Episode 152: Resisting Influence

Heute geht es nochmal um Influencer auf Social Media, denn ich habe mich gefragt: Wieso ist es für uns eigentlich so selbstverständlich geworden, dass wir Influencer-Marketing ausgesetzt sind? Dann mache ich einen Faserverzückten Jahresrückblick auf mein Crafting-Jahr, Erzähle was ich so stricke und spinne, und es geht weiter mit dem Nachhaltigkeitsthema, nämlich dem Aluminium-Recycling und Aluminium in Deokristallen.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Ich bin jetzt auf einem Podcasterinnen-Verzeichnis vertreten, nämlich podcasterinnen.org – das ist für Frauen und nichtbinäre Personen, die podcasten. Da ich in die sonstigen Verzeichnisse mit meinem Strickpodcast nie reingekommen bin, freue ich mich, dass es ein Verzeichnis gibt, wo Menschen nicht wegen ihres Nichtkonformgehens mit „Cooler-Netzhecht“-Normen von vornherein abgelehnt werden, und wo diese Menschen mit ihren Podcasts präsentiert werden. Eigentlich geht es darum, Podcaster_innen vorzustellen, die für Vorträge, Interviews etc angefragt werden können, aber ich habe mich da trotzdem eingetragen, obwohl ich nicht vorhabe, Vorträge zu halten oder Interviews zu geben. (Na gut, letzteres evtl. schon, es kommt darauf an, wo). Wenn Du auch kein Internet-Topchecker-Kerl bist, sondern vielleicht gar eine Frau oder nichtbinäre Person  und podcastest, dann lass dich doch auch da eintragen!  Entgegen meinem im Podcast verkündeten Informationsstand hat auch Damnedsnob dort ein Profil, was ich sehr gut finde!

Internet-Politschwafel (00:07:40)

Letztes Mal habe ich übers Influencer-Marketing und das Gerichtsurteil gegen Vreni Frost geredet, und davon, dass ich nicht denke, wir müssen jetzt alle unsere Postings auf Social Media als Werbung bezeichnen. Heute will ich das etwas weiterführen.

Ich denke nämlich, dass Solidarität mit gewerblichen Influencer_innen, die ihre Werbepostings nicht als solche kennzeichnen, fehl am Platz ist.

Denn wem nützt und schadet Influencer-Marketing eigentlich? Influencer-Marketing ist doch nichts anderes, als dass Firmen ihre Werbung als vermeintliche positive Meinungsäusserung vermeintlicher Privatpersonen tarnen. Das kommt gut an, das verkauft sich gut, das bezieht seine Zugkraft aber letzten Endes aus der Täuschung der Konsumierenden.

Firmen benutzen die Unklarheit, ob Influencer als Privatpersonen oder gewerblich im Netz posten, um etwas, das eigentlich schnöde Werbung ist, aussehen zu lassen wie erfreuliche Mundpropaganda. Und wenn diese Werbung nun deutlich als solche gekennzeichnet werden muss, ist das für die Firmen natürlich schlechter.

Ich als potentielle Konsumentin möchte aber, dass Werbung gekennzeichnet ist. Ich möchte ja unterscheiden können, ob Leute etwas privat empfehlen, oder ob Leute gewerblich unterwegs sind, um gegen Bezahlung oder andere Gegenleistungen Produkte anzupreisen.

Ich gönne Influencer_innen ihren Verdienst! Ich habe nichts dagegen, wenn sie durch Produktanpreisungen auf Social Media Geld verdienen. Aber es sollte dann eben als Werbung gekennzeichnet sein. Und bitte nicht auf dem Rücken von einfachen Privatpersonen.

Mir wurde gesagt, ich sei auch ein Influencer, allein durch mein podcasten. Dazu kann ich nur sagen: Nur weil ich eventuell Influencer bin, bin ich noch lange nicht in Influencer-Marketing involviert. Ich nutze meinen Content und meine Reichweite nicht, um zum Kauf von Produkten anzuregen, und wenn ich das täte, dann sollten die Firmen mich dafür bitte auch bezahlen, und dann würdet ihr darüber informiert werden.

Und da kommen wir zu einem weiteren Punkt: Wenn wir von den Firmen für Empfehlungen und Produkterwähnungen nicht bezahlt werden, wieso machen wir es dann überhaupt? Warum dienen wir unseren Content großen Konzernen überhaupt an? Wenn wir erzählen, was wir für ein Zeug gekauft haben, z.B. müssen wir denn dann gleich einen Link auf den Shop einer großen Marke platzieren und dieser Marke kostenlos Käufer_innen zuführen? Ich finde, das muss nicht sein. Und wenn wir etwas empfehlen und direkt verlinken, wäre es dann nicht viel schöner + besser, wenn wir kleine Indie-Dyer, Yarnies, Kleinbetriebe und coole Projekte empfehlen?

Think before you link!

Urbane Selbstversorgung (00:17:00)

Ich bin nach jetzt ungefähr 6 Wochen noch immer motiviert am Plastikvermeiden und Müll reduzieren. Es ist ja auch grade sehr in. Das hilft immens!

Rezept für Kokosmilch, selbstgemacht aus Kokosnuß: 

Ich habe neulich selber Kokosmilch aus Kokosnüssen selbst gemacht. Das geht nicht schwer, wobei das verarbeiten einer ganzen Kokosnuss schon Arbeit macht. Ich habe das Kokosfleisch, das Kokoswasser und 1 L Leitungswasser in den Mixer getan und so lange gemixt, bis ich dachte, feiner wird es nicht mehr. Dann habe ich es mit einem einfachen Küchensieb abgesiebt. Das Kokosmus, das übrig bleibt, habe ich dann in ein Curry getan, was sehr lecker war. Ich frage mich jedoch, wo ich am besten mit der Nußschale hin soll – für den Kompost ist sie zu sperrig und für den Restmüll viel zu organisch. Wisst ihr da etwas? Und stimmt es eigentlich, dass man verbrauchte Blumenerde nicht kompostieren soll?

Noch ein Rezept für selbstgemachten Vanillezucker: 

Ausserdem habe ich selber Vanillezucker angesetzt. Dazu packt man einfach eine Schote echte Vanille in ein Schraubglas mit Zucker, und nach wenigen Tagen ist der Zucker aromatisiert. Den Zucker kann man immer wieder nachfüllen, das hält bei manchen Leuten dann schon Jahre. Die Schoten kamen in einem Plastikröhrchen mit Stopfen, das werde ich auch weiterverwenden, nämlich als Gewürzbehälter für unterwegs.

Dann hab ich mir jetzt so ganz leichte Gemüsenetze gekauft, ein Netz wiegt nur 10 Gramm. Das ist natürlich cool beim Einkauf von losem Gemüse.

Mein Thema heute soll aber das Aluminium sein. Ich bin nämlich mal wieder daran gescheitert, Teelichte ohne Aluminium zu bekommen, die auch bezahlbar sind. Unverpackte Teelichte sind nämlich sehr teuer und auch nur über den Versandhandel zu bekommen.

Alu-Teelichte kosten 1,50 pro 50 Stück. Paraffin-Teelichter ohne Aluhülle kosten 7 Euro für 50 Stück, und die günstigsten Bienenwachsteelichter kommen auf 25 Euro pro 50 Stück. Und das ist mir ehrlich gesagt zuviel zu bezahlen.

Dann habe ich mich gefragt, ob Aluminium nicht so schlimm ist, weil es ein Stoff ist, dessen Recycling sich finanziell/wirtschaftlich wirklich lohnt, und daher wird das auch gemacht. Ich war immer etwas skeptisch, weil Glas und Papier separat gesammelt wird, Aluminium aber nicht. Wie bekommt man dann so kleinen Kram wie Teelichthüllen und Joghurt-Deckel aus dem Gelben Sack-Müll wieder raus?

Der Clou heisst: Wirbelstromprüfung.  Dabei erzeugen rotierende Spulen ein Magnetfeld, und je nachdem, welche Materialien durch das Magnetfeld fahren (z.B. auf einem Förderband) „antworten“ sie verschieden auf das Magnetfeld. dadurch kann Aluminium recht einfach aussortiert werden. Allerdings müssen Stoffe voneinander getrennt werden. z.B. sollten Joghurtbecherdeckel vom Becher abgemacht werden. Und Verpackungen sollten nicht ineinander gestapelt oder zusammengepresst sein. Hilfreich sind da auch die Webseiten der regionalen Entsorgungsbetriebe, bei uns z.B. die BSR.  Sie beschreiben auf ihrer Seite, wie man Müll richtig entsorgt. Was ich auch nicht wusste, war, dass beim Altglas auch die Deckel abgemacht werden sollten. Eigentlich logisch, aber ich habe das bisher einfach nicht gemacht.

Für mein Teelichtproblem habe ich das jetzt so gelöst, dass ich die große Teekanne nicht mehr für mich alleine benutze, sondern eine kleine Kanne, die ich leer trinken kann, bevor der Tee kalt ist. Für die große Kanne werde ich mir ein Tea Cozy stricken, und sie dann benutzen, wenn mehrere Leute da sind und sie daher entsprechend schneller leer wird. Eine Packung Teelichter habe ich noch, die werde ich dann ganz bewußt aufbrauchen, damit sie auch lange hält.

Im Teil 2 zu Aluminium geht es um sogenannte „Deo-Kristalle“. Sie bestehen aus Alaun, genauer gesagt Aluminium-Ammonium-Sulfat.  Das sind Aluminiumsalze und damit stehen auch Deokristalle im Verdacht, möglicherweise an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt zu sein. Noch gibt es dazu keine Studien mit Menschen, sondern nur mit Zellen in Petrischalen, aber um auf der sicheren Seite zu sein, benutzen viele Menschen keine Deos mit Aluminium mehr, und wer darauf verzichtet, sollte auch auf den Deokristall verzichten. Jules hat mir eine Episode des englischsprachigen Videocasts „Dunkelgrün“ empfohlen, wo es um Alaunbeizen und Aluminium-Toxizität geht.  Ich werde meinen Deokristall als Wollbeize verwenden, denn als Wollbeize werden die Aluminiumsalze gebunden und sind keine freien Moleküle mehr, die in den Körper gelangen können.

Stricken (00:37:18)

Ich habe all meine Projekte zu Ende gestrickt, die ich bis Ende 2018 geschafft haben wollte. Gerade habe ich noch schnell eine bunte „Wurm“ Mütze angeschlagen, die ich einem Bekannten von mir, der Bauer ist und mir auch hin und wieder Schafsvliese zum Spinnen schenkt, schenken will.

Meine Broad Street Mittens sind fertig (beide Paare), meine Travelling Leaf Socks ebenfalls, und dann habe ich schnell noch ganz einfache Armstulpen aus dicker handgesponnener Wolle gestrickt. Es gibt ein Muster, das so ähnlich aussieht, es heisst „Toast“ und obwohl das nur ein einfacher Schlauch aus 2 Links, 2 Rechts ist, kostet das Muster inzwischen 4,76Euro auf Ravelry, haha! Früher war das mal für lau, glaube ich, aber ich bin mir nicht sicher.

Spinnen (00:43:08)

Ich habe ja 2018 kaum gesponnen, und das soll sich 2019 ändern. Deshalb habe ich mich in der Gruppe „Spinnernetz“ angemeldet und möchte bei deren „Garncamp“ mitmachen, wo übers Jahr monatlich bestimmte Techniken aus dem „Spinners Book of Yarn Designs“ von Sarah Anderson nachgesponnen werden. Ich freue mich schon darauf!

Ausserdem verschenkt eine Freundin von mir mein erstes Spinnrad, ein „Wernekinck Edam“. Wer das Rad möchte, kann es in Leipzig abholen. Den Kontakt kann ich herstellen, bitte mir eine Mail schreiben an urbanespinnstube (at) gmail (dot) com.

Faserverzückter Jahresrückblick (00:47:00)

Wer auch einen machen möchte, findet hier die Fragen!  

Meine Projekte 2018

Ravelry hat ja schon seit einiger Zeit so eine praktische „Challenge“ Funktion, das ist ein Menüpunkt auf der Projektseite ganz oben rechts. Ich habe 2018 eingegeben, wieviele Projekte ich fertig bekommen möchte, und dann konnte ich in meiner Queue auch bei den Projekten angeben, wann ich sie beendet haben möchte, dann erscheinen sie mit dem Datum auf der Challenge-Seite.

Die Seite sagt mir, dass ich 2018 21 Projekte fertig gestrickt habe, und davon waren 12 Geschenke an andere, und 9 Projekte waren für mich. Mein größter Erfolg war es, das Laminaria, was seit 2016 in Arbeit war, zu Ende zu stricken, es ist super schön geworden. Ich habe es verschenkt, und dann habe ich noch zwei andere Lacetücher gestrickt, ein Torreyana und ein Spring Thaw Shawl, beide waren auch Geschenke. Ich hatte keine Lieblingsdesigner_in, ich hab eher so alte Klassiker gestrickt. Bei Events war ich auch kaum, bis auf das Yeti-Treffen zur „100% Wolle“ Ausstellung in Berlin, das war sehr schön. 2019 würde ich gerne etwas größeres anfangen, einen Pullover oder eine Strickjacke. Ob ich das fertig bekomme, weiß ich nicht, aber ich will auf jeden Fall so etwas anfangen.

State of the Stash

Jaaa – ich habe es geschafft! Ich habe 2018 nichts gekauft, gar nichts! Trotzdem habe ich mein Ziel, meinen Stash dieses Jahr mal zu verkleinern, nur ganz knapp erreicht, weil ich durch Korrekturen im Frühling 2018 feststellen musste, dass ich 6000 meter Garn mehr besitze, als ich zuerst annahm. Dafür werde ich 2019 es viel einfacher haben, meinen Stash zu verkleinern. Jawoll. Eine Freundin will ein No-Buy-Year machen und war von diesem Youtube Video inspiriert.

3 Schöne Dinge
  • meine beiden großen Radtouren
  • das Iron Maiden Konzert, echt ein Erlebnis!
  • Das kulinarische Freßweihnachten dieses Jahr
3 nicht so schöne Dinge
  • eine verlorene Freundschaft und damit verbundener Streß
  • eine schwere Erkrankung in der Verwandtschaft
  • zuviel gearbeitet
Buch, Film, Serie des Jahres

Ich habe kein Buch und keine Serie, aber ich war mal wieder im Kino und habe mir „Der Junge muss an die frische Luft“ angeschaut, ein Film über Hape Kerkelings Kindheit, der war toll, sehr süß und auch traurig. Ich habe die ganze Zeit geheult. ;)

Musik/Album des Jahres

Ich bin immer noch Metalhead und sage mal, das neue Album von Aborted „Terrorvision“.

Motto 2018/2019

Ich kann mich an mein Motto 2018 nicht mehr erinnern, daran kann man sehen, dass es damit nicht so gut geklappt hat, und daher nehme ich mir für 2019 gleich gar nichts vor. Ich lasse alles mal auf mich zukommen!

Wo ihr mich auf Social Media und im Fediverse findet:

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Episode 151: Endlich wieder Plastikfrei!

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Shownotes

Housekeeping und Social Media Neuigkeiten: (00:00:00)

Vielen Dank für euer Feedback für die letzte Episode!

Ich habe die letzten Jahre immer am Jahresende einen faserverzückten Jahresrückblick ausgerufen, mit Verlosung, und dieses Jahr werde ich das nicht machen. Aber es wird trotzdem einen geben, den gibt es dann einfach als Podcast- und Blogstöckchen für alle, die es für sich machen wollen. (Der Link führt zum Ravelry Forum, wo ich einen Thread dazu eröffnet habe).

Ich bin wieder bei Instagram. Manche Kontakte würde ich sonst verlieren, wenn ich nicht wenigstens auf einer Plattform des Facebook Konzerns aktiv bin. Dafür hat mir Mannisdottir den super Tip gegeben, wie man Instagram am Rechner vorgaukelt, ein Mobiltelefon zu sein.

Disclaimer: Ich mache hier keine Rechtsberatung, ich gebe nur meine Meinung weiter, und erzähle, was ich bis hierhin erfahren habe zu dem Thema:

Zur Werbung auf Social Media: Wir haben das im Podcasting auf deutsch–Forum diskutiert. Die Bloggerin und Influencerin Vreni Frost hat in einem Post eine Marke verlinkt und erwähnt, darauf wurde sie abgemahnt, ging vor Gericht und hat verloren.

Danach gab es viel Panik, dass nun niemand mehr sicher sei, wenn wir Produkte auf Social Media erwähnen. Auch bei uns Podcastenden. Ich erzähle vom früheren Fall  „Landgericht Hamburg“, das angeblich entschieden hatte, dass alle für die Inhalte der Seiten, die sie verlinken, verantwortlich seien, es sei denn, sie würden sich davon distanzieren. Damals war auch viel Panik und alle setzten diese Disclaimer auf ihre Webseiten, dabei hatte das Landgericht Hamburg etwas ganz anderes entschieden: Jemand hatte mit dem Mittel kuratierter Links eine Webseite geschaffen, die jemand anderen schädigt, und dies geschah durch das Sich-Zueigenmachen der verlinkten Inhalte und deren Zusammenstellung. Gewöhnliche Links waren von dem Gericht nie gemeint.

Ähnlich war das mit dem Fall von Vreni Frost: Ein Gericht hat geurteilt, dass sie als gewerbliche Influencerin* mit einem Post ein geschäftliches Interesse verfolgte, obwohl sie keine konkrete Gegenleistung für den Post erhalten hatte.  Das heißt jetzt für mich, dass ein Gericht bei einer Privatperson, die keine Kooperationen mit Firmen eingeht und nur über ein selbst gekauftes Produkt redet, wahrscheinlich nicht genauso urteilen würde. (Garantiert ist natürlich nix) Hier gibt es das gesamte Urteil mit Begründung zu lesen.  Ist spannend!

Vreni Frost zeichnet auch nicht deshalb seither all ihre Posts als Werbung aus, weil sie Angst hat, sonst wieder abgemahnt zu werden, sondern als politische Aktion/Demonstration, die zeigen soll, wie sinnlos es im Sinne des Verbraucher*innenrechts wäre, , wenn Leute nun _alles_ als Werbung kennzeichnen würden. Das entnehme ich den kämpferischen Posts auf ihrem Blog. Ich kann das mitmachen, wenn ich es sinnvoll finde, (z.B. mit dem Hashtag #weilalleswerbungist), aber ich kann es auch lassen, ohne mich in große Gefahr zu bringen.

Hier gibt es noch einen Artikel, der meiner Ansicht nach die Aufregung um das Urteil etwas auf den Boden der Tatsache holt: „Absurdes“ Instagram Urteil gegen Vreni Frost? So einfach ist das nicht!

Die Landesmedienanstalten haben nun auch ihren Leitfaden von 2015 aktualisiert, hier findet ihr den aktuellen „Leitfaden zu Werbekennzeichnung auf Social Media Angeboten„.

Nun endlich zum..

Stricken (00:16:58)

Ich stricke gerade die Broad Street Mittens von Janis Cortese aus handgesponnenem Garn, und ich liebe sie so arg, dass ich schon am zweiten Paar bin. Das erste geht bald auf die Reise, das zweite wird für mich sein.

Davor hatte ich das #Novickel Projekt fertiggestrickt, es wurden BFF Socks von Deby Lake und Handstulpen für eine Freundin.

Ausserdem habe ich noch den „Schwarzen Öko-Kolben“ gestrickt, eine Mütze aus dickem, selbstgesponnenem Garn, das eher rustikal ist. Deshalb habe ich die Mütze noch mit Fleece gefüttert. Das Muster war „Dylans Beanie“ von Wooly Wormhead.

Jetzt habe ich ausser den Handschuhen nur noch die „Travelling Leaf Socks“ von Claire Butler in Arbeit, hoffentlich schaffe ich diese noch dieses Jahr zu beenden.

Meine Stashverkleinerung 2017 scheint zu klappen, aber nur, weil ich ein wenig schummle, aber ich bin auch beschummelt worden: Im Februar habe ich einigen Stash in meiner Ravelry-Datenbank von „Trade/Sell“ zurück gestellt auf „In Stash“ und musste feststellen, dass mir dann das Garn zum Stash dazu gezählt wurde. Ich hatte es lang vorher erworben, aber es war nicht gezählt worden, als ich es als „Trade/Sell“ deklariert hatte. Ich habe jedenfalls 2018 nichts gekauft und viel gestrickt und trotz Tour de Fleece und ein paar Garngeschenken sollte ich eigentlich ganz schön im Minus sein. Ende des Jahres ist Kassensturz.

Ausserdem habe ich mein 10 Jähriges Strickjubiläum gehabt! am 27.11.2008 habe ich mit dem Stricken angefangen, um meine Hände zu beschäftigen, weil ich damals kurz vorher aufgehört hatte, zu rauchen. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens!

urbane Selbstversorgung (00:30:50)

Ich versuche mal wieder (seit ca. einem Monat) möglichst plastikfrei zu leben. Mein erster Versuch war vor einigen Jahren, inzwischen ist es ja auch ziemlich in, und fällt daher schon leichter, weil sich manche Geschäfte darauf schon langsam einstellen.

Was ich früher nie geschafft habe, war Käse unverpackt zu bekommen. Inzwischen packen sie mir den Käse auf dem Wochenmarkt und in einem kleinen Bioladen in meine eigenen Gefäße. Essig und Öl bekomme ich bei „vom Faß“, aber da ist es ziemlich teuer, finde ich.

Mehl, Zucker, Salz, Saaten, Nüsse etc. kann ich aus unserer Bäckerei unverpackt bekommen, bzw. fülle es mir selber aus dem 25kg Sack ab und bezahle das dann nach Gewicht. Nudeln mache ich inzwischen selbst, weil ich eine Abneigung habe, Markenprodukte kaufen zu müssen, und den teuren Namen zu bezahlen, weil nur Markennudeln im Karton erhältlich sind.

Ricotta und Pflanzenmilch wird auch selber gemacht. Rezept für Pflanzenmilch + Rezept für Ricotta (sorry, amerikanische Maßeinheiten, it’s a pain in the ass).

Milch + Joghurt bekomme ich von regionalen Molkerien in Glasflaschen.

Gemüse, sollte man meinen, gibt es eh lose, aber in den letzten Jahren sind Gemüse in Supermärkten so oft in Plastik eingepackt. Deshalb muss ich auch das zunehmend auf dem Wochenmarkt kaufen.

Süßigkeiten müssen auch meistens selbst produziert werden, weil es die schwerlich unverpackt fertig gibt.

Waschpulver gibts im Karton. Linsen und Bohnen etc werde ich zukünftig im Unverpackt-Laden kaufen, der ist eigentlich nicht so geeignet für den täglichen Einkauf, weil er nicht in meiner Nachbarschaft liegt. Aber auf dem Heimweg von der Arbeit kann ich ihn mit geringem Umweg per Rad erreichen.

Was ich noch in Plastik kaufen muss: Katzentrockenfutter. Die Katze frisst das Futter im Karton nicht. Und Zahnputzprodukte, weil ich eine elektrische Zahnbürste habe und die auch weiter zu benutzen gedenke.

Ich denke aber nun nicht, dass Zero Waste die Welt rettet und dass es gut ist, die Verantwortung auf so eine Weise auf die Verbrauchenden abzuwälzen.  Und wir dürfen nicht vergessen, dass sich nicht alle diesen Lifestyle Konsum leisten können. Ökologisch wird sich erst was bessern, wenn wir auch Druck auf Politik und Firmen ausüben, nicht nur durch individuellen Verzicht. Aber Verzicht ist es für mich eigentlich nicht:

Dieses Zero Waste ist für mich eine krasse Bewusstseinsübung, mir kommt es fast vor, als sei ich aus einem zerstörerischen Karussell ausgestiegen. Von überall her bekommen wir Plastik reingestopft, und werden mit Konsum zugeschmissen, und jetzt, wo ich Konsum gut überdenken und planen muss, merke ich, dass ich doch weniger kaufe und konsumiere. Dadurch gebe ich tatsächlich nicht mehr Geld als vorher aus, obwohl die Lebensmittel deutlich mehr kosten.  Ich mache mehr selbst, das bringt Entschleunigung und ungeahnten Lebensgenuß.

Tortellini mit Spinat und Ricotta Füllung

Deswegen kommt es mir vor, als würde ich im Luxus schwelgen. Ich merke schon, dass ich jetzt auch eine bessere Qualität von Lebensmitteln bekomme. Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie es weiter geht!

Was ich grade toll finde (00:51:09)

Ich mag gerade Kleinanzeigen und unseren Schenkladen, denn da kann ich Dinge finden, die ich adoptieren kann, und Dinge, die ich nicht mehr benutze, finden ein neues Zuhause. Ich habe meine Djembe in supergute Hände abgeben können, es war ein Musiker und Trommellehrer, der sie mit mir gegen handgefärbten Stoff aus Gambia getauscht hat. Ich habe eine klasse Nudelmaschine bekommen und mache die ganze Zeit Nudeln damit und bin total happy. Und einige Bücher, die mir nichts mehr sagen, die aber noch ein Publikum finden, habe ich auch woanders hin geschickt. Win-Win!

Das war es für heute, vielen Dank fürs Zuhören und eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

—– Fußnote —

*Im Urteil steht: „Für das Vorliegen einer geschäftlichen Handlung spricht weiter, dass die Antragsgegnerin – wie sich in der mündlichen Verhandlung herausgestellt hat – eine Projektmanagerin beschäftigt und ihre Geschäftsanschrift in den Räumen einer Werbeagentur unterhält. Es handelt sich bei der Antragsgegnerin mitnichten um eine Privatperson, die ihre persönlichen Vorlieben im Internet veröffentlicht. Ebenso wenig handelt es sich bei den streitgegenständlichen Posts um redaktionelle Inhalte. Vielmehr werden Produkte zu kommerziellen Zwecken präsentiert und deren Herkunft benannt.“

Das Gericht hat also erst mal geguckt, ob es sich um eine einfache Internetnutzerin handelt oder um jemanden, der geschäftlich Beiträge verfaßt. Das Gericht hat auch ihre Follower gezählt und erwogen, was Vreni Frost an Reichweite hat.

Episode 150 – Inktober, Flickr und Politik

Heute geht es um.. ..was ich gerade so stricke und spinne, Urban Sketching im Rahmen des Inktober, Wandern, Flickrs neue Accountpolitik, die Unteilbar Demo, und wie cool die öffentlichen Bibliotheken sind.

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Die Shownotes

Housekeeping:

Danke für euer Feedback für die letzte Episode! Ich fand es super, dass ihr mir gesagt habt, ihr freut euch über weitere Folgen, auch wenn ich nicht so stringent und regelmässig schaffe, aufzunehmen. Im Moment bin ich wirklich motiviert, weiterzumachen und ich höre auch wieder mehr Podcasts.

Ich rede übers Wetter, freue mich über mein nächstes Tattoo, das ich übermorgen bekomme, und halte flammende Reden darüber, nicht die Afd oder andere Nazis zu wählen und ich fand es auch gut, dass Susanne vom Handgemacht Podcast sich neulich auch gegen Rechtsextremismus und Rassismus und für die guten Dinge positioniert hatte.

Stricken (00:11:31)

BFF socks von Knitiot Designs – Deby Lake

Cat Bordhi Video (youtube) wie man Socken auf  2 Rundnadeln strickt – Teil 1 und Teil 2 (leider sehr schlechte Videoqualität)

Travelling leaves Socks von Claire Butler

Spring Thaw Shawl von Cheri McEwen

Spinnen (00:24:28)

Ich versuche gerade wieder, jeden Tag ein bischen zu spinnen. Gerade fahre ich mit einem Porjekt fort, dass ich vor 2 Tour de Fleeces angefangen habe: Naturweisses Corriedale, das zu einem dreifädigen Sport Weight Garn gezwirnt wird.

Ausserdem spinne ich Rolags, die ich vor Jahren geschenkt bekam, mit zwei kleinen Spindeln.

und hier gehen wir nahtlos über zur #unteilbar Demo: Ich habe nämlich auf der Demo gesponnen. Das geht ganz gut im Gehen. Es war gut, dass die Demo so groß war, auch wenn da Gruppen und Menschen mit inakzeptablen Positionen ebenfalls vertreten waren (Antisemitismus), wenn da Parteien für sich geworben haben, oder sektiererische linke Splittergruppen mitgelaufen sind. Am besten fand ich die Raver am Ende der Demo, mit ihrem Slogan „Fluchtwege freibassen“.

Outdoor-Leben (00:30:38)

Ich war wandern! Ich will nämlich mehr auf meinen eigenen Beinen stehen, anstatt meistens mein Fahrrad als Gehhilfe zu verwenden. Und zwar in der Döberitzer Heide, (Der Link geht zur Betreiber-Stiftung des Naturschutzgebiets, wo es mehr Informationen darüber gibt) einem ehemaligen militärischen Übungsgelände, das zu einem Wildreservat mit Wildniskernzone ausgebaut worden ist. Wir sind aus dem Stand 21km gegangen und ich war danach ziemlich groggy. Aber es war schön, sonnig, sandig und die Blätter haben sich herbstlich gefärbt. Es gab Millionen Marienkäfer und einer hat mich sogar gebissen.

Der Yeti macht die Hefte schön (00:40:11)

Ich habe wieder bei der #Inktober Challenge mitgemacht. Hier habe ich darüber gebloggt: Zum Blogeintrag auf „Anarchistelfliege“: Das war der Inktober

Ein Einschub zu Flickr (Das ist keine Werbung, denn ich krieg von Flickr kein Geld und berichte nur über das Ende der jetzigen „Terabyte for free“ Regelung, die auch Ravelry Nutzende betrifft.

Flickr wird zu 2019 die jetzigen kostenlosen Accounts ändern, statt 1 TB Speicherplatz habt ihr dann nur noch 1000 Bilder kostenlos, die pro-Accounts kosten anstatt wie früher irgendwas mit 20+ Euro 50 Euro pro Jahr, und der Content, der über 1000 Fotos hinausgeht, wird ab Februar gelöscht. Bummer. Aber war fast abzusehen.  Ravelry wird die auf Ravelry eingebundenen Flickr-gehosteten Fotos komplett nach Ravelry übertragen, da sind die mit Flickr in Verhandlungen getreten, da muss sich also niemand Sorgen machen. Falls jemand den Pro-Account eröffnen möchte: In dem Ankündigungsposting auf Flickr zu den neuen Bedingungen verbirgt sich ein „30% off“ Link, den sie fieserweise nicht auf ihrer regulären Startseite haben, und Leute jetzt Gefahr laufen, den nicht zu finden und zuviel zu bezahlen. Als Alternative könnte auch archive.org in Frage kommen, das habe ich aber nicht recherchiert, ich dachte immer Archive.org sei ein Archiv für freie Medien und nicht für privatisierte Medien.

Kommen wir weiter zu freien Medien:

Was ich grade toll finde (00:53:15)

Die Bibliotheken in Berlin (und bestimmt auch woanders, erkundigt euch in eurer Gegend mal!) haben sogenannte „digitale Angebote“ und dazu gehört auch ein Film- und Serienanguckportal, Pressereader, und ein Musikportal. Als Nutzende öffentlicher Bibliotheken könnt ihr da quasi alle Zeitschriften, Zeitungen und auch Fachmagazine kostenlos lesen, ein paar Filme und Serien gucken (wenig Auswahl) und relativ viel Musik streamen und pro Woche auch 5 Songs legal runterladen!  (Das ist jetzt auch keine Werbung, weil dahinter einfach nur die öffentlichen Bibliotheken und keine Marken/kommerzielle Firmen stehen, niemand mich dafür bezahlt und mich auch nie jemals wer für diese Vorstellung bezahlen würde)

Episode 149: 8 Jahre Strafstricken

Heute geht es um..

..mein 10jähriges Strickjubiläum, was ich dieses Jahr strickmässig erreichen möchte, die Tour de Fleece, Salat in Gläsern, ein neues Bulletjournal, das Treffen zur Wollausstellung in Berlin und die Radtour nach Süddeutschland, die ich im August unternommen habe. Letzteres ist ganz hinten und lang, also könnt ihr das wegschalten, wenn es euch nicht so interessiert.

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Die Shownotes

Housekeeping:

Ich habe das letzte Mal im Mai aufgenommen und jetzt ist Anfang Oktober. Ich bin mir nicht sicher, ob mein Podcast so weiter tragfähig ist. Ich höre auch viel weniger Podcasts im Moment, dadurch ist auch das Podcasten nicht mehr so stark in meinem Leben präsent. Vielleicht ist das ein langsames Podfading, was hier stattfindet.

Es gibt einen neuen Strickpodcast auf www.wollkanal.de

Stricken (00:06:54)

Ich versuche dieses Jahr meinen Stash zu reduzieren, bislang habe ich das noch nie geschafft. Und ich habe 2018 mein 10 Jähriges Strickjubiläum! Seitdem ist mein Stash immer angestiegen, auch, wenn ich aufgehört habe, online Wolle zu shoppen. Mit dem Garn bestellen habe ich sogar komplett aufgehört. Durch das Spinnen, Geschenke, Wolltausch und Impulskäufen auf Wollfesten und so kam immer noch genug zusammen.

Ich habe vor allem Socken gestrickt, zum Beispiel:

Danach bin ich auf den Lacetrip gekommen:

An dieser Stelle vielen Dank an Fallstrick, die mir auf Ravelry das Luna Moth Shawl Muster geschenkt hat!

Spinnen (00:25:00) 

Dieses Jahr habe ich ausser zur TDF nichts gesponnen, ich bin zu sehr mit dem Stricken beschäftigt. Die Tour de Fleece war schön, ich habe den Adventskalender von 2017 zu Ende gesponnen, und dann noch zwei schöne orangene Garne produziert.

Was ich grade toll finde (00:30:22)

„Salat im Einmachglas“ – Salad Jars.

Dabei habe ich eigentlich ausschließlich diese Webseite verwendet:

https://hurrythefoodup.com/how-to-pack-a-salad-in-a-jar/

Ich hab die Hefte schön: (00:35:17)

Ich habe mir ein Bulletjournal gebunden, zum ersten Mal im A5 Format. Alles über die Methode findet ihr auf bulletjournal.com.  Das jetzige Modell hat auch zum 1. Mal „Dot Grid“ Papier, denn ich habe ein punktkariertes Heft gefunden und es kurzerhand zum Buch umgemodelt.

Die Buchbindetutorials findet ihr alle auf dem Youtube Kanal „Sea Lemon“!

Event-Bericht (00:41:44)

Einige aus der „Podcasting auf Deutsch“ Gruppe auf Ravelry trafen sich im Juni um sich die Wolle Ausstellung im Berliner Museum Europäischer Kulturen anzusehen. Die Ausstellung war recht klein, aber es gab ja noch andere Räume in dem Museum, die sehr spannend waren.

Als wir drin waren, haben wir einfach mit den herumliegenden Crafting Sachen herumgespielt, gesponnen, gestrickt und gewebt und geratscht, und dann sind wir was essen gegangen und danach ins Museumscafe. Dort gesellte sich noch die Workshopleiterin der Ausstellung zu uns, die von unseren Spinnkünsten gehört hatte. Wir haben dann noch geplaudert, bis das Museum geschlossen hat und wir rausgeworfen wurden.

Es war richtig schön, vielen Dank!

Radtourbericht (00:47:12)

Ich bin von Leipzig nach Tuttlingen an der Donau gefahren. Die ganze Strecke seht ihr hier: Outdooractive: Tour nach Süden final 

Ich habe dazu auch von unterwegs mit Fotos gebloggt auf meinem anderen Blog: Bike Follow Rivers Tour 2018

Viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit + Stricken ohne Tränen!

Episode 148: Peinliche Deutsche im Urlaub

Heute geht es darum, was ich gerade stricke, was ich spinne, ich nerde herum über Sonnenschutzmittel und vergleiche chemische mit physikalischen, erzähle von meinem Urlaub in Dänemark und den peinlichen Deutschen im Ausland, und dann habe ich noch ein Rezept für Pfannkuchen.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Danke euch allen fürs Feedback und Dabeibleiben, obwohl ich nicht so oft podcaste, wie ich das gerne hätte.
Ich habe meinen Account bei Instagram gelöscht, bzw. deaktiviert. Ich nahm zum Anlaß, dass mir Facebook/Instagram ihren Umgang mit meinen Daten transparent gemacht hatten, und ich war von Instagram eh schon angefressen. BTW, die DSGVO wird auch nicht so heiß gegessen wie gekocht, es gibt wohl eine Verhältnismässigkeitsklausel, dass gerade kleine Unternehmer*innen und Bloggende zuerst kostenlos abgemahnt werden müssen, wenn ein Verstoß gegen die dsgvo vorliegt. Das habe ich zumindest bei Netzpolitik.org gelesen.. dachte ich. Aber das stand da gar nicht.. ähäm.. das hab ich doch bei Mastodon aufgeschnappt.

Stricken (00:09:26)

Ich habe das fertige Laminaria Lacetuch übergeben an die Empfängerin, die sich auch sehr gefreut hat. Es ist ja auch sehr schön geworden. Ein Ultradünnes Lacetuch, das ich aus einem 1000m/100g handgesponnenen Lacegarn gestrickt hatte, mit Perlen.

Das Lacestricken hat mich motiviert, gleich den nächsten Lacelappen anzuschlagen, und zwar ist das der Torreyana-Shawl, ebenfalls von Elizabeth Freeman, auch kostenlos in der Knitty erschienen. Etwas kompliziert am Anfang, aber dann gehts..

Dann habe ich Ringelstinos UND Restestinos fertig, die letzeren waren dann mein Urlaubsprojekt. Und dann habe ich im Urlaub noch ein Sockenprojekt angefangen, und zwar „Smaug“ von Frau Morag (Ravelry Link zum Muster)

Spinnen (00:18:00)

Leider spinne ich gerade gar nicht, und war auch seit Februar nicht beim Spinntreffen. Dort spann ich, als ich doch mal da war, mein „ewiges Baumwollprojekt“. Ich sollte das mal gezielter spinnen.

Aber es steht ja die Tour de Fleece ins Haus! Ich werde wieder mitmachen, und zwar bei den Yetis –> Team Yeti Thread, bei „Berlin Spinnt!“ (Thread) und bei Mastodon, falls da was zustande kommt. Bisher siehts ja so aus! (Thread)

Urbane Selbstversorgung (00:22:04)

Ich habe durch Mastodon-Hautpflege-Freaks herausgefunden, dass die Sonnenpflege, die ich bisher benutzt habe, eventuell nicht ausreicht, um meine Tattoos vor der Sonne zu schützen. Also habe ich mich mal schlau gemacht, und auf Seiten wie Scinacea alles über Sonnenschutz gelesen.

Grob gesagt gibt es chemischen und physikalischen Sonnenschutz, und Mischungen aus beidem. Ich hatte bisher immer chemischen benutzt, der aber trotz Parfumlosigkeit dennoch stinkt, weil eben die Chemie darin so riecht, wie sie riecht. Was ich nicht wußte, war, dass chemischer Sonnenschutz nicht lichtstabil ist und deshalb ca. alle 2-3 Stunden nachgecremt werden muss. Dabei gibt es stabilere und weniger stabile Wirkstoffe, aber so genau habe ich mich nicht damit befasst. Physikalischer Sonnenschutz (mit den Mineralien Titandioxid und das andere habe ich vergessen..) ist lichtstabil und wirkt wie ein Schild, der die Sonnenstrahlen einfach reflektiert.

Chemie Mineralisch
pro: durchsichtig, färbt nicht ab, preisgünstig pro: lichtstabil, stinkt nicht, verträglich (auch Nanopartikel sind anscheinend unbedenklich)
contra: stinkt, nicht lichtstabil, manchmal unverträglich contra: weißelt, färbt ab, lässt sich so gut wie gar nicht mehr abwaschen und auch aus Klamotten schlecht entfernen, teuer

Ich bin eigentlich mit der mineralischen Sonnencreme halbwegs zufrieden gewesen, habe mich auch mit dem Weißeleffekt angefreundet, aber am Ende bin ich doch wieder zur Chemie zurück gekrochen, weil die Abwascherei doch wirklich schwierig war. Am besten ging es noch mit Lavaerde, das ist eine Wascherde aus Marokko, die komplett umweltverträglich ist, denn es ist ja pure Tonerde.

Urlaubsbericht (00:39:38)

Wir sind vom 13.- 28. Mai den Nordseeradweg in Dänemark gefahren, der startet offiziell in Tondern (Tønder) und führt nach Skagen ganz im Norden. (Und dann noch weiter, aber wir sind dann nur noch nach Frederikshavn und dann nach Aalborg gefahren, wo unser Zug zurück ging). Auf dem Hinweg musste der Zug 3x rebootet werden und dann wurde die Lok ausgewechselt, ich habe mich schon wieder durch Schleswig Holstein nach Dänemark radeln sehen..

Wir kamen aber dann doch in Niebüll an, und fuhren zu unserem ersten Übernachtungsplatz in Højer. Dann ging trotz Durchsicht vor der Tour die Gangschaltung vom Partner kaputt, und er musste 70km am nächsten Tag im 4. Gang fahren… zum Glück wurde es dann in Ribe repariert! Eine Werkstatt hat uns das sehr schnell gemacht. Ein Glück.

Den restlichen Tourbericht müsst ihr euch anhören.. :D
Ich kann aus Gründen der Faulheit nicht alles hier schreiben, ich hoffe aber noch, dass ich darüber noch bloggen werde, und dann könnt ihr das dann auch lesen und Fotos anschauen.

Was ich grade toll finde (1:13:49)

..sind amerikanische, dicke, fluffige Pancakes.
mein aktuelles Lieblingsrezept:

  • 200g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 150 ml Milch
  • 50g Stracciatella Joghurt (oder ne andere Sorte)

Alles zu einem Teig vermischen, pro Pancake 2 EL Teig in eine heiße Pfanne mit Öl oder zerlassener Butter drin geben und von beiden Seiten goldbraun backen und mit Ahornsirup genießen!

Und nun viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 147: Wollkaufverbot!!

Zusammenfassung

Heute geht es um meinen Stash, meine Strickprojekte 2018, Kunst und den Mixed Media Kunstkurs, den ich gerade wieder mitmache, eine Dokumentation über Betroffene von ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis), Social Media Ärger mit Instagram, Facebook, Twitter und Mastodon, und ich erzähle von meinen Planungen bezüglich Radtour und nächstes Tattoo!

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Die Shownotes

Housekeeping

Tja, da ist aus einem Monat Pause auf einmal eine Pause von 3 Monaten geworden, und es ist April. Das Jahr war etwas anstrengend, und dass mein altes Macbook eigentlich in einem Regal vermodert, und vor jedem Aufnehmen erst mal aufgeladen werden muss, hilft nicht gerade weiter. Mein neuer Rechner arbeitet mit der alten externen  Soundkarte nicht zusammen, die ich aber benötige, um das Mikrofon anzuschließen.. Naja. So richtig die Zeit und Muße, mir ein neues Setup zu überlegen, habe ich noch nicht gefunden.

Danke an Hanna und Jamesi fürs Nachhaken, ich wollte gar nicht so lange pausieren.

Stricken (05:30)

Ich hatte dieses Jahr einen ganz guten Start. Bisher habe ich schon fast 3000m Garn verstrickt (allerdings zählt dazu das Garn in meinen WIPs auch dazu). Meine fertigen Projekte:

  • 3 Paar Stulpen, die ich verschenkt habe
  • Toe up Stinos (Socken) aus der Chanukkah-Edition eines Hauptstadtfarbe-Einhornpupses und aus einem handgefärbten Garn, das ich im Dorfladen meines Heimatdorfes gefunden habe, beim Weihnachtsbesuch bei meinen Eltern.
  • aus dem selben Garn habe ich jetzt Top Down Ringelstinos (Auch Socken) angefangen.
  • Die CookieA Socken „Sam“ sind fertig, ein WIP von 2016! Ich habe vom ersten Socken die Ferse und den Fuß gestrickt und die zweite Socke war mein Ravellenics Projekt.
  • 1 kurzes Tubularity ohne Knöpfe. (für eine Kollegin)
  • 1 einzelner Ishbel-Mitten, den ich zum Malen benutzen will. Daher brauche ich nur einen für die rechte Hand.
  • mein Laminaria Tuch, begonnen im Juni 2016, ist endlich fertig! Yay!

Meine Strickfreude hat auch mit dem Stash-Kassensturz am Jahresanfang zu tun. Da sehe ich immer all mein schönes Garn und will am liebsten alles auf einmal verwenden. Aber dramatisch war er auch. Ich hatte wieder einen Zuwachs im Vergleich zu Anfang 2017. Damals hatte ich 58km Garn, jetzt hatte ich 61km. Okay, so dramatisch war es nicht, aber es war eben wieder Zuwachs. Dann habe ich mein Trade/Sell bei Ravelry aufgelöst und noch Garne im Stash gefunden, die nicht eingepflegt waren: Zack, war ich bei sage und schreibe 63km und dann 66km. Ende März bin ich immerhin wieder auf 64,6km gesunken.

Aber: Es herrscht 2018 strengstes Wollkaufverbot! Zwar bin ich noch nicht bei SABLE (Stash Acquisition beyong Life Expectancy) aber ich möchte auch nicht ständig mehr erwerben, als ich verbrauche. Ok, es war auch oft so, dass ich mehr geschenkt bekam, als ich verstrickte. Und die Garne waren so schön! Hach. Das Leben ist hart. Luxusprobleme.

Laut meiner Berechnung würde ich es schaffen, bei einem Tempo von 8km/Jahr (das ist schaffbar, denke ich) meinen Stash in 8 Jahren zu verstricken. Das geht ja noch :)

Über das Spinnen habe ich heute, trotz des Podcast-Namens, leider nichts zu berichten.

Der Yeti macht die Hefte schön (31:30)

Ich habe mich wieder zu dem Online-Artjournaling Kurs „Lifebook“ angemeldet. Und es macht mir wirklich viel Spaß! Dieses ist das letzte Bild, das ich nach einem Video-Lehrgang von Sharon Harkness-Dobler gemalt habe:

Ein Mixed Media Bild, auf dem eine gekrönte Frauenfigur in bunter Kleidung auf einer Wiese steht und aussieht, als ginge sie optimistisch von einem Ort weg. 

Was ich gerade toll finde (40:10)

Es ist schon eine Weile her, ich habe den Film im Februar gesehen, aber ich fand ihn sehr wichtig und sehr bewegend:

Unrest von Jennifer Brea (Wikipedia-Link)

Ich habe darüber damals gebloggt, als ich den Film angeschaut habe. Es geht dabei um die relativ häufige, seit 1969 offiziell benannte, aber aus Mangel an Geld und Interesse kaum erforschte Krankheit ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrome). 

Noch immer ist keine Ursache für die Krankheit bekannt, und es wurde auch kein messbarer Biomarker entdeckt, so dass Betroffene häufig als psychosomatisch erkrankt diagnostiziert werden, oder gar keine anerkannte Diagnose erhalten. Viele werden laut der deutschen Gesellschaft für ME/CFS, mangels Anerkennung und Unterstützung durch die Krankenkassen, von Angehörigen zuhause auf eigene Kosten gepflegt. Die Aktion „Millions Missing“ will auf die Situation der aus der Gesellschaft „verschwundenen“ Menschen aufmerksam machen, für deren Krankheit diese sich wenig interessiert.

Alltagsgeschwafel (45:10)

Ich plane meine nächste Radtour. Es soll die dänische Nordseeküste hoch gehen, nach Skagen. Ich war noch nie an der Nordsee, und freue mich sehr, mal das Wattenmeer zu sehen.

Ansonsten plane ich mein nächstes Tattoo, ich war letzten Dezember beim Tätowierer zum Besprechen der Idee, Anfang März hatte er die Entwürfe gezeichnet und wir haben ein Probe-Stencil aufgelegt, und alles läuft soweit sehr gut. Jetzt im April ist die erste Sitzung. Es wird Getreide und es kommt auf den Unterarm.

Social Media Gedöns (53:10)

Ich bin inzwischen eigentlich von allen Social Media Plattformen völlig angenervt. Facebook ist klar, völlig indiskutabel, jetzt nach dem Skandal brauche ich mich netterweise auch nicht mehr rechtfertigen dafür, dass ich es kaum nutze.

Twitter wird auch immer toxischer und nerviger. Ich benutzte meist Tweetdeck, so dass ich die Werbung nie sah, und dort werden Tweets auch noch chronologisch angezeigt, anstatt wie auf der offiziellen Seite von einem Algorithmus nach „Relevanz“ sortiert. Trotzdem kam der Punkt, wo ich auf meinem öffentlichen Account kaum noch was tat, weil ich den Eindruck hatte, dass nur noch Hickhack herrscht und das ständige Durchrauschen furchtbarer Nachrichten mir die letzte Energie raubt.

Instagram zeigte mir (seit Anfang 2018 wurde es noch schlimmer) kaum noch die Beiträge meiner Freund_innen an, ich habe etwas recherchiert, was die eigentlich geritten hat, und es kam raus, dass der Algorithmus von Instagram jetzt sehr streng nach Popularität und Qualität von Beiträgen geht, und anhand von ersten Reaktionen gemessen wird, ob er überhaupt genügt, um mehr als 10% der eigenen Followies  präsentiert zu werden. Für mich ist Instagram aber eine Plattform, auf der ich die ganz normalen, unspektakulären Schnappschüsse meiner Bekannten sehen will, und nicht eine Plattform, auf der nun alle mit Unternehmen um Aufmerksamkeit konkurrieren und sich selbst optimieren müssen. Ich hatte im Podcasting auf Deutsch Forum vorgeschlagen, dass wir auf Instagram Hashtags benutzen, um diese Algorithmen auszutricksen und unter den Tags unsere Dinge dann doch noch sehen, aber ich muss zugeben, ich nutze die Tags auch zu wenig, und nicht viele haben die Idee aufgegriffen. So führt es leider nicht dazu, dass ich die Beiträge meiner Bekannten sehe, Instagram zeigt sie mir nämlich nicht unbedingt.

Am Ende hänge ich gerade fast nur noch auf Mastodon ab, die Plattform gibt es seit Ende 2016, vor genau einem Jahr kam dann die erste große Welle von Twitterflüchtlingen, und danach gab es auch immer wieder mal Zuwachs. Ich hatte ja schon mal davon berichtet.

Wer mir folgen möchte, ich bin muz@metalhead.club – meinen Hauptaccount ziehe ich gerade um, weil die Instanz Witches.town bald offline geht. :-(  Ich halte Euch auf dem Laufenden, wo ich dann zu finden sein werde!

Hier ist noch das versprochene Mastodon-Erklärvideo:

alsdann wünsche ich Euch viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 146: Daumenstreik, Slow Gedöns und Journaling Updates

Zusammenfassung:

Heute gehts um den faserverzückten Jahresrückblick, Slow Knitting, Slow TV in Norwegen, Spinnen, Art Journaling (ich habe mich wieder bei Lifebook angemeldet, yay), Bulletjournaling und Foodsharing.

Download:

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Shownotes:

Housekeeping (00:00:00)

Danke für euer Feedback, Likes und alles!

Wer beim Faserverzückten Jahresrückblick mitmachen möchte, findet die Fragen direkt hier.

Stricken (00:05:30)

Bei einer der letzten Folgen der Knitmore Girls wurde ein Buch besprochen, das sich um die „Slow Knitting“ Bewegung drehte. Angelehnt an Slow Food geht es dabei um bewusstes Auswählen von Wolle und Garnen, bewusstes Stricken und ökologisch sinnvolles Crafting. Ich persönlich finde Stricken eigentlich eh immer „Slow“.

Als ich das googlete, kam ich auf eine norwegische Sache namens „Slow TV“, die mit der Doku über eine Zugfahrt quer durch Norwegen in Echtzeit (7 Stunden und 14 min) begann. Diese Doku, ohne Spannung, ohne ständiges hin- und her springen von Handlung und Action, und ohne Werbung, war ein großer Erfolg beim norwegischen Publikum. So wurden einige weitere Dokus produziert. Eine davon war der Versuch, den Weltrekord darin zu brechen, von der Schur eines Schafs übers spinnen, zwirnen und stricken bis zum Vernähen der Fäden einen Wollpullover herzustellen. Diese Doku lief 13 Stunden. Leider finde ich sie auf Youtube nicht, aber es gibt kurze Filme über ähnliche Versuche, den Weltrekord im „Back to Back“ Pullover herzstellen zu knacken. Er liegt bei weniger als 5 Stunden. Das längste Projekt war die Live-Übertragung einer Schiffsfahrt an der Norwegischen Küste entlang, was über 134 Stunden ging.

Links:

Spinnen (00:18:45)

Ich spinne am Faseradventskalender, und es macht wie vorhergesehen, wirklich Spaß. Die eine Hälfte der Faserportionen spinne ich auf dem Rad, die andere Hälfte auf Spindeln. Als ich auf Reisen war, habe ich beide Hälften auf zwei Kreuzspindeln gesponnen. Ich bin allerdings etwas hinterher.

Art Journaling (00:24:20)

Ich habe nicht wirklich was gemacht, nur muss ich euch verkünden, dass ich mich wieder bei Lifebook angemeldet habe! yaaaay!

Der Yeti macht die Hefte schön (00:28:40)

Bulletjournaling ist eine Art die eigenen Notizen schlau zu organisieren. Eine Übersicht gibt es auf bulletjournal.com. Für mich funzt das ganz gut. Bisher hat kein Kalender/Planer je für mich funktioniert. Ich bin echt aus dem Häuschen, dass das Bulletjournaling immer noch so gut für mich klappt!

Fürs neue Jahr fange ich kein neues Buch an, denn ich mache immer erst das alte voll und wechsle, wenn es eben voll ist. Für Januar werde ich wohl wieder eine „traditionelle“ Monatsübersicht machen, aber statt der Taskliste werde ich auch eine Wunschliste schreiben. Ich finde sowas super, dann kann ich auch im Blick haben, mir etwas gutes zu tun.

urbane Selbstversorgung (00:36:00)

Ich habe jetzt meine ersten Schritte mit Foodsharing gemacht. Einmal war’s toll, ein andermal leider gar keine Resonanz. Wir hatten aufgrund eines Fehlers 12 ofenfrische Weißbrote zu verschenken, aber es hat sich niemand bei uns gemeldet. Mir ist aber auch aufgefallen, dass Brot und Backwaren sehr oft eingestellt werden. Vielleicht sind sie aber auch nur so unbeliebt, so dass es immer übrig bleibt.

Teechen

heute ist es ein Früchtetee „Lemon Fruit“ vom Lidl.

Viel Spaß beim anhören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!