Episode 145: Angesteckt von Füllernerds

Zusammenfassung

Heute gehts um die neuen Ergonomics Stricknadeln von Prym, Pulli-Projekte, Patentmuster-Sorgen, Pride-Handschuhe, Weben, Füllersammeln und Füllernerdtum, einen Faseradventskalender und was ich im Winter zum Radfahren anziehe.

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Shownotes

Housekeeping:

Zuerst danke ich euch allen für die Kommentare, Likes, PNs, und mentions. Leider nicht namentlich diesmal, aber ich hab mich immer gefreut. Und danke an schlompfine/Diana vom Buntwerk Podcast, dass du das mit dem Handspinngilde-Zertifikat in dieser Folge nochmal ganz ausführlich erklärst!

Ich bin nicht so auf dem Laufenden podcastmässig, ich habe grad mal 1 Buntwerk, 1-2 Handgemacht und 2-3 Knitmore Girls in letzter Zeit gehört. Verabschieden und Danke sagen will ich Jules für den Podcast „Spektralfaden“, der leider dem Phänomen des Podfading zum Opfer fiel.

Stricken (00:03:45)

Ich mache ein Live-Unboxing vor dem Mikrofon von Prym Ergnonomics Stricknadeln. Gestern gekauft und – werden sie ihre Versprechen einhalten? Wir werden später sehen. Die vollmundigen Versprechungen wie z.B. in diesem Video sind ja sehr vollmundig. Und sehr pathetisch. So als ob über all die Jahrtausende nie irgendwas neues gemacht worden wäre, bis die mit ihren Plastestochern angekommen sind.

Ernsthaft – Jackenstricknadeln? Wieso etwas revolutionieren, was eigentlich niemand mehr benutzt? Ach ja, weil man da diese „Clickheads“ dran machen kann und das bewerben. Nur zu, ihr seid ja auch so richtige Clickheads bei Prym, wa.

Ich stricke gerade:

  • Den Driftwood Pulli von Isabell Kraemer. Ich finde das Muster super, alles passt gut, ich bin sehr froh! Zwar hatte ich etwas Ablenkung und habe in letzter Zeit nicht daran gestrickt und andere Dinge angefangen, aber ich bin eigentlich fast fertig. Und jetzt wieder voll motiviert. Ich muss am Ende 120000 Fäden vernähen, und ich habe mal gelernt, wie man Fäden mit einstrickt, so dass sie vorne auf dem Stück nicht zu sehen sind, aber trotzdem das Vernähen einspart. Das ist ähnlich wie wenn man lange Floats beim Fair-Isle-Stricken mit einfasst. Ich habe das mal auf einer Webseite zur Horst-Schulz-Methode des Strickens gelernt, aber finde den Link nicht mehr.
  • Ich stricke inspiriert von Cas (einer Person auf Mastodon), Pride Handwärmer. Cas hat hier auf Ravelry ein frei verfügbares Muster für Pride Handwärmer. Ich habe mich nicht an das Muster gehalten, sondern bin eher dem Muster der Simple Noro Striped Gloves gefolgt, denn ich wollte fingerlose Handschuhe haben. Dann rede ich über Stulpologie und wie verschiedene Stulpen auf englisch heißen: Fingerless gloves, fingerless mittens, handwarmers, wristwarmers und armwarmers. Was mich dazu bringt, dass ich immer noch keins der vielen freien Muster von Laris Designs gestrickt habe. Es aber gerne möchte!
  • Patentmuster-Beinstulpen inspiriert von der Mütze „Syncopation adoration“ von Stephen West. Ich habe ja meine liebe Not mit Patent. Es sieht aber so gut aus.. in einem Strickanfänger*innenbuch hieß es schlicht: „Patent wird in Reihen gestrickt.“ Das war’s. Für Patent in Runden musste ich also Ravelry bemühen. Es gab auch einige Knitting Attacks bei diesem Projekt. Ich finde es ja krass, wie oft mir Maschen bei Patent runter fallen! Ich habe das so sonst nie, versteh ich gar nicht! Aber ich kann inzwischen Patentmaschen in begrenztem Umfang hochstricken. Yay. Ich finde, die fallen auch immer sehr tief, diese Maschen.. mir haben nach 1/2 Stunde zurückstricken auch schon die Augen gebrannt und getränt vor Überanstrengung ;)

Weben (00:36:04)

Das Webprojekt ist beendet. Es ist ein Stoffstreifen, der 80cm x 4m mißt und ich weiß nicht, was ich damit machen soll. Vielleicht kann ich aus dem Stoff mal was nähen. Es ist nur in Leinwandbindung gewebt und hat ein unregelmässiges Karo-Muster. Ich mag sowas ja.

Spinnen (00:40:00)

Auf Weihnachten hin gibt es wieder einen lokal in Berlin organisierten Faseradventskalender. Diesmal habe ich mit die Kalender gepackt, und das hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich auch schon sehr.

Der Yeti macht die Hefte schön (00:42:42)

Es begann damit, dass wir es auf Mastodon von Füllern statt Finelinern (die Einwegartikel sind) sprachen. Ich habe gerne Fineliner. Die müssen alle wasserfest sein, denn ich will mit Aquarellfarbe drüber gehen. Was mir richtig gut gefällt, sind Rotring Tikky Graphic. Kein Einwegstift ist zumindest der Copic Multiliner – auch die bei Finelinern sehr anfälligen Spitzen kann man bei diesem Stift austauschen.

Beim Zeichnen mit Füllern benötigt man wasserfeste Spezialtinte. Tusche oder Zeichentinte kann nicht für Füller verwendet werden, denn die würden die Füller verstopfen oder beschädigen. Bei der Tintenmanufaktur de Atramentis gibt es eine füllergeeignete Dokumententinte, die wasserfest trocknet. Sie ist aber ziemlich teuer. (Aber TQ hat mir eine als Dankeschön fürs Podcasten geschenkt – wohoooooo!)

Dann haben wir uns noch unsere Füllersammlungen auf Instagram gezeigt und ich bin etwas angesteckt worden dabei, mir noch weitere schöne Füller zuzulegen. Ich habe mir dann auf Anraten von Damnedsnob einen Wing Sung Füller aus China bestellt, und dann habe ich mir einen runtergesetzten Pelikan M150 Kolbenfüller gegönnt. Gebloggt habe ich hier darüber. 

Ausserdem habe ich mir in 2 Ramschläden 2 bunte, poppige Plastikfüller gegönnt, denn ich habe ne Schwäche für bunte poppige Plastikfüller. Was ich aber krass fand, war, wie inzwischen die Schulfüller aussehen: Mit riesigen Plastiknoppen überladene Monstrositäten. Ich würde sowas eher in einem Laden für Sextoys erwarten (diese dann aber wegen Häßlichkeit auch nicht kaufen). Warum müssen Schulfüller so klobig und mit ergonomisch geformten Plastikpolstern überzogen sein? Ergonomie kann doch auch anders funktionieren.

Jedenfalls schreibe ich gerade mein Bulletjournal mit Füllern und habe auch meine Shownotes mit Füllern geschrieben. Ein Füllernerd werde ich wohl nicht werden, aber ein paar hübsche Füller in einer kleinen Sammlung haben kann ich mir durchaus vorstellen.

Macht jemand bei Lifebook 2018 mit? Ich überlege noch.

Apropos Jahresende: Ich habe vor, wieder einen faserverzückten Jahresrückblick zu machen, stay tuned!

urbane Selbstversorgung (00:56:10)

Hier geht es darum: Was ziehe ich beim Radfahren im Winter an?

Die Probleme: Kälte, Nässe, Dunkelheit.. man kommt bei zu warmer Kleidung und Bewegung ins Schwitzen und erkältet sich dann..

Ich ziehe mich nach dem Zwiebelschichten-Prinzip an, und ziehe mir lieber Schichten an als einzelne, sehr warme Kleidungsstücke. gestrickte Wollsachen sind dabei immer Teil meiner Schichtkonstruktion. Funktionsunterwäsche habe ich nicht, das brauche ich auch nicht, weil ich das Radfahren nicht als Sport betreibe, sondern halt, um überall hin zu kommen.

Ich trage Baumwollunterwäsche, langärmliges Shirt oder Karohemd, darüber dann Strickjacke oder Pulli, und darüber dann eine ganz dünne Wind/Regenjacke. Als Beinkleid tut es eine lange Leggings und darüber eine Cargo-Hose und bei Bedarf noch eine Regenhose darüber.

Ausserdem warme Mützen, warme Socken, warme Handschuhe und dicke Schals. Ich habe gerne Gore-Tex Schuhe, die wasserdicht sind. Auch die Regensachen sollten atmungsaktiv sein. Sonst schwitzt man zu krass. Aber auch wenn sie das sind, ist diese Atmungsaktivität kein Wunderwerk, gerade bei vielen Schichten wird’s schwierig.

Ich baue aufs langsam fahren: Der beste Schweiß ist der, der gar nicht erst entsteht! Also nicht zu warm anziehen (wenn man sich nicht bewegt, ist ganz leichtes frösteln okay) und nicht zu schnell sein, damit man nur ganz wenig schwitzt.

Darüber kann man dann noch eine Warnweste mit reflektierenden Streifen werfen, denn oft fahren die Leute im Winter und bei Dunkelheit nicht den Sichtverhältnissen angepasst und fahren einfach zu schnell. Und die ganzen Schönwetterradler*innen steigen wieder aufs Auto um, und dadurch sind mehr Motorisierte unterwegs.

Teechen

Es gibt Roibusch-Kräutertee „Lustgarten“ vom lokalen Tee-Dealer Bohea.

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Episode 144 – Berlin Knits und #Inktober

Zusammenfassung

Heute gehts um den Rückblick vom Berlin kNits Yarnfestival, den Oberteil-Herbstflausch-KAL, die Handspinngilde, Inktober, Bullet Journaling, und das soziale Netzwerk Mastodon.

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die Shownotes

Housekeeping

Danke an Knitknatie, Alabastercrafting, Sprutz und Schlompfine für die Kommentare im Thread und auf Instagram. Und an diejenige, die ein Foto beim Podcasthören auf Instagram gepostet hat :) Leider weiss ich nicht mehr, wo ich das finde, weil schon wieder soviel Wasser die Insta-TL hinuntergeflossen ist.

Berlin Knits Rückblick: (ca. Minute 4)

Ich finde es herausragend, wieviel auf Wollfestivals läuft. Ich hatte genug zu tun, den ganzen Tag inmitten des Trubels am Team Yeti-Tisch zu sitzen und euch alle zu treffen und zu quatschen. Clemens/das Bollwerk kam auch vorbei und wir hatten eine spannende Queer-Szenen-Diskussion.  Ausserdem hatte ich Björn/Loomatix von „Aus dem Rahmen gefallen“ zu Besuch und Avitol vom Wollkotze-Podcast war auch da. Von den Knitting Celebs (er)kenne ich sowieso niemanden ausser Stephen West und Joji Locatelli und ich war sowieso nicht autogramm-jagen oder so. Es gab viele neue Färbewerkstätten und tolles Garn. Und die Preise sind hochgegangen, mein lieber Scholli. Mittlerweile ist Wollmeise eines der preiswerteren Garne. Die hatte auch einen Stand, und inzwischen gibt es im Zusammenhang mit Wollmeise auch nicht mehr so eine „Ergatterungskultur“, was ich gut finde. Ich habe mir von Geektastic Fibers einen Strang (mulesingfreie) Sockenwolle gekauft und einen von der Zauberwiese. Leider gab es wenig Spinnbedarf, auch keine Spindeln oder Spinnräder waren zu sehen.  Vor zwei Jahren waren z.B. Peter Locke von Wolle-Online da oder Wollczilla mit Spindeln und Fasern, auch die Elfenwolle. Diesmal war spinnmässig niemand speziell anwesend. Das Mondschaf hatte ein paar Kammzüge dabei. Die Location – der Phorms Campus in Wedding/Mitte, war ganz angenehm als Ort. Leider haben wir keinen der Tische im Hof erwischt, denn das Wetter wäre geeignet gewesen – sehr schön war das. Am Ende des Tages ging ich noch rumbummeln an den Ständen, während der Sicherheitsdienst schon viertel vor 6 damit anfing, die Leute rauszuquengeln. Danach waren wir noch Pizza essen in so nem Hipster Craft Beer Schuppen und der war so teuer, habe kein Trinkgeld gegeben :P

Stricken (17:48)

Ich habe mich ja mutig in das Projekt „Driftwood“ Pulli gestürzt. Ich stricke diesen Pulli zum Oberteile-Dauer-KAL der Gruppe Podcasting auf Deutsch und für den #HerbstflauschKAL des Queerfeministischen Faserkombinats. Ich musste nur einmal 15 cm wieder auftrennen, weil mir der Halsausschnitt zu gross war, und ich dann mit dem „neck shaping“ früher anfangen wollte. Ich habe jetzt kurz nach den Ärmelzunahmen schon mit den Kragenzunahmen angefangen und dann war der Ausschnitt so, wie ich ihn mochte. Danach hatte ich noch Ängste ausgestanden, dass die Ärmel nicht passen würden oder dass der Pullover zu weit wird, aber inzwischen habe ich den Pulli anprobiert und es passt alles, die MaPro haut hin, und ich kann endlich ganz entspannt daran weiter stricken.

Spinnen (26:00)

Zeitgleich mit Berlin Knits fand das 2017er Treffen der Handspinngilde statt. Ich war offenbar nicht dort, ich hatte überlegt, aber nur zum Hingehen waren mir 30 Euro Tageskarte (ohne Essen) doch etwas teuer geworden. Aber ich habe mir die neue Internetpräsenz der Handspinngilde angeschaut und erzähle euch einfach mal etwas über eben diese.

Vor X Jahren hatte die Handspinngilde noch eine sehr einfache Webseite mit wenig Inhalt, aber inzwischen ist alles modern und chic. Ein ganz interessanter Verein, der sich 2004 mit weniger als 20 Leuten zusammengefunden hat, der inzwischen über 600 Beteiligte zählt. Imposant! Sie möchten gerne das Handspinnen als Kunst und Handwerk pflegen und erhalten, und dafür gibt es Spinntreffen, Kurse und eine Ausbildung.

Ich war mal auf dem Berliner Spinntreffen der Handspinngilde, aber habe es dann aus Zeitmangel nicht mehr geschafft, und seitdem kriege ich die Termine nicht mehr verraten, denn ich habe mein ernsthaftes Interesse nicht ausreichend unter Beweis gestellt. :P Inzwischen nennt sich die Gruppe „Berliner Spinner, völlig unpolitisch“ und ist insofern für mich nicht mehr attraktiv, weil für mich heisst sowas immer: „Wir sind zu faul, Zivilcourage gegen menschenverachtende Äusserungen zu zeigen, damit ein Austausch über alle möglichen Themen in einer demokratischen Gesellschaft respektvoll möglich ist, und versuchen deswegen, Politisches komplett abzuwürgen.“

Spannend finde ich die Spinnausbildung. Es gibt ein Handspinngilden-Zertifikat. Ich jammere ja immer, dass wir in Deutschland zu wenig Fachworkshops zum Thema Spinnen haben, es gibt meistens nur Anfänger_innenkurse und vielleicht noch was zum Farben mischen, dann war es das im Groben. Chantimanou sollte noch erwähnt werden, sie hat inzwischen fortgeschrittene Kurse im Angebot, was ich gut finde. Es gibt auch in Deutschland Kurse zu Artyarn. Im Großen und Ganzen sind wir aber hinten nach. Deswegen mag ich, dass die Handspinngilden-Ausbildung diesen Anspruch des weiterführenden Fachwissens und der fortgeschrittenen Fertigkeiten hat. Es gibt mehrere Blöcke im Selbststudium, ein Block kostet 25 Euro, und dafür werden die Aufgaben begutachtet und es gibt Feedback dazu. Für mich persönlich ist es wohl doch nichts, weil ich mich bisher immer ohne so eine Challenge zum Selbststudium motivieren konnte, aber insgesamt gefällt mir das.

Aus der Handspinngilde heraus entstand auch das deutsche Pendant zum „Fleece and Fiber Sourcebook“. Es heißt „Das Wollprojekt. Wolleigenschaften in Deutschland gehaltener Schafrassen.“ Ausserdem gibt es noch ein Buch von einer Handspinnerin der Handspinngilde, das „Spinnst du? na Klar!“ heißt. Ich kenne beide Bücher aber noch nicht.

Was ich an der Handspinngilde charmant, aber auch etwas altmodisch finde, ist dieses „verdeutschelte Flair“, es fallen Worte wie „Brauchtumspflege“ und die Sprache ist sehr gründlich, sachlich, bierernst, etwas altbacken – nicht ganz so cool und modern wie zum Beispiel Ravelry. Ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht weil wir nicht in den USA oder UK angesiedelt sind? Ist es einfach unsere Art hier in Deutschland? So Altbacken-ernst-ausgefeilt zu wirken? Naja, ist mir nur aufgefallen, ein Beinbruch ist es sicher nicht.

Der Yeti macht die Hefte schön (38:50)

Ich habe mir ein Buch aus einem Werbegeschenk-Wandkalender gebunden, das ich im Moment als Bulletjournal benutze. Es ist ein bewußt „unordentliches“ Bujo, also kein so über aufgehübschtes. Bullet Journaling mache ich jetzt knapp ein Jahr, und ich muss sagen, es rettet mich davor, im völligen Chaos zu versinken. Vielleicht nicht ganz so krass. Aber vorher war ich weitaus gestreßter bei gleichem „Peilungsstatus“ – also: Es kostete viel mehr Energie, die gleiche Menge an Dingen hin zu bekommen wie jetzt.

Im Moment habe ich ein neues, gekauftes Bujo, in das ich aus dem fast vollen alten umziehe. Ich hatte es mir eigentlich gekauft, bevor ich mit dem selber binden angefangen habe, und jetzt habe ich gerade Lust, es zu benutzen. Wie genau ich das Setup mache, weiss ich noch nicht, aber das traditionelle „Future Log“ werde ich vielleicht weglassen. Ich habe es bislang kaum benutzt. Vielleicht ist ein Calindex, wie ihn Boho Berry benutzt, etwas für mich.

Was ich auch gerne mache, ist ein monatliches Log, ein Wöchentliches Layout und Dailies.. die Monatsseite ist ziemlich herkömmlich, wie sie auch im Originalsystem aufgesetzt wird. Meine wöchentlichen Layouts bestehen inzwischen aus einer Tabelle mit den Wochentagen, wo ich meine Termine eintrage, und einen Kilometer-Tracker fürs Fahrradfahren sowie eine Liste mit den Ausgaben im Laufe der Woche.

Dann habe ich ein paar Collections: Es gibt eine Liste mit Gerichten, die ich gerne mache, eine Liste mit Dingen, die ich verliehen habe, einen Yoga-Tracker, eine Liste mit Dingen, die ich für andere gestrickt habe, und einen Gesamt-Kilometer-Tracker, wo die Fahrradkilometer der jeweiligen Wochen-Seiten zusammengezählt werden.

Was ich noch im Rahmen von „Hefte schön machen“ betreibe, ist die #Inktober Aktion. Jeden Oktober gibt es den Hashtag #Inktober auf z.b. Twitter, Instagram und Mastodon. Der Erfinder der Challenge heißt Jake Parker und hier findet ihr alle Infos auf seiner Webseite.

Alternative Promptlisten sind „Goretober“ (von „Gore“ (Splatter) – ein Horrorgenre) oder „Samhainwitchychallenge“ was eigentlich eine Foto-Challenge für Instagram ist, aber man kann es auch als Zeichenprompts benutzen. Hier noch „Kinktober“ Bei der Podcasting auf Deutsch Gruppe habe ich auch einen #Inktober Thread aufgmeacht, falls noch welche von Euch einsteigen wollen.

Was ich grade toll finde: Mastodon (49:00)

Mastodon ist ein Social Media Dienst ähnlich Twitter. Ganz lange schon gibt es GnuSocial als Alternative zu Twitter (quitter) und als Twitter immer nervigere Neuerungen eingeführt hat, hat der Programmierer Eugen Rochko aus Jena die Nase voll gehabt und ein an Tweetdeck angelehntes, auf GnuSocial basierendes soziales Netzwerk programmiert.

Mastodon ist dezentral, das heißt, es läuft auf vielen einzelnen, miteinander vernetzten Servern, auch wir, du und ich, könnten einen Mastodon Server betreiben. Diese einzelnen Mastodon-Server heißen Instanzen. Dass sie mit anderen vernetzt sind, nennt sich „föderiert sein“, es gibt also eine Förderation von Instanzen. Das können alle kostenfrei benutzen, weil Mastodon ausser dezentral auch Open Source ist.

Mastodon hat ein wenig das Image, dass es wie Twitter sei, „nur ohne Nazis“. Auf Mastodon sollten bessere Möglichkeiten bestehen, sich vor Hate Speech und Online-Belästigung zu schützen. Eugen Rochko hat z.B. für seine Instanz strengere Regeln gegen Hate Speech aufgestellt, als es sie bei Twitter oder Facebook gibt. Das hat viele linke, feministische und queere Menschen zu Mastodon gezogen. Inzwischen gibt es viele explizit linke, feministische, anarchistische und queere Instanzen, die zum Teil nur mit anderen Instanzen, die streng gegen Hate Speech vorgehen, föderieren.

Im April 2017 ist die Zahl von Mastodon-Benutzenden von 40.000 auf 650 000 hochgeschossen, danach ist es wieder merklich abgeflaut, aber insgesamt gefällt mir Mastodon gut, und hier findet ihr mehr Informationen – hauptsächlich Texte, die Trashqueen als Einführung über Mastodon geschrieben hat:

  1. Mastodon: Sicher und Privat im sozialen Netzwerk 
  2. Mastodon: oh, the possibilities! (auf englisch) 
  3. Mastodon: the good, the bad, and the ugly 
  4. Die Serverwahl ist politisch 

Teechen (55:30)

Ich trinke gerade den aromatisierten Rosentee von Müller, den ich zur Zeit sehr lecker finde.

 

Episode 143: Zurück aus Schweden

Heute geht es um das Berlin Knits Yarnfestival, fertige und endlich begonnene Projekte, den Oberteile-Knitalong und den #herbstflauschKAL, es gibt Rückblicke auf die Tour de Fleece 2017 und die Dänemark- und Schweden-Radtour, von der ich eben zurückgekehrt bin.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00)

Erst mal vielen Dank für Kommentare und Rückmeldungen zur letzten Episode! Leider hat es im August nicht gereicht, zeitlich – vor dem Urlaub war doch noch zu viel zu regeln.

Es gibt einen Event in naher Zukunft, das Berlin Knits Yarnfestival – weil ich sowieso in Berlin wohne, werde ich hin gehen und würde mich freuen, einige von euch zu treffen. Wir können uns da entspannt hinsetzen und bei einem Getränk stricken und schnacken. Gerne melden, z.B. im Thread „Der Yeti unterwegs“ 

Stricken (03:48)

Ich habe den Fancy-Mee Summer KAL mitgemacht, und das Tuch hat viel Spaß gemacht und ist jetzt fertig. Sabine – fritzi01 – hat das Tuch designet und es ist kostenlos auf Ravelry herunterladbar!  Ich hab es aus handgesponnenem Garn gestrickt, beide Garne waren aus fiberspace.de Fasern gesponnen. Ich habe es jetzt „softgeblockt“, also nur naß gemacht und in Form gezupft, zum liegend trocknen. Lacetücher blocke ich stärker, aber Tücher auf kraus rechts-Basis nicht unbedingt. Leider hatte ich von deinem einen Garn nicht die vorgeschlagene Menge, aber ich habe den letzten Beam Stich Musterteil verkleinert gestrickt, und dann hat alles irgendwie gereicht. Das Originaltuch wurde aus Leinen gestrickt, als Sommertuch, aber viele haben es mit Wolle gestrickt und das sieht auch gut aus..

*Happy Music*

Ich habe endlich, endlich, endlich mein Oberteil angefangen zu stricken, das ich seit über einem Jahr vor mir her geschoben hatte. In der QFFK ravelry-Gruppe gibt es gerade einen #HerbstflauschKAL, wo man sich ein Muster aus einem ravelry-Bundle aussuchen und das stricken kann. Ich bin verliebt in den Driftwood Pulli (ein freies Muster von Isabell Krämer). Allerdings will ich das Garn benutzen, was ich für den Tempest Sweater von Ann Weaver vorgesehen hatte. Es ist die BFL Base von Dye For Yarn. Ich habe nur zwei Stränge, die ich mit 2 Wollmeisen ergänze, damit es für einen Pullover reicht. Das erfordert Umrechnen und ich habe ein wenig Bammel, aber es wird schon gut gehen. Mir geistert oft ein Zitat im Kopf herum, das ich mal in einem Podcast von Jinx gehört hatte: „das Dümmste, was man machen kann, ist, sich ein Kleidungsstück zu stricken, das nicht passt“ – leider fällt mir dieses Zitat immer wieder auf den Kopf, weil ich es regelmässig nicht hin kriege, mir ein Stück zu stricken, was genau passt. Ich muss mich von diesem Zitat lösen, sonst krieg ich nie was angeschlagen, weil ich dann immer das Gefühl habe, ich darf mich nicht verstricken.. das mag vielleicht nicht an meiner Dummheit liegen, sondern an Faulheit, vorher alles ins Kleinste auszurechnen, bis ich sicher bin, dass es auf jeden Fall perfekt wird.

Neulich bei Moni im Fiberthermometer gehört: Sie hat aus einem Hauptstadtfarbe Einhornpups die „Scatterby“ Socken gestrickt, und ich und Sara haben das zufällig auch gemacht. Nur, bei mir sah das Scatterby Muster aus, Zitat Sara: „Als hättest du gerade erst stricken gelernt“ – lol

Auf Eis gelegt sind die „Rocks and Rivers“ Socken, schon seit längerem habe ich daran nichts gestrickt, auch die CookieA Socken „Sam“ haben seit Monaten keinen Fortschritt gesehen.

Spinnen (25:20)

Hier kommt mein verspäteter Rückblick auf die Tour de Fleece 2017: Es war eine gemütliche, schöne TDF. Leider verbrachte ich sie zum Großteil im Bett, da mich eine ziemliche Grippe umgehauen hat und Schlompfine den Captainhut allein auf hatte. Dank des schnellen Spinnrads zuhause habe ich dann noch 4 Stränge 3fädige Wolle-Seide-Mischung gesponnen, die ich schon seit 2009 oder 2008 in meinem Faserstash hatte. Danke auch an Swirya fürs organisieren der Verlosung!

Urlaubsrückblick (29:20)

Es fing schon damit an, dass unser Zug nach Rostock zu unserer Fähre kaputt ging und abgeschleppt werden musste, wodurch wir sämtliche relevante Fähren verpassten und spontan beschlossen, mit dem Fahrrad nach Rostock zu fahren. Es waren ja „nur“ noch 100km. Die Kanustation in Bützow war voll nett und entspannt. Am Tag danach sind wir dann noch eine Stunde mit dem Zug nach Rostock gefahren, der war auch recht leer und ging nicht kaputt. Der Radweg Berlin-Kopenhagen war leider an einer Stelle so schlecht ausgeschildert, dass wir mehrere Leute fragen mussten. Wir wurden dann am Ende mit den Rädern über eine autobahnartige Landstrasse geschickt. Auf der wurden wir von mehreren Autofahrenden angehupt, angeschrien und für verrückt erklärt, wieso wir mit den Rädern auf dieser Strasse überhaupt seien. Wenn ich eine andere Möglichkeit gesehen hätte, dann wäre ich weiß Göddin nicht dort gewesen! Die Lösung war dann, wie wir hinterher erfuhren: Wir hätten der Beschilderung zum Bus-Shuttle nach Warnemünde folgen müssen, obwohl wir gar nicht zum Bus-Shuttle und auch nicht nach Warnemünde wollten. Naja.

In Gedser angekommen, ging der entspannte Teil los: In Dänemark radeln ist so schön, und Wetter spielte auch mit. Wir zelteten auf wunderschönen Naturlagerplätzen (Bei udinaturen.dk gibt es eine interaktive Karte) und mussten deswegen fürs Übernachten gar nichts bezahlen. Leider mussten wir in Dänemark das Tretlager meines Lebensgefährten austauschen lassen, weil die Aussage der Mechanikerin „so lange es nicht knackt, geht’s schon noch“ völliger Humbug war. Wir bekamen einen Termin in einer Kopenhagener Werkstatt, die das Tretlager in wenigen Stunden austauschte, aber das hin zu organisieren, war etwas kitzlig. Ausserdem ging meine Zip-Off-Hose kaputt, im Gesäßbereich wurde alles fadenscheinig und löchrig, Reparatur mit Reisenähzeug half einfach nicht. Somit habe ich mir in Kopenhagen die „Haltbarste Hose, die ihr habt“ in einem Outdoorladen gekauft.. es wurde eine Fjällräven Hose aus diesem G-1000-Stoff, die nicht billig war. Mal sehen, wie lange die durch hält.

In Kopenhagen Fahrrad zu fahren, war eine unglaubliche Freude, alles war auf Fahrräder ausgerichtet, es gab überall grüne Welle für Fahrräder, die besten Radwege, keinerlei Bedrohung durch Autofahrende, keine gegenseitige Störung von Fuss- und Radverkehr, ich war einfach die ganze Zeit im Flow.

In Schweden war dann wieder ein Kulturschock: Die Leute fuhren viel schneller und viel rücksichtloser als in Dänemark Auto. Schneller bedeutet, dass man einen ständigen akustischen Streß hat, wenn der Radweg an der Strasse oder auf der Strasse entlang führt. Es ist unglaublich, wie viel lauter und anstrengender schnell fahrende Autos sind. Das kannte ich aus Dänemark gar nicht. Wir mussten uns irgendwann Abstandhalter basteln, aus Stöcken und Fähnchen, denn wir sind auf Landstrassen ständig geschnitten und zu eng überholt worden, ich war irgendwann dauergestreßt und mein Freund bekam sogar ein leichtes Verkehrstrauma weg. Aber dann, mit den Abstandhaltern, ging alles ungefährlicher vonstatten.

Die Natur in Schweden war atemberaubend schön. Stille Seen und vor allem generell ziemliche Einsamkeit und Ruhe. (Wenn man sich von Straßen fern hält). Leider hat das zunächst mit dem Jedermannsrecht nicht so gut geklappt, weil in Skåne fast alles abgezäunt war, man nicht auf die Flächen kam, und oft auch nicht ungefährliche Tiere wie Bullen auf den Weisen rumliefen. Einmal sind wir auf einem Campingplatz abgestiegen, und das war tierisch teuer und hat uns gar nicht gefallen. Danach haben wir aber immer schnell sehr schöne Plätze gefunden! Einige Male sind wir auch an Shelterplätzen an Wanderrouten abgestiegen, einige findet man an folgenden Routen:

Die Karte, die wir benutzt haben, war das Bikeline-Tourbuch Südschweden. In Dänemark sind wir dank hervorragender Ausschilderung, ohne analoge Karte gefahren, und mussten nur ganz selten Google Maps befragen. Ich hatte auch die Maps.me App mit Offline-Karten dabei, aber leider gab sie am 1. Tag den Geist auf und funktionierte nur noch eingeschränkt.

Das war es für diesmal, und ich hoffe, ihr habt Spaß beim Anhören und wünsche euch bis zum nächsten Mal eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 136: Faseradvent und Powerbank

Heute geht es um die kommende Stash-Gernhabe-und-Verwende-Aktion MMM 2017, was ich gerade so stricke, den Faseradventskalender, eine kleine Review zum Schacht Reeves Spinnrad, grüne Smoothies und Powerbanks und was man beim Kauf einer solchen beachten sollte.

Die Audiodatei könnt ihr hier herunterladen:

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Shownotes

Housekeeping

Danke für den Austausch zur letzten Episode! Ich schlafe gerade nicht mehr draußen, weil ich Angst habe, ich könnte dann erkältet sein und Leute müssten für mich auf Arbeit einspringen.. ;)

Es wird wieder einen Faserverrückten Jahresrückblick geben. Ich habe die Preise schon da und daher dauert es diesmal nicht mehr fast das ganze Jahr, bis sie verschickt werden. Es wird eine Fragenliste geben, die ihr verwenden könnt, und dann könnt ihr in euren Podcasts, euren Blogs, oder einfach bei „Podcasting auf Deutsch“ oder hier in den Kommentaren auf euer Crafting-Jahr 2016 zurückblicken. Damit ihr mit in die Verlosung kommt, ist es nur wichtig, entweder in dem verlinkten Thread auf Ravelry oder hier im Blog (ich werde dann einen extra Beitrag schreiben) den Link oder euren Rückblick als Kommentar/Posting zu hinterlassen.

Stricken (00:06:50)

Tini vom ZwillingsnadelpodcastTini vom Zwillingsnadelpodcast und Heike0307 organisieren wieder eine Mitmach-Stash-Wertschätzungs-Aktion für 2017: den „Motivation, Meilensteine, Mottomonate“ MMM Craftalong. Es gibt schöne Mottos wie den UFO Monat, aus eigenen Anleitungsbüchern etwas machen, „die Queen kommt zu Besuch“ (für Dinge, die für den Alltagsgebrauch „zu schade“ sind) und viele Mottos mehr. Wenn ihr auch dabei sein wollt, ab Januar wird es in diesem Thread auf Ravelry geschäftig.

Ich stricke gerade Reste-Handschuhe nach dem Muster „Noro Striped Gloves“. Ich mag es sehr und habe es schon mal gestrickt. Ein Garn ist ein Farbverlauf und die anderen Streifen bestehen aus Resten. Das Farbverlaufsgarn ist nicht, wie ich im Podcast sage „Jawoll Magic“ sondern ein Schoppel Zauberball in der Farbe „Denim“.

Davor habe ich ein Paar Socken aus dem Buch „Knitting Vintage Socks“ von Nancy Bush gestrickt, nämlich „Child’s French Sock“. Entgegen dem Pattern-Namen ist es keine Kindersocke, sondern Bush hat die Muster auf ca. Schuhgrösse 40 umgerechnet, die ursprünglichen Namen aus der Vintage-Zeitung, wo die Muster her stammen, aber beibehalten.

Ich plane, eine Mütze zu stricken für eine Person, die ich gar nicht kenne, weil sie mich auf Twitter darauf angequatscht hat. Ich mag ja „Random Acts of Kindness“, mache das aber mit Stricksachen ungern, weil ich niemandem zu nahe treten möchte. Deshalb mache ich manchmal einen Giveaway auf Twitter und dann können sich diejenigen ja melden, die die Dinge haben möchten und gebrauchen können. Gerade habe ich meinen Daybreak Shawl verschenkt, denn ich habe zu viele Tücher und er wäre vom vielen Nicht-Getragen-Werden fast von Motten angefressen worden. Jetzt hat er ein neues Zuhause und wird gemocht (und steht der neuen Trägerin auch ausgezeichnet).

Daybreak

Dann stricke ich noch Aurinko, ein Tuch von Nicolor.  Dieses Tuch sieht wie ein Herbstblatt aus, und ich stricke es aus einem Farbverlaufsbobbel von Wollium.

Spinnen (00:25:00)

Alles dreht sich erst mal um den Faseradventskalender 2016. Ich nehme an zweien Teil: den von Podcasting auf Deutsch und den von Berlin spinnt. Ich tagge meine Bilder auf Instagram mit #faseradventskalender und #teamyeti und #berlinspinnt

Die Orga für PaD hat die liebe Eva vom Wollwirrwarr gemacht, vielen vielen Dank!

Dieses Jahr spinne ich lauter Mini-Stränge, anders als 2015. Da hatte ich einfach alle Farben nacheinander in ein Singles-Garn verwandelt. Das daraus entstandene Hitchhiker Tuch ist ein richtiges Lieblingsstück geworden.

Aus dem Garn von diesem Jahr möchte ich Colorwork-Handschuhe und eine entsprechende Mütze stricken. Oder mehrere.

Eine kleine Schacht Reeves-Saxony Spinnrad-Besprechung:

Ich habe ja das mit dem großen Schwungrad (72cm Durchmesser). Inzwischen kostet dieses Rad weit über 2000 Euro. Damals hatte ich es für 1250 bekommen, weil es ein Vorführmodell war. Ich weiß nicht, ob ich es für 2500 nochmal kaufen würde. Denn das ist wirklich eine Stange Geld. Allerdings kosten die kleineren Türmchen-Spinnräder heutzutage auch schon weit über 1000 Euro.

schacht reeves

Ich habe ein paar Monate wenig gesponnen, und anlässlich des Faseradventskalenders habe ich das Schacht Reeves wieder benutzt, und: Ich liebe es. Es spinnt einfach so traumhaft.

Ich finde, die Tritte gehen relativ hoch, also die Fußspitzen erreichen beim Treten eine veritable Höhe, das muss man mögen. Ich konnte dieses Rad nicht probespinnen, denn nur sehr wenige Leute haben so ein Rad zuhause stehen. Obwohl mir der Winkel der Tritte nicht optimal gefällt, nehme ich es in Kauf und finde das Rad insgesamt immer noch klasse.

Es ist schlicht und einfach ein „Production Wheel“ mit dem man sehr schnell viel dünnes Garn spinnen kann. Es macht keinen Sinn, darauf Artyarn spinnen zu wollen oder anderes Garn, das wenig Drall benötigt oder langsame Übersetzungen braucht. Wenn man kein schnelles Spinnrad für dünnes Garn möchte, lohnt sich die Anschaffung nicht.

Reeves

Das Rad kann zickig sein, gerade in den schnelleren Übersetzungen kann es sein, dass es nicht mehr funktioniert, wenn nicht alles genau aufeinander eingestellt und gut geölt ist. Zumindest im zweifädigen Antriebsmodus, den anderen habe ich nie benutzt. Da kommt der Einzug zustande, weil der Flügel- und Spulenwirtel unterschiedlich gross sind. Je schneller die Übersetzung, umso geringer ist der Unterschied zwischen beiden Wirtelgrössen, und ein starker Einzug ist gar nicht mehr möglich. Und wenn dann noch irgendwas bremst oder nicht ganz geölt läuft, funktioniert der Einzug dann eben gar nicht. Das ist wohl auch eine Frage der Spinnradmechanik.

Wenn es aber gut geölt und eingestellt ist: Ein Traumrad.

Was ich grade toll finde (00:38:20)

Ich mag grade gerne (grüne) Smoothies. Ich war eine Woche lang Bürotante und habe mir Mittagessen selber mitgebracht. Dabei habe ich angefangen, mir und meiner Kollegin Smoothies zu machen, und ich bin seitdem halbwegs dabei geblieben.

Ich mag sehr die Rezepte von Irina Verwer, sie sind auf http://www.irinaverwer.com

Eins davon geht so: 1 Birne, 1 Apfel, 1 Handvoll Spinatblätter, Reismilch, 1 TL gehackter Ingwer, 1 Msp Zimt und 1 Msp Kurkuma in den Mixer und zu einem Smoothie mixen.

Urbane Selbstversorgung (00:42:07)

Heute geht es um Powerbanks. Das sind tragbare Akkus, die USB-Steckdosen besitzen und in die man Mobile Geräte einstöpseln kann, um sie wieder aufzuladen.

Wichtig ist erst mal die Kapazität und der Eingangs- und Ausgangsstrom/Spannung. Ersteres wird in Milli-Ampere-Stunden gemessen (mAh) Theoretisch ist es so, wenn mein Handy-Akku 1500 mAh hat, und meine Powerbank 3000, kann ich mein Handy damit 2 mal aufladen. Praktisch kann man aber nicht allen Strom von der Powerbank auch nutzen, sondern nur ca. 80%. Die Zeitschrift Chip hat sogar weniger gemessen. Bei einer 3000 mAh Powerbank haben sie tatsächlich nutzbare 1700 mAh gemessen.

Ich habe mir als „Katze im Sack“ eine für 6 Euro vom Lidl geholt. Sie war grade im Nonfood-Angebot. Und damit kommen wir zur Stromstärke und so:

Mobile Fone benötigen nur 1 Ampere, Tablets können auch schon mal über 2 Ampere brauchen. Also kann eine Powerbank, die eine Stromstärke von 1A abgibt, vielleicht keine Tablets laden. Und ein Ladegerät für Telefone, welche 1 Ampere Stromstärke brauchen, kann die Powerbank vielleicht gar nicht laden, wenn sie selber mehr Stromstärke für das Aufnehmen von Energie benötigt.

Meine Lidl-Powerbank hat laut Herstellerangaben sowohl einen Eingang als auch einen Ausgang von 1 Ampere bei 5 Volt, und sie kann auch das ipad Mini laden. (Da habe ich jetzt aber nicht geschaut, was das für eine Eingangsstromstärke braucht. Ich weiß nur, dass das Telefon an der USB-Buchse eines Computers geladen wird, das Tablet aber nicht.)

Was noch interessant ist: Wieviele USB-Ausgänge hat die Powerbank. Bei mehreren kann man natürlich mehrere Geräte gleichzeitig laden. Zuviele macht aber auch keinen Sinn, denn dann würden die vielen Geräte, die gleichzeitig dran hängen, so viel an Strom abgreifen, dass die Powerbank damit sowieso überfordert wäre.

Für die Radtour werde ich mir eine Anker-Powerbank beschaffen, die hat bei Tests gute Ergebnisse erzielt. Ich muss mal schauen, ob ich 10.000 mAh möchte oder noch mehr, aber eigentlich sollte das locker reichen.

Teechen (00:52:25)

Ich bin auf zwei sehr leckere Tees gestossen. Der erste ist der Alnatura „Wohlfühl Tee“, eine Kräuterteemischung mit Zitronengras, und der andere ist der Cupper „Be Happy“, ein zitroniger Gewürztee.

Das war es für heute mal wieder, ich wünsche viel Spaß beim Hören, eine faserverückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 133: Ambiguitätstoleranz

Heute geht es um Radtouren, eine Doku darüber, wie Automobilität in die Sackgasse führt, Strickerfolge und Strickgraffiti, die Spin-Off Zeitschrift, Ambiguitätstoleranz und Widersprüche und Haare färben.

Download:

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

download aktuelle episode

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep132.m4a

Shownotes:

Housekeeping

Habt Dank für die Diskussion zur letzten Episode und eurem Feedback! Ich habe neulich zu dem Thema auf Youtube eine Doku angesehen „Fahrrad gegen Auto“, die ich sehr spannend fand. Sie lief in dieser Version im ORF und spielt hauptsächlich in sehr autolastigen Städten wie Los Angeles und Sao Paulo.

Hier habe ich die Doku mal direkt verlinkt:

Im Original heißt der Film „Bikes vs Cars“ von Fredrik Gertten. Auf der Filmwebseite gibt es auch eine App und Goodies, ich habe sie mir aber nicht wirklich angesehen :)

Außerdem erzähle ich ein bischen von meiner Radtour ins Naturschutzgebiet Dahme-Heideseen am Wochenende und von meiner Radtour durch die Uckermark die Woche davor. (Ich nutze den Sommer, hehe)

Stricken

Ich stricke das Laminaria mit hangesponnenem Lacegarn und Perlen im Edging Chart! Es macht sehr viel Spaß, lässt sich aber nicht während des Podcastens stricken. Deshalb habe ich spontan ein Herz angeschlagen. (Muster: Little Hearts)

Ich möchte die Herzen als Yarnbombing benutzen, oder aussetzen, so wie Weird ihre Monster, die ihr unter dem Hashtag #monsterwelt auf Instagram und Twitter sehen könnt. Hier ist das Tumblr-Blog Monster-erobern-die-Welt.

Fertig ist der Wraptor von Marc Smollin Designs, ein Tuch mit verkürzen Reihen, Colorwork und kraus rechtem Rand, das super kuschlig und texturiert ist. Es wird bestimmt ein Lieblingstuch von mir!

Spinnen

Ich hatte neulich Besuch von der lieben Irka aus Dresden und von ihr haben wir in Berlin einen großen Stapel alter Spin-Off Zeitschriften bekommen, die ich nach Podcastthemen durchforsten wollte. Stattdessen spreche ich mal meine Meinung über die Spin-Off an und für sich aus. ;)

Selbst habe ich meine TDF-Projekte  im Besenwagen fertig gesponnen und muss das jetzt alles einpflegen. Zum Glück gibt es im Queerfeministischen Faserkombinat jetzt einen Einpflege-Along! 

Politschwafel

Ich las neulich einen Artikel in der Zeit von Mirna Funk, betitelt „Wir lebenden Juden“ ein Gruppenportrait der dritten Generation. Da fielen mir zwei Zitate auf, wo es darum ging, Unterschiede als Bereicherung anzusehen und verschiedene Standpunkte gelten zu lassen. Was daran schwer ist: Eine Person bewertet aus einer anderen Perspektive etwas anders als du, etwas, was du gut findest, findet sie schlecht, oder umgekehrt..

Ein Fachwort dafür, damit gut umgehen zu können, ist Ambiguitätstoleranz. Dieser Begriff wurde von Else Frenkel-Brunswick geprägt. Sie war eine jüdische Psychologin, die in die USA emigrierte und dort Forschungsarbeiten zu Autorität und Vorurteilen machte.

Was ich grade toll finde

Ich habe einen Weg gefunden, wie ich mir schön bunte Haare färben kann, ohne meine von Natur aus dunklen Haare zu sehr zu zerstören. Das Geheimnis: Pfoten weg von Drogeriebleiche, her mit der guten Profi-Blondierung.

Ich benutze Topwell Professional Creme-Oxyd 4% H2O2 (das reicht völlig) und ein passendes Blondierpulver, und ich schwöre auf Manic Panic Haarfarben.

Das wars, viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Monster Fantasy

Episode 122: Alles vom Fiberthermometer geklaut

Heute habe ich fast meine gesamte Inspiration für den Podcast von Monis Fiberthermometer. Themen sind: Etwas Privatkram, Hangout, Podcasttreffen in Hamburg, selbstheilende Stricknadeln, Ravelry Stalking, schon wieder ein verlorenes Strickstück, Motten, Wolverine, Ribby Cardi, Auszugsarten, dünn spinnen, Faserswap, die Packliste für den Fahrradurlaub, was ich grad toll finde und Teechen.

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Download

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

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URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep122.m4a

Housekeeping

Die nächste Folge lässt eventuell erstmal auf sich warten, oder auch nicht: Ich habe am Donnerstag einen Operationstermin und bin danach eine Weile krankgeschrieben. Das heißt, ich könnte eigentlich viel Zeit zum Podcasten haben. :)
Zum Hangout ist zu sagen, dass die liebe Kaschne ihn in der Podcasting auf deutsch Gruppe promotet hat (Link geht zum Thread) und jetzt ist er täglich sehr gut besucht. Manchmal sind wir sogar 10 Leute, und da das das Maximum ist, kam wer schon mal nicht rein.
Allerdings ist es über 10 Leute auch etwas anstrengend und technisch wohl schlecht machbar mit einer 0815 Internetleitung.
Ich möchte mich auch bedanken für die Kommentare, das Flattren, die Likes und alles. Vielen Dank!! Ihr seid super.

Stricken

* Mir ist meine Chiaogoo Spin 2,75mm Rundstricknadel im Urlaub zerbrochen. Bzw. ich dachte, sie sei zerbrochen. Sie war sehr verbogen und es standen Splitter ab. Nach dem entfernen der Splitter mit dem Taschenmesser und dem gradebiegen scheint die Nadel aber wieder fast wie neu zu sein. Ein Wunder!

* disagree-Stalking auf Ravelry – was hilft? Ich bin nicht der Ansicht, den Button einfach auszublenden, würde etwas nützen. Zum einen sehen alle anderen, dass alle deine Beiträge disagrees haben, nur du nicht, und zweitens wirkt die Forderung an Gestalkte, sie sollten das ignorieren, wie ein zum Schweigen bringen. Weil wir haben darüber Empfindungen, wenn uns das passiert. Und es sollte nicht ärgerlich oder schamhaft sein, wenn du darüber redest. Im Gegenteil, ich finde es gut, das öffentlich anzusprechen: Dann können deine Freund_innen dir Solidarität und Mitgefühl aussprechen, und die Schande landet beim „Lauscher_in an der Wand“ – nämlich bei der Person, die so gemein ist, und dich stalkt. Der Zuspruch tut mir gut und manchmal hört das Gestalke sogar (temporär) auf, nachdem es an die Öffentlichkeit gebracht wurde.

Unser kleiner verhasster disagree button ;-)

Unser kleiner verhasster disagree button ;-)

* Der Ribby Cardi. Eine fantastische Strickjacke, die so schick aussieht, dass Herr Distelfliege die Jacke trotz etwaiger Kratzigkeit (also ganz schön kratzig, if I say so myself) anzieht und „muckelig“ findet!
Jetzt habe ich das Garn, was ich bei der Tour de Fleece für einen Ersatzcardigan gesponnen habe, zur Verfügung, um etwas anderes tolles damit zu machen.

cloudy corriedale

* Neues von den Motten: Ich habe anscheinend keine mehr. Ich habe zwei Befallsherde entdeckt und entfernt, meine Klebefalle verzeichnet keine neuen Fluggäste mehr, und die Katze hat anscheinend auch keine Flöhe mehr. Kann es, wie Angie vom Wollplaudereien Podcast sagte, tatsächlich nur ein einzelner Floh gewesen sein? Ich hoffe es mal!

* Beim letzten Stadt Land Wolle Podcast ging es darum, dass in der Verena Stricken Herbst 2015 Yogaklamotten drin sind. Ich habe mir also die Muster der Verena angesehen und bin aufgrund der Titelthema-Designs fast vom Stuhl gefallen. Manche Sachen sollte niemand stricken müssen. Zum Beispiel dieses Netz aus Stricklieselschnüren in Grau und Schwarz, oder wie ein Zopfmusterpulli ohne Pulli. Ich verstehe dieses Strickstück einfach nicht. Was ist das? Wahrscheinlich haute couture, und ich bin etwas banausig. Asche auf mein Haupt.

* Ich stricke gerade das Wolverine Tuch von meinem Freund Marc Smollin, die Reihen sind inzwischen sehr, sehr lang und mit Lacegarn dauert es auch urlang, bis das Garn verarbeitet ist, aber dank Hangout komme ich voran und es macht auch Spaß und ist nicht zu langweilig.

Spinnen

* Ich spinne gerade einen Kammzug von Wollgewandt, aus dem ich Sockenwolle machen möchte. Dazu spinne ich das Ganze mit „kurzem Auszug ohne Drallsperre“ semi-worsted/woolen. Die Judith MacKenzie schwört ja darauf. Ich habe die Technik während der Tour de Fleece 2015 gelernt und es flutscht inzwischen ganz gut. Ich frage mich allerdings, ob diese spinntechnik wirklich ohne Drallsperre auskommt, oder ob die Spinnphysik an sich schon eine Drallsperre darstellt. Der Drall kann nämlich sehr schlecht von einem sehr dünnen Faden auf einen sehr dicken Kammzug überspringen. Der Drall schafft es einfach nicht, die Schwelle von sehr dünn zu sehr dick von allein zu überwinden. (Wer spinnt, weiß, was ich meine)

* Ganz klasse fand ich die Besprechung von Auszugsarten, die Moni in ihrem Fiberthermometer Folge 11 zusammenfasst.
Zusammengefasst:
– Kurzer Auszug = weniger als 1 Stapellänge lang ausgezogen, kein Drall in der Auszugszone.
– Langer Auszug: ein mehrfaches der Stapellänge wird ausgezogen, immer Drall in der Auszugszone.
– Worsted – Kammgarn: Kurzer Auszug aus der gekämmten Wolle
– Woolen – Streichgarn: Langer Auszug aus kardierter Wolle
– Kurzer Auszug ohne Drallsperre aus dem Kammzug: Semi-Woolen bzw. macht aus Kammgarn eher was in Richtung Woolen.
– From the Fold/langer Auszug mit Kammzug: Auch was dazwischen.

Drei Parameter:
1. Wie lang ist der Auszug
2. Wo ist der Drall
3. Wie ist die Faser vorbereitet

Garnfärben Ostern 14

* Ist dünn spinnen besser/fortgeschrittener?
Mir fiel dazu das Saxophonspielen ein. Ich lernte dabei immer höhere Töne zu treffen, höher zu spielen ist auch schwieriger, aber das darf natürlich nicht heißen, dass ich NUR noch hohe Töne spiele und das für fortgeschritten halte. Damit schränke ich einfach nur meinen Tonumfang ein und niemand würde das tun. Deshalb ist es auch beim Spinnen sinnvoll, dünn spinnen zu lernen, aber auch dick spinnen zu üben.

corrie_grau3

* Ich mache beim Adventskalender-Faserswap mit und bin schon ganz aufgeregt :-) – wegen meiner gelegentlichen Mottenprobleme habe ich mir Fasern dafür bestellt, die ich sehr gut hüten werde, damit sie nicht mit Motten in Berührung kommen. Inzwischen sind alle Plätze vergeben!

Urbane Selbstversorgung: Meine Fahrradurlaubs-Packliste (für zwei Fahrräder)

Oder Neiße, Berlin Usedom Radweg

Schlafen

– Zelt (Ich hab so ein ganz tolles, was ziemlich teuer war… aber weniger teuer als mein Spinnrad, so gesehen. Ein Hilleberg Nallo 3, das aber zu zweit genau richtig groß ist.)
– Tarp (Haben wir dieses Jahr wegen des super Wetters nur einmal benutzt)
– Zeltflickzeug (Zum Glück auch nie gebraucht).
– Matte + Flickzeug (selbstaufblasende Isomatte von Thermarest)
– Schlafsack (Ich habe einen 3-Jahreszeitenschlafsack, der für den Hochsommer eigentlich zu warm ist. Wenn ich den komplett öffne und als Zudecke nutze, ist es aber gut im Sommer. Deshalb der folgende Punkt)
– Mattenbezug (das sind einfach Baumwolltücher, die ich auch als Rock tragen könnte, auf die Matte gelegt, damit ich nicht mit der nackten Haut auf der Matte liege.)
– Kissen (zum aufpusten, finde ich einfach bequemer als sich Klamotten zu einem Kopfkissen zu falten. Die paar Gramm sind imho am falschen Ende gespart.)
– Bodenplane für unters Zelt (aus dem Baumarkt eine einfache Gewebeplane)
– Taschenlampe

Küche

– Kocher (Der klassische Trangia Spirituskocher, ist super. Der einzige Nachteil ist das Geruße, aber würde ich auf dem offenen Feuer kochen, wär das Geruße noch größer.)
– Spiritus
– Gewürze (Da hat mir eine Freundin eine Gewürzrolle, ähnlich einer Stricknadelrolle, genäht. Die Gewürze sind in Plastikreagenzgläsern! Dadurch kochen wir draußen frisch aus unverarbeiteten Sachen, und würzen sie schön, anstatt Fertigtütenessen.)
– Kaffeeweißer (mag ich sonst nicht, aber Milch funzt draußen nicht und Kaffee ohne Milch mag ich nicht).
– Besteck (jede Person 1 Löffel reicht, Gabel, Brotmesser etc braucht niemand)
– Tassen
– Teller (ginge ohne, wir haben mal immer ausm Topf gegessen, ist aber nett, welche zu haben.)
– Trinkflaschen
– Taschenmesser (Opinel)
– Kaffee
– Packsack für Lebensmittel (wir haben son 13l Teil von Ortlieb, wasserdicht)

Kleidung

– 3er System: Unterhosen, Socken, Tshirts (eins trägst du, eins hast du gewaschen und trocknet, eins in Reserve)
– Pulli
– Strickjacke
– Zip-Off-Hose
– Leggins
– Hemd
– Stricktuch
– Regenhose
– Regenjacke
– Fahrradhose
– Reisenähzeug
– (wasserdichte) Schuhe (ich nehme immer nur 1 Paar Schuhe mit)

Waschen und Körperpflege

– Outdoorseife für alles (würde ich nicht mehr machen und Spüli und Duschgel getrennt einpacken. Ich würde mit Spüli duschen, aber Geschirrspülen mit dieser Seife (Dr. Bronner) war jetzt doch nicht so gut.)
– Handtuch
– Geschirrtuch
– 2-3 Schwämme (sie gehen bei nem Trangiakocher, der rußt halt, schneller drauf)
– Zahnbürste, Zahnpaste, Zahnseide
– Qtips
– Taschentücher
– Bodylotion (andauernd draußen sein trocknet ganz schön die Haut aus!)
– Nagelknipser

Fahrrad

– Werkzeug (Inbusschlüsselsatz, Maulschlüssel wenn nötig, Kettennieter, Kettenschloß, Reifenheber, Nippelspanner, Gaffaband, Lochschnüffler, Luftpumpe, halt das Übliche)
– Flickzeug
– Ersatzschlauch
– Gepäckspanner
– Ölfläschchen

Freizeit

– Lesestoff
– Ladekabel
– Kamera
– Strickzeug/Spindel
– Badeanzug
– Skizzenbuch und Aquarellkasten

Erste Hilfe

– Reiseapotheke
– Zecken/Mückenspray
– Desinfektionsmittel
– Verbandskasten
– Sonnencreme
– Sekundenkleber

Paperwork

– Geld
– Pass
– Tickets
– Reiseführer/Landkarten
– Adressbuch

Was ich grade toll finde

Random Street View ist das, was der Name schon sagt: Eine zufällig ausgewählte Straße, irgendwo auf der Welt, wo der Google-Spähwagen schon war.

Teechen

Summer Night Star vom Lidl :)

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Hören, oder – wenn ihr das nicht anhört, dann hoffe ich, es war nett zu lesen. Eine faserverrückte Zeit euch und Stricken ohne Tränen!

Die urbane Spinnstube, Episode 106: Unf*! your Habitat (explicit!)

Heute gehts um den weltbesten Schal/Cowl, Tubularity. Ausserdem bespreche ich schon wieder eine Knitty. Ich spinne nicht soviel und war mal wieder auf einem tollen Spinntreffen, Chantimanou bringt ein Spinnbuch raus, es gibt eine lustige und explizite Haushaltsführungsapp und ich nehmen an der Journalingaktion „100happydays“ teil. (bzw. muss noch etwas reinfinden).

tubularity10

Anhören oder Herunterladen:

download aktuelle episode

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep106.m4a

Benötigt ihr das im mp3 Format, gibt es hier einen Online-Konverter: http://audio.online-convert.com/convert-to-mp3 (Wenn die Meldung kommt, die Datei sei beschädigt, keine Angst, ist sie nicht. Dann heisst das, sie kann nicht im Browser, meist Firefox, abgespielt werden. Runterladen und mit einem anderen Player abspielen geht bei vielen trotzdem.)

Die Shownotes

Housekeeping

Zuerst mal VIELEN DANK für die vielen Kommentare in diesem neuen Blog! Ich hab mich total gefreut!

Ausserdem vielen Dank an Petra für die Paypal-Spende und Jademond, Weird, Gudrun und 9 anderen fürs Flattren!
Das gute Geld muss ja nun auch wieder für Dinge ausgegeben werden, z.B. schöne Preise (oder Material dafür) und das Porto. Deswegen mache ich einen Contest, der jetzt noch etwas mehr als einen Monat dauernd wird. Es ist der Faserverrückte Jahresrückblick-Contest! Und zwar habe ich dazu ein Thema auf Ravelry eröffnet (Link), dort findet ihr Fragen, und die könnt ihr in eurem Podcast, Blog, oder dort im Thread direkt beantworten und mit mir zusammen auf 2014 zurückblicken. Unter allen, die mitmachen, verlose ich wahlweise eine nach Wunsch genähte Stricknadelspielrolle, oder einen nach Wunsch genähten Projektbeutel. Wenn ihr nicht bei Ravelry registriert seid, könnt ihr auch eure Jahresrückblicke hier im Blog verlinken. Die Fragen findet ihr in diesem Beitrag und dort sollt ihr dann auch in Kommentaren eure Blogs verlinken, wo ihr den Rückblick gebloggt habt. (Oder gepodcastet, oder auf Youtube hochgeladen, oder oder… irgendwie so, dass wir daran teilhaben können.). Verlost wird am 31. Januar, bis dahin könnt ihr jederzeit mitmachen. :)

Stricken (00:10:05)

Mein Tubularity ist fertig! Unser TubularityKAL ist gerade etwas eingeschlafen, denn die Weihnachtsvorbereitungen haben wahrscheinlich überhand genommen. Ich halte es mit den Knitmoregirls und mache nur, was mir Spaß macht.

Tubularity trägt sich wunderbar und ist auch wirklich schön variabel. Hier geht es zur Projektseite. Danke an diemaus!

Mein aktuell einziges Strickprojekt heisst 9to5 Socks von Nicole Hindes.

Knitty-Muster, die ich erwähne:

 Spinnen (00:31:20)

Die geheimen Spinntreffen-Protokolle: Woman crushes beer cans with breasts (anklicken auf eigene Gefahr). Die Gruppe vom Spinntreffen auf Ravelry heisst Berlin spinnt.

Mein Spindelprojekt ist ein Kammzug von Elfenwolle.  Und dann rede ich noch darüber, dass Chantimanou ein Buch rausbringt, mehr dazu gibt es auf ihrer Webseite.

urbane Selbstversorgung (00:37:50)

Ich bin ein Organizing Freak und mag eigentlich so Housekeeping Webseiten und Programme ganz gerne. Was mich daran oft stört, sind die Geschlechterklischees, die damit meistens einhergehen. Deswegen habe ich auch nie das Flylady Programm gemacht. Auch z.b. Zen To Done fand ich sehr klischeehaft „Männlich-Neutral-Bürohengst-Like“ und nichts was mich so ansprach.

Anders UFYH (Unfuck Your Habitat). Diese Seite, zu der es ein Tumblr und eine App gibt, habe ich in der Gruppe Lazy, Stupid and Godless auf Ravelry gefunden und ich finde es einfach lustig und der Kontrast zwischen Hausarbeit und diesen Kraftausdrücken finde ich irgendwie allerliebst. Die App habe ich mir auch heruntergeladen und bespreche diese ein bischen.

Bei der Gelegenheit geht es auch darum, ob das F-Wort in Flüchen sexistisch ist und warum ich „Fuck you“ etc deshalb auch inzwischen vermeide. Meine Schmerzgrenze ist aber so, dass ich deswegen nicht das F-Wort ansonsten meiden möchte, dafür find ich solche Seiten einfach zu witzig. :D

 Was ich grade toll finde (00:50:19)

#100HappyDays oder #100daysofhappy sind die Hashtags, und ich möchte das machen, aber finde grade noch nicht so richtig rein.

Teechen (00:54:23)

Ich trinke den Choco Chai von YogiTee, den habe ich von Elli vom Stadt, Land Wolle Podcast bekommen. Sehr lecker und kakaoig und würzig!

Viel Spass beim Hören, eine Faserverrückte Zeit, und Stricken ohne Tränen!