Episode 156: Start in die Fahrradsaison!

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Ich habe diesmal den Podcast wieder im AAC Format (m4a Datei), wer das zu mp3 konvertieren muss, kann das hier tun: https://audio.online-convert.com/convert-to-mp3

http://www.spiritvoices.de/pod/ep156.m4a

Die Shownotes

Intro + Housekeeping

Hier die wunderbare Soundcloud Seite von Musiker „Pyrosion“ von dem ich mein neues Intro habe.

Stricken: (00:02:57)

Die erste Kiila Socke ist fertig, haha! Vor zwei Wochen war sie halb fertig, daher habe ich eine halbe Socke seitdem gestrickt, unfassbar, wa? Allerdings hatte ich eine Woche Strickverbot, weil ich einen Epicondylitis-Schub hatte, der jetzt abgeklungen ist. Seit drei Tagen stricke ich wieder. Ich habe die Leggings, die ich vor 10 Jahren gestrickt hatte, nach dem Muster „Nether Garments“ von Elisabeth Zimmermann, etwas zurückgeribbelt um sie an der Hüfte neu zu formen und ein neues Bündchen dran zu stricken. Sie war viel zu weit und zu hoch gewesen. Seit einem Monat liegt sie quasi bereit, seit ich „Aufräumen mit Marie Kondo“ praktizierte. Und jetzt habe ich sie angepackt!

Leider habe ich seit einigen Wochen wieder Mottenprobleme in der Wohnung, und ich kann mir nicht vorstellen, wo sie nisten. Ich habe soviel aufgeräumt und aussortiert, und meinen Stash habe ich auch letzte Woche nochmal durchgesehen – und der ist sauber. Viel habe ich nicht gefunden. An den Filz-Schlägel meiner Rahmentrommel sind sie rangegangen. Sie waren in den Katzenhaaren, die die Katze in ihrer Schlafkiste hinterlassen hat und ein paar wenige waren an den Wollresten, die ich aus der Kardiermaschine nicht raus bekommen habe. Ich habe jetzt noch ein sehr flauschiges Schaffell im Verdacht, das werde ich mit einem katzenfreundlichen Mittel besprühen, das eigentlich gegen Katzenflöhe gedacht ist. Aber es kann auch Motten bekämpfen. Und es schadet der Katze nicht.

Der Yeti macht die Hefte schön: (00:15:31)

Ich erzähle von meinem Zeit-Tracker und von meinem Zeitmanagement als Bäckerin und Mitglied in einem Kollektivbetrieb. Wer Infos zum Bulletjournaling sucht, findet auf Bulletjournal.com eine Einführung.

Mein Zeittracker hilft mir sehr dabei, einen Überblick zu haben, was und wieviel ich gearbeitet habe. Das hilft mir wieder dabei, zu merken, wo es zuviel wird und mir auch Auszeiten einzuplanen.

Das andere Thema sind wöchentliche Spreads vs. „Daily Logs“. Im Originalsystem gibt es keine wöchentlichen Doppelseiten. In einem „Monthly log“ werden die Termine und To-Do’s des Monats eingetragen, und dann gibt es die „Daily Logs“, die mit dem Monthly Log zusammenarbeiten.

Viele Leute, ich auch, haben angefangen, „Weekly logs“ zu führen, und ich habe festgestellt, dass es sich mit dem Monthly Log UND mit den Daily logs überschneidet. Daher fängt dann immer irgendwas an, etwas zu schleifen. Trotzdem fand ich die Weekly Logs gut, um z.B. meine Fahrrad-Kilometer zu tracken, und meine Ausgaben. Vielleicht muss ich das in die Daily Logs einfach integrieren.

Was ich gerade toll finde (00:29:23)

Hier gehts wieder um Radtouren, ich erzähle von meinen ersten zwei Radtouren 2019. Die eine war zu Ostern, die andere Anfang Mai, mit einer Übernachtung im Zelt. Es geht um Biwak- und Wasserwanderrastplätze, von denen ich früher nur weniger kannte, aber inzwischen gibt es (wieder) sehr viele! Gute Infos gibt es z.B. auf https://www.flussinfo.net

Ich benutzte eine schöne, alte Radwanderkarte von 1997, die Wege kannte, die heute gar keine offiziellen Routen mehr sind. Das war super, und sehr spannend.

Gezeltet habe ich auf einem netten Biwakplatz in Werder (Spree) und dann bin ich nach Storkow gefahren und mit dem Zug zurück.

Die zweite Tour ging nach Mönchwinkel und Fürstenwalde, mit Freundin + Kids, und dann sind wir auch mit dem Zug zurück gefahren.

urbane Selbstversorgung (00:55:03)

Aus Zeitgründen muss ich darauf verzichten, auf unsere Klimadiskussion weiter einzugehen, aber dafür habe ich für euch einen Artikel ausgegraben der da titelt: „Wie schnell sind wir wirklich? Das Konzept der effektiven Geschwindigkeit“.

Dabei gehts darum, zu schauen, wieviel Zeit wir für unsere Fortbewegung tatsächlich zubringen, und das bedeutet, wieviel Zeit man z.B. arbeiten muss, um das Geld zu verdienen, um sich das Auto leisten zu können, das man fährt. Und dass das mit einkalkuliert wird, wenn man die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs berechnet.

Das war es für dieses Mal auch schon wieder. Ich wünsche viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

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Epidode 155: Leipziger Wollefest 2019

Heute geht es um das Leipziger Wolle-Fest, meine aktuellen Strickprojekte und Minimalismus, Spinnen und meine neue Fingerkunkel, und es gibt ein Update vom plastikarmen Leben.

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Ich habe diesmal eine mp3 Datei gemacht, deshalb packe ich jetzt keinen Link zum Dateikonverter hier rein, im Allgemeinen sind mp3’s ja sehr kompatibel mit Allem. Aber dafür habe ich ihn in der Sidebar verlinkt, falls ihn also doch jemand braucht, einfach rechts im Menü klicken. Die Adresse der Datei ist:

http://www.spiritvoices.de/pod/ep155.mp3

Die Shownotes

Intro + Housekeeping

Ich halte das mal aus Zeitgründen ein wenig kurz und verlinke einfach nur alles, worüber gesprochen wird. Zunächst seien genannt, die wunderbare Soundcloud Seite von Musiker „Pyrosion“ von dem ich mein neues Intro habe. Das Outro ist von LeGang und heisst „I don’t need U 2 say anything“ und alles beides fand ich bei Audiolibrary.com.co

Stricken (00:03:56)

Ich habe fertig: Monkey Tabi Socken – der Klassiker von CookieA meets Tabi Socks von Camy Tang. Ausserdem ist das „Age of Brass and Steam Kerchief“ fertig.

Zur Zeit in Arbeit: Die Kiila Socken von Yarnissima.

Tip: Socken, die zum Verschenken gedacht sind, zu einer Rolle einrollen und in ein ausgespültes Marmeladenglas stecken, das ist dekorativ und dann kommen hoffentlich auch keine Schädlinge rein, wenn sie noch ne Weile rumliegen bevor sie verschenkt werden.

Spinnen (00:12:47)

Ich habe mir bei Peter Locke eine Fingerkunkel gekauft (ich habe ihm einen Prototypen abgeschwatzt, weil ich sie so klasse fand) und eine Kopfspindel habe ich mir auch gegönnt.

Darauf spinne ich ein Merino-Seiden-Batt, das ich schon seit Ewigkeiten in meinem Stash habe.

Ich hab mir auf Mastodon vorgenommen, einen #DailySpindle Thread zu schreiben. Hier geht es zu allen Postings mit „DailySpindle“. (Um alles zu sehen, müsst ihr bei „Show more“ draufklicken und auf die Bilder)

Urbane Selbstversorgung (00:20:35)

Wie geht es mit dem plastikarmen Leben voran? Ich mache ein Update und rede darüber, warum es jetzt recht dauerhaft klappt, und es das letzte Mal wieder eingeschlafen war.

Dann rede ich über vielfliegende Zero-Waste Ikonen, wie schlimm Fliegen eigentlich ist, und darüber, dass es jetzt angeblich eine „Flugscham“ Bewegung gibt.

Events (00:40:30)

Ich war auf dem Leipziger Wolle-Fest, das war ganz nett! Leider gab es kein großes Yeti-Treffen, dafür haben wir allerlei andere Leute getroffen an unserem Yeti-Tisch. Wer’s lesen will, ich habe einen Blogeintrag dazu geschrieben mit vielen Fotos: Ich war auf dem Leipziger Wolle-Fest, ohne Wolle zu kaufen.

Das war’s – ich wünsche euch eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 151: Endlich wieder Plastikfrei!

Download:

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep151.m4a

 

Shownotes

Housekeeping und Social Media Neuigkeiten: (00:00:00)

Vielen Dank für euer Feedback für die letzte Episode!

Ich habe die letzten Jahre immer am Jahresende einen faserverzückten Jahresrückblick ausgerufen, mit Verlosung, und dieses Jahr werde ich das nicht machen. Aber es wird trotzdem einen geben, den gibt es dann einfach als Podcast- und Blogstöckchen für alle, die es für sich machen wollen. (Der Link führt zum Ravelry Forum, wo ich einen Thread dazu eröffnet habe).

Ich bin wieder bei Instagram. Manche Kontakte würde ich sonst verlieren, wenn ich nicht wenigstens auf einer Plattform des Facebook Konzerns aktiv bin. Dafür hat mir Mannisdottir den super Tip gegeben, wie man Instagram am Rechner vorgaukelt, ein Mobiltelefon zu sein.

Disclaimer: Ich mache hier keine Rechtsberatung, ich gebe nur meine Meinung weiter, und erzähle, was ich bis hierhin erfahren habe zu dem Thema:

Zur Werbung auf Social Media: Wir haben das im Podcasting auf deutsch–Forum diskutiert. Die Bloggerin und Influencerin Vreni Frost hat in einem Post eine Marke verlinkt und erwähnt, darauf wurde sie abgemahnt, ging vor Gericht und hat verloren.

Danach gab es viel Panik, dass nun niemand mehr sicher sei, wenn wir Produkte auf Social Media erwähnen. Auch bei uns Podcastenden. Ich erzähle vom früheren Fall  „Landgericht Hamburg“, das angeblich entschieden hatte, dass alle für die Inhalte der Seiten, die sie verlinken, verantwortlich seien, es sei denn, sie würden sich davon distanzieren. Damals war auch viel Panik und alle setzten diese Disclaimer auf ihre Webseiten, dabei hatte das Landgericht Hamburg etwas ganz anderes entschieden: Jemand hatte mit dem Mittel kuratierter Links eine Webseite geschaffen, die jemand anderen schädigt, und dies geschah durch das Sich-Zueigenmachen der verlinkten Inhalte und deren Zusammenstellung. Gewöhnliche Links waren von dem Gericht nie gemeint.

Ähnlich war das mit dem Fall von Vreni Frost: Ein Gericht hat geurteilt, dass sie als gewerbliche Influencerin* mit einem Post ein geschäftliches Interesse verfolgte, obwohl sie keine konkrete Gegenleistung für den Post erhalten hatte.  Das heißt jetzt für mich, dass ein Gericht bei einer Privatperson, die keine Kooperationen mit Firmen eingeht und nur über ein selbst gekauftes Produkt redet, wahrscheinlich nicht genauso urteilen würde. (Garantiert ist natürlich nix) Hier gibt es das gesamte Urteil mit Begründung zu lesen.  Ist spannend!

Vreni Frost zeichnet auch nicht deshalb seither all ihre Posts als Werbung aus, weil sie Angst hat, sonst wieder abgemahnt zu werden, sondern als politische Aktion/Demonstration, die zeigen soll, wie sinnlos es im Sinne des Verbraucher*innenrechts wäre, , wenn Leute nun _alles_ als Werbung kennzeichnen würden. Das entnehme ich den kämpferischen Posts auf ihrem Blog. Ich kann das mitmachen, wenn ich es sinnvoll finde, (z.B. mit dem Hashtag #weilalleswerbungist), aber ich kann es auch lassen, ohne mich in große Gefahr zu bringen.

Hier gibt es noch einen Artikel, der meiner Ansicht nach die Aufregung um das Urteil etwas auf den Boden der Tatsache holt: „Absurdes“ Instagram Urteil gegen Vreni Frost? So einfach ist das nicht!

Die Landesmedienanstalten haben nun auch ihren Leitfaden von 2015 aktualisiert, hier findet ihr den aktuellen „Leitfaden zu Werbekennzeichnung auf Social Media Angeboten„.

Nun endlich zum..

Stricken (00:16:58)

Ich stricke gerade die Broad Street Mittens von Janis Cortese aus handgesponnenem Garn, und ich liebe sie so arg, dass ich schon am zweiten Paar bin. Das erste geht bald auf die Reise, das zweite wird für mich sein.

Davor hatte ich das #Novickel Projekt fertiggestrickt, es wurden BFF Socks von Deby Lake und Handstulpen für eine Freundin.

Ausserdem habe ich noch den „Schwarzen Öko-Kolben“ gestrickt, eine Mütze aus dickem, selbstgesponnenem Garn, das eher rustikal ist. Deshalb habe ich die Mütze noch mit Fleece gefüttert. Das Muster war „Dylans Beanie“ von Wooly Wormhead.

Jetzt habe ich ausser den Handschuhen nur noch die „Travelling Leaf Socks“ von Claire Butler in Arbeit, hoffentlich schaffe ich diese noch dieses Jahr zu beenden.

Meine Stashverkleinerung 2017 scheint zu klappen, aber nur, weil ich ein wenig schummle, aber ich bin auch beschummelt worden: Im Februar habe ich einigen Stash in meiner Ravelry-Datenbank von „Trade/Sell“ zurück gestellt auf „In Stash“ und musste feststellen, dass mir dann das Garn zum Stash dazu gezählt wurde. Ich hatte es lang vorher erworben, aber es war nicht gezählt worden, als ich es als „Trade/Sell“ deklariert hatte. Ich habe jedenfalls 2018 nichts gekauft und viel gestrickt und trotz Tour de Fleece und ein paar Garngeschenken sollte ich eigentlich ganz schön im Minus sein. Ende des Jahres ist Kassensturz.

Ausserdem habe ich mein 10 Jähriges Strickjubiläum gehabt! am 27.11.2008 habe ich mit dem Stricken angefangen, um meine Hände zu beschäftigen, weil ich damals kurz vorher aufgehört hatte, zu rauchen. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens!

urbane Selbstversorgung (00:30:50)

Ich versuche mal wieder (seit ca. einem Monat) möglichst plastikfrei zu leben. Mein erster Versuch war vor einigen Jahren, inzwischen ist es ja auch ziemlich in, und fällt daher schon leichter, weil sich manche Geschäfte darauf schon langsam einstellen.

Was ich früher nie geschafft habe, war Käse unverpackt zu bekommen. Inzwischen packen sie mir den Käse auf dem Wochenmarkt und in einem kleinen Bioladen in meine eigenen Gefäße. Essig und Öl bekomme ich bei „vom Faß“, aber da ist es ziemlich teuer, finde ich.

Mehl, Zucker, Salz, Saaten, Nüsse etc. kann ich aus unserer Bäckerei unverpackt bekommen, bzw. fülle es mir selber aus dem 25kg Sack ab und bezahle das dann nach Gewicht. Nudeln mache ich inzwischen selbst, weil ich eine Abneigung habe, Markenprodukte kaufen zu müssen, und den teuren Namen zu bezahlen, weil nur Markennudeln im Karton erhältlich sind.

Ricotta und Pflanzenmilch wird auch selber gemacht. Rezept für Pflanzenmilch + Rezept für Ricotta (sorry, amerikanische Maßeinheiten, it’s a pain in the ass).

Milch + Joghurt bekomme ich von regionalen Molkerien in Glasflaschen.

Gemüse, sollte man meinen, gibt es eh lose, aber in den letzten Jahren sind Gemüse in Supermärkten so oft in Plastik eingepackt. Deshalb muss ich auch das zunehmend auf dem Wochenmarkt kaufen.

Süßigkeiten müssen auch meistens selbst produziert werden, weil es die schwerlich unverpackt fertig gibt.

Waschpulver gibts im Karton. Linsen und Bohnen etc werde ich zukünftig im Unverpackt-Laden kaufen, der ist eigentlich nicht so geeignet für den täglichen Einkauf, weil er nicht in meiner Nachbarschaft liegt. Aber auf dem Heimweg von der Arbeit kann ich ihn mit geringem Umweg per Rad erreichen.

Was ich noch in Plastik kaufen muss: Katzentrockenfutter. Die Katze frisst das Futter im Karton nicht. Und Zahnputzprodukte, weil ich eine elektrische Zahnbürste habe und die auch weiter zu benutzen gedenke.

Ich denke aber nun nicht, dass Zero Waste die Welt rettet und dass es gut ist, die Verantwortung auf so eine Weise auf die Verbrauchenden abzuwälzen.  Und wir dürfen nicht vergessen, dass sich nicht alle diesen Lifestyle Konsum leisten können. Ökologisch wird sich erst was bessern, wenn wir auch Druck auf Politik und Firmen ausüben, nicht nur durch individuellen Verzicht. Aber Verzicht ist es für mich eigentlich nicht:

Dieses Zero Waste ist für mich eine krasse Bewusstseinsübung, mir kommt es fast vor, als sei ich aus einem zerstörerischen Karussell ausgestiegen. Von überall her bekommen wir Plastik reingestopft, und werden mit Konsum zugeschmissen, und jetzt, wo ich Konsum gut überdenken und planen muss, merke ich, dass ich doch weniger kaufe und konsumiere. Dadurch gebe ich tatsächlich nicht mehr Geld als vorher aus, obwohl die Lebensmittel deutlich mehr kosten.  Ich mache mehr selbst, das bringt Entschleunigung und ungeahnten Lebensgenuß.

Tortellini mit Spinat und Ricotta Füllung

Deswegen kommt es mir vor, als würde ich im Luxus schwelgen. Ich merke schon, dass ich jetzt auch eine bessere Qualität von Lebensmitteln bekomme. Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie es weiter geht!

Was ich grade toll finde (00:51:09)

Ich mag gerade Kleinanzeigen und unseren Schenkladen, denn da kann ich Dinge finden, die ich adoptieren kann, und Dinge, die ich nicht mehr benutze, finden ein neues Zuhause. Ich habe meine Djembe in supergute Hände abgeben können, es war ein Musiker und Trommellehrer, der sie mit mir gegen handgefärbten Stoff aus Gambia getauscht hat. Ich habe eine klasse Nudelmaschine bekommen und mache die ganze Zeit Nudeln damit und bin total happy. Und einige Bücher, die mir nichts mehr sagen, die aber noch ein Publikum finden, habe ich auch woanders hin geschickt. Win-Win!

Das war es für heute, vielen Dank fürs Zuhören und eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

—– Fußnote —

*Im Urteil steht: „Für das Vorliegen einer geschäftlichen Handlung spricht weiter, dass die Antragsgegnerin – wie sich in der mündlichen Verhandlung herausgestellt hat – eine Projektmanagerin beschäftigt und ihre Geschäftsanschrift in den Räumen einer Werbeagentur unterhält. Es handelt sich bei der Antragsgegnerin mitnichten um eine Privatperson, die ihre persönlichen Vorlieben im Internet veröffentlicht. Ebenso wenig handelt es sich bei den streitgegenständlichen Posts um redaktionelle Inhalte. Vielmehr werden Produkte zu kommerziellen Zwecken präsentiert und deren Herkunft benannt.“

Das Gericht hat also erst mal geguckt, ob es sich um eine einfache Internetnutzerin handelt oder um jemanden, der geschäftlich Beiträge verfaßt. Das Gericht hat auch ihre Follower gezählt und erwogen, was Vreni Frost an Reichweite hat.

Episode 149: 8 Jahre Strafstricken

Heute geht es um..

..mein 10jähriges Strickjubiläum, was ich dieses Jahr strickmässig erreichen möchte, die Tour de Fleece, Salat in Gläsern, ein neues Bulletjournal, das Treffen zur Wollausstellung in Berlin und die Radtour nach Süddeutschland, die ich im August unternommen habe. Letzteres ist ganz hinten und lang, also könnt ihr das wegschalten, wenn es euch nicht so interessiert.

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Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep149.m4a

Die Shownotes

Housekeeping:

Ich habe das letzte Mal im Mai aufgenommen und jetzt ist Anfang Oktober. Ich bin mir nicht sicher, ob mein Podcast so weiter tragfähig ist. Ich höre auch viel weniger Podcasts im Moment, dadurch ist auch das Podcasten nicht mehr so stark in meinem Leben präsent. Vielleicht ist das ein langsames Podfading, was hier stattfindet.

Es gibt einen neuen Strickpodcast auf www.wollkanal.de

Stricken (00:06:54)

Ich versuche dieses Jahr meinen Stash zu reduzieren, bislang habe ich das noch nie geschafft. Und ich habe 2018 mein 10 Jähriges Strickjubiläum! Seitdem ist mein Stash immer angestiegen, auch, wenn ich aufgehört habe, online Wolle zu shoppen. Mit dem Garn bestellen habe ich sogar komplett aufgehört. Durch das Spinnen, Geschenke, Wolltausch und Impulskäufen auf Wollfesten und so kam immer noch genug zusammen.

Ich habe vor allem Socken gestrickt, zum Beispiel:

Danach bin ich auf den Lacetrip gekommen:

An dieser Stelle vielen Dank an Fallstrick, die mir auf Ravelry das Luna Moth Shawl Muster geschenkt hat!

Spinnen (00:25:00) 

Dieses Jahr habe ich ausser zur TDF nichts gesponnen, ich bin zu sehr mit dem Stricken beschäftigt. Die Tour de Fleece war schön, ich habe den Adventskalender von 2017 zu Ende gesponnen, und dann noch zwei schöne orangene Garne produziert.

Was ich grade toll finde (00:30:22)

„Salat im Einmachglas“ – Salad Jars.

Dabei habe ich eigentlich ausschließlich diese Webseite verwendet:

https://hurrythefoodup.com/how-to-pack-a-salad-in-a-jar/

Ich hab die Hefte schön: (00:35:17)

Ich habe mir ein Bulletjournal gebunden, zum ersten Mal im A5 Format. Alles über die Methode findet ihr auf bulletjournal.com.  Das jetzige Modell hat auch zum 1. Mal „Dot Grid“ Papier, denn ich habe ein punktkariertes Heft gefunden und es kurzerhand zum Buch umgemodelt.

Die Buchbindetutorials findet ihr alle auf dem Youtube Kanal „Sea Lemon“!

Event-Bericht (00:41:44)

Einige aus der „Podcasting auf Deutsch“ Gruppe auf Ravelry trafen sich im Juni um sich die Wolle Ausstellung im Berliner Museum Europäischer Kulturen anzusehen. Die Ausstellung war recht klein, aber es gab ja noch andere Räume in dem Museum, die sehr spannend waren.

Als wir drin waren, haben wir einfach mit den herumliegenden Crafting Sachen herumgespielt, gesponnen, gestrickt und gewebt und geratscht, und dann sind wir was essen gegangen und danach ins Museumscafe. Dort gesellte sich noch die Workshopleiterin der Ausstellung zu uns, die von unseren Spinnkünsten gehört hatte. Wir haben dann noch geplaudert, bis das Museum geschlossen hat und wir rausgeworfen wurden.

Es war richtig schön, vielen Dank!

Radtourbericht (00:47:12)

Ich bin von Leipzig nach Tuttlingen an der Donau gefahren. Die ganze Strecke seht ihr hier: Outdooractive: Tour nach Süden final 

Ich habe dazu auch von unterwegs mit Fotos gebloggt auf meinem anderen Blog: Bike Follow Rivers Tour 2018

Viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit + Stricken ohne Tränen!

Episode 148: Peinliche Deutsche im Urlaub

Heute geht es darum, was ich gerade stricke, was ich spinne, ich nerde herum über Sonnenschutzmittel und vergleiche chemische mit physikalischen, erzähle von meinem Urlaub in Dänemark und den peinlichen Deutschen im Ausland, und dann habe ich noch ein Rezept für Pfannkuchen.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Danke euch allen fürs Feedback und Dabeibleiben, obwohl ich nicht so oft podcaste, wie ich das gerne hätte.
Ich habe meinen Account bei Instagram gelöscht, bzw. deaktiviert. Ich nahm zum Anlaß, dass mir Facebook/Instagram ihren Umgang mit meinen Daten transparent gemacht hatten, und ich war von Instagram eh schon angefressen. BTW, die DSGVO wird auch nicht so heiß gegessen wie gekocht, es gibt wohl eine Verhältnismässigkeitsklausel, dass gerade kleine Unternehmer*innen und Bloggende zuerst kostenlos abgemahnt werden müssen, wenn ein Verstoß gegen die dsgvo vorliegt. Das habe ich zumindest bei Netzpolitik.org gelesen.. dachte ich. Aber das stand da gar nicht.. ähäm.. das hab ich doch bei Mastodon aufgeschnappt.

Stricken (00:09:26)

Ich habe das fertige Laminaria Lacetuch übergeben an die Empfängerin, die sich auch sehr gefreut hat. Es ist ja auch sehr schön geworden. Ein Ultradünnes Lacetuch, das ich aus einem 1000m/100g handgesponnenen Lacegarn gestrickt hatte, mit Perlen.

Das Lacestricken hat mich motiviert, gleich den nächsten Lacelappen anzuschlagen, und zwar ist das der Torreyana-Shawl, ebenfalls von Elizabeth Freeman, auch kostenlos in der Knitty erschienen. Etwas kompliziert am Anfang, aber dann gehts..

Dann habe ich Ringelstinos UND Restestinos fertig, die letzeren waren dann mein Urlaubsprojekt. Und dann habe ich im Urlaub noch ein Sockenprojekt angefangen, und zwar „Smaug“ von Frau Morag (Ravelry Link zum Muster)

Spinnen (00:18:00)

Leider spinne ich gerade gar nicht, und war auch seit Februar nicht beim Spinntreffen. Dort spann ich, als ich doch mal da war, mein „ewiges Baumwollprojekt“. Ich sollte das mal gezielter spinnen.

Aber es steht ja die Tour de Fleece ins Haus! Ich werde wieder mitmachen, und zwar bei den Yetis –> Team Yeti Thread, bei „Berlin Spinnt!“ (Thread) und bei Mastodon, falls da was zustande kommt. Bisher siehts ja so aus! (Thread)

Urbane Selbstversorgung (00:22:04)

Ich habe durch Mastodon-Hautpflege-Freaks herausgefunden, dass die Sonnenpflege, die ich bisher benutzt habe, eventuell nicht ausreicht, um meine Tattoos vor der Sonne zu schützen. Also habe ich mich mal schlau gemacht, und auf Seiten wie Scinacea alles über Sonnenschutz gelesen.

Grob gesagt gibt es chemischen und physikalischen Sonnenschutz, und Mischungen aus beidem. Ich hatte bisher immer chemischen benutzt, der aber trotz Parfumlosigkeit dennoch stinkt, weil eben die Chemie darin so riecht, wie sie riecht. Was ich nicht wußte, war, dass chemischer Sonnenschutz nicht lichtstabil ist und deshalb ca. alle 2-3 Stunden nachgecremt werden muss. Dabei gibt es stabilere und weniger stabile Wirkstoffe, aber so genau habe ich mich nicht damit befasst. Physikalischer Sonnenschutz (mit den Mineralien Titandioxid und das andere habe ich vergessen..) ist lichtstabil und wirkt wie ein Schild, der die Sonnenstrahlen einfach reflektiert.

Chemie Mineralisch
pro: durchsichtig, färbt nicht ab, preisgünstig pro: lichtstabil, stinkt nicht, verträglich (auch Nanopartikel sind anscheinend unbedenklich)
contra: stinkt, nicht lichtstabil, manchmal unverträglich contra: weißelt, färbt ab, lässt sich so gut wie gar nicht mehr abwaschen und auch aus Klamotten schlecht entfernen, teuer

Ich bin eigentlich mit der mineralischen Sonnencreme halbwegs zufrieden gewesen, habe mich auch mit dem Weißeleffekt angefreundet, aber am Ende bin ich doch wieder zur Chemie zurück gekrochen, weil die Abwascherei doch wirklich schwierig war. Am besten ging es noch mit Lavaerde, das ist eine Wascherde aus Marokko, die komplett umweltverträglich ist, denn es ist ja pure Tonerde.

Urlaubsbericht (00:39:38)

Wir sind vom 13.- 28. Mai den Nordseeradweg in Dänemark gefahren, der startet offiziell in Tondern (Tønder) und führt nach Skagen ganz im Norden. (Und dann noch weiter, aber wir sind dann nur noch nach Frederikshavn und dann nach Aalborg gefahren, wo unser Zug zurück ging). Auf dem Hinweg musste der Zug 3x rebootet werden und dann wurde die Lok ausgewechselt, ich habe mich schon wieder durch Schleswig Holstein nach Dänemark radeln sehen..

Wir kamen aber dann doch in Niebüll an, und fuhren zu unserem ersten Übernachtungsplatz in Højer. Dann ging trotz Durchsicht vor der Tour die Gangschaltung vom Partner kaputt, und er musste 70km am nächsten Tag im 4. Gang fahren… zum Glück wurde es dann in Ribe repariert! Eine Werkstatt hat uns das sehr schnell gemacht. Ein Glück.

Den restlichen Tourbericht müsst ihr euch anhören.. :D
Ich kann aus Gründen der Faulheit nicht alles hier schreiben, ich hoffe aber noch, dass ich darüber noch bloggen werde, und dann könnt ihr das dann auch lesen und Fotos anschauen.

Was ich grade toll finde (1:13:49)

..sind amerikanische, dicke, fluffige Pancakes.
mein aktuelles Lieblingsrezept:

  • 200g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 150 ml Milch
  • 50g Stracciatella Joghurt (oder ne andere Sorte)

Alles zu einem Teig vermischen, pro Pancake 2 EL Teig in eine heiße Pfanne mit Öl oder zerlassener Butter drin geben und von beiden Seiten goldbraun backen und mit Ahornsirup genießen!

Und nun viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 145: Angesteckt von Füllernerds

Zusammenfassung

Heute gehts um die neuen Ergonomics Stricknadeln von Prym, Pulli-Projekte, Patentmuster-Sorgen, Pride-Handschuhe, Weben, Füllersammeln und Füllernerdtum, einen Faseradventskalender und was ich im Winter zum Radfahren anziehe.

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Shownotes

Housekeeping:

Zuerst danke ich euch allen für die Kommentare, Likes, PNs, und mentions. Leider nicht namentlich diesmal, aber ich hab mich immer gefreut. Und danke an schlompfine/Diana vom Buntwerk Podcast, dass du das mit dem Handspinngilde-Zertifikat in dieser Folge nochmal ganz ausführlich erklärst!

Ich bin nicht so auf dem Laufenden podcastmässig, ich habe grad mal 1 Buntwerk, 1-2 Handgemacht und 2-3 Knitmore Girls in letzter Zeit gehört. Verabschieden und Danke sagen will ich Jules für den Podcast „Spektralfaden“, der leider dem Phänomen des Podfading zum Opfer fiel.

Stricken (00:03:45)

Ich mache ein Live-Unboxing vor dem Mikrofon von Prym Ergnonomics Stricknadeln. Gestern gekauft und – werden sie ihre Versprechen einhalten? Wir werden später sehen. Die vollmundigen Versprechungen wie z.B. in diesem Video sind ja sehr vollmundig. Und sehr pathetisch. So als ob über all die Jahrtausende nie irgendwas neues gemacht worden wäre, bis die mit ihren Plastestochern angekommen sind.

Ernsthaft – Jackenstricknadeln? Wieso etwas revolutionieren, was eigentlich niemand mehr benutzt? Ach ja, weil man da diese „Clickheads“ dran machen kann und das bewerben. Nur zu, ihr seid ja auch so richtige Clickheads bei Prym, wa.

Ich stricke gerade:

  • Den Driftwood Pulli von Isabell Kraemer. Ich finde das Muster super, alles passt gut, ich bin sehr froh! Zwar hatte ich etwas Ablenkung und habe in letzter Zeit nicht daran gestrickt und andere Dinge angefangen, aber ich bin eigentlich fast fertig. Und jetzt wieder voll motiviert. Ich muss am Ende 120000 Fäden vernähen, und ich habe mal gelernt, wie man Fäden mit einstrickt, so dass sie vorne auf dem Stück nicht zu sehen sind, aber trotzdem das Vernähen einspart. Das ist ähnlich wie wenn man lange Floats beim Fair-Isle-Stricken mit einfasst. Ich habe das mal auf einer Webseite zur Horst-Schulz-Methode des Strickens gelernt, aber finde den Link nicht mehr.
  • Ich stricke inspiriert von Cas (einer Person auf Mastodon), Pride Handwärmer. Cas hat hier auf Ravelry ein frei verfügbares Muster für Pride Handwärmer. Ich habe mich nicht an das Muster gehalten, sondern bin eher dem Muster der Simple Noro Striped Gloves gefolgt, denn ich wollte fingerlose Handschuhe haben. Dann rede ich über Stulpologie und wie verschiedene Stulpen auf englisch heißen: Fingerless gloves, fingerless mittens, handwarmers, wristwarmers und armwarmers. Was mich dazu bringt, dass ich immer noch keins der vielen freien Muster von Laris Designs gestrickt habe. Es aber gerne möchte!
  • Patentmuster-Beinstulpen inspiriert von der Mütze „Syncopation adoration“ von Stephen West. Ich habe ja meine liebe Not mit Patent. Es sieht aber so gut aus.. in einem Strickanfänger*innenbuch hieß es schlicht: „Patent wird in Reihen gestrickt.“ Das war’s. Für Patent in Runden musste ich also Ravelry bemühen. Es gab auch einige Knitting Attacks bei diesem Projekt. Ich finde es ja krass, wie oft mir Maschen bei Patent runter fallen! Ich habe das so sonst nie, versteh ich gar nicht! Aber ich kann inzwischen Patentmaschen in begrenztem Umfang hochstricken. Yay. Ich finde, die fallen auch immer sehr tief, diese Maschen.. mir haben nach 1/2 Stunde zurückstricken auch schon die Augen gebrannt und getränt vor Überanstrengung ;)

Weben (00:36:04)

Das Webprojekt ist beendet. Es ist ein Stoffstreifen, der 80cm x 4m mißt und ich weiß nicht, was ich damit machen soll. Vielleicht kann ich aus dem Stoff mal was nähen. Es ist nur in Leinwandbindung gewebt und hat ein unregelmässiges Karo-Muster. Ich mag sowas ja.

Spinnen (00:40:00)

Auf Weihnachten hin gibt es wieder einen lokal in Berlin organisierten Faseradventskalender. Diesmal habe ich mit die Kalender gepackt, und das hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich auch schon sehr.

Der Yeti macht die Hefte schön (00:42:42)

Es begann damit, dass wir es auf Mastodon von Füllern statt Finelinern (die Einwegartikel sind) sprachen. Ich habe gerne Fineliner. Die müssen alle wasserfest sein, denn ich will mit Aquarellfarbe drüber gehen. Was mir richtig gut gefällt, sind Rotring Tikky Graphic. Kein Einwegstift ist zumindest der Copic Multiliner – auch die bei Finelinern sehr anfälligen Spitzen kann man bei diesem Stift austauschen.

Beim Zeichnen mit Füllern benötigt man wasserfeste Spezialtinte. Tusche oder Zeichentinte kann nicht für Füller verwendet werden, denn die würden die Füller verstopfen oder beschädigen. Bei der Tintenmanufaktur de Atramentis gibt es eine füllergeeignete Dokumententinte, die wasserfest trocknet. Sie ist aber ziemlich teuer. (Aber TQ hat mir eine als Dankeschön fürs Podcasten geschenkt – wohoooooo!)

Dann haben wir uns noch unsere Füllersammlungen auf Instagram gezeigt und ich bin etwas angesteckt worden dabei, mir noch weitere schöne Füller zuzulegen. Ich habe mir dann auf Anraten von Damnedsnob einen Wing Sung Füller aus China bestellt, und dann habe ich mir einen runtergesetzten Pelikan M150 Kolbenfüller gegönnt. Gebloggt habe ich hier darüber. 

Ausserdem habe ich mir in 2 Ramschläden 2 bunte, poppige Plastikfüller gegönnt, denn ich habe ne Schwäche für bunte poppige Plastikfüller. Was ich aber krass fand, war, wie inzwischen die Schulfüller aussehen: Mit riesigen Plastiknoppen überladene Monstrositäten. Ich würde sowas eher in einem Laden für Sextoys erwarten (diese dann aber wegen Häßlichkeit auch nicht kaufen). Warum müssen Schulfüller so klobig und mit ergonomisch geformten Plastikpolstern überzogen sein? Ergonomie kann doch auch anders funktionieren.

Jedenfalls schreibe ich gerade mein Bulletjournal mit Füllern und habe auch meine Shownotes mit Füllern geschrieben. Ein Füllernerd werde ich wohl nicht werden, aber ein paar hübsche Füller in einer kleinen Sammlung haben kann ich mir durchaus vorstellen.

Macht jemand bei Lifebook 2018 mit? Ich überlege noch.

Apropos Jahresende: Ich habe vor, wieder einen faserverzückten Jahresrückblick zu machen, stay tuned!

urbane Selbstversorgung (00:56:10)

Hier geht es darum: Was ziehe ich beim Radfahren im Winter an?

Die Probleme: Kälte, Nässe, Dunkelheit.. man kommt bei zu warmer Kleidung und Bewegung ins Schwitzen und erkältet sich dann..

Ich ziehe mich nach dem Zwiebelschichten-Prinzip an, und ziehe mir lieber Schichten an als einzelne, sehr warme Kleidungsstücke. gestrickte Wollsachen sind dabei immer Teil meiner Schichtkonstruktion. Funktionsunterwäsche habe ich nicht, das brauche ich auch nicht, weil ich das Radfahren nicht als Sport betreibe, sondern halt, um überall hin zu kommen.

Ich trage Baumwollunterwäsche, langärmliges Shirt oder Karohemd, darüber dann Strickjacke oder Pulli, und darüber dann eine ganz dünne Wind/Regenjacke. Als Beinkleid tut es eine lange Leggings und darüber eine Cargo-Hose und bei Bedarf noch eine Regenhose darüber.

Ausserdem warme Mützen, warme Socken, warme Handschuhe und dicke Schals. Ich habe gerne Gore-Tex Schuhe, die wasserdicht sind. Auch die Regensachen sollten atmungsaktiv sein. Sonst schwitzt man zu krass. Aber auch wenn sie das sind, ist diese Atmungsaktivität kein Wunderwerk, gerade bei vielen Schichten wird’s schwierig.

Ich baue aufs langsam fahren: Der beste Schweiß ist der, der gar nicht erst entsteht! Also nicht zu warm anziehen (wenn man sich nicht bewegt, ist ganz leichtes frösteln okay) und nicht zu schnell sein, damit man nur ganz wenig schwitzt.

Darüber kann man dann noch eine Warnweste mit reflektierenden Streifen werfen, denn oft fahren die Leute im Winter und bei Dunkelheit nicht den Sichtverhältnissen angepasst und fahren einfach zu schnell. Und die ganzen Schönwetterradler*innen steigen wieder aufs Auto um, und dadurch sind mehr Motorisierte unterwegs.

Teechen

Es gibt Roibusch-Kräutertee „Lustgarten“ vom lokalen Tee-Dealer Bohea.

Episode 144 – Berlin Knits und #Inktober

Zusammenfassung

Heute gehts um den Rückblick vom Berlin kNits Yarnfestival, den Oberteil-Herbstflausch-KAL, die Handspinngilde, Inktober, Bullet Journaling, und das soziale Netzwerk Mastodon.

Download:

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep144.m4a

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die Shownotes

Housekeeping

Danke an Knitknatie, Alabastercrafting, Sprutz und Schlompfine für die Kommentare im Thread und auf Instagram. Und an diejenige, die ein Foto beim Podcasthören auf Instagram gepostet hat :) Leider weiss ich nicht mehr, wo ich das finde, weil schon wieder soviel Wasser die Insta-TL hinuntergeflossen ist.

Berlin Knits Rückblick: (ca. Minute 4)

Ich finde es herausragend, wieviel auf Wollfestivals läuft. Ich hatte genug zu tun, den ganzen Tag inmitten des Trubels am Team Yeti-Tisch zu sitzen und euch alle zu treffen und zu quatschen. Clemens/das Bollwerk kam auch vorbei und wir hatten eine spannende Queer-Szenen-Diskussion.  Ausserdem hatte ich Björn/Loomatix von „Aus dem Rahmen gefallen“ zu Besuch und Avitol vom Wollkotze-Podcast war auch da. Von den Knitting Celebs (er)kenne ich sowieso niemanden ausser Stephen West und Joji Locatelli und ich war sowieso nicht autogramm-jagen oder so. Es gab viele neue Färbewerkstätten und tolles Garn. Und die Preise sind hochgegangen, mein lieber Scholli. Mittlerweile ist Wollmeise eines der preiswerteren Garne. Die hatte auch einen Stand, und inzwischen gibt es im Zusammenhang mit Wollmeise auch nicht mehr so eine „Ergatterungskultur“, was ich gut finde. Ich habe mir von Geektastic Fibers einen Strang (mulesingfreie) Sockenwolle gekauft und einen von der Zauberwiese. Leider gab es wenig Spinnbedarf, auch keine Spindeln oder Spinnräder waren zu sehen.  Vor zwei Jahren waren z.B. Peter Locke von Wolle-Online da oder Wollczilla mit Spindeln und Fasern, auch die Elfenwolle. Diesmal war spinnmässig niemand speziell anwesend. Das Mondschaf hatte ein paar Kammzüge dabei. Die Location – der Phorms Campus in Wedding/Mitte, war ganz angenehm als Ort. Leider haben wir keinen der Tische im Hof erwischt, denn das Wetter wäre geeignet gewesen – sehr schön war das. Am Ende des Tages ging ich noch rumbummeln an den Ständen, während der Sicherheitsdienst schon viertel vor 6 damit anfing, die Leute rauszuquengeln. Danach waren wir noch Pizza essen in so nem Hipster Craft Beer Schuppen und der war so teuer, habe kein Trinkgeld gegeben :P

Stricken (17:48)

Ich habe mich ja mutig in das Projekt „Driftwood“ Pulli gestürzt. Ich stricke diesen Pulli zum Oberteile-Dauer-KAL der Gruppe Podcasting auf Deutsch und für den #HerbstflauschKAL des Queerfeministischen Faserkombinats. Ich musste nur einmal 15 cm wieder auftrennen, weil mir der Halsausschnitt zu gross war, und ich dann mit dem „neck shaping“ früher anfangen wollte. Ich habe jetzt kurz nach den Ärmelzunahmen schon mit den Kragenzunahmen angefangen und dann war der Ausschnitt so, wie ich ihn mochte. Danach hatte ich noch Ängste ausgestanden, dass die Ärmel nicht passen würden oder dass der Pullover zu weit wird, aber inzwischen habe ich den Pulli anprobiert und es passt alles, die MaPro haut hin, und ich kann endlich ganz entspannt daran weiter stricken.

Spinnen (26:00)

Zeitgleich mit Berlin Knits fand das 2017er Treffen der Handspinngilde statt. Ich war offenbar nicht dort, ich hatte überlegt, aber nur zum Hingehen waren mir 30 Euro Tageskarte (ohne Essen) doch etwas teuer geworden. Aber ich habe mir die neue Internetpräsenz der Handspinngilde angeschaut und erzähle euch einfach mal etwas über eben diese.

Vor X Jahren hatte die Handspinngilde noch eine sehr einfache Webseite mit wenig Inhalt, aber inzwischen ist alles modern und chic. Ein ganz interessanter Verein, der sich 2004 mit weniger als 20 Leuten zusammengefunden hat, der inzwischen über 600 Beteiligte zählt. Imposant! Sie möchten gerne das Handspinnen als Kunst und Handwerk pflegen und erhalten, und dafür gibt es Spinntreffen, Kurse und eine Ausbildung.

Ich war mal auf dem Berliner Spinntreffen der Handspinngilde, aber habe es dann aus Zeitmangel nicht mehr geschafft, und seitdem kriege ich die Termine nicht mehr verraten, denn ich habe mein ernsthaftes Interesse nicht ausreichend unter Beweis gestellt. :P Inzwischen nennt sich die Gruppe „Berliner Spinner, völlig unpolitisch“ und ist insofern für mich nicht mehr attraktiv, weil für mich heisst sowas immer: „Wir sind zu faul, Zivilcourage gegen menschenverachtende Äusserungen zu zeigen, damit ein Austausch über alle möglichen Themen in einer demokratischen Gesellschaft respektvoll möglich ist, und versuchen deswegen, Politisches komplett abzuwürgen.“

Spannend finde ich die Spinnausbildung. Es gibt ein Handspinngilden-Zertifikat. Ich jammere ja immer, dass wir in Deutschland zu wenig Fachworkshops zum Thema Spinnen haben, es gibt meistens nur Anfänger_innenkurse und vielleicht noch was zum Farben mischen, dann war es das im Groben. Chantimanou sollte noch erwähnt werden, sie hat inzwischen fortgeschrittene Kurse im Angebot, was ich gut finde. Es gibt auch in Deutschland Kurse zu Artyarn. Im Großen und Ganzen sind wir aber hinten nach. Deswegen mag ich, dass die Handspinngilden-Ausbildung diesen Anspruch des weiterführenden Fachwissens und der fortgeschrittenen Fertigkeiten hat. Es gibt mehrere Blöcke im Selbststudium, ein Block kostet 25 Euro, und dafür werden die Aufgaben begutachtet und es gibt Feedback dazu. Für mich persönlich ist es wohl doch nichts, weil ich mich bisher immer ohne so eine Challenge zum Selbststudium motivieren konnte, aber insgesamt gefällt mir das.

Aus der Handspinngilde heraus entstand auch das deutsche Pendant zum „Fleece and Fiber Sourcebook“. Es heißt „Das Wollprojekt. Wolleigenschaften in Deutschland gehaltener Schafrassen.“ Ausserdem gibt es noch ein Buch von einer Handspinnerin der Handspinngilde, das „Spinnst du? na Klar!“ heißt. Ich kenne beide Bücher aber noch nicht.

Was ich an der Handspinngilde charmant, aber auch etwas altmodisch finde, ist dieses „verdeutschelte Flair“, es fallen Worte wie „Brauchtumspflege“ und die Sprache ist sehr gründlich, sachlich, bierernst, etwas altbacken – nicht ganz so cool und modern wie zum Beispiel Ravelry. Ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht weil wir nicht in den USA oder UK angesiedelt sind? Ist es einfach unsere Art hier in Deutschland? So Altbacken-ernst-ausgefeilt zu wirken? Naja, ist mir nur aufgefallen, ein Beinbruch ist es sicher nicht.

Der Yeti macht die Hefte schön (38:50)

Ich habe mir ein Buch aus einem Werbegeschenk-Wandkalender gebunden, das ich im Moment als Bulletjournal benutze. Es ist ein bewußt „unordentliches“ Bujo, also kein so über aufgehübschtes. Bullet Journaling mache ich jetzt knapp ein Jahr, und ich muss sagen, es rettet mich davor, im völligen Chaos zu versinken. Vielleicht nicht ganz so krass. Aber vorher war ich weitaus gestreßter bei gleichem „Peilungsstatus“ – also: Es kostete viel mehr Energie, die gleiche Menge an Dingen hin zu bekommen wie jetzt.

Im Moment habe ich ein neues, gekauftes Bujo, in das ich aus dem fast vollen alten umziehe. Ich hatte es mir eigentlich gekauft, bevor ich mit dem selber binden angefangen habe, und jetzt habe ich gerade Lust, es zu benutzen. Wie genau ich das Setup mache, weiss ich noch nicht, aber das traditionelle „Future Log“ werde ich vielleicht weglassen. Ich habe es bislang kaum benutzt. Vielleicht ist ein Calindex, wie ihn Boho Berry benutzt, etwas für mich.

Was ich auch gerne mache, ist ein monatliches Log, ein Wöchentliches Layout und Dailies.. die Monatsseite ist ziemlich herkömmlich, wie sie auch im Originalsystem aufgesetzt wird. Meine wöchentlichen Layouts bestehen inzwischen aus einer Tabelle mit den Wochentagen, wo ich meine Termine eintrage, und einen Kilometer-Tracker fürs Fahrradfahren sowie eine Liste mit den Ausgaben im Laufe der Woche.

Dann habe ich ein paar Collections: Es gibt eine Liste mit Gerichten, die ich gerne mache, eine Liste mit Dingen, die ich verliehen habe, einen Yoga-Tracker, eine Liste mit Dingen, die ich für andere gestrickt habe, und einen Gesamt-Kilometer-Tracker, wo die Fahrradkilometer der jeweiligen Wochen-Seiten zusammengezählt werden.

Was ich noch im Rahmen von „Hefte schön machen“ betreibe, ist die #Inktober Aktion. Jeden Oktober gibt es den Hashtag #Inktober auf z.b. Twitter, Instagram und Mastodon. Der Erfinder der Challenge heißt Jake Parker und hier findet ihr alle Infos auf seiner Webseite.

Alternative Promptlisten sind „Goretober“ (von „Gore“ (Splatter) – ein Horrorgenre) oder „Samhainwitchychallenge“ was eigentlich eine Foto-Challenge für Instagram ist, aber man kann es auch als Zeichenprompts benutzen. Hier noch „Kinktober“ Bei der Podcasting auf Deutsch Gruppe habe ich auch einen #Inktober Thread aufgmeacht, falls noch welche von Euch einsteigen wollen.

Was ich grade toll finde: Mastodon (49:00)

Mastodon ist ein Social Media Dienst ähnlich Twitter. Ganz lange schon gibt es GnuSocial als Alternative zu Twitter (quitter) und als Twitter immer nervigere Neuerungen eingeführt hat, hat der Programmierer Eugen Rochko aus Jena die Nase voll gehabt und ein an Tweetdeck angelehntes, auf GnuSocial basierendes soziales Netzwerk programmiert.

Mastodon ist dezentral, das heißt, es läuft auf vielen einzelnen, miteinander vernetzten Servern, auch wir, du und ich, könnten einen Mastodon Server betreiben. Diese einzelnen Mastodon-Server heißen Instanzen. Dass sie mit anderen vernetzt sind, nennt sich „föderiert sein“, es gibt also eine Förderation von Instanzen. Das können alle kostenfrei benutzen, weil Mastodon ausser dezentral auch Open Source ist.

Mastodon hat ein wenig das Image, dass es wie Twitter sei, „nur ohne Nazis“. Auf Mastodon sollten bessere Möglichkeiten bestehen, sich vor Hate Speech und Online-Belästigung zu schützen. Eugen Rochko hat z.B. für seine Instanz strengere Regeln gegen Hate Speech aufgestellt, als es sie bei Twitter oder Facebook gibt. Das hat viele linke, feministische und queere Menschen zu Mastodon gezogen. Inzwischen gibt es viele explizit linke, feministische, anarchistische und queere Instanzen, die zum Teil nur mit anderen Instanzen, die streng gegen Hate Speech vorgehen, föderieren.

Im April 2017 ist die Zahl von Mastodon-Benutzenden von 40.000 auf 650 000 hochgeschossen, danach ist es wieder merklich abgeflaut, aber insgesamt gefällt mir Mastodon gut, und hier findet ihr mehr Informationen – hauptsächlich Texte, die Trashqueen als Einführung über Mastodon geschrieben hat:

  1. Mastodon: Sicher und Privat im sozialen Netzwerk 
  2. Mastodon: oh, the possibilities! (auf englisch) 
  3. Mastodon: the good, the bad, and the ugly 
  4. Die Serverwahl ist politisch 

Teechen (55:30)

Ich trinke gerade den aromatisierten Rosentee von Müller, den ich zur Zeit sehr lecker finde.