworden, aber interessant war: Podcast als Begriff gibt es seit 2004, der erste Videopodcast wurde 2005 gestartet. Davor gab es das Format zwar schon, es wurde aber „Audioblogging“ genannt. (Seit 2000)

Angela Merkel Videopodcastet seit 2006 jede Woche. Wusste ich auch nicht: Die Kanzlerin direkt. Barack Obama übrigens auch, obwohl ich nicht weiß, ob er’s jetzt immer noch tut.

Für neue Podcasts empfiehlt sich, neben ein paar technischen Sachen, die man auf die Kette kriegen muss, wirklich erstmal zu überlegen: Wie soll mein Podcast heißen, und was möchte ich dem Publikum präsentieren? Ich habe versucht, ein paar Ressourcen für neue Podcaster_innen zusammenzustellen, leider fand ich den guten Text nicht mehr, den ich damals, als ich angefangen habe, hilfreich fand. Aber gut, here we go:

  1. Podcasting for Beginners: The Complete Guide to Getting Started With Podcasts hier geht es um das Technische, aber auch ums Konzept und Drumherum, etwas, das wenige besprechen. Es geht um Dinge wie: Wie kann eine Struktur aussehen, der man folgen kann, wie oft nehme ich auf und wie lang sollten die Episoden sein.. etc.
  2. How to Podcast: A Beginners Guide To Podcasting – ein ganzes ebook von Colin Gray, etwas älter schon und nur für den Audiobereich geschrieben. Eher Technik und weniger konzeptuelles.
  3. Podcast „Der Lautsprecher“ zum Thema Sendungsplanung – obwohl Tim Pritlove und Co. hier erklären, wie man sich um die Shownotes kümmert, haben sie sich selber nicht um Shownotes für diese Episode gekümmert. Ich hatte noch keine Zeit, sie anzuhören, deswegen kann ich auch nicht sagen, was darin vorkommt. Tolle Wurst!

Gratuliere an Jessys Kreativtagebuch zum erfolgreich gestarteten Videopodcast- ich hab das in der Folge falsch gesagt, es sind noch keine 14 Folgen, aber immerhin schon 5.

Ausserdem erzähle ich ein wenig vom Wolle-Fest Leipzig und dem Team Yeti-Treffen. Danke an euch alle für das schöne Treffen! Bei Peter Locke von Wolle-Online habe ich mir eine Phang Spindel aus Birnenholz gekauft. Ausserdem habe ich mit Frieder Glatzer von Filzrausch.de über Wollfarben geredet. Gekauft habe ich mir NUR einen Strang Sockenwolle von Dibadu und zwei mit Pflanzenfarben gefärbte Sockengarne.

Eventhinweis: am 4. und 5. Oktober ist das Yarn Camp, ein Barcamp zum Thema Stricken in Frankfurt/Main. Leider habe ich zu spät aufgenommen, denn die zweite Ticketwelle war neulich am Sonntag, aber es gibt noch eine letzte Ticketwelle am 21.6., falls von euch welche Interesse haben.

Ausserdem bin ich jetzt auch auf Mastodon, das ist eine Art Alternative zu Twitter, das aber stärker gegen Hater vorgeht und dezentral organisiert ist. Ich bin momentan @distelfliege@mastodon.network

Stricken (20:13)

Was ich grade mache: Bei MMM2017 habe ich das Laminaria nicht geschafft, weiterzustricken. Ausserdem habe ich den Swallowtail nicht angeschlagen. Dafür ist das Aurinko fertig gestrickt und die Socken „Brüsseler Spitze“ sind auch fertig. (Stephanie van der Linden: Socken aus aller Welt). Angeschlagen habe ich „Sam“ Socken von CookieA aus dem Buch „Sock Innovation“.

Knitty: 

  • Die Titelmütze von Sabrina Schuhmacher ist toll.
  • Stripodot Socken – for real? Wieso stricke ich Colorwork, wenn es hinterher so aussieht, als wäre die Socke einfarbig? Verhältnis von Aufwand zu Ergebnis ist schlecht! (Das erinnert mich an die Handarbeitsaufgabe meiner Nichte, die absolut aus der Hölle ist)
  • „Bright Stairs“ ist ein Muster von Vithard, der „The Prince of Knitting“ genannt wird und Juror bei einer Strick-Fernsehshow (das gibt es??!?) namens „The Great Knit Off“ ist.
  • Checkered Raglan: Leider wieder so ein Pulli, wo der Ausschnitt einfach so weit ist, dass man obenrum nackig ist, und wenn mir so warm ist, dass ich das möchte, trage ich im allgemeinen keinen Pulli.
  • Recital: Die Vorderseite ist quer gestrickt und die Rückseite von unten nach oben. Interessante Konstruktion.
  • Blurred Lines wurde von LA’s schnellster Strickerin, Krista Ann, für eine TV-Show entworfen. Sie hat das Muster dann bei der Knitty eingereicht.

Insgesamt reißt mich nichts vom Hocker bis auf die Titelmütze. Dafür könnte ich das Garn vom Faser-Sockenwoll-Adventskalender verwenden!

Weben (31:20)

Mein Webrahmen lag jetzt über ein Jahr unter dem Schrank. Ich habe mir für meinen No-Name-Rahmen Kromski Zubehör bestellt, nämlich feinere Kämme und Halterungen für die Kämme. Als ich die Haltungen anbringen wollte, stellte ich fest: Es passt ohne Modifikationen, ich konnte sofort alles einfach anschrauben! Jetzt habe ich bespannt mit Kromski Kämmen auf einem Nicht-Kromski-Rahmen. Cool!

Ich verwendete die Warping Peg Methode, die Tim Horchler hier erklärt (Youtube Video)  – es geht aber auch mit Warping Board, ich habe mir selbst eins auf der Rückseite meines Webrahmens gebaut.

Spinnen (42:00)

Ich und Jules vom Spektralfadenpodcast haben ein Experiment gemacht – wir wollten rausfinden, ob wir ein Garn spinnen können, das 35 Euro kostet, und für das Spinnen auf den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland kommen.

Ich habe 300m zweifädiges Garn herausbekommen mit dem Schacht Reeves in der Übersetzung 30:1 gesponnen. Die Materialkosten von 4 Euro waren schon inklusive, ich habe Merinowolle naturfarben verarbeitet.

Der Hashtag zum nachlesen auf Instagram und Twitter ist #35eurowolle

Es gibt einen Videokurs von Abby Franquemont „Get more spun: Spinning for Sale“ 

Was ich grade toll finde (51:30)

Ich schaue grade die Reality Show „Hell’s Kitchen“ mit Gordon Ramsay. Das ist eine Kochsendung, wo professionelle Köch_innen sich um einen Chefkochposten bewerben, und in einem Wettbewerb immer mehr Leute ausgesiebt werden, bis die beste Person übrig bleibt. Ramsay ist eine kontroverse Persönlichkeit, und definitiv auch ein Arschloch, aber in mir bringt der einfach so die Liebe und Leidenschaft fürs Handwerk wieder so raus. Weil das hat er definitiv. Und ich auch, ich bin ja von Beruf Bäckerin.

Politschwafel (59:00)

Im Moment läuft eine Urgent Action von Amnesty International zur Situation von schwulen Männern in Tschetschenien, wie ihr vielleicht erfahren habt, ist dort eine Verfolgungswelle im Gang und viele müssen aus dem Land fliehen. Die UA läuft noch bis Mitte Mai, und es wäre gut, wenn sich möglichst Viele bis dahin daran beteiligen.

Urgent Action Tschetschenien – LGBT entführt und getötet – Russische Föderation

Teechen (1:00:31)

Ich trinke gerade vom Lidl „Darjeeling Bio“ Schwarztee in Beuteln. Ganz einfach, aber schmeckt!

Viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

 

Episode 110: Jahresrückblicksverlosung

Heute geht es um ein paar aktuelle Strickprojekte, Spinnen, ein Webbuch, um meine Erfahrungen mit Kochen nach einem vorgefertigten Speiseplan, tolle Aquarellfarben und ein Teechen gibt es auch.

hourly comic day
Bild: Hourly Comic Day 1.2.2015 – eine von zwei Comicseiten, die ich gezeichnet habe anstatt an diesem Tag einen Podcast aufzunehmen ;)

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sollte der Browser vermelden, die Datei sei beschädigt: Keine Sorge, ist sie nicht. Es ist dann nur das Format, was nicht verstanden wird.

Die Shownotes:

Housekeeping
Ich bedanke mich bei euch allen fürs flattren, kommentieren und diskutieren!
Für Facebooknutzer_innen habe ich eine alte Jux-Seite, die ich mal angelegt habe, umfunktioniert zur Podcast-Ankündigungs-Seite:
Fans of the Ballwinder <– diese Seite könnt ihr gern liken! Dort kündige ich dann meine Podcasts an.

Stricken

Ich habe fertig:
– Ringelsocken aus 6fädiger Sockenwolle „Stripemania“, die sehr viel Spass gemacht haben zu stricken.
In Arbeit:
der zweite Ribby Cardi aus grauem rauhwolligen Pommernschaf, das ich vor einiger Zeit gesponnen habe.
Walnut Waffle Socks nach dem Muster „Minecraft Socks“ und mit von Tini pflanzengefärbtem Sockengarn.

Spinnen
Ich rede schon beim Stricksegment etwas über das Pommernschaf, und dass es viele Grautöne im Vlies hat, und dass die Wolle nicht lichtecht ist. Hier ist eine Webseite über diese Schafrasse.
Ausserdem frage ich mich, ob das Kardieren mit Handkarden wirklich so viel zeitaufwändiger ist als das Kardieren mit einem Drum Carder (Kardiermaschine). Ich rede über unnötige Arroganz gegenüber Wollverarbeitsungsmethoden.
Ich habe eine „Pünktchenwolle“ gesponnen und überlege, ob ich noch was nachbestellen soll, oder die kleine Menge so klein lassen. Die Wolle gibt es bei Wollknoll als „Pünktchenwolle“ und es ist neuseeländische Schafwolle im Vlies mit Baumwollpünktchen.
Ausserdem wurde unser versponnener Salon 5 Jahre alt und ich erzähle ein bischen davon. Die dazugehörige Gruppe auf Ravelry ist „Berlin spinnt„.
Dass Gigi von den Knitmore Girls dachte, ich würde 2015 jeden Tag 15 min. spinnen, spornt mich irgendwie an und ich spinne generell wieder mehr.

Weben
Ich bespreche auf äusserst unprofessionelle Art und Weise :D das „Weavers Idea book – creative cloth on a rigid heddle loom“ von Jane Patrick.

in Aktion
Es gab sage und schreibe 42 faserverrückte Jahresrückblicke!
Der Random Number Generator hat gesprochen und eine Person hat gewonnen und darf sich aussuchen: Soll ich dir einen Projektbeutel nähen? oder eine Stricknadelrolle? Und auch die Farbe darf gewünscht werden. Ich verpasse heisse Ohren auf Ravelry.

urbane Selbstversorgung
Ich koche seit 1,5 Wochen jeden Tag! Nach einem Speiseplan! Das funktioniert super gut und es macht auch Spass. Inspiriert dazu wurde ich durch diese Familie, die einen „ewigen Speiseplan“ hat, und wie meiner aussieht, habe ich in meinem Ex-Podcastblog und meinem jetzigen Privatblog berichtet. (Falls ich schon mal das Thema hatte, dann entschuldigt bitte, aber jetzt ist es mit eigener Erfahrung immerhin unterfüttert!)

Was ich grade toll finde
Ich habe mir Igor Trestoi Wasserfarben gekauft. Auf Empfehlung von Jademond.
Und was soll ich sagen: Ich finde, sie sind für das Geld, was sie kosten, richtig richtig super. Richtige Wasserfarben für wirklich günstig!

Teechen
Es gibt „Ägyptischer Amun“ von Meßmer. Das ist ein Tee in Beuteln.
Schmeckt lecker, riecht ein bischen streng. (Näheres im Podcast, haha)

Viel Spass beim Anhören, eine faserverrückte Zeit und STricken ohne Tränen!

Episode 109: Heute unterdrücke ich mich mal selbst!

Heute geht es um das sTricken von Sweatern in der Runde vs. in Einzelteilen, es gibt Politschwafel über verinnerlichte Unterdrückung, dann Spinnen und Kardieren, Art Journaling, Graffiti, Weben, Fragen und Antworten im Internet und ein Teechen.

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Die Shownotes

Housekeeping
Vielen Dank für die Kommentare und das Flattren! Leider zeigt Flattr gar nicht mehr an, wer das war, deshalb nicht namentlich.
Noch ein paar Tage Zeit, um beim Faserverrückten Jahresrückblick 2014 mitzumachen! Am 31.1. lose ich aus, zu gewinnen gibt’s ein genähtes Goodie von mir, eine Stricknadelrolle oder einen Projektbeutel.

Ich flattere momentan:

Stricken

Ich stricke Vanilla Ringelsocken aus Regia Stripemania 6fädig. Dabei habe ich ein Afterthought Heel gestrickt und eine Propellerspitze. Beides habe ich aus dem Buch „Der geniale Sockenworkshop“ von Ewa Jostes und Stephanie van der Linden. Eine gute nachträgliche Ferse gibt es aber auch kostenlos und auf englisch bei dem Strickmuster „Mojo Socks“.
Ausserdem stricke ich den Ribby Cardi von Chic Knits (Bonne Marie Burns) aus selbstgesponnenem Pommernschaf.
Ich rede über Gründe, wieso Sweater in der Runde oder in Teilen gestrickt werden. Erwähne Elisabeth Zimmermanns Buch „Knitting Without Tears“ und darin den „Phoney Seam“.

Politschwafel

Hier geht es um die Frage, wieso die Strickmuster von Frauen auf Ravelry weniger Geld kosten wie vergleichbare von Männern. Angiie hatte sich das in ihrer 6. Folge gefragt.
Ich rede über verinnerlichte Unterdrückung und verinnerlichte Rollen, das sind Regeln und Verhaltensgebote, deren Einhaltung von den einzelnen Menschen normalerweise unbewusst und andauernd bei sich und anderen durchgesetzt wird. Wir unterdrücken uns selbst, aber bestrafen auch Menschen, die von der „Norm“ abweichen, mit Mikroagressionen:

Microagression Theory (englisch, Wikipedia)
21 Microagressions you hear on a daily basis (Buzzfeed)
http://www.microaggressions.com
Handarbeits-Bullshit-Bingo von Ella

Also, im Prinzip sage ich nicht, wir unterdrücken uns selbst, sondern dass die Mechanismen mit denen wir „auf Linie“ gebracht und gehalten werden, klein und subtil sind, und es die Häufigkeit und Regelmässigkeit der Aggressionen ist, die ihre Wirksamkeit ausmachen. Und wenn dies dann noch mit verinnerlichten Rollenbildern zusammenkommt, haben wir da einen Gender Pay Gap, wo keine_r weiss, woher das auf einmal kommen soll.
(Hier merke ich wieder mal, dass ich schriftlich in den Shownotes besser formuliere als live im Podcast, und die Sachen auch viel besser auf den Punkt bringe. argh.)

Spinnen
Ich habe Mohair im kurzen Auszug gesponnen, das ist nun fertig.
Jetzt habe ich handgefärbtes Wensleydale gesponnen, das mir Theresa aus Kalifornien geschickt hatte. Das hatte ich zusammen mit Merino und Seide zu Batts kardiert. Ich bin kein Fans von Rolags.
Kennt ihr Kardier-Tutorials abgesehen von diesen:
Rexenne (youtube Video zu Teil 1, die anderen Teile könnt ihr dort auch noch finden)
Chantimanou (Youtube Video)
und könnt sie mir empfehlen?

In Aktion

Tubularity KAL: Wieso macht niemand mehr was? Hopp HOpp :D
15 Punkte für 2015: Es gibt schon einige FO’s und viel Inspiration! Ich habe auch schon Garn fertig, muss es aber noch knipsen und posten.

Art Journaling

der Lifebook 2015 Kurs bei Willowing macht total Spass. Die letzte Lektion war von Joanne Sharpe und es ging um Lettering, und sie arbeitet, was mir einfach liegt, mit Wasserfarbe.
Ich hab Probleme mit Lettering und bin deshalb schon an einer Laufbahn als Graffiti Artist gescheitert.
Es geht kurz um Graffiti und hier gibt es eine tolle Webseite dazu:
Art Crimes

Weben

Mein kleiner Teppich (30x80cm) ist fertig, und nun muss ich noch mehr in der Richtung weben, damit ich dann die Teile zu einem grösseren kleinen Teppich zusammennähen kann.

Was ich grade toll finde

Leute im Internet fragen zu können, wenn ich irgendetwas wissen will und nicht genug dazu weiss, um es googlen zu können.
Dazu gibt es ein paar kleine TiPs für Tips geben im Internet:
a) Bin ich überhaupt wissend?
b) Was ist denn überhaupt gefragt?
c) kenne ich vielleicht jemand, der_die sich damit auskennt?
d) bitte nicht irgendwelche total vom Thema abweichenden Tips, die du empfiehlst weil du das grade toll findest.

Btw: diese Frageportale sind doch total unbrauchbar, oder?

Teechen

„Zeit zu Wärmen“ von Lebensbaum aus dem „100 Dinge Paket“.

Viel Spass beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!