garnie

Episode 135: Schöne Hefte und Draussen schlafen

Heute geht es um Faseradventskalender, Socken stricken, Wickelknäuel, Wolle als Funktionsfaser, Sicherheit als Radfahrende mit Hilfe einer Poolnudel, Zelten im Herbstregen, und Bullet Journaling.

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Die Shownotes:

Housekeeping

Ich habe endlich den Projektbeutel fertig genäht, den die Gewinnerin des letzten Faserverrückten Jahresrückblicks schon Ende Januar 2016 gewonnen hatte. Hüstel. Damit das nicht noch mal passiert, habe ich den Gewinn-Beutel für das kommende Jahr schon fertig, bzw. muss ich nur noch die Futternähte nähen.

Stricken (00:04:14)

Ich hatte ein Paar Neon Socken gestrickt, mit dem Muster „Jeck“ von Regina Satta. Das Garn ist von Lana Grossa.  Ich habe eine richtige traditionelle Käppchenferse gestrickt, einfach weil ich die schon laaaang nicht mehr gestrickt hatte. Während ich im Hangout über das Fish Lips Kiss Heel geredet hatte, hab ich versehentlich beim 2. Socken eins gestrickt, öhöm, dann musste ich das wieder auftrennen ;)

Vom Sweater Fitting gibt es kein Update, ich hatte einfach leider keine Zeit, mich damit zu beschäftigen. Allerdings muss ich es doch mal lernen, denn ich blicke auf einige Sweater zurück, die ich gestrickt habe und die dann nicht gepasst haben. Daher habe ich mal einen Sprout Cardigan verschenkt, oder einen Pulli selbst getragen, der eigentlich für wen anderen war, oder meinen Thermal Sweater getauscht.

Mein Laminaria Tuch hat auch keine Fortschritte gemacht, das liegt nämlich am #Novickel – dem November Wickelknäuel vom Queerfeministischen Faserkombinat. Ich habe ein Garn gekommen, das „The Yarn at Home Mom“ gefärbt hat und das mit Kaschmir ist. Wohoo – Luxus. Ich stricke „Childs French Sock“ aus dem Vintage Socks Buch von Nancy Bush.

Gestrickt hab ich ausserdem die Farfalle Socks von Orinda5 aus Wollgewandt Handgefärbter Sockenwolle.

Einpflegealong 8.10.16 Farfalle Socks

Wolle als Funktionsfaser (00:20:40)

Ich habe dazu den Artikel zu Wolle als Funktionsfaser von Dennis Keune aus dem Camp4 Outdoormagazin zusammengefasst. Das gibt es leider nicht online.  Sie bashen zwar die selbstgestrickten Sachen, denn sie wollen ja verkaufen, aber interessant ist es trotzdem. Die ersten Alpinisten haben sich in Wolle, Leinen und Seide gehüllt und diese Fasern haben sich unter extremsten Bedingungen bewährt. Es geht um die Isolationsfähigkeit von Wolle, die mit ihren Luftkammern immer für ein günstiges Klima sorgt. Aus sehr feiner Merinowolle kann z.B. gute Funktionsunterwäsche hergestellt werden, die sich seidig anfühlt. Das Geheimnis der Wollfaser ist ihre Schuppenstruktur, ihre Hohlräume und ihr Wollwachsgehalt: Sie kann Feuchtigkeit sehr gut managen. Sie nimmt Dämpfe auf, ohne sich nass anzufühlen, wehrt aber Regenwasser ab. Gleichzeitig müffelt sie nicht und wirkt antibakteriell, da sich Bakterien an den wachsigen Schuppen nicht festsetzen können. Weiter wirkt sie antistatisch und ist schwer entflammbar. Auch andere Schafwollen, nicht nur Merino, haben natürlich Funktion. Dann nehme ich halt kein Pommernschaf für Unterwäsche, aber auf die Strickjacke schwöre ich, was die muckelige Wärme angeht. Auch Moni vom Fiberthermometer Podcast hat schon mal über das Spinnen und Wollverwendung bei den Wikingern gesprochen.

Spinnen (00:32:12)

Ich habe kein richtiges Spinnprojekt in Arbeit, aber bald: Ich mache nämlich bei ZWEI (2!) Faseradventskalendern mit. Der eine ist von „Berlin spinnt“ und der andere von der Ravelry.com – Gruppe „Podcasting auf deutsch“. Ich freue mich schon aufs Anspinnen :) Meine liebe Not hatte ich mit dem exakten Teilen von 120g-Kammzügen in 12 Stücke zu 10g. Ich habe dann manchmal Teile gehabt, die nur 8g wogen und andere wogen 11 oder 12g. Daher habe ich noch einen weiteren 120g-Kammzug geopfert, und diesen zu 36 Teilen geteilt und alle Fasertütchen bekamen dann noch ein paar Gramm extra-Fasern dazu. In Zukunft sollte ich die Kammzüge deutlich grosszügiger bemessen, so dass kein Zöpfchen Fasern Untergewicht hat. Ein Tip, den ich auf Twitter bekam: Bei Depot gibt es braune oder weiße blickdichte Papiertüten, die schon in 24Stück-Packungen abgepackt sind. Sie kosten zwar 4 bzw. 5 Euro, je nach Grösse, aber besser als 48 Tüten zu kleben! Falls jemand das tun möchte, hier ist ein Video-Tutorial zum Tüten kleben. (Youtube Link)

Was ich grade toll finde (00:42:45)

..ist, sich mehr Platz im Strassenverkehr zu schaffen, indem man eine Poolnudel auf den Gepäckträger klemmt. Hier ist ein Artikel über Warren Huska, der das in Toronto so praktiziert.

urbane Selbstversorgung (00:48:56)

Hier geht es um die papierlose Toilette. Und um Körperausscheidungen, also wer das eklig findet, muss vorspulen. Ich kam darauf, weil ich neulich im Blog von Wanderluchs über Outdoor-Hygiene für Frauen las, und hier sind Menschen mit Vulva und Uterus gemeint. Letzteres habe ich ja seit einem Jahr nicht mehr, doch davor leistete mir ein Mooncup (ein Ruby-Cup) gute Dienste, und jetzt finde ich eine Outdoor-Stehpinkelhilfe toll. Die Namen dieser Produkte sind zwar etwas lächerlich, meine heisst z.B. „Pibella“, aber die Funktion ist einfach toll. Richtig angewendet, gibt es (bei mir) bei dem Röhrchen keinerlei Nachtropfen und die Notwendigkeit, sich mit Wegwerfpapier abzutrocknen, entfällt. Sonst gibts noch: Whiz Freedom, Tavel Mate und Freelax. Für das große Geschäft, oder zu deutsch: die Kacke, gibt es auch eine papierlose Alternative. Und die heisst: Abwaschen. Ich habe das von meinem Bruder gelernt, und der von Mitbewohnern aus dem arabischen Raum. Man kann ganz einfach eine Plastikflasche mit nicht zu weitem Hals dafür benutzen. Man setzt die Flasche mit der rechten Hand so an, dass das Wasser an der Poritze runter läuft, und mit der linken Hand wäscht man sich unter dem fliessenden Wasser ab. Natürlich wäscht man sich hinterher die Hände schön gründlich. Kleine Gießkannen sind auch gut geeignet, aber da die Plastikflaschenmethode auch funktioniert, habe ich mir keine Klo-Gießkanne zugelegt.

Der Yeti macht die Hefte schön (01:00:31)

Ich habe jetzt auch mit dem Bullet Journaling angefangen. Was das ist, könnt ihr in diesem Einführungsvideo von Ryder Carroll sehen, und hier gibt es einen tollen Blogeintrag von Micha (die auch pocastet) zu ihrem Bullet Journal.  Ich persönlich mache „Dailies“ – also tägliches Bullet Journaling, und eine „Done-List“ (das habe ich mir selber ausgedacht und ist eigentlich kein Teil von dem ursprünglichen System, aber das ist halt auch das Ding, dass man sich eigene Module ausdenken kann. Ausserdem habe ich einen Yoga-Tracker seit ein paar Tagen. bujo achievements Blick in mein Bujo

Schwank aus meinem Leben (01:11:09)

Aufgrund des Buchs von Wigald Boning „Im Zelt“ habe ich mich entschlossen, es doch mal mit Herbstcamping zu versuchen. Da „Kuhle Wampe“ leider schon zu hatte, sind wir zum „City Camp 1“ gefahren, und ich verbrachte eine halb schlaflose Nacht in der Einflugschneise des Flughafen Tegel. #Outdoor Küche im Vorzelt. Klar dass es dauerregen gibt. #zelten #draussenschlafen #twi #msrhoop

Es ist schwer zu sehen, aber auf dem Bild bin ich grad am kochen.

Ich habe aber lecker gekocht, dazu musste ich mir aber ein Messer ausleihen vom Campingplatz. Mein eigenes Messer hab ich Heldin ja vergessen.

Rezept für Bulgur-Vürstchen-Camping-Topf:

1 Zwiebel und 2 Zehen Knoblauch kleinschneiden, den Kocher anmachen und beides mit Olivenöl anschwitzen. Danach eine geschnibbelte Paprika, 2 geschnittene Seitan-Vürstchen und kleingeschnittene Kartoffeln darin anbraten. Das Ganze wird dann mit Salz, Curry und was man möchte gewürzt. Ich glaub, ich nahm noch frischen Ingwer, Kurkuma und Senfkörner. Wenn vorhanden, noch Tomatenmark hinzugegeben und Wasser drauf gekippt. Dazu kommt noch feines Bulgur. Das ganze köcheln lassen, bis das Bulgur gar ist und die Flüssigkeit aufgenommen hat. (Das Bulgur nicht zu früh dazugeben, die Kartoffeln haben länger Garzeit als das Bulgur).

Teechen + Outro (01:19:49)

Ich trinke heute weißen Tee mit Lychee Aroma :)

Viel Spaß beim Hören, und eine Faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

haveltour

Episode 134: Sweater fitting für Fortgeschrittene (was ich nicht bin)

Hallo zusammen :)
Heute geht es um die Havelradtour, die ich Anfang September alleine gemacht habe, um aktuelle Strickprojekte, ein feststecken bei dem Versuch, ein Oberteil anzupassen, Die Spinnfeatures von Ravelry, das afro-euro-kubanische Gesangs-Duo „Ibeyi“, das nicht vorhandende polnische Recht, über den eigenen Körper zu bestimmen, ein Buch über das Leben im Zelt und ein Teechen.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Hier erzähle ich von der Havelradtour, die ich Anfang September unternommen habe. Dabei werden erwähnt:

Stricken (00:19:20)

Ich habe einen Babysockenbinge gehabt und auch erstmal Söckchen in falschen Grössen gestrickt. Wegen Unerfahrenheit und in Ermangelung einer Sockentabelle musste ich mich erst mal rantasten. Inzwischen bekam ich in unserer netten Ravelry Gruppe eine Sockenanleitung für Babysocken empfohlen, sehr gut!

Ich kann jetzt das Fish Lips Kiss Heel auswendig stricken und rede ein wenig über diese Anleitung, und erwähne auch Evas Podcast „Wollwirrwarr“.

Der Einpflege-Along im Queerfeministischen Faserkombinat (ravelry-Link, nur mit account sichtbar) geht voran, ich bin fast up to date – jahaaa! Ein Zustand, dem ich dieses Jahr noch nie so nahe war.

Mein Laminaria Tuch ist gerade am Stillstehen, weil mit den Perlen und den Edging Charts ist das Projekt nicht mehr so transportabel, und dann bin ich irgendwie zu anderen Projekten übergegangen.

Dann habe ich mein Oberteil-KAL-Projekt, dessen Garn seit Frühling gewickelt ist, wieder rausgeholt und versucht, durch Sweater fitting a la „little Red in the City“ von Ysolda Teague ein bischen damit weiter zukommen. Leider komme ich nicht so richtig klar: Schlüsselmaße sind Schultern, Hüften, Taille. Die Schemazeichnung meines Projekts Tempest Cardigan enthält kein Schultermaß, und auch kein Taillenmaß.  Dann sind meine Oberarme 5 (fünf!) Grössen größer als meine „high bust“ Größe. Was soll ich denn nun machen?

Spinnen (00:37:43)

Das Thema ist die Spinnfunktionalität bei Ravelry – ich finde es super, aber manches funktioniert noch nicht so reibungslos und manches ist nicht ganz so praktisch wie bei den Features für kommerzielles Garn.

Was ich grade toll finde (00:44:49)

Ich habe einen Musiktip für euch. Das euro-afro-kubanische Duo „Ibeyi“. Zwei Schwestern, die auf englisch und Yoruba singen und minimalistisch instrumentiert, mehrstimmig und folkig-modern drauf sind. Sie sind erst 2015 mit ihrem ersten Album raus gekommen und ich hoffe, da kommt noch mehr und sie bleiben lange dabei.

Konzert Ibeyi @Trianon (Youtube-Link)

Politschwafel (00:47:43)

Hier geht es um das in Polen auf den Weg gebrachte völlige Abtreibungsverbot, die rechtliche Situation die es jetzt schon gibt und den Czarny Protest.

Buchtip (01:00:04)

Ich lese von Wigald Boning „im Zelt“. Das ist ein Buch darüber, wie der Autor ein Jahr lang ausschließlich in einem Zelt übernachtet hat. Es ist ein anekdotenreiches, so nett und lustig geschriebenes Buch eines interessanten Menschen mit skurrilen Aktionen.

Teechen (01:02:42)

Früchtetee „Winterfreude“ mit Orange und Mandelaroma. Hat was marzipaniges, aber nicht im negativen Sinn. Sehr nett.

Viel Spaß beim Hören und eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

odertalbaum

Episode 133: Ambiguitätstoleranz

Heute geht es um Radtouren, eine Doku darüber, wie Automobilität in die Sackgasse führt, Strickerfolge und Strickgraffiti, die Spin-Off Zeitschrift, Ambiguitätstoleranz und Widersprüche und Haare färben.

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Shownotes:

Housekeeping

Habt Dank für die Diskussion zur letzten Episode und eurem Feedback! Ich habe neulich zu dem Thema auf Youtube eine Doku angesehen „Fahrrad gegen Auto“, die ich sehr spannend fand. Sie lief in dieser Version im ORF und spielt hauptsächlich in sehr autolastigen Städten wie Los Angeles und Sao Paulo.

Hier habe ich die Doku mal direkt verlinkt:

Im Original heißt der Film „Bikes vs Cars“ von Fredrik Gertten. Auf der Filmwebseite gibt es auch eine App und Goodies, ich habe sie mir aber nicht wirklich angesehen :)

Außerdem erzähle ich ein bischen von meiner Radtour ins Naturschutzgebiet Dahme-Heideseen am Wochenende und von meiner Radtour durch die Uckermark die Woche davor. (Ich nutze den Sommer, hehe)

Stricken

Ich stricke das Laminaria mit hangesponnenem Lacegarn und Perlen im Edging Chart! Es macht sehr viel Spaß, lässt sich aber nicht während des Podcastens stricken. Deshalb habe ich spontan ein Herz angeschlagen. (Muster: Little Hearts)

Ich möchte die Herzen als Yarnbombing benutzen, oder aussetzen, so wie Weird ihre Monster, die ihr unter dem Hashtag #monsterwelt auf Instagram und Twitter sehen könnt. Hier ist das Tumblr-Blog Monster-erobern-die-Welt.

Fertig ist der Wraptor von Marc Smollin Designs, ein Tuch mit verkürzen Reihen, Colorwork und kraus rechtem Rand, das super kuschlig und texturiert ist. Es wird bestimmt ein Lieblingstuch von mir!

Spinnen

Ich hatte neulich Besuch von der lieben Irka aus Dresden und von ihr haben wir in Berlin einen großen Stapel alter Spin-Off Zeitschriften bekommen, die ich nach Podcastthemen durchforsten wollte. Stattdessen spreche ich mal meine Meinung über die Spin-Off an und für sich aus. ;)

Selbst habe ich meine TDF-Projekte  im Besenwagen fertig gesponnen und muss das jetzt alles einpflegen. Zum Glück gibt es im Queerfeministischen Faserkombinat jetzt einen Einpflege-Along! 

Politschwafel

Ich las neulich einen Artikel in der Zeit von Mirna Funk, betitelt „Wir lebenden Juden“ ein Gruppenportrait der dritten Generation. Da fielen mir zwei Zitate auf, wo es darum ging, Unterschiede als Bereicherung anzusehen und verschiedene Standpunkte gelten zu lassen. Was daran schwer ist: Eine Person bewertet aus einer anderen Perspektive etwas anders als du, etwas, was du gut findest, findet sie schlecht, oder umgekehrt..

Ein Fachwort dafür, damit gut umgehen zu können, ist Ambiguitätstoleranz. Dieser Begriff wurde von Else Frenkel-Brunswick geprägt. Sie war eine jüdische Psychologin, die in die USA emigrierte und dort Forschungsarbeiten zu Autorität und Vorurteilen machte.

Was ich grade toll finde

Ich habe einen Weg gefunden, wie ich mir schön bunte Haare färben kann, ohne meine von Natur aus dunklen Haare zu sehr zu zerstören. Das Geheimnis: Pfoten weg von Drogeriebleiche, her mit der guten Profi-Blondierung.

Ich benutze Topwell Professional Creme-Oxyd 4% H2O2 (das reicht völlig) und ein passendes Blondierpulver, und ich schwöre auf Manic Panic Haarfarben.

Das wars, viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

falster

Episode 132: Vehicular Cycling

Heute habe ich eine Lobeshymne auf das Laminaria Tuch, einen Tour de Fleece Rückblick, einen Urlaubsrückblick und etwas über Fahrradpolitik. Außerdem erzähle ich von einer alten Dame, die spontan zur Fluxus-Künstlerin wurde und dafür verklagt wurde.

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Housekeeping: (00:00)

Danke für eure Geduld mit mir :) Ich habe tatsächlich in Angriff genommen, den Preis der 6 Monate zurückliegenden Jahresrückblicksverlosung zu nähen und deshalb traue ich mich wieder vors Mikro.

Stricken: (03:28)

Ich stricke gerade ein Laminaria Tuch von Elizabeth Freeman (Link zum kostenlosen Knitty-Muster, englisch). Ich finde es einfach toll und habe schon mal eins gestrickt. Dieses stricke ich aus sehr dünnem Lacegarn, das ich selbst gesponnen habe. Das Material war ein Wolle-Tencel-Kammzug, handgefärbt von Frau Wo aus Po in wunderschönem Beige und Aqua. Elisabeth Zimmermann empfahl schon in dem Buch Knitters Almanac (ravelry Link) filigrane Lace-Projekte fürs Camping.

Außerdem habe ich den Wraptor von Marc Smollin fertig, es fehlt aber noch das Fäden vernähen. Ich glaube, Moni hat beim Fiberthermometer neulich von schottischen Haps (ravelry Such-Link) geredet. Dieses Tuch könnte ähnlich funktionell sein. Es ist auch aus handgesponnenem Garn, eine Mischung aus Wolle und Seide.

Spinnen (12:49)

Die TDF liegt hinter mir, sie war sehr schön und ich habe ein paar feine Garne raus bekommen. Dieses Jahr habe ich nicht so hohe Leistungsziele gehabt, sondern wollte nur jeden Tag spinnen. Und das hat mich auch weiter gebracht und hat mir vor allem entspannt Spaß gemacht.

Das erste Garn war ein Kammzug von Woll(i)kater für Wollmäuse, den ich in Leipzig gekauft hatte. Ich habe es dünn gesponnen und kettengezwirnt. Danach habe ich ein tolles gelbes Batt zu einem Artyarn-angehauchten Garn verarbeitet, und dann einen BFL Kammzug aus Usedom in einer einzigen Session zu 520m Singles Garn gesponnen. Da bin ich durch Weird von Weird & Twisted inspiriert worden. Sie hat einige tolle Tücher aus handgesponnenen Singles gemacht.

purple tweed

Was ich grade toll finde (18:57)

Den Urlaub. Ach, das war toll. Ich bin den Ostsee-Radweg Dänemark gefahren. Wir haben diese Karte von Bikeline benutzt, in der die Übernachtungsplätze von udinaturen.dk eingezeichnet waren. Hin navigiert haben wir mit der Shelter App. Aber wir haben sehr selten GPS benutzt, wenn, dann nur 10 Minuten am Tag. Alles andere hätte doch zu viel Akku gekostet. Ich suche noch ein Reise-Ladegerät für den Fahrraddynamo oder mit einem guten Solarpanel. ein guter Kauf war der Wasserbeutel und das Reise-Waschbecken.  (Links zu den Herstellern)

urbane Selbstversorgung (32:41)

Heute geht es um „vehicular cycling“ (autoähnliches Fahrradfahren) und „segregated cycling“ (getrenntes fahrradfahren). Vertreten z.B. von Copenhagenize. Da gibt es zwei Fraktionen in der Fahrradverkehrspolitik. Bisher hat in Deutschland vor allem der ADFC dafür gekämpft, dass Radfahrende auf den Strassen respektiert werden sollten, und sie setzten sich gegen abgetrennte Radwege ein und für Radstreifen an der Seite, ohne bauliche Trennung. Die andere „Schule“ möchte baulich getrennte Infrastruktur für Radfahrende.

Ich fand das mit dem baulich abgetrennten Radfahren in der Stadt in Dänemark echt gut. Wenn Radwege gut angelegt sind, werden sie gerne genutzt und eine getrennte Bauweise der Radwege hilft auch, dass Radwege benutzbar sind und dass sie nicht so oft zweckentfremdet werden.

Pro Autoähnliches Radfahren:
  • Mehr Sichtbarkeit
  • die Idee der Gleichberechtigung
  • die Strasse hat meist gute Beläge, wird gekehrt, gepflegt, und ist praktisch angelegt.
Contra:
  • Gefahr durch Autofahrende, die keine Rücksicht nehmen
  • „Schwächere“ können einfach nicht mithalten
  • Lärm, Abgase und Stress durch viele Autos
  • wer rechts fährt, wird am meisten behindert
Pro getrenntes Radfahren:
  • Ruhe und entspanntes Fahren, weniger Stress
  • Auch Ältere und Kinder können Radfahren
  • Schutz vor Aggression und Rücksichtlosigkeit seitens Autofahrenden
Contra:
  • Schlechte Sichtbarkeit
  • Wege werden nicht respektiert, instand gehalten, praktisch angelegt
  • Gefahr an Kreuzungen

Fundstück der Woche (45:09)

Eine alte Dame hat in einem Kunstmuseum ein Kunstwerk „beschädigt“. (Artikel im „Justillion – kuriose Rechtsnachrichten) Sie hat ein Kreuzworträtsel ausgefüllt. Das Museum hat sie auf Schadensersatz verklagt. Ihr Anwalt hat argumentiert, dass die Dame das Kreuzworträtsel zu Recht ausgefüllt hat, denn der Künstler hat das so gewollt. Es stand sogar dabei, dass man Text einsetzen soll! Er gehört der Kunstrichtung „Fluxus„(Wikipedia) an, die herkömmliche Kunst als bürgerlich verachtet hat und sie in Frage stellen wollte. Deshalb hätte die Dame das Kunstwerk noch verbessert, und das Museum hätte vielmehr das Kunstwerk beschädigt, indem sie die Lösungen der Frau wieder entfernen ließen.

Viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

bikeanbruecke

Episode 131: Urlaubsvorbereitung

Heute geht es um Team Yeti 2016, eine Noro-Mütze und ein Marc-Smollin-Tuch, die Knitty Spring/Summer 2016, Art Journaling Techniken und einen großen Teil zum Fernradweg-Fahren, Urlaubsvorbereitung, Outdoorportale, GPS-Tracker, Papierkarten, Tourenplanungsportale, Reiseberichte und Campingfrust.

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Shownotes

Housekeeping

Wer möchte, ist herzlich eingeladen, sich im Team Yeti für die Tour de Fleece 2016 anzumelden! Manu wird wohl auch wieder eine Erklärfolge für alle TDF Neulinge machen. Dann jammere ich wie üblich, dass ich zu nix komme, viel arbeite und auch die Preise für die letzte Verlosung immer noch nicht fertig habe. :(

Lustig: Dr. Gemma hat in einer ihrer letzten Folgen auch über Mansplaining geredet.

Und natürlich habe ich ganz viel Dank für das Feedback zur letzten Episode, und vor allem an MatronaLupus für das klasse Päckchen mit Tee und Pflegesachen.

Stricken

Ich habe eine Mütze aus Noro-Garn fertig. Das war der Toe to Head Hat von Megan Williams, ich habe die Monkey Variante gestrickt. Außerdem habe ich einen Wraptor von Marc Smollin angeschlagen und bin schon gut dabei!

Außerdem bespreche ich Muster aus der aktuellen Knitty Spring/Summer 2016! Und zwar Dubrovnik, Inhabit, 1 Skein, 1 Stick, Stiorra, Waterfall, Pinwheel, Gocce, Liquid Honey, Rectify, und Eternal Spring. (die findet ihr alle unter dem Link)

Spinnen

Mein letztes Projekt ist das Vlies eines Merino-Texel-Schafs fertig zu verspinnen, und ich habe da gekämmtes vs. kardiertes Vlies/Kammzug versponnen und von einem langen-Auszugs-Spinnkurs geträumt. Der aber aus Zeitgründen zur Zeit nicht weiter konzipiert werden kann.

Art Journaling

Bei Lifebook habe ich schon wieder Rückstand, aber letztens habe ich was tolles gemacht: Bei „The Ripple Effect“ gab es eine super Marmoriertechnik mit Rasierschaum. Hier ist eine Youtube-Anleitung: Shaving foam marbling (youtube)

Kostenlose Artjournaling Tutorials vom letzten Jahr wollte ich eigentlich verlinken, aber ich finde sie gerade nicht. Vielleicht war das Angebot nur vorübergehend?

Was ich grade toll finde

Hier geht es um Fernradwandern und Urlaubsvorbereitung!

Bei udinaturen.dk gibt es eine Übersicht aller Zelt- und Shelterplätze in Dänemark und die dazugehörige App für Android heißt Shelter.

Meine Etappenplanung habe ich mit der GPS-Tracking-Funktion von runtastic gemacht, aber nur, weil ich noch keine gescheitere Webseite dafür kannte. Jetzt benutze ich dank einem Tip von Jules outdooractive.com

Als Karte benutze ich gerne Papier. (Kein Navi/Gerät). Ich mag gerne die Karten von Bikeline, weil sie ein super Format haben, Wetterfest sind und die Wegbeschreibungen und Sehenswürdigkeiten auch sehr bequem sind.

Ein gutes Forum für Outdoortips und Reiseberichte ist das von Outdoorseiten.net, dort habe ich auch meinen Reisebericht vom Oder-Neiße-Radweg 2015 eingestellt. Oder es gibt ihn auch hier auf einem Extra tumblr Blog.

Die warmup-Radtour wird der Havel-Radweg von Waren/Müritz nach Berlin sein.

Außerdem fand ich den Iron Curtain Trail faszinierend.

Das war es auch schon für heute, viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

beuteleipzig

Episode 130: das 9. Leipziger Wolle-Fest

Ich berichte vom Leipziger Wolle-Fest, bzw. über meinen Besuch dort, erzähle, was ich gerade stricke und rede über links- und rechtshändigkeit beim Spinnen auf Spindeln und Spinnrädern.

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Die Shownotes

Housekeeping: Ich muss diesmal vor allem für eure Geduld mit mir danken. Ich bin grad etwas überlastet und Dinge wie der Podcast fallen einfach unter den Tisch. trotzdem bin ich grob bei meinem Vorhaben, es wenigstens monatlich zu schaffen, im Rahmen, aber die Verlosung von Ende Januar harrt nach wie vor ihrer Erledigung..

Stricken: Marina Labyrinth Socks. Ich finde sie total schön, und ich habe das Muster leicht modifiziert. Die Ferse ist von Yarnissimas Spice man, und ich habe die Reihen 8-16 immer wiederholt und dann zwischendurch wieder die anderen Reihen auch gestrickt. Nicht ganz absichtlich :D

Als zweites ist der Toe to head hat in Arbeit, aus einem Norogarn mit Seide, das ich von Sara vom Wollkotze Podcast geschenkt bekommen hatte.

und das war alles, was Stricken angeht!

Spinnen: Auf dem Leipziger Wolle-Fest habe ich eine grüne Spindel aus Robinienholz ergattert. Die Tischlerei Mewes macht inzwischen auch echt hübsche Spindeln, und laufen tut sie auch sehr schön. Das erwähnte Spinnrad aus Robinienholz ist ein Henkys „das Bewährte“.

Heute geht es hier um rechts- und linkshändigkeit beim Spinnen, und wie sich das auswirkt. Eigentlich gibt es beim Spinnen nicht so die -händigkeit. Aber Abby Franquemont hat mal geschrieben, dass in Peru rechtshändische Menschen eher die Spindel mit der rechten Hand bedienen, und das hat so seine Vorteile. Weil ich mir die linke Hand als Faserhand angewöhnt habe, benötige ich jetzt ein „Linkshänderspinnrad“, haha. Wer weiß, wieso bei sächsischen Spinnrädern die Spinnflügel immer links sind? Ich verstehe es nicht so ganz und will das gerne wissen!

beute aus leipzig

Bericht vom Leipziger Wolle-Fest

Wir hatten uns im Pocasting auf deutsch Forum im „Yeti unterwegs“ Thread verabredet, und hinterher habe ich leider festgestellt, dass viele den Thread ja gar nicht kennen und dass ich und zwei-drei Leute uns trotz dem Treffpunkt um 14 Uhr verpasst hatten. Weil die ja gar nicht wussten, dass es einen gab. Nächstes Mal muss ich das auch mal auf Social Media ankündigen, glaube ich.

Ich und zwei nette Mitreisende sind mit dem Flixbus gefahren, welcher direkt in Leipzig Messe hält. Direkt vor die Tür, juhu!  Und dann habe ich gleich das meiste meiner Beute in den ersten 20 Minuten geshoppt, haha. Zum Beispiel die andere Spindel, eine tibetische mit Apfelholzwirtel von Peter Locke von Wolle-Online.

Das Yeti-Treffen war toll, wir waren fast 16 Personen zur Stoßzeit, und ein-zwei Cafetische zu haben, von denen einzelne Grüppchen zum Shopping aufbrechen können, war optimal.

Ich habe ein Louet Victoria und ein Woolmakers Bliss Spinnrad ausprobiert. Waren beide ganz gut.

Danach war ich noch bei meiner Freundin Esme, und hatte einen schönen Abend trotz Erkältung.

Und weil ich soviel über Abby Franquemont gesprochen hatte: Sie hat im März einen so guten Text veröffentlicht über Weiß sein und Privilegien, Wurzeln und ihre persönliche Geschichte damit. Er heißt: Have you ever wished you weren’t white? (lang und auf englisch, aber wirklich die Zeit wert!)

Damit wünsch ich euch einen schönen April und wir hören uns im Mai wieder!

Eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

schachtrad

Episode 129: Stifte

Inspiriert von Susanne macht Sachen geht es heute auch hier viel um Stifte, außerdem um Socken, Wollmeise Garn, ein Fernsehsender im Ragù und die andauernden Dornröschen-Referenzierungen beim Spinnen, und Kreuzspindeln, die ich jetzt doch irgendwie mögen gelernt habe.

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Housekeeping 

Danke für euer Feedback und überhaupt für Alles! Ich muss meinen Senderhythmus auf 1x pro Monat reduzieren, weil ich das erfahrungsgemäss schaffe. Vielleicht kommen Bonusepisoden zwischendurch zustande!

Ausserdem gibt es neue Folgen von einem alten Podcast: Susanne macht Sachen 

Stricken

Bei „Motivation, Meilensteine, Mottomonate“ habe ich mal wieder meine Februarziele nur teilweise erreicht. Ein Paar Socken wurde fertig, am anderen stricke ich gerade. Es sind Mustersocken mit Travelling Stitches von Nicole Masson, und zwar heißt das Muster „Marina Labyrinth“.  Ich habe eine Yarnissima Ferse gestrickt, wie sie im Muster „Spice Man“ beschrieben ist. Und dann rede ich über meine erste Socke mit Wollmeise Garn.

Ich überlege grad so, ob ich überhaupt zum Leipziger Wolle-Fest fahre dieses Jahr. Ich stricke grad so langsam, dass ich gar kein Garn kaufen müsste. Also Einkaufsbedarf habe ich nicht. Und grade gruselts mich vor Sachsen und habe fast Angst, da hin zu fahren. Aber ich würde wohl eh hin fahren, weil ich meine Freundin Esme besuchen werde. Garnkaufmässig wäre es sinnvoller, auf das Wollfest in Hamburg zu gehen, das ist im September, bis dahin habe ich evtl mehr verstrickt und wieder Bedarf nach Nachschub.

Spinnen

Ich spinne gerade süddeutsche Merino von Fiberspace mit einer kleinen Kreuzspindel. ich ziehe da Perlen und Pailetten drauf, möchte das Garn aber noch verzwirnen. Das finde ich nicht so ideal, weil das die Perlen und Pailetten im Garn fixiert, und ich dann nicht so gut kontrollieren kann, an welche Stellen genau die Add-ons im Strickstück gelangen werden.

Ich rede von Kreuzspindeln und wieso ich sie nicht mochte, und wieso ich jetzt meine neue Mini-Kreuzspindel mag. Sie ist so schön und meditativ. Da stört mich das langsamere Aufwickeln und der viele Luftwiderstand gar nicht.

Was ich nicht mag, sind diese ständigen Dornröschen Referenzierungen! Als ich und ein paar andere Fiberfriends im Ragù zum Essen eingeladen waren, weil ein Team vom Fernsehen kam, fragte die Reporterin mal wieder, wo am Spinnrad sich eigentlich Dornröschen gestochen hat. Ich glaube, das nächste Mal sage ich einfach, dass wir Spinnenden über Dornröschen nicht reden. Ich finde sowieso, wir sollten am besten alle mit Muggles nicht über Dornröschen reden. ;)

(Art) Journaling

Stifte:

Alle meine Stifte hier sind schwarze Fineliner, die wasserfest sind. Etwas anderes kommt gar nicht in Frage, weil ich oft noch mit Wasserfarbe drübergehen möchte, und alles, was dann verschmiert, gefällt mir nicht so gut.

Meine „ersten“ und immer noch gut im Rennen:

Rotring Tikky Graphic Fineliner (Modulor, 3.20€)
Die Tinte fließt sehr leicht bei diesen Finelinern. Dadurch, finde ich, wirken die Linien auch dicker als bei anderen Stiften mit der selben Strickbreite. Ich würde daher die Tikky Graphic dünner wählen als andere Stifte. Das heißt aber auch, dass sie schneller leer sind, UND dass sie im Prinzip nie kaputt gehen, weil die Spitzen nicht so aufgedrückt werden müssen, so mühelos fließt die Tinte. Sie haben dennoch nie getropft oder rumgesaut.

Staedtler Pigment Liner (2,45€, boesner)
Fand ich zunächst toll wegen der feinen, relativ trockenen Linien. Diese Stifte sind weit verbreitet und in vielen Schreibwarenläden, auch in der Provinz, erhältlich. Ich habe z.B. einen in Eisenhüttenstadt gekauft und als Reisetagebuchstift benutzt. In einem der üblichen Schreibhefte (Hausaufgabenheft, für die Schule) schrieb er immer super und drückte auch nicht durch. Nach längerem Gebrauch, bei manchen Stiften leider von Anfang an, gingen mir die Spitzen kaputt, d.h. die Stifte kratzen dann über das Papier, und schreiben nur noch gut, wenn der Stift senkrecht zum Papier gehalten wird. STaedtler hat mir auf Twitter signalisiert, dass bei zu starkem Aufdrücken die Spitzen leicht beschädigt werden können.
Ich habe die Stiftspitzen dann mit der Metallfeile rund gefeilt. Danach schrieben sie wieder, allerdings stimmt dann die Strichbreite nicht mehr.

Danach probierte ich:

Standardgraph Tec Pen (1,75€, Edelhoff Kreativ Kaufhaus Berlin)
Diese unscheinbaren und etwas günstigeren Stifte schreiben gut, und ich glaube, es ist mir auch noch keiner oder höchstens einer kaputt gegangen (Spitze zickt)

Unbrauchbar fand ich:

Pilot Pigment ink Drawing Pen 0.3 (keine Ahnung, wo gekauft, und wie teuer)
Edding 1800 Profipen (Boesner, 2,94€, Modulor, 3,30€)
Beide Sorten Stift haben von Anfang an auf dem Papier herumgekratzt, schreiben nur gut, wenn sie senkrecht auf das Papier gesetzt werden und wenn das Papier schön glatt ist.

Neu und kaum benutzt:

Copic Multiliner SP 0.3mm (an die 8€)
Dieser Stift kostet mehr, weil er nachfüllbar ist und alle Teile austausch- und nachkaufbar sind. Eine Freundin sagte, auch hier gehen die Spitzen als erstes kaputt, aber wenigstens kann ich dann eine neue kaufen. Wenn auch die Spitze so viel kostet wie ein ganzer Fineliner, (2 Stück 4€) ist es immerhin ökologischer, als einen ganzen Fineliner zu kaufen und einen vollen wegen der kaputten Spitze wegwerfen zu müssen.

Papier

Da ich kein Bullet Journaling mache, sondern „Urban Sketching“ habe ich bestimmte Anforderungen an meine Hefte. Das Papier muss so sein, dass ich darin Linework machen kann und mit Wasserfarben herumpanschen. Die meisten Skizzenbücher sind aber für trockene Zeichentechniken oder bestenfalls noch Marker oder Federzeichnungen geeignet. Bei Wasserfarben versagen sie dann. Entweder die Wasserfarbe drückt durch, oder sie wird vom Papier sofort „eingesaugt“ so daß keine glatten Farbübergänge möglich sind und eklige Abstufungen entstehen. Außerdem wird bei Lasuren, also mehrmals übereinander Wasserfarbe gemalt, getrocknet und wieder gemalt, oft das Papier marode und löst sich schlimmstenfalls in Flocken ab.

Um dem zu entgehen, habe ich ein Aquarellbuch mit Fabriano Aquarellpapier bei Modulor gekauft. Und ein Hahnemühle Travel Journal, bei dem mir im Laden Aquarelltauglichkeit in Aussicht gestellt wurde. Beides liegt noch originalverpackt herum, denn: Ich habe Semikolon Schreibhefte (blanko) angefangen zu benutzen. Sie haben ein recht dünnes Papier (100g/m2), aber die Fineliner drücken nicht durch und sie lassen sich mit Aquarellfarbe fantastisch benutzen. Sogar mehrmals lasieren mit Wasserfarbe kann das Papier ab.  Es wellt sich halt, aber das ist okay, das Papier wird durch die Form des Skizzenbuches eh wieder platt gedrückt.

Inzwischen habe ich mir ein Buch von Semikolon mit dem gleichen Papier gekauft und benutze es sehr gerne. Allerdings sind die Dinger auch nicht so ganz billig, vor 2-3 Jahren haben sie noch weniger gekostet, aber so ist das halt. Die Hefte kosten um die 5 Euro für Din A5, die Notizbücher 15-20€.  Für die Bulletjournal-Fans, es gibt auch entsprechende Bücher von Semikolon mit dem selben Papier.

Wasserfarben 

Super vom Preis-Leistungsverhältnis finde ich Igor Trestoi russische Künstler-Aquarellfarbe. Die Pigmentierung/Löslichkeit ist nicht bei allen Farben gleich, sogar sehr unterschiedlich, aber das ist immer noch unschlagbar.

Dann habe ich einen Schmincke Aquarellkasten, die Farben sind recht brilliant und transparent. Ich finde sie toll, im Moment fahre ich aber auf andere Farben ab.

Die Sketchers Box von Winsor&Newton (Link zu einem Youtube-Review-Video) ist toll, weil sie so klein ist, dass ich sie in die Tasche stecken kann. Diese Farbe ist Studienqualität, d.h. sie hat weniger Pigmente. Aber dafür ist sie wirklich ganz gut!

Dann habe ich noch ein selbstgemachtes Travel-Set mit Lukas Künstler-Aquarellfarbe, die ich mit Sekundenkleber in eine leere Metalldose geklebt habe. Die Lukas Farben sind recht teuer und haben eine erdige Qualität. Ich würde nicht sagen, sie sind schlechter als Schmincke, aber einfach anders.

Teechen

Ich habe in Kreuzberg in einem netten türkischen Laden für Gewürze, Trockenfrüchte, Nüsse und Lokum einen orientalischen Kräutertee gekauft. Da sind Kamillen, Hagebutten, Verbene, Bergtee und Malve und auch einige Wurzeln drin. Ich finde ihn sehr lecker!