Episode 149: 8 Jahre Strafstricken

Heute geht es um..

..mein 10jähriges Strickjubiläum, was ich dieses Jahr strickmässig erreichen möchte, die Tour de Fleece, Salat in Gläsern, ein neues Bulletjournal, das Treffen zur Wollausstellung in Berlin und die Radtour nach Süddeutschland, die ich im August unternommen habe. Letzteres ist ganz hinten und lang, also könnt ihr das wegschalten, wenn es euch nicht so interessiert.

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Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

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Die Shownotes

Housekeeping:

Ich habe das letzte Mal im Mai aufgenommen und jetzt ist Anfang Oktober. Ich bin mir nicht sicher, ob mein Podcast so weiter tragfähig ist. Ich höre auch viel weniger Podcasts im Moment, dadurch ist auch das Podcasten nicht mehr so stark in meinem Leben präsent. Vielleicht ist das ein langsames Podfading, was hier stattfindet.

Es gibt einen neuen Strickpodcast auf www.wollkanal.de

Stricken (00:06:54)

Ich versuche dieses Jahr meinen Stash zu reduzieren, bislang habe ich das noch nie geschafft. Und ich habe 2018 mein 10 Jähriges Strickjubiläum! Seitdem ist mein Stash immer angestiegen, auch, wenn ich aufgehört habe, online Wolle zu shoppen. Mit dem Garn bestellen habe ich sogar komplett aufgehört. Durch das Spinnen, Geschenke, Wolltausch und Impulskäufen auf Wollfesten und so kam immer noch genug zusammen.

Ich habe vor allem Socken gestrickt, zum Beispiel:

Danach bin ich auf den Lacetrip gekommen:

An dieser Stelle vielen Dank an Fallstrick, die mir auf Ravelry das Luna Moth Shawl Muster geschenkt hat!

Spinnen (00:25:00) 

Dieses Jahr habe ich ausser zur TDF nichts gesponnen, ich bin zu sehr mit dem Stricken beschäftigt. Die Tour de Fleece war schön, ich habe den Adventskalender von 2017 zu Ende gesponnen, und dann noch zwei schöne orangene Garne produziert.

Was ich grade toll finde (00:30:22)

„Salat im Einmachglas“ – Salad Jars.

Dabei habe ich eigentlich ausschließlich diese Webseite verwendet:

https://hurrythefoodup.com/how-to-pack-a-salad-in-a-jar/

Ich hab die Hefte schön: (00:35:17)

Ich habe mir ein Bulletjournal gebunden, zum ersten Mal im A5 Format. Alles über die Methode findet ihr auf bulletjournal.com.  Das jetzige Modell hat auch zum 1. Mal „Dot Grid“ Papier, denn ich habe ein punktkariertes Heft gefunden und es kurzerhand zum Buch umgemodelt.

Die Buchbindetutorials findet ihr alle auf dem Youtube Kanal „Sea Lemon“!

Event-Bericht (00:41:44)

Einige aus der „Podcasting auf Deutsch“ Gruppe auf Ravelry trafen sich im Juni um sich die Wolle Ausstellung im Berliner Museum Europäischer Kulturen anzusehen. Die Ausstellung war recht klein, aber es gab ja noch andere Räume in dem Museum, die sehr spannend waren.

Als wir drin waren, haben wir einfach mit den herumliegenden Crafting Sachen herumgespielt, gesponnen, gestrickt und gewebt und geratscht, und dann sind wir was essen gegangen und danach ins Museumscafe. Dort gesellte sich noch die Workshopleiterin der Ausstellung zu uns, die von unseren Spinnkünsten gehört hatte. Wir haben dann noch geplaudert, bis das Museum geschlossen hat und wir rausgeworfen wurden.

Es war richtig schön, vielen Dank!

Radtourbericht (00:47:12)

Ich bin von Leipzig nach Tuttlingen an der Donau gefahren. Die ganze Strecke seht ihr hier: Outdooractive: Tour nach Süden final 

Ich habe dazu auch von unterwegs mit Fotos gebloggt auf meinem anderen Blog: Bike Follow Rivers Tour 2018

Viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit + Stricken ohne Tränen!

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Episode 148: Peinliche Deutsche im Urlaub

Heute geht es darum, was ich gerade stricke, was ich spinne, ich nerde herum über Sonnenschutzmittel und vergleiche chemische mit physikalischen, erzähle von meinem Urlaub in Dänemark und den peinlichen Deutschen im Ausland, und dann habe ich noch ein Rezept für Pfannkuchen.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Danke euch allen fürs Feedback und Dabeibleiben, obwohl ich nicht so oft podcaste, wie ich das gerne hätte.
Ich habe meinen Account bei Instagram gelöscht, bzw. deaktiviert. Ich nahm zum Anlaß, dass mir Facebook/Instagram ihren Umgang mit meinen Daten transparent gemacht hatten, und ich war von Instagram eh schon angefressen. BTW, die DSGVO wird auch nicht so heiß gegessen wie gekocht, es gibt wohl eine Verhältnismässigkeitsklausel, dass gerade kleine Unternehmer*innen und Bloggende zuerst kostenlos abgemahnt werden müssen, wenn ein Verstoß gegen die dsgvo vorliegt. Das habe ich zumindest bei Netzpolitik.org gelesen.. dachte ich. Aber das stand da gar nicht.. ähäm.. das hab ich doch bei Mastodon aufgeschnappt.

Stricken (00:09:26)

Ich habe das fertige Laminaria Lacetuch übergeben an die Empfängerin, die sich auch sehr gefreut hat. Es ist ja auch sehr schön geworden. Ein Ultradünnes Lacetuch, das ich aus einem 1000m/100g handgesponnenen Lacegarn gestrickt hatte, mit Perlen.

Das Lacestricken hat mich motiviert, gleich den nächsten Lacelappen anzuschlagen, und zwar ist das der Torreyana-Shawl, ebenfalls von Elizabeth Freeman, auch kostenlos in der Knitty erschienen. Etwas kompliziert am Anfang, aber dann gehts..

Dann habe ich Ringelstinos UND Restestinos fertig, die letzeren waren dann mein Urlaubsprojekt. Und dann habe ich im Urlaub noch ein Sockenprojekt angefangen, und zwar „Smaug“ von Frau Morag (Ravelry Link zum Muster)

Spinnen (00:18:00)

Leider spinne ich gerade gar nicht, und war auch seit Februar nicht beim Spinntreffen. Dort spann ich, als ich doch mal da war, mein „ewiges Baumwollprojekt“. Ich sollte das mal gezielter spinnen.

Aber es steht ja die Tour de Fleece ins Haus! Ich werde wieder mitmachen, und zwar bei den Yetis –> Team Yeti Thread, bei „Berlin Spinnt!“ (Thread) und bei Mastodon, falls da was zustande kommt. Bisher siehts ja so aus! (Thread)

Urbane Selbstversorgung (00:22:04)

Ich habe durch Mastodon-Hautpflege-Freaks herausgefunden, dass die Sonnenpflege, die ich bisher benutzt habe, eventuell nicht ausreicht, um meine Tattoos vor der Sonne zu schützen. Also habe ich mich mal schlau gemacht, und auf Seiten wie Scinacea alles über Sonnenschutz gelesen.

Grob gesagt gibt es chemischen und physikalischen Sonnenschutz, und Mischungen aus beidem. Ich hatte bisher immer chemischen benutzt, der aber trotz Parfumlosigkeit dennoch stinkt, weil eben die Chemie darin so riecht, wie sie riecht. Was ich nicht wußte, war, dass chemischer Sonnenschutz nicht lichtstabil ist und deshalb ca. alle 2-3 Stunden nachgecremt werden muss. Dabei gibt es stabilere und weniger stabile Wirkstoffe, aber so genau habe ich mich nicht damit befasst. Physikalischer Sonnenschutz (mit den Mineralien Titandioxid und das andere habe ich vergessen..) ist lichtstabil und wirkt wie ein Schild, der die Sonnenstrahlen einfach reflektiert.

Chemie Mineralisch
pro: durchsichtig, färbt nicht ab, preisgünstig pro: lichtstabil, stinkt nicht, verträglich (auch Nanopartikel sind anscheinend unbedenklich)
contra: stinkt, nicht lichtstabil, manchmal unverträglich contra: weißelt, färbt ab, lässt sich so gut wie gar nicht mehr abwaschen und auch aus Klamotten schlecht entfernen, teuer

Ich bin eigentlich mit der mineralischen Sonnencreme halbwegs zufrieden gewesen, habe mich auch mit dem Weißeleffekt angefreundet, aber am Ende bin ich doch wieder zur Chemie zurück gekrochen, weil die Abwascherei doch wirklich schwierig war. Am besten ging es noch mit Lavaerde, das ist eine Wascherde aus Marokko, die komplett umweltverträglich ist, denn es ist ja pure Tonerde.

Urlaubsbericht (00:39:38)

Wir sind vom 13.- 28. Mai den Nordseeradweg in Dänemark gefahren, der startet offiziell in Tondern (Tønder) und führt nach Skagen ganz im Norden. (Und dann noch weiter, aber wir sind dann nur noch nach Frederikshavn und dann nach Aalborg gefahren, wo unser Zug zurück ging). Auf dem Hinweg musste der Zug 3x rebootet werden und dann wurde die Lok ausgewechselt, ich habe mich schon wieder durch Schleswig Holstein nach Dänemark radeln sehen..

Wir kamen aber dann doch in Niebüll an, und fuhren zu unserem ersten Übernachtungsplatz in Højer. Dann ging trotz Durchsicht vor der Tour die Gangschaltung vom Partner kaputt, und er musste 70km am nächsten Tag im 4. Gang fahren… zum Glück wurde es dann in Ribe repariert! Eine Werkstatt hat uns das sehr schnell gemacht. Ein Glück.

Den restlichen Tourbericht müsst ihr euch anhören.. :D
Ich kann aus Gründen der Faulheit nicht alles hier schreiben, ich hoffe aber noch, dass ich darüber noch bloggen werde, und dann könnt ihr das dann auch lesen und Fotos anschauen.

Was ich grade toll finde (1:13:49)

..sind amerikanische, dicke, fluffige Pancakes.
mein aktuelles Lieblingsrezept:

  • 200g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 150 ml Milch
  • 50g Stracciatella Joghurt (oder ne andere Sorte)

Alles zu einem Teig vermischen, pro Pancake 2 EL Teig in eine heiße Pfanne mit Öl oder zerlassener Butter drin geben und von beiden Seiten goldbraun backen und mit Ahornsirup genießen!

Und nun viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 145: Angesteckt von Füllernerds

Zusammenfassung

Heute gehts um die neuen Ergonomics Stricknadeln von Prym, Pulli-Projekte, Patentmuster-Sorgen, Pride-Handschuhe, Weben, Füllersammeln und Füllernerdtum, einen Faseradventskalender und was ich im Winter zum Radfahren anziehe.

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Shownotes

Housekeeping:

Zuerst danke ich euch allen für die Kommentare, Likes, PNs, und mentions. Leider nicht namentlich diesmal, aber ich hab mich immer gefreut. Und danke an schlompfine/Diana vom Buntwerk Podcast, dass du das mit dem Handspinngilde-Zertifikat in dieser Folge nochmal ganz ausführlich erklärst!

Ich bin nicht so auf dem Laufenden podcastmässig, ich habe grad mal 1 Buntwerk, 1-2 Handgemacht und 2-3 Knitmore Girls in letzter Zeit gehört. Verabschieden und Danke sagen will ich Jules für den Podcast „Spektralfaden“, der leider dem Phänomen des Podfading zum Opfer fiel.

Stricken (00:03:45)

Ich mache ein Live-Unboxing vor dem Mikrofon von Prym Ergnonomics Stricknadeln. Gestern gekauft und – werden sie ihre Versprechen einhalten? Wir werden später sehen. Die vollmundigen Versprechungen wie z.B. in diesem Video sind ja sehr vollmundig. Und sehr pathetisch. So als ob über all die Jahrtausende nie irgendwas neues gemacht worden wäre, bis die mit ihren Plastestochern angekommen sind.

Ernsthaft – Jackenstricknadeln? Wieso etwas revolutionieren, was eigentlich niemand mehr benutzt? Ach ja, weil man da diese „Clickheads“ dran machen kann und das bewerben. Nur zu, ihr seid ja auch so richtige Clickheads bei Prym, wa.

Ich stricke gerade:

  • Den Driftwood Pulli von Isabell Kraemer. Ich finde das Muster super, alles passt gut, ich bin sehr froh! Zwar hatte ich etwas Ablenkung und habe in letzter Zeit nicht daran gestrickt und andere Dinge angefangen, aber ich bin eigentlich fast fertig. Und jetzt wieder voll motiviert. Ich muss am Ende 120000 Fäden vernähen, und ich habe mal gelernt, wie man Fäden mit einstrickt, so dass sie vorne auf dem Stück nicht zu sehen sind, aber trotzdem das Vernähen einspart. Das ist ähnlich wie wenn man lange Floats beim Fair-Isle-Stricken mit einfasst. Ich habe das mal auf einer Webseite zur Horst-Schulz-Methode des Strickens gelernt, aber finde den Link nicht mehr.
  • Ich stricke inspiriert von Cas (einer Person auf Mastodon), Pride Handwärmer. Cas hat hier auf Ravelry ein frei verfügbares Muster für Pride Handwärmer. Ich habe mich nicht an das Muster gehalten, sondern bin eher dem Muster der Simple Noro Striped Gloves gefolgt, denn ich wollte fingerlose Handschuhe haben. Dann rede ich über Stulpologie und wie verschiedene Stulpen auf englisch heißen: Fingerless gloves, fingerless mittens, handwarmers, wristwarmers und armwarmers. Was mich dazu bringt, dass ich immer noch keins der vielen freien Muster von Laris Designs gestrickt habe. Es aber gerne möchte!
  • Patentmuster-Beinstulpen inspiriert von der Mütze „Syncopation adoration“ von Stephen West. Ich habe ja meine liebe Not mit Patent. Es sieht aber so gut aus.. in einem Strickanfänger*innenbuch hieß es schlicht: „Patent wird in Reihen gestrickt.“ Das war’s. Für Patent in Runden musste ich also Ravelry bemühen. Es gab auch einige Knitting Attacks bei diesem Projekt. Ich finde es ja krass, wie oft mir Maschen bei Patent runter fallen! Ich habe das so sonst nie, versteh ich gar nicht! Aber ich kann inzwischen Patentmaschen in begrenztem Umfang hochstricken. Yay. Ich finde, die fallen auch immer sehr tief, diese Maschen.. mir haben nach 1/2 Stunde zurückstricken auch schon die Augen gebrannt und getränt vor Überanstrengung ;)

Weben (00:36:04)

Das Webprojekt ist beendet. Es ist ein Stoffstreifen, der 80cm x 4m mißt und ich weiß nicht, was ich damit machen soll. Vielleicht kann ich aus dem Stoff mal was nähen. Es ist nur in Leinwandbindung gewebt und hat ein unregelmässiges Karo-Muster. Ich mag sowas ja.

Spinnen (00:40:00)

Auf Weihnachten hin gibt es wieder einen lokal in Berlin organisierten Faseradventskalender. Diesmal habe ich mit die Kalender gepackt, und das hat sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich auch schon sehr.

Der Yeti macht die Hefte schön (00:42:42)

Es begann damit, dass wir es auf Mastodon von Füllern statt Finelinern (die Einwegartikel sind) sprachen. Ich habe gerne Fineliner. Die müssen alle wasserfest sein, denn ich will mit Aquarellfarbe drüber gehen. Was mir richtig gut gefällt, sind Rotring Tikky Graphic. Kein Einwegstift ist zumindest der Copic Multiliner – auch die bei Finelinern sehr anfälligen Spitzen kann man bei diesem Stift austauschen.

Beim Zeichnen mit Füllern benötigt man wasserfeste Spezialtinte. Tusche oder Zeichentinte kann nicht für Füller verwendet werden, denn die würden die Füller verstopfen oder beschädigen. Bei der Tintenmanufaktur de Atramentis gibt es eine füllergeeignete Dokumententinte, die wasserfest trocknet. Sie ist aber ziemlich teuer. (Aber TQ hat mir eine als Dankeschön fürs Podcasten geschenkt – wohoooooo!)

Dann haben wir uns noch unsere Füllersammlungen auf Instagram gezeigt und ich bin etwas angesteckt worden dabei, mir noch weitere schöne Füller zuzulegen. Ich habe mir dann auf Anraten von Damnedsnob einen Wing Sung Füller aus China bestellt, und dann habe ich mir einen runtergesetzten Pelikan M150 Kolbenfüller gegönnt. Gebloggt habe ich hier darüber. 

Ausserdem habe ich mir in 2 Ramschläden 2 bunte, poppige Plastikfüller gegönnt, denn ich habe ne Schwäche für bunte poppige Plastikfüller. Was ich aber krass fand, war, wie inzwischen die Schulfüller aussehen: Mit riesigen Plastiknoppen überladene Monstrositäten. Ich würde sowas eher in einem Laden für Sextoys erwarten (diese dann aber wegen Häßlichkeit auch nicht kaufen). Warum müssen Schulfüller so klobig und mit ergonomisch geformten Plastikpolstern überzogen sein? Ergonomie kann doch auch anders funktionieren.

Jedenfalls schreibe ich gerade mein Bulletjournal mit Füllern und habe auch meine Shownotes mit Füllern geschrieben. Ein Füllernerd werde ich wohl nicht werden, aber ein paar hübsche Füller in einer kleinen Sammlung haben kann ich mir durchaus vorstellen.

Macht jemand bei Lifebook 2018 mit? Ich überlege noch.

Apropos Jahresende: Ich habe vor, wieder einen faserverzückten Jahresrückblick zu machen, stay tuned!

urbane Selbstversorgung (00:56:10)

Hier geht es darum: Was ziehe ich beim Radfahren im Winter an?

Die Probleme: Kälte, Nässe, Dunkelheit.. man kommt bei zu warmer Kleidung und Bewegung ins Schwitzen und erkältet sich dann..

Ich ziehe mich nach dem Zwiebelschichten-Prinzip an, und ziehe mir lieber Schichten an als einzelne, sehr warme Kleidungsstücke. gestrickte Wollsachen sind dabei immer Teil meiner Schichtkonstruktion. Funktionsunterwäsche habe ich nicht, das brauche ich auch nicht, weil ich das Radfahren nicht als Sport betreibe, sondern halt, um überall hin zu kommen.

Ich trage Baumwollunterwäsche, langärmliges Shirt oder Karohemd, darüber dann Strickjacke oder Pulli, und darüber dann eine ganz dünne Wind/Regenjacke. Als Beinkleid tut es eine lange Leggings und darüber eine Cargo-Hose und bei Bedarf noch eine Regenhose darüber.

Ausserdem warme Mützen, warme Socken, warme Handschuhe und dicke Schals. Ich habe gerne Gore-Tex Schuhe, die wasserdicht sind. Auch die Regensachen sollten atmungsaktiv sein. Sonst schwitzt man zu krass. Aber auch wenn sie das sind, ist diese Atmungsaktivität kein Wunderwerk, gerade bei vielen Schichten wird’s schwierig.

Ich baue aufs langsam fahren: Der beste Schweiß ist der, der gar nicht erst entsteht! Also nicht zu warm anziehen (wenn man sich nicht bewegt, ist ganz leichtes frösteln okay) und nicht zu schnell sein, damit man nur ganz wenig schwitzt.

Darüber kann man dann noch eine Warnweste mit reflektierenden Streifen werfen, denn oft fahren die Leute im Winter und bei Dunkelheit nicht den Sichtverhältnissen angepasst und fahren einfach zu schnell. Und die ganzen Schönwetterradler*innen steigen wieder aufs Auto um, und dadurch sind mehr Motorisierte unterwegs.

Teechen

Es gibt Roibusch-Kräutertee „Lustgarten“ vom lokalen Tee-Dealer Bohea.

Episode 144 – Berlin Knits und #Inktober

Zusammenfassung

Heute gehts um den Rückblick vom Berlin kNits Yarnfestival, den Oberteil-Herbstflausch-KAL, die Handspinngilde, Inktober, Bullet Journaling, und das soziale Netzwerk Mastodon.

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die Shownotes

Housekeeping

Danke an Knitknatie, Alabastercrafting, Sprutz und Schlompfine für die Kommentare im Thread und auf Instagram. Und an diejenige, die ein Foto beim Podcasthören auf Instagram gepostet hat :) Leider weiss ich nicht mehr, wo ich das finde, weil schon wieder soviel Wasser die Insta-TL hinuntergeflossen ist.

Berlin Knits Rückblick: (ca. Minute 4)

Ich finde es herausragend, wieviel auf Wollfestivals läuft. Ich hatte genug zu tun, den ganzen Tag inmitten des Trubels am Team Yeti-Tisch zu sitzen und euch alle zu treffen und zu quatschen. Clemens/das Bollwerk kam auch vorbei und wir hatten eine spannende Queer-Szenen-Diskussion.  Ausserdem hatte ich Björn/Loomatix von „Aus dem Rahmen gefallen“ zu Besuch und Avitol vom Wollkotze-Podcast war auch da. Von den Knitting Celebs (er)kenne ich sowieso niemanden ausser Stephen West und Joji Locatelli und ich war sowieso nicht autogramm-jagen oder so. Es gab viele neue Färbewerkstätten und tolles Garn. Und die Preise sind hochgegangen, mein lieber Scholli. Mittlerweile ist Wollmeise eines der preiswerteren Garne. Die hatte auch einen Stand, und inzwischen gibt es im Zusammenhang mit Wollmeise auch nicht mehr so eine „Ergatterungskultur“, was ich gut finde. Ich habe mir von Geektastic Fibers einen Strang (mulesingfreie) Sockenwolle gekauft und einen von der Zauberwiese. Leider gab es wenig Spinnbedarf, auch keine Spindeln oder Spinnräder waren zu sehen.  Vor zwei Jahren waren z.B. Peter Locke von Wolle-Online da oder Wollczilla mit Spindeln und Fasern, auch die Elfenwolle. Diesmal war spinnmässig niemand speziell anwesend. Das Mondschaf hatte ein paar Kammzüge dabei. Die Location – der Phorms Campus in Wedding/Mitte, war ganz angenehm als Ort. Leider haben wir keinen der Tische im Hof erwischt, denn das Wetter wäre geeignet gewesen – sehr schön war das. Am Ende des Tages ging ich noch rumbummeln an den Ständen, während der Sicherheitsdienst schon viertel vor 6 damit anfing, die Leute rauszuquengeln. Danach waren wir noch Pizza essen in so nem Hipster Craft Beer Schuppen und der war so teuer, habe kein Trinkgeld gegeben :P

Stricken (17:48)

Ich habe mich ja mutig in das Projekt „Driftwood“ Pulli gestürzt. Ich stricke diesen Pulli zum Oberteile-Dauer-KAL der Gruppe Podcasting auf Deutsch und für den #HerbstflauschKAL des Queerfeministischen Faserkombinats. Ich musste nur einmal 15 cm wieder auftrennen, weil mir der Halsausschnitt zu gross war, und ich dann mit dem „neck shaping“ früher anfangen wollte. Ich habe jetzt kurz nach den Ärmelzunahmen schon mit den Kragenzunahmen angefangen und dann war der Ausschnitt so, wie ich ihn mochte. Danach hatte ich noch Ängste ausgestanden, dass die Ärmel nicht passen würden oder dass der Pullover zu weit wird, aber inzwischen habe ich den Pulli anprobiert und es passt alles, die MaPro haut hin, und ich kann endlich ganz entspannt daran weiter stricken.

Spinnen (26:00)

Zeitgleich mit Berlin Knits fand das 2017er Treffen der Handspinngilde statt. Ich war offenbar nicht dort, ich hatte überlegt, aber nur zum Hingehen waren mir 30 Euro Tageskarte (ohne Essen) doch etwas teuer geworden. Aber ich habe mir die neue Internetpräsenz der Handspinngilde angeschaut und erzähle euch einfach mal etwas über eben diese.

Vor X Jahren hatte die Handspinngilde noch eine sehr einfache Webseite mit wenig Inhalt, aber inzwischen ist alles modern und chic. Ein ganz interessanter Verein, der sich 2004 mit weniger als 20 Leuten zusammengefunden hat, der inzwischen über 600 Beteiligte zählt. Imposant! Sie möchten gerne das Handspinnen als Kunst und Handwerk pflegen und erhalten, und dafür gibt es Spinntreffen, Kurse und eine Ausbildung.

Ich war mal auf dem Berliner Spinntreffen der Handspinngilde, aber habe es dann aus Zeitmangel nicht mehr geschafft, und seitdem kriege ich die Termine nicht mehr verraten, denn ich habe mein ernsthaftes Interesse nicht ausreichend unter Beweis gestellt. :P Inzwischen nennt sich die Gruppe „Berliner Spinner, völlig unpolitisch“ und ist insofern für mich nicht mehr attraktiv, weil für mich heisst sowas immer: „Wir sind zu faul, Zivilcourage gegen menschenverachtende Äusserungen zu zeigen, damit ein Austausch über alle möglichen Themen in einer demokratischen Gesellschaft respektvoll möglich ist, und versuchen deswegen, Politisches komplett abzuwürgen.“

Spannend finde ich die Spinnausbildung. Es gibt ein Handspinngilden-Zertifikat. Ich jammere ja immer, dass wir in Deutschland zu wenig Fachworkshops zum Thema Spinnen haben, es gibt meistens nur Anfänger_innenkurse und vielleicht noch was zum Farben mischen, dann war es das im Groben. Chantimanou sollte noch erwähnt werden, sie hat inzwischen fortgeschrittene Kurse im Angebot, was ich gut finde. Es gibt auch in Deutschland Kurse zu Artyarn. Im Großen und Ganzen sind wir aber hinten nach. Deswegen mag ich, dass die Handspinngilden-Ausbildung diesen Anspruch des weiterführenden Fachwissens und der fortgeschrittenen Fertigkeiten hat. Es gibt mehrere Blöcke im Selbststudium, ein Block kostet 25 Euro, und dafür werden die Aufgaben begutachtet und es gibt Feedback dazu. Für mich persönlich ist es wohl doch nichts, weil ich mich bisher immer ohne so eine Challenge zum Selbststudium motivieren konnte, aber insgesamt gefällt mir das.

Aus der Handspinngilde heraus entstand auch das deutsche Pendant zum „Fleece and Fiber Sourcebook“. Es heißt „Das Wollprojekt. Wolleigenschaften in Deutschland gehaltener Schafrassen.“ Ausserdem gibt es noch ein Buch von einer Handspinnerin der Handspinngilde, das „Spinnst du? na Klar!“ heißt. Ich kenne beide Bücher aber noch nicht.

Was ich an der Handspinngilde charmant, aber auch etwas altmodisch finde, ist dieses „verdeutschelte Flair“, es fallen Worte wie „Brauchtumspflege“ und die Sprache ist sehr gründlich, sachlich, bierernst, etwas altbacken – nicht ganz so cool und modern wie zum Beispiel Ravelry. Ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht weil wir nicht in den USA oder UK angesiedelt sind? Ist es einfach unsere Art hier in Deutschland? So Altbacken-ernst-ausgefeilt zu wirken? Naja, ist mir nur aufgefallen, ein Beinbruch ist es sicher nicht.

Der Yeti macht die Hefte schön (38:50)

Ich habe mir ein Buch aus einem Werbegeschenk-Wandkalender gebunden, das ich im Moment als Bulletjournal benutze. Es ist ein bewußt „unordentliches“ Bujo, also kein so über aufgehübschtes. Bullet Journaling mache ich jetzt knapp ein Jahr, und ich muss sagen, es rettet mich davor, im völligen Chaos zu versinken. Vielleicht nicht ganz so krass. Aber vorher war ich weitaus gestreßter bei gleichem „Peilungsstatus“ – also: Es kostete viel mehr Energie, die gleiche Menge an Dingen hin zu bekommen wie jetzt.

Im Moment habe ich ein neues, gekauftes Bujo, in das ich aus dem fast vollen alten umziehe. Ich hatte es mir eigentlich gekauft, bevor ich mit dem selber binden angefangen habe, und jetzt habe ich gerade Lust, es zu benutzen. Wie genau ich das Setup mache, weiss ich noch nicht, aber das traditionelle „Future Log“ werde ich vielleicht weglassen. Ich habe es bislang kaum benutzt. Vielleicht ist ein Calindex, wie ihn Boho Berry benutzt, etwas für mich.

Was ich auch gerne mache, ist ein monatliches Log, ein Wöchentliches Layout und Dailies.. die Monatsseite ist ziemlich herkömmlich, wie sie auch im Originalsystem aufgesetzt wird. Meine wöchentlichen Layouts bestehen inzwischen aus einer Tabelle mit den Wochentagen, wo ich meine Termine eintrage, und einen Kilometer-Tracker fürs Fahrradfahren sowie eine Liste mit den Ausgaben im Laufe der Woche.

Dann habe ich ein paar Collections: Es gibt eine Liste mit Gerichten, die ich gerne mache, eine Liste mit Dingen, die ich verliehen habe, einen Yoga-Tracker, eine Liste mit Dingen, die ich für andere gestrickt habe, und einen Gesamt-Kilometer-Tracker, wo die Fahrradkilometer der jeweiligen Wochen-Seiten zusammengezählt werden.

Was ich noch im Rahmen von „Hefte schön machen“ betreibe, ist die #Inktober Aktion. Jeden Oktober gibt es den Hashtag #Inktober auf z.b. Twitter, Instagram und Mastodon. Der Erfinder der Challenge heißt Jake Parker und hier findet ihr alle Infos auf seiner Webseite.

Alternative Promptlisten sind „Goretober“ (von „Gore“ (Splatter) – ein Horrorgenre) oder „Samhainwitchychallenge“ was eigentlich eine Foto-Challenge für Instagram ist, aber man kann es auch als Zeichenprompts benutzen. Hier noch „Kinktober“ Bei der Podcasting auf Deutsch Gruppe habe ich auch einen #Inktober Thread aufgmeacht, falls noch welche von Euch einsteigen wollen.

Was ich grade toll finde: Mastodon (49:00)

Mastodon ist ein Social Media Dienst ähnlich Twitter. Ganz lange schon gibt es GnuSocial als Alternative zu Twitter (quitter) und als Twitter immer nervigere Neuerungen eingeführt hat, hat der Programmierer Eugen Rochko aus Jena die Nase voll gehabt und ein an Tweetdeck angelehntes, auf GnuSocial basierendes soziales Netzwerk programmiert.

Mastodon ist dezentral, das heißt, es läuft auf vielen einzelnen, miteinander vernetzten Servern, auch wir, du und ich, könnten einen Mastodon Server betreiben. Diese einzelnen Mastodon-Server heißen Instanzen. Dass sie mit anderen vernetzt sind, nennt sich „föderiert sein“, es gibt also eine Förderation von Instanzen. Das können alle kostenfrei benutzen, weil Mastodon ausser dezentral auch Open Source ist.

Mastodon hat ein wenig das Image, dass es wie Twitter sei, „nur ohne Nazis“. Auf Mastodon sollten bessere Möglichkeiten bestehen, sich vor Hate Speech und Online-Belästigung zu schützen. Eugen Rochko hat z.B. für seine Instanz strengere Regeln gegen Hate Speech aufgestellt, als es sie bei Twitter oder Facebook gibt. Das hat viele linke, feministische und queere Menschen zu Mastodon gezogen. Inzwischen gibt es viele explizit linke, feministische, anarchistische und queere Instanzen, die zum Teil nur mit anderen Instanzen, die streng gegen Hate Speech vorgehen, föderieren.

Im April 2017 ist die Zahl von Mastodon-Benutzenden von 40.000 auf 650 000 hochgeschossen, danach ist es wieder merklich abgeflaut, aber insgesamt gefällt mir Mastodon gut, und hier findet ihr mehr Informationen – hauptsächlich Texte, die Trashqueen als Einführung über Mastodon geschrieben hat:

  1. Mastodon: Sicher und Privat im sozialen Netzwerk 
  2. Mastodon: oh, the possibilities! (auf englisch) 
  3. Mastodon: the good, the bad, and the ugly 
  4. Die Serverwahl ist politisch 

Teechen (55:30)

Ich trinke gerade den aromatisierten Rosentee von Müller, den ich zur Zeit sehr lecker finde.

 

Episode 143: Zurück aus Schweden

Heute geht es um das Berlin Knits Yarnfestival, fertige und endlich begonnene Projekte, den Oberteile-Knitalong und den #herbstflauschKAL, es gibt Rückblicke auf die Tour de Fleece 2017 und die Dänemark- und Schweden-Radtour, von der ich eben zurückgekehrt bin.

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URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep143.m4a

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00)

Erst mal vielen Dank für Kommentare und Rückmeldungen zur letzten Episode! Leider hat es im August nicht gereicht, zeitlich – vor dem Urlaub war doch noch zu viel zu regeln.

Es gibt einen Event in naher Zukunft, das Berlin Knits Yarnfestival – weil ich sowieso in Berlin wohne, werde ich hin gehen und würde mich freuen, einige von euch zu treffen. Wir können uns da entspannt hinsetzen und bei einem Getränk stricken und schnacken. Gerne melden, z.B. im Thread „Der Yeti unterwegs“ 

Stricken (03:48)

Ich habe den Fancy-Mee Summer KAL mitgemacht, und das Tuch hat viel Spaß gemacht und ist jetzt fertig. Sabine – fritzi01 – hat das Tuch designet und es ist kostenlos auf Ravelry herunterladbar!  Ich hab es aus handgesponnenem Garn gestrickt, beide Garne waren aus fiberspace.de Fasern gesponnen. Ich habe es jetzt „softgeblockt“, also nur naß gemacht und in Form gezupft, zum liegend trocknen. Lacetücher blocke ich stärker, aber Tücher auf kraus rechts-Basis nicht unbedingt. Leider hatte ich von deinem einen Garn nicht die vorgeschlagene Menge, aber ich habe den letzten Beam Stich Musterteil verkleinert gestrickt, und dann hat alles irgendwie gereicht. Das Originaltuch wurde aus Leinen gestrickt, als Sommertuch, aber viele haben es mit Wolle gestrickt und das sieht auch gut aus..

*Happy Music*

Ich habe endlich, endlich, endlich mein Oberteil angefangen zu stricken, das ich seit über einem Jahr vor mir her geschoben hatte. In der QFFK ravelry-Gruppe gibt es gerade einen #HerbstflauschKAL, wo man sich ein Muster aus einem ravelry-Bundle aussuchen und das stricken kann. Ich bin verliebt in den Driftwood Pulli (ein freies Muster von Isabell Krämer). Allerdings will ich das Garn benutzen, was ich für den Tempest Sweater von Ann Weaver vorgesehen hatte. Es ist die BFL Base von Dye For Yarn. Ich habe nur zwei Stränge, die ich mit 2 Wollmeisen ergänze, damit es für einen Pullover reicht. Das erfordert Umrechnen und ich habe ein wenig Bammel, aber es wird schon gut gehen. Mir geistert oft ein Zitat im Kopf herum, das ich mal in einem Podcast von Jinx gehört hatte: „das Dümmste, was man machen kann, ist, sich ein Kleidungsstück zu stricken, das nicht passt“ – leider fällt mir dieses Zitat immer wieder auf den Kopf, weil ich es regelmässig nicht hin kriege, mir ein Stück zu stricken, was genau passt. Ich muss mich von diesem Zitat lösen, sonst krieg ich nie was angeschlagen, weil ich dann immer das Gefühl habe, ich darf mich nicht verstricken.. das mag vielleicht nicht an meiner Dummheit liegen, sondern an Faulheit, vorher alles ins Kleinste auszurechnen, bis ich sicher bin, dass es auf jeden Fall perfekt wird.

Neulich bei Moni im Fiberthermometer gehört: Sie hat aus einem Hauptstadtfarbe Einhornpups die „Scatterby“ Socken gestrickt, und ich und Sara haben das zufällig auch gemacht. Nur, bei mir sah das Scatterby Muster aus, Zitat Sara: „Als hättest du gerade erst stricken gelernt“ – lol

Auf Eis gelegt sind die „Rocks and Rivers“ Socken, schon seit längerem habe ich daran nichts gestrickt, auch die CookieA Socken „Sam“ haben seit Monaten keinen Fortschritt gesehen.

Spinnen (25:20)

Hier kommt mein verspäteter Rückblick auf die Tour de Fleece 2017: Es war eine gemütliche, schöne TDF. Leider verbrachte ich sie zum Großteil im Bett, da mich eine ziemliche Grippe umgehauen hat und Schlompfine den Captainhut allein auf hatte. Dank des schnellen Spinnrads zuhause habe ich dann noch 4 Stränge 3fädige Wolle-Seide-Mischung gesponnen, die ich schon seit 2009 oder 2008 in meinem Faserstash hatte. Danke auch an Swirya fürs organisieren der Verlosung!

Urlaubsrückblick (29:20)

Es fing schon damit an, dass unser Zug nach Rostock zu unserer Fähre kaputt ging und abgeschleppt werden musste, wodurch wir sämtliche relevante Fähren verpassten und spontan beschlossen, mit dem Fahrrad nach Rostock zu fahren. Es waren ja „nur“ noch 100km. Die Kanustation in Bützow war voll nett und entspannt. Am Tag danach sind wir dann noch eine Stunde mit dem Zug nach Rostock gefahren, der war auch recht leer und ging nicht kaputt. Der Radweg Berlin-Kopenhagen war leider an einer Stelle so schlecht ausgeschildert, dass wir mehrere Leute fragen mussten. Wir wurden dann am Ende mit den Rädern über eine autobahnartige Landstrasse geschickt. Auf der wurden wir von mehreren Autofahrenden angehupt, angeschrien und für verrückt erklärt, wieso wir mit den Rädern auf dieser Strasse überhaupt seien. Wenn ich eine andere Möglichkeit gesehen hätte, dann wäre ich weiß Göddin nicht dort gewesen! Die Lösung war dann, wie wir hinterher erfuhren: Wir hätten der Beschilderung zum Bus-Shuttle nach Warnemünde folgen müssen, obwohl wir gar nicht zum Bus-Shuttle und auch nicht nach Warnemünde wollten. Naja.

In Gedser angekommen, ging der entspannte Teil los: In Dänemark radeln ist so schön, und Wetter spielte auch mit. Wir zelteten auf wunderschönen Naturlagerplätzen (Bei udinaturen.dk gibt es eine interaktive Karte) und mussten deswegen fürs Übernachten gar nichts bezahlen. Leider mussten wir in Dänemark das Tretlager meines Lebensgefährten austauschen lassen, weil die Aussage der Mechanikerin „so lange es nicht knackt, geht’s schon noch“ völliger Humbug war. Wir bekamen einen Termin in einer Kopenhagener Werkstatt, die das Tretlager in wenigen Stunden austauschte, aber das hin zu organisieren, war etwas kitzlig. Ausserdem ging meine Zip-Off-Hose kaputt, im Gesäßbereich wurde alles fadenscheinig und löchrig, Reparatur mit Reisenähzeug half einfach nicht. Somit habe ich mir in Kopenhagen die „Haltbarste Hose, die ihr habt“ in einem Outdoorladen gekauft.. es wurde eine Hose eines high end Outdoor-Klamottenherstellers aus diesem G-1000-Stoff, die nicht billig war. Mal sehen, wie lange die durch hält.

In Kopenhagen Fahrrad zu fahren, war eine unglaubliche Freude, alles war auf Fahrräder ausgerichtet, es gab überall grüne Welle für Fahrräder, die besten Radwege, keinerlei Bedrohung durch Autofahrende, keine gegenseitige Störung von Fuss- und Radverkehr, ich war einfach die ganze Zeit im Flow.

In Schweden war dann wieder ein Kulturschock: Die Leute fuhren viel schneller und viel rücksichtloser als in Dänemark Auto. Schneller bedeutet, dass man einen ständigen akustischen Streß hat, wenn der Radweg an der Strasse oder auf der Strasse entlang führt. Es ist unglaublich, wie viel lauter und anstrengender schnell fahrende Autos sind. Das kannte ich aus Dänemark gar nicht. Wir mussten uns irgendwann Abstandhalter basteln, aus Stöcken und Fähnchen, denn wir sind auf Landstrassen ständig geschnitten und zu eng überholt worden, ich war irgendwann dauergestreßt und mein Freund bekam sogar ein leichtes Verkehrstrauma weg. Aber dann, mit den Abstandhaltern, ging alles ungefährlicher vonstatten.

Die Natur in Schweden war atemberaubend schön. Stille Seen und vor allem generell ziemliche Einsamkeit und Ruhe. (Wenn man sich von Straßen fern hält). Leider hat das zunächst mit dem Jedermannsrecht nicht so gut geklappt, weil in Skåne fast alles abgezäunt war, man nicht auf die Flächen kam, und oft auch nicht ungefährliche Tiere wie Bullen auf den Weisen rumliefen. Einmal sind wir auf einem Campingplatz abgestiegen, und das war tierisch teuer und hat uns gar nicht gefallen. Danach haben wir aber immer schnell sehr schöne Plätze gefunden! Einige Male sind wir auch an Shelterplätzen an Wanderrouten abgestiegen, einige findet man an folgenden Routen:

Die Karte, die wir benutzt haben, war das Bikeline-Tourbuch Südschweden. In Dänemark sind wir dank hervorragender Ausschilderung, ohne analoge Karte gefahren, und mussten nur ganz selten Google Maps befragen. Ich hatte auch die Maps.me App mit Offline-Karten dabei, aber leider gab sie am 1. Tag den Geist auf und funktionierte nur noch eingeschränkt.

Das war es für diesmal, und ich hoffe, ihr habt Spaß beim Anhören und wünsche euch bis zum nächsten Mal eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 136: Faseradvent und Powerbank

Heute geht es um die kommende Stash-Gernhabe-und-Verwende-Aktion MMM 2017, was ich gerade so stricke, den Faseradventskalender, eine kleine Review zum Schacht Reeves Spinnrad, grüne Smoothies und Powerbanks und was man beim Kauf einer solchen beachten sollte.

Die Audiodatei könnt ihr hier herunterladen:

Download

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep136.m4a

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Shownotes

Housekeeping

Danke für den Austausch zur letzten Episode! Ich schlafe gerade nicht mehr draußen, weil ich Angst habe, ich könnte dann erkältet sein und Leute müssten für mich auf Arbeit einspringen.. ;)

Es wird wieder einen Faserverrückten Jahresrückblick geben. Ich habe die Preise schon da und daher dauert es diesmal nicht mehr fast das ganze Jahr, bis sie verschickt werden. Es wird eine Fragenliste geben, die ihr verwenden könnt, und dann könnt ihr in euren Podcasts, euren Blogs, oder einfach bei „Podcasting auf Deutsch“ oder hier in den Kommentaren auf euer Crafting-Jahr 2016 zurückblicken. Damit ihr mit in die Verlosung kommt, ist es nur wichtig, entweder in dem verlinkten Thread auf Ravelry oder hier im Blog (ich werde dann einen extra Beitrag schreiben) den Link oder euren Rückblick als Kommentar/Posting zu hinterlassen.

Stricken (00:06:50)

Tini vom ZwillingsnadelpodcastTini vom Zwillingsnadelpodcast und Heike0307 organisieren wieder eine Mitmach-Stash-Wertschätzungs-Aktion für 2017: den „Motivation, Meilensteine, Mottomonate“ MMM Craftalong. Es gibt schöne Mottos wie den UFO Monat, aus eigenen Anleitungsbüchern etwas machen, „die Queen kommt zu Besuch“ (für Dinge, die für den Alltagsgebrauch „zu schade“ sind) und viele Mottos mehr. Wenn ihr auch dabei sein wollt, ab Januar wird es in diesem Thread auf Ravelry geschäftig.

Ich stricke gerade Reste-Handschuhe nach dem Muster „Noro Striped Gloves“. Ich mag es sehr und habe es schon mal gestrickt. Ein Garn ist ein Farbverlauf und die anderen Streifen bestehen aus Resten. Das Farbverlaufsgarn ist nicht, wie ich im Podcast sage „Jawoll Magic“ sondern ein Schoppel Zauberball in der Farbe „Denim“.

Davor habe ich ein Paar Socken aus dem Buch „Knitting Vintage Socks“ von Nancy Bush gestrickt, nämlich „Child’s French Sock“. Entgegen dem Pattern-Namen ist es keine Kindersocke, sondern Bush hat die Muster auf ca. Schuhgrösse 40 umgerechnet, die ursprünglichen Namen aus der Vintage-Zeitung, wo die Muster her stammen, aber beibehalten.

Ich plane, eine Mütze zu stricken für eine Person, die ich gar nicht kenne, weil sie mich auf Twitter darauf angequatscht hat. Ich mag ja „Random Acts of Kindness“, mache das aber mit Stricksachen ungern, weil ich niemandem zu nahe treten möchte. Deshalb mache ich manchmal einen Giveaway auf Twitter und dann können sich diejenigen ja melden, die die Dinge haben möchten und gebrauchen können. Gerade habe ich meinen Daybreak Shawl verschenkt, denn ich habe zu viele Tücher und er wäre vom vielen Nicht-Getragen-Werden fast von Motten angefressen worden. Jetzt hat er ein neues Zuhause und wird gemocht (und steht der neuen Trägerin auch ausgezeichnet).

Daybreak

Dann stricke ich noch Aurinko, ein Tuch von Nicolor.  Dieses Tuch sieht wie ein Herbstblatt aus, und ich stricke es aus einem Farbverlaufsbobbel von Wollium.

Spinnen (00:25:00)

Alles dreht sich erst mal um den Faseradventskalender 2016. Ich nehme an zweien Teil: den von Podcasting auf Deutsch und den von Berlin spinnt. Ich tagge meine Bilder auf Instagram mit #faseradventskalender und #teamyeti und #berlinspinnt

Die Orga für PaD hat die liebe Eva vom Wollwirrwarr gemacht, vielen vielen Dank!

Dieses Jahr spinne ich lauter Mini-Stränge, anders als 2015. Da hatte ich einfach alle Farben nacheinander in ein Singles-Garn verwandelt. Das daraus entstandene Hitchhiker Tuch ist ein richtiges Lieblingsstück geworden.

Aus dem Garn von diesem Jahr möchte ich Colorwork-Handschuhe und eine entsprechende Mütze stricken. Oder mehrere.

Eine kleine Schacht Reeves-Saxony Spinnrad-Besprechung:

Ich habe ja das mit dem großen Schwungrad (72cm Durchmesser). Inzwischen kostet dieses Rad weit über 2000 Euro. Damals hatte ich es für 1250 bekommen, weil es ein Vorführmodell war. Ich weiß nicht, ob ich es für 2500 nochmal kaufen würde. Denn das ist wirklich eine Stange Geld. Allerdings kosten die kleineren Türmchen-Spinnräder heutzutage auch schon weit über 1000 Euro.

schacht reeves

Ich habe ein paar Monate wenig gesponnen, und anlässlich des Faseradventskalenders habe ich das Schacht Reeves wieder benutzt, und: Ich liebe es. Es spinnt einfach so traumhaft.

Ich finde, die Tritte gehen relativ hoch, also die Fußspitzen erreichen beim Treten eine veritable Höhe, das muss man mögen. Ich konnte dieses Rad nicht probespinnen, denn nur sehr wenige Leute haben so ein Rad zuhause stehen. Obwohl mir der Winkel der Tritte nicht optimal gefällt, nehme ich es in Kauf und finde das Rad insgesamt immer noch klasse.

Es ist schlicht und einfach ein „Production Wheel“ mit dem man sehr schnell viel dünnes Garn spinnen kann. Es macht keinen Sinn, darauf Artyarn spinnen zu wollen oder anderes Garn, das wenig Drall benötigt oder langsame Übersetzungen braucht. Wenn man kein schnelles Spinnrad für dünnes Garn möchte, lohnt sich die Anschaffung nicht.

Reeves

Das Rad kann zickig sein, gerade in den schnelleren Übersetzungen kann es sein, dass es nicht mehr funktioniert, wenn nicht alles genau aufeinander eingestellt und gut geölt ist. Zumindest im zweifädigen Antriebsmodus, den anderen habe ich nie benutzt. Da kommt der Einzug zustande, weil der Flügel- und Spulenwirtel unterschiedlich gross sind. Je schneller die Übersetzung, umso geringer ist der Unterschied zwischen beiden Wirtelgrössen, und ein starker Einzug ist gar nicht mehr möglich. Und wenn dann noch irgendwas bremst oder nicht ganz geölt läuft, funktioniert der Einzug dann eben gar nicht. Das ist wohl auch eine Frage der Spinnradmechanik.

Wenn es aber gut geölt und eingestellt ist: Ein Traumrad.

Was ich grade toll finde (00:38:20)

Ich mag grade gerne (grüne) Smoothies. Ich war eine Woche lang Bürotante und habe mir Mittagessen selber mitgebracht. Dabei habe ich angefangen, mir und meiner Kollegin Smoothies zu machen, und ich bin seitdem halbwegs dabei geblieben.

Ich mag sehr die Rezepte von Irina Verwer, sie sind auf http://www.irinaverwer.com

Eins davon geht so: 1 Birne, 1 Apfel, 1 Handvoll Spinatblätter, Reismilch, 1 TL gehackter Ingwer, 1 Msp Zimt und 1 Msp Kurkuma in den Mixer und zu einem Smoothie mixen.

Urbane Selbstversorgung (00:42:07)

Heute geht es um Powerbanks. Das sind tragbare Akkus, die USB-Steckdosen besitzen und in die man Mobile Geräte einstöpseln kann, um sie wieder aufzuladen.

Wichtig ist erst mal die Kapazität und der Eingangs- und Ausgangsstrom/Spannung. Ersteres wird in Milli-Ampere-Stunden gemessen (mAh) Theoretisch ist es so, wenn mein Handy-Akku 1500 mAh hat, und meine Powerbank 3000, kann ich mein Handy damit 2 mal aufladen. Praktisch kann man aber nicht allen Strom von der Powerbank auch nutzen, sondern nur ca. 80%. Die Zeitschrift Chip hat sogar weniger gemessen. Bei einer 3000 mAh Powerbank haben sie tatsächlich nutzbare 1700 mAh gemessen.

Ich habe mir als „Katze im Sack“ eine für 6 Euro vom Lidl geholt. Sie war grade im Nonfood-Angebot. Und damit kommen wir zur Stromstärke und so:

Mobile Fone benötigen nur 1 Ampere, Tablets können auch schon mal über 2 Ampere brauchen. Also kann eine Powerbank, die eine Stromstärke von 1A abgibt, vielleicht keine Tablets laden. Und ein Ladegerät für Telefone, welche 1 Ampere Stromstärke brauchen, kann die Powerbank vielleicht gar nicht laden, wenn sie selber mehr Stromstärke für das Aufnehmen von Energie benötigt.

Meine Lidl-Powerbank hat laut Herstellerangaben sowohl einen Eingang als auch einen Ausgang von 1 Ampere bei 5 Volt, und sie kann auch das ipad Mini laden. (Da habe ich jetzt aber nicht geschaut, was das für eine Eingangsstromstärke braucht. Ich weiß nur, dass das Telefon an der USB-Buchse eines Computers geladen wird, das Tablet aber nicht.)

Was noch interessant ist: Wieviele USB-Ausgänge hat die Powerbank. Bei mehreren kann man natürlich mehrere Geräte gleichzeitig laden. Zuviele macht aber auch keinen Sinn, denn dann würden die vielen Geräte, die gleichzeitig dran hängen, so viel an Strom abgreifen, dass die Powerbank damit sowieso überfordert wäre.

Für die Radtour werde ich mir eine Anker-Powerbank beschaffen, die hat bei Tests gute Ergebnisse erzielt. Ich muss mal schauen, ob ich 10.000 mAh möchte oder noch mehr, aber eigentlich sollte das locker reichen.

Teechen (00:52:25)

Ich bin auf zwei sehr leckere Tees gestossen. Der erste ist der Alnatura „Wohlfühl Tee“, eine Kräuterteemischung mit Zitronengras, und der andere ist der Cupper „Be Happy“, ein zitroniger Gewürztee.

Das war es für heute mal wieder, ich wünsche viel Spaß beim Hören, eine faserverückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 133: Ambiguitätstoleranz

Heute geht es um Radtouren, eine Doku darüber, wie Automobilität in die Sackgasse führt, Strickerfolge und Strickgraffiti, die Spin-Off Zeitschrift, Ambiguitätstoleranz und Widersprüche und Haare färben.

Download:

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

download aktuelle episode

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep132.m4a

Shownotes:

Housekeeping

Habt Dank für die Diskussion zur letzten Episode und eurem Feedback! Ich habe neulich zu dem Thema auf Youtube eine Doku angesehen „Fahrrad gegen Auto“, die ich sehr spannend fand. Sie lief in dieser Version im ORF und spielt hauptsächlich in sehr autolastigen Städten wie Los Angeles und Sao Paulo.

Hier habe ich die Doku mal direkt verlinkt:

Im Original heißt der Film „Bikes vs Cars“ von Fredrik Gertten. Auf der Filmwebseite gibt es auch eine App und Goodies, ich habe sie mir aber nicht wirklich angesehen :)

Außerdem erzähle ich ein bischen von meiner Radtour ins Naturschutzgebiet Dahme-Heideseen am Wochenende und von meiner Radtour durch die Uckermark die Woche davor. (Ich nutze den Sommer, hehe)

Stricken

Ich stricke das Laminaria mit hangesponnenem Lacegarn und Perlen im Edging Chart! Es macht sehr viel Spaß, lässt sich aber nicht während des Podcastens stricken. Deshalb habe ich spontan ein Herz angeschlagen. (Muster: Little Hearts)

Ich möchte die Herzen als Yarnbombing benutzen, oder aussetzen, so wie Weird ihre Monster, die ihr unter dem Hashtag #monsterwelt auf Instagram und Twitter sehen könnt. Hier ist das Tumblr-Blog Monster-erobern-die-Welt.

Fertig ist der Wraptor von Marc Smollin Designs, ein Tuch mit verkürzen Reihen, Colorwork und kraus rechtem Rand, das super kuschlig und texturiert ist. Es wird bestimmt ein Lieblingstuch von mir!

Spinnen

Ich hatte neulich Besuch von der lieben Irka aus Dresden und von ihr haben wir in Berlin einen großen Stapel alter Spin-Off Zeitschriften bekommen, die ich nach Podcastthemen durchforsten wollte. Stattdessen spreche ich mal meine Meinung über die Spin-Off an und für sich aus. ;)

Selbst habe ich meine TDF-Projekte  im Besenwagen fertig gesponnen und muss das jetzt alles einpflegen. Zum Glück gibt es im Queerfeministischen Faserkombinat jetzt einen Einpflege-Along! 

Politschwafel

Ich las neulich einen Artikel in der Zeit von Mirna Funk, betitelt „Wir lebenden Juden“ ein Gruppenportrait der dritten Generation. Da fielen mir zwei Zitate auf, wo es darum ging, Unterschiede als Bereicherung anzusehen und verschiedene Standpunkte gelten zu lassen. Was daran schwer ist: Eine Person bewertet aus einer anderen Perspektive etwas anders als du, etwas, was du gut findest, findet sie schlecht, oder umgekehrt..

Ein Fachwort dafür, damit gut umgehen zu können, ist Ambiguitätstoleranz. Dieser Begriff wurde von Else Frenkel-Brunswick geprägt. Sie war eine jüdische Psychologin, die in die USA emigrierte und dort Forschungsarbeiten zu Autorität und Vorurteilen machte.

Was ich grade toll finde

Ich habe einen Weg gefunden, wie ich mir schön bunte Haare färben kann, ohne meine von Natur aus dunklen Haare zu sehr zu zerstören. Das Geheimnis: Pfoten weg von Drogeriebleiche, her mit der guten Profi-Blondierung.

Ich benutze Topwell Professional Creme-Oxyd 4% H2O2 (das reicht völlig) und ein passendes Blondierpulver, und ich schwöre auf Manic Panic Haarfarben.

Das wars, viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!