Episode 154: Konmari und Kimchi

Heute geht’s um aktuelle Strickprojekte, die große Stashbeschau 2019, ganz kleines bisschen Färben, ein in den Kinderschuhen verlassenes Spinnprojekt, (vielleicht doch nicht), das fermentieren von Kraut (hier für Kimchi) und Aufräumen mit dem Buch von Marie Kondo.

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Leider habe ich noch nicht geschafft, eine akzeptable Gesamtlautstärke hinzubekommen, ich habe verschiedenes probiert, was aber nur ganz schwache Resultate erbracht hat. Es gibt aber Hoffnung: Gestern habe ich bei meiner Freundin Sara mit Audacity gearbeitet, und fand es auch gar nicht schlecht, somit könnte ich das anstatt Hindenburg verwenden, wenn ich gar nicht weiter komme.

Die Shownotes

Housekeeping

Am 4. Februar war Weltkrebstag und Claudia-strickt hat auf Instagram einen super Beitrag über ihren Kampf gegen den Brustkrebs gepostet, dazu nachträglich Gratulation, dass du das sichtbar machst! Und liebe Grüße!

Vielen Dank an Alle, die zu meiner letzten Episode kommentiert und geliked haben!

Ausserdem noch einen kleinen Nachtrag zum Politschwafel der Episode 153: Leider ging die Diskussion dann noch etwas ungut weiter, ich habe sie nicht bis zum Ende verfolgt. Aber es hat auf jeden Fall eine Frau mit Faserbusiness sich zur „Stimme der eingeschüchterten Geschäftsleute“ gemacht und ein Video veröffentlicht, wo sie davon redete, dass eine „Hexenjagd auf Instagram“ stattfinden würde und kleine Geschäftsleute in Angst und Schrecken leben würden. Dazu kann ich nur sagen: Wenn die Kritik an alltäglichem Rassismus in der Strickcommunity wirklich so Pillepalle ist, wie sie meinen, dann brauchen sie ja keine Angst zu haben, denn dann haben sie trotzdem immer noch genug Kundschaft, die das ebenfalls für Pillepalle halten.

Wenn es aber doch nicht so Pillepalle ist und einflussreiche Leute wie Ysolda Teague oder die Ravelry Führungsetage sich solidarisch zeigen, dann ist klar, dass Gewerbetreibenden, die sich (u.A. ungewollt) rassistisch äussern, die Muffe geht, dass sie Kundschaft verlieren könnten. Und das ist auch genau richtig so. Klar konnte „man“ „früher“ darauf bauen, dass die Sicht der weißen „Mehrheit“ halt „normal“ war, und musste weniger auf andere achten, aber wie unfair ist das denn bitte? Zum Glück ändern sich die Zeiten. Das ist für manche unbequem, aber es ist ein nötiger Schritt.

Und so ist das halt in der Marktwirtschaft, meinen Podcast hören auch einige Leute nicht mehr, weil sie meine politische Ausrichtung nicht bejahen, und um ehrlich zu sein, wer mich zu übertrieben links findet, da ist es auch besser, wenn sich die Wege trennen.

Und wenn ich in meinem Podcast Mist erzähle, z.b. diskriminierend über andere Menschen rede, dann bin ich über Hinweise und Kritik daran eher dankbar. Dann kann ich nämlich auch was lernen und mich selbst verbessern!

Stricken (00:08:30)

Ich habe die Kia Socks fertig gestrickt, das ist zum KiaSocksKAL von dawn.landix gewesen. Er entstand um ein Zeichen der Solidarität als Folge der Rassismusdiskussion in der Strickszene zu setzen. Für mich ist das ein schöner Ausklang der Diskussion, und auch ein Ansporn zum weitermachen. Gestrickt habe ich es aus pflanzengefärbtem Garn von Elfenwolle.

Um plastik-Spülschwämme zu vermeiden, habe ich ein paar Spültücher aus gefundener Baumwolle gestrickt. Die meisten einfach kraus rechts, und eins im doppelten Perlmuster, das sehr gut aussieht, ausser, es sind Fehler drin, das sieht dann so kacke aus. Denn die ganze Struktur wird zerschossen. Aber für Spüllappen ribble ich nicht!

Mein neues Sockenprojekt sind Monkeys von Cookie A, aber sie sollen als Tabi-Socken gestrickt werden, d.h. die große Zehe hat eine eigene Woll-Umhüllung. Ich stricke sie aus ganz gut abgelagertem Stash, ein Strang Dornröschenwolle in der Farbe „Erde“ von 2009.

Zu guter letzt arbeite ich noch an meinem „Age of Steam and Brass Kerchief“ aus Midara Jazz Farbverlaufsgarn. Es sieht wunderschön aus und wird sicher ein tolles Tuch! (Ich habe mal absichtlich zur Herstellerseite verlinkt, weil es eine litauische Firma ist und die nicht so viel Publicity haben wie die „Üblichen Verdächtigen“)

Die große Stashbeschau 2019

Ich habe gestern meinen Stash komplett aus den Boxen genommen (nicht ganz komplett, 1-2 Käule verstecken sich vor mir, irgendwo) und alles durchgesehen, alles in die Hand genommen, und wieder einsortiert. Dabei habe ich schon wieder Stränge gefunden, die ich vergessen hatte, zu etikettieren, und drei Garne waren noch nicht mal eingepflegt, seufz..

Ich habe ja den Eindruck, ich werde nie meinen kompletten Stash auf Ravelry abbilden können, denn die Garne sind irgendwie von Quantenfluktuationen betroffen und gleiten manchmal in Paralelluniversen ab, oder materialisieren aus denselbigen.

Letztes Jahr habe ich meinen Stash von 65 000 metern auf 60 000 meter runter gestrickt, und jetzt habe ich eine Kiste Lopi Garn aussortiert und sogar schon weitergegeben, habe 2019 schon ein paar Dinge gestrickt (ca. 700m) und mich dazu durchgerungen, zwei furchtbare Plastik-Effektgarne wegzuwerfen, die mir Leute für “Yarnbombing oder so” geschenkt hatten.

Jetzt habe ich noch 59 203 Meter und mein Ziel ist es, Ende 2019 auf jeden Fall weniger als das zu haben!

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Der Stash in all seiner Pracht, noch bevor ich ihn aus den Boxen genommen hatte.

Von meinen Strickprojekten habe ich noch nicht mal Fotos gemacht, aber mit der Stashdurchsicht habe ich schon mal das große Februar-Ziel erreicht.

Zwei ungeliebte Garne habe ich am selben Abend noch überfärbt und nun liebe ich sie sehr, sehr: Das eine war ein strumpfhosenbraun/olivgrün-farbenes handgesponnenes Lacegarn, und das andere eine weiße Sockenwolle, die ich auch mal beim Wollwechsel mitgenommen hatte. Ich habe alles lila überfärbt, und es wurde wunderschön. Die weiße Sockenwolle habe ich dann noch mit schwarzer Farbe sprenkeln wollen, was mir nicht gelang, dafür habe ich einen „schwarzen Übernebelungseffekt“ erzielt, den ich SO toll finde.

Rezept zum „schwarzen Nebel“ färben

  1. Garn mit Säurefarbe im Topf hell lila färben, semisolid oder mit hellen/weißen Stellen.
  2. Garn aus dem Färbebad nehmen, wenn das lila fixiert ist, und auswringen.
  3. Garn auf eine Folie oder Plastiktüte legen und an einige Stellen schwarzes Farbpulver drüber „zuckern“.
  4. Das Garn in die Tüte einwickeln und etwas durchkneten
  5. Das Garn zurück in den Topf mit heißem Wasser und Säure, und den „Nebeleffekt“ bewundern. Simmern, bis die schwarze Farbe fixiert ist.
Purple Haze
Das lila und schwarz gefärbte Sockengarn, das ich ab jetzt sehr, sehr liebe.

Spinnen (00:28:29)

Ich habe gerade noch ein Spindelprojekt, wo ich gut abgehangene Rolags zu einem Farbverlaufsgarn spinne, damit bin ich fast fertig, ich muss das nur noch zwirnen.

Dann hatte ich ja vor, das Garncamp2019 vom Spinnernetz mitzumachen, aber da bin ich wieder raus, weil ..es gab ein wenig Drama. Ich bin ja eine Person, die kontroverse Diskussionen auch nicht als ultra angenehm empfindet, sie aber schon für nötig hält. Und dass es verschiedene Perspektiven gibt, die Berücksichtigung benötigen.

Eine solche Diskussion hatte es gegeben, und es wurde am Ende auch ein Kompromiß gefunden, der alle befriedigt hätte, wenn, ja wenn es nicht hinterher noch den „Chor der Verstimmten“ gegeben hätte, die sich lang + breit beklagt haben, dass überhaupt eine Diskussion gelaufen war und wie unharmonisch, dass nicht alle einer Meinung waren, und jetzt hätte das ihnen den ganzen Spaß an ihrem schönen, unpolitischen, diskussionsfreien Hobby versaut.

Ich bin ja ein Mensch, der oft nicht konform lebt zu so einigen Standards, und als solches fühle ich mich immer unwohl, wenn das bloße Vorhandensein von Diversität und das dadurch zwangsläufige Aufeinanderprallen von verschiedenen Bedürfnissen nicht sein darf. Es muss nicht allen super gefallen, aber ich wüsste nicht, wie wir drumrum kommen sollen. Außer wir sind wirklich alle gleich von der Stange und haben die gleichen Vorlieben und Bedürfnisse und Ansichten. Aber wer ist das schon? Manchmal ist mir die Handarbeits-Szene echt zu harmoniesüchtig.

Urbane Selbstversorgung (00:34:00)

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Mein Einkauf, wo ich mich bemüht habe, wenig Plastik und Verpackung mitzukaufen, was mir dann so semi-gut geglückt ist: 1 Zwiebel, Knoblauch, Orangen, Zitronen, Bananen, Paprika, Frühlingszwiebeln, Chinakohl, Haferflocken, Natron, Chiliflocken für Kimchi und Katzenfutter.

Seit einigen Wochen fermentiere ich Gemüse selbst zuhause: Zuerst habe ich Sauerkraut gemacht, und jetzt versuche ich mich in Sachen Kimchi. Mein letzter Schub Kimchi habe ich auch extra mit den richtigen roten Chiliflocken angesetzt, die ich im asiatischen Kleinsupermarkt in einer Großpackung bekommen habe.

Dabei habe ich auch wieder festgestellt, dass man die Gemüseabteilungen von konventionellen Supermärkten eigentlich vergessen kann, was plastikfreies Einkaufen angeht. Ich habe mir wieder ne Stunde lang für nix die Füsse platt gelatscht, denn z.B. Chinakohl gibt es NUR in Plastik eingeschweißt. Ähnlich wie Brokkoli. Ich hätte gleich zum Kiez-Bioladen gehen sollen, wo die Leute mich kennen, wo wir uns nett unterhalten, und wo es alles Obst und Gemüse ohne Plastikverpackung gibt.

Kimchi finde ich geschmacklich nochmal SO viel leckerer als Sauerkraut, und es ist auch weniger Arbeit, weil Weißkohl so ein hartes Gemüse ist, das man mit dem Salz in harter Arbeit kneten und Stampfen muss. Während das Kimchi Rezept dagegen total easy war. (Aber nicht unbedingt so authentisch)

Hier findet ihr das Kimchi Rezept vom Zero Waste Chef, das ich verwendet habe, und das ist das Blog von Miss Boulette, die eine Expertin für verschiedenste Kimchis ist und wo ihr dann die richtig authentischen Rezepte finden könnt, FAQ’s, und viel Know How aussen rum.

Kimchi und Sauerkraut sollen ja unglaublich gesund und probiotisch sein, und ich muss sagen, ich merke es an mir selbst auch schon. Ich habe keinerlei Blähungen mehr, und fühle mich einfach richtig gut.

Was ich grade toll finde (00:46:13)

Da habe ich diesmal zwei Dinge:

Erstens: Mein neues Tattoo! Es ist diesmal ein „Traditional Tattoo“. Diese Tattoos sind gekennzeichnet durch breite, starke Linien und wenige, bestimmte Farben (viele Tätowierende verwenden die Farben, die es früher schon gab, und die modernen Farben, die erst später dazu kamen, oft nicht). Der Schlachtruf der „alten Schule“ ist: „Bold will hold“, denn es heißt, diese einfachen Motive mit dicken Linien altern sehr gut und sehen für immer gut aus.

Zweitens sind Traditional Tattoos typischerweise mit bestimmten Motiven: Blumen, Schiffe, Anker, religiöse Motive, Pin-Ups, Matrosen, Schwalben, Totenköpfe, Herzen..

Zu diesem Tattoo bin ich relativ spontan gekommen diesmal. Ich hatte diese Woche Urlaub und extra meine Schichten so geplant, dass ich eine Woche lang nicht am Ofen arbeiten muss, und dann fiel mein geplanter Tattoo Termin wegen Krankheit aus. Also habe ich gedacht, ich lasse mich irgendwo anders nadeln, und suche mir spontan etwas aus, das mir halt gefällt. Es ist mein erstes Tattoo, was nicht eine „tiefe Bedeutung“ für mich hat.

Ich habe einem Künstler eine Nachricht bei Instagram geschrieben und gefragt, ob er diese Woche zufällig noch spontan Zeit hat, und mir etwas von seinem sogenannten „Flash“ ausgesucht. Das sind kleine Tattoos, die viele Tätowierende vorgezeichnet/vorbereitet haben, um sie mal schnell für Kurzentschlossene zu tätowieren. Ich hatte Glück und er hatte diese Woche eine Absage und ich konnte direkt da rein rutschen.

Der Mann hat das sehr schnell gestochen, dafür hat es aber auch gebrezelt, denn die dicken Linien und satten Farben müssen ja irgendwie unter die Haut kommen. Ich bin sehr happy mit meinem Schmetterling mit Totenkopf! („It’s a pissed off butterfly“)

Mein neues Tattoo während dem Abheilen: Ein Schmetterling mit rot, grün, gelb und schwarz und ein Totenkopf mit grimmigem Gesichtsausdruck.

Das Andere, was ich gerade toll finde, ist Aussortieren und Aufräumen mit Marie Kondo (immer noch.

Die liebe Dorit hat mir das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo geschickt, und ich bin schon zu zwei Dritteln durch. In dem Buch erklärt sie die Hintergründe, wie sie zu ihrer Methode gekommen ist und welche Gründe dahinter stecken, die Wohnung genau wie sie es vorschlägt, aufzuräumen, und nicht anders.

Was ich spannend fand, ist, wie sie nun mit dem Papierkram umgeht, denn das kam in der Netflix-Serie kaum vor. Und konsequenterweise sagt sie: Der Papierkram macht nicht glücklich und wird ausnahmlos weggeworfen, bis auf die Dinge, die man zähneknirschend von Gesetz wegen eben behalten muss. Das fand ich sehr sympathisch!

Das Buch ist schon sehr auf Wegwerfen aus, was meinen Bestrebungen, Müll zu vermeiden, schwer vereinbar ist. Ich kann aber verstehen, warum das so sein muss, denn wenn ich (generell gesagt) es nie schaffe, mein Zuhause für mich angenehm zu gestalten, weil ich Skrupel vor dem Wegwerfen habe, geht Selbstschutz und Selbstfürsorge für mich vor. Dann wäre ich schon für Wegwerfen.

Die Konmari-Methode soll ja eine einmalige Sache sein, und man soll ja nicht ständig Tand anschleppen, der dann auch nur in den Müll wandert. Daher würde das mit dem Müll auch nur einmal anfallen.

Das wars für heute

Ich hoffe, Ihr hattet Spaß beim Hören und ich wünsche euch allen eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Credits

Titelmelodie: „Not to Scale or Painted“ by Cloudkicker (CC-BY-3.0)

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Episode 153: Nötige Diskussionen

Heute geht es um Neujahresprojekte, MMM2019, Diskussionen um Race, Rassismus, Diversität und Repräsentation in der Strickszene, das Garncamp2019 im Spinnernetz, Was ich gerade toll finde (Marie Kondo Gedöns) und das Kauf-Nix-Jahr 2019.

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Shownotes

Housekeeping

Ich habe neue Technik und zwar habe ich von Syndikalista ein USB-Mikrophon bekommen, mit dem ich am neuen Rechner aufnehmen kann! Und ich nehme jetzt mit Hindenburg auf, einem Podcast- und Radio-Audioeditingprogramm. Das stürzt mich noch ein wenig in technische Herausforderungen und ich habe die mangelhafte Lautstärke etwas mit einer Auphonic-Postproduktion angehoben, was aber die Stimme an Stellen leider etwas zu leise gemacht hat. Ich bitte um Geduld, bis ich mich in die neue Technik besser eingearbeitet habe!

Dann möchte ich mich bei Euch allen für das nette Feedback zum letzten Mal bedanken, bei den Knitmore Girls für die freundliche Erwähnung und bei Allen, die beim faserverzückten Jahresrückblick mitgemacht haben! (Link zu Ravelry, Anmeldung erforderlich)

Das Leipziger Wolle-Fest rückt heran und ich fände es dufte, wenn wir wieder einen Meetup – Tisch organisieren könnten. Ich kann meinen Wimpel fürs „Team Yeti“ mitbringen und suche noch Leute, die früher am Tag dort sind als ich und schon mal einen Tisch besetzen könnten. Meldet euch gern bei mir!

Stricken (5:34)

Ich habe mein erstes Strickprojekt dieses Jahr schon wieder beendet: Es ist ein Hitchhiker Tuch, das ich als KAL mit Sara (Häschtäg #perAnhalterNach2019) gestrickt habe. Das war auch unser Neujahrs-Cast-On! Sie war zuerst fertig, und ich war neulich auch fertig. Das Tuch ist auch schon verschenkt und leistet jetzt bei der Kälte gute Dienste! Ich habe es aus selbstgesponnenem, selbstgefärbtem Garn gestrickt, und noch zwei grüne Sockengarnreste mit verwertet. Es hat sogar 42 Zacken bekommen. Mein letztes Hitchhikertuch hatte mehr als 42 Zacken, was mir Kritik eingebracht hat, aber das ist mir egal. Die Hintergrundgeschichte des Hitchhikers ist, dass in dem Buch „Hitchhikers‘ Guide To The Galaxy“ eine Story vorkommt, in der ein gigantischer Computer hunderte Jahre „die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ ausrechnen soll, und diese lautete einfach nur: 42.

Jetzt habe ich ein Age of Brass and Steam Kerchief angeschlagen, und zwar aus einer Kauni-Lookalike-Verlaufswolle namens „Midara Jazz“. Es changiert zwischen Grasgrün, Rotbraun und Blau, was mir ultra gut gefällt.

Und ich mache beim #KiaSocksKAL mit, das ist ein Texturmustersockenmuster von Dawn.Landix, das inspiriert ist von der Diskussion um Rassismus, Diversität und Repräsentation in der Strickszene. Darum wird es später im Podcast noch gehen. Das Muster enthält viele „Ist-Gleich-Zeichen“, die die Gleichberechtigung symbolisieren. Das führt mich zum nächsten Segment, dem

Politschwafel: Die Diskussion um Rassismus (13:54)

Jetzt kommt erst mal etwas Vorgeplänkel, Disclaimer, etc.

Es gab die letzten Wochen eine Debatte um Rassismus, Race, Diversität und Repräsentation in der Strick-Community. Ich sage absichtlich „Race“ und nicht „Rasse“, denn das deutsche Wort ist viel biologistischer als das, was das englische Wort bedeutet, welches mehr eine politisch/soziale Gruppe bezeichnet.

Ich muss dazu sagen, dass ich keine Expertin für Rassismus bin und ich habe auch keine eigenen Erfahrungen, wie es ist, täglich rassistisch diskriminiert zu werden. Ich bin weiße Ösi-Deutsche und gehöre auch keiner ethnischen Minderheit an, die weiß gelesen wird, aber trotzdem Rassismuserfahrungen (oder z.B. Antisemitismuserfahrungen) macht. Ich bemühe mich um Bewußtsein und so, aber muss mich halt versuchen, mit dem, was ich mir bisher angelesen habe, entlangzuhangeln.

Am Anfang habe ich einen Tweet der Knitmore Girls in die Timeline retweetet bekommen, wo sie sich sehr kämpferisch geäussert haben gegen Anti-Immigrant_innen-Hetze und Rassismus, und wo sie dazu aufgerufen haben, Designer_innen und Strickende of Color zu supporten und ihnen zuzuhören.

Ich habe dann mit der Suchfunktion nach dem Zusammenhang dieses Tweets gesucht, und ich wurde fündig und landete recht schnell bei Instagram. Das ist ja eine Plattform, mit der mich eine Haßliebe verbindet. Sie ist ja ganz gut zum Bilder teilen, aber für eine politische Debatte ist sie sehr ungeeignet. Die Kommentarspalte ist sehr klein und schwer zu bedienen (man klickt tausend mal auf „Load more Comments“ und scrollt nach oben, wo man dann wieder auf „Load more Comments“ klickt, bis man mal am Anfang der Diskussion ist). Auch die „Stories“ in denen Diskussionsbeiträge gepostet wurden, sind fast unbenutzbar, wenn sie z.B. Screenshots mit ultra kleinen Buchstaben enthalten, die als relativ schnell ablaufende Dia-Show an einem vorbeilaufen.

Immerhin habe ich jetzt gelernt, wie man dieses „Stories“ pausieren kann und wie man am Telefon zum Bild davor zurück springt. Trotzdem war es sehr schwer, der Debatte zu folgen, und ich glaube, ich habe nur an der Oberfläche gekratzt.

Womit fing es also an?

Auslöser der Diskussion war ein Blogartikel von Karen Templer, der „2019: My Year in Color“ betitelt ist. (Hier ihre Entschuldigung, Words matter) In diesem sprach sie exotisierend von Indien, brachte es mit Klischees vom farbenfrohen Fremden in Verbindung, verglich es mit dem Mars und redete beiläufig von der Kolonisierung des Mars, betitelte historische indische Gebäude, die in ihrem Blogartikel gezeigt waren, mit „Lila Palast“ anstatt mit dem korrekten Namen (Palast der Winde), und brachte halt so allerlei unbedarft-ignorantes Zeug.

Davon meinte sie nichts böse, und war entsprechend vergrätzt, als People of Color ihren Blogpost anprangerten und kritisierten. @Thecolormustards Instagram Story Nr. 1 und Instagram-Story Nr. 2 wo sie die Kritik daran formuliert hat. Weitere Teile der Diskussion fanden in den Kommentaren von Su.Kritas Post hier statt. Hier hat Su.krita eine Sammlung von Erfahrungen von PoC Strickenden mit Rassismus in der Strickszene angelegt. (Login bei Instagram erforderlich)

Für mich hat das Erinnerungen zurückgebracht an die Debatten um Rassismus und andere Diskriminierung, die wir im Podcasting auf Deutsch Forum hatten, und ich habe damals das Gefühl gehabt, dass wir unser Bestes getan haben, um die Ravelry Community Guidelines gegen Diskriminierung und Hate Speech zu beachten und solidarisch mit den Betroffenen zu entscheiden. Die Art, wie Ravelry jetzt mit der Debatte umgeht, bestätigt mir das, denn sie haben einen klar mit Betroffenen solidarischen moderierten Thread eröffnet, in dem sie die Diskussion offiziell geführt haben. (Inzwischen ist er geschlossen und die Diskussion erst einmal vorbei.)

Ich bin immer noch etwas traurig, dass damals die Diskussionen in unserer Gruppe so anstrengend verlaufen sind und sogar zur Spaltung der Gruppe in zwei Lager geführt haben. Aber ich kann nicht sagen, dass ich es „übertrieben“ fand oder dass wir „Denkverbote und Maulkörbe“ verteilt hätten, wie es manche wahrgenommen haben.

Mein Knackpunkt an all dem

Es geht nicht um Denkverbote und Maulkörbe, sondern darum, von der Herabwürdigung und Diskriminierung anderer Menschen abzusehen, und zu lernen, wo wir Menschen unabsichtlich herabwürdigen und diskriminieren, damit wir das in Zukunft ändern können. Ja klar, ist das sehr unbequem für diejenigen, die zuhören und dazulernen müssen.

Aber was wäre denn die Alternative dazu? Herumtrollen und rassistische Anspielungen austeilen, um sich und der Welt zu beweisen, dass man das „noch sagen darf“? Klar „darf“ man das, es ist dann halt eben Scheiße. Und man darf es nicht überall, dafür gibts ja Hausregeln an bestimmten Orten.

Ich hoffe, dass die Debatte auf Ravelry Signalwirkung hat: An uns weiße Strickende, dass wir weiterhin versuchen zuzuhören und dazuzulernen, und an Strickende of Color, dass sie auf Ravelry erwünscht sind und dass es ihre Community ist, die sich an die Grundrechte aller Menschen auf Respekt hält.

Buchtip

In der Diskussion wurde oft das relativ neu erschienene Workbook „Me And White Supremacy“ von Layla F. Saad empfohlen. Unter dem Link kann man es kostenlos erhalten. Es ist ein 28 Tage langer Buch-Kurs, der sich z.B. im Februar anbietet, weil der ja auch 28 Tage hat. Ich nehme es mir jedenfalls vor und habe es mir runtergeladen.

Spinnen (33:43)

Dank #Garncamp2019 spinne ich wieder und lerne Neues dazu. Ich habe ein Hawser-Garn gesponnen! Das ist strukturell ähnlich wie ein Cablé Garn, insofern, dass erst Singles miteinander verzwirnt werden, und dann werden zwei oder mehr Zwirne in eine andere Richtung nochmal verzwirnt.

Beim Cablé werden Singles zuerst in Zwirnrichtung verzwirnt und dann in die Spinnrichtung, und beim Hawser werden sie erst mal in die selbe Richtung gezwirnt, wie sie gesponnen wurden. Das macht es zu einer sehr drahtigen, überdrehten Angelegenheit. Danach werden sie in Zwirnrichtung verzwirnt.

Ich habe gedacht, ich nehme uralte Singles, die ich auf Spindeln liegen hatte, weil ich mich dann mit weniger aktivem Twist herumplagen muss. Das war auch zunächst gut, aber beim letzten Zwirngang habe ich viel zu wenig Drall draufgegeben, denn ich habe den ruhenden Drall der Singles nicht mit eingerechnet. Ich konnte ihn ja auch nicht spüren. Als ich das ganze dann in ein Wasserbad geworfen habe, wurde ein wirres Chaos daraus!

Ich habe dann alles nochmal feucht auf eine Schirmhaspel gespannt und nochmal nachgezwirnt. Dann war ich aber zufrieden.

Mir gefällt das Hawser-Garn ganz gut, denn es ist ähnlich stabil wie Cabled Garn, aber hat nicht die selbe Textur wie letzteres. Die Textur von Cablé gefällt mir nicht so, und das Hawser sieht eher aus wie gewöhnlich verzwirntes Garn, hat aber durch die zweifache Zwirnung mehr Stabilität.

Wer beim Garncamp 2019 mitmachen möchte, kann sich beim Spinnernetz umtun.

MMM 2019

Hier hab ich irgendwie keine Kapitelmarke gesetzt. Öhöm.

Motivation, Meilensteine, Mottomonate 2019, das ist eine Mitmach-Craftalong-Aktion der Gruppe Podcasting auf Deutsch. Hauptsächlich geht es darum, die Sachen zu benutzen, die man schon hat. Was zu meinem Jahresziel 2019 passt, meinem „Kaufnix-Jahr“. Dazu später!

Meine Jahresziele 2019 sind:

  • Kein Garn, keine Outdoorausrüstung und kein Kunstmaterial zu kaufen und das zu verwenden, was schon da ist.
  • 19 Projekte 2019 fertigstellen
  • am Jahresende weniger Stash haben als am Jahresanfang
  • einen Pullover anfangen

Was ich grade toll finde (Marie Kondo) (43:51)

Ich konnte bei einer netten Person von Masto/Birbsite Netflix mitnutzen, und habe mir die Aufräum-Serie mit Marie Kondo angeschaut, von der gerade alle(tm) reden. Ich interessiere mich ja für Ordnung und aufräumen, gerade weil ich in dem Bereich vielleicht auch herausgefordert bin. Und es war toll!

Endlich eine Aufräumserie ohne Herabwürdigung der Leute, denen geholfen wird. Und es geht gar nicht so um Minimalismus, sondern darum, eine achtsame Beziehung zu den eigenen Sachen zu haben und sie so aufzuräumen, dass man sich im eigenen Zuhause möglichst wohl fühlen und dort möglichst gut leben kann. Das können Leute sehr stark an ihre eigenen Bedürfnisse anpassen.

Die Rosenblätter haben diesen Text geschrieben über Aufräumen und Ausmisten als arme Person.

Und Creatrix Tiara hat dieses Dokument hochgeladen mit einer langen Besprechung der Marie-Kondo-Methode, aus einer queeren, migrantischen Perspektive.

Ich mag ja sehr ihre „Hochkant-Sortierung“ und brauche dringend Kästchen, in die ich meine Tshirts einsortieren kann. Denn ich habe keine Schubladen, wo ich die Shirts reinschlichten könnte.

Bis ich alles „durchgekondot“ habe, wird es noch dauern, und das ist auch okay so: Denn die Methode ist „ein für alle Mal“ konzipiert, und dauert auch entsprechend lange. Es ist halt kein „Hauruck! Allen Krempel weg in 3 Tagen!“ Methode, sondern einer langsame, bedachte Methode, die dann aber nachhaltig wirken soll. Mal sehen!

Vielleicht lasse ich mich mal auf die Vormerkliste in der Bücherei für die Marie-Kondo-Bücher setzen.

Urbane Selbstversorgung: Kaufnix-Jahr (51:53)

Mit meinem plastikfreien Leben geht es ganz gut weiter! An dieser Stelle nochmal vielen Dank an Celeritas, die mir ein Carepaket mit Bienenwachsteelichtern ohne Alu-Hülle geschickt hat. Um Teelichter nicht mehr zu verbrauchen, wollte ich mir eigentlich ein Tea-Cozy stricken, aber bin damit noch nicht so recht weitergekommen. Jetzt momentan benutze ich eine sehr kleine Teekanne, die nur zwei Tassen beinhaltet und ich trinke diese meistens leer, bevor der Tee kalt wird.

Ausserdem mache ich seit Januar die Zero Waste in 31 Days-Challenge auf dem Blog „Zero Waste Chef“.  Das macht mir viel Spaß, es gibt jeden Tag eine andere, kleine Aufgabe, und ich habe im Januar bislang jeden Tag dazu gebloggt, (auf Anarchistelfliege, meinem anderen Blog)

Mit dem Kaufnix-Jahr habe ich angefangen, angeregt durch TQ auf Mastodon. Auch ein paar andere Leutchen machen mit. Meine Regeln habe ich hier aufgeschrieben.  

Ich habe mir deshalb ein Kaufnix-Jahr vorgenommen, weil in manchen Bereichen, wo ich schon relativ viel habe, fände ich es nicht gut für mich, wenn ich noch mehr Zeug anhäufe. Ich möchte nicht einfach nur wegen der „Shopping-Befriedigung“ Zeug anschaffen, das ich gar nicht verbrauchen kann.

Ich hatte lustigerweise im ganzen Januar noch gar keine Shopping-Lust, bis auf einen Fall: Wegen „Zero Waste“ habe ich eigentlich nicht damit gerechnet, Pflegeprodukte Kauflust zu bekommen. Jetzt bin ich aber kürzlich drüber gestolpert, dass Lush unverpackte, feste Duschgele und Lotions hat. Obwohl ich noch genug Lotion und Duschgel zum verbrauchen daheim habe, hätte ich Lust gehabt, da etwas kaufen zu gehen. Obwohl Lush doch im Vergleich zu echter Bio-Kosmetik nur pseudo-Öko und überteuert ist… und ich die Düfte auch nicht immer mag.

Aber ansonsten bin ich von Kauflust relativ frei. Und das finde ich cool!

Und sonst

Ich konnte heute eh nur podcasten, weil ich meinen Tattoo Termin erst morgen habe, und darauf freue ich mich gerade sehr. Das durch „Kaufnix“ gesparte Geld geht nämlich komplett in Tattoos!

Ich hoffe, es hat spaß gemacht und ich wünsche Euch frohes Stricken, natürlich ohne Tränen, und eine ganz entzückende faserverzückte Zeit!

Episode 152: Resisting Influence

Heute geht es nochmal um Influencer auf Social Media, denn ich habe mich gefragt: Wieso ist es für uns eigentlich so selbstverständlich geworden, dass wir Influencer-Marketing ausgesetzt sind? Dann mache ich einen Faserverzückten Jahresrückblick auf mein Crafting-Jahr, Erzähle was ich so stricke und spinne, und es geht weiter mit dem Nachhaltigkeitsthema, nämlich dem Aluminium-Recycling und Aluminium in Deokristallen.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Ich bin jetzt auf einem Podcasterinnen-Verzeichnis vertreten, nämlich podcasterinnen.org – das ist für Frauen und nichtbinäre Personen, die podcasten. Da ich in die sonstigen Verzeichnisse mit meinem Strickpodcast nie reingekommen bin, freue ich mich, dass es ein Verzeichnis gibt, wo Menschen nicht wegen ihres Nichtkonformgehens mit „Cooler-Netzhecht“-Normen von vornherein abgelehnt werden, und wo diese Menschen mit ihren Podcasts präsentiert werden. Eigentlich geht es darum, Podcaster_innen vorzustellen, die für Vorträge, Interviews etc angefragt werden können, aber ich habe mich da trotzdem eingetragen, obwohl ich nicht vorhabe, Vorträge zu halten oder Interviews zu geben. (Na gut, letzteres evtl. schon, es kommt darauf an, wo). Wenn Du auch kein Internet-Topchecker-Kerl bist, sondern vielleicht gar eine Frau oder nichtbinäre Person  und podcastest, dann lass dich doch auch da eintragen!  Entgegen meinem im Podcast verkündeten Informationsstand hat auch Damnedsnob dort ein Profil, was ich sehr gut finde!

Internet-Politschwafel (00:07:40)

Letztes Mal habe ich übers Influencer-Marketing und das Gerichtsurteil gegen Vreni Frost geredet, und davon, dass ich nicht denke, wir müssen jetzt alle unsere Postings auf Social Media als Werbung bezeichnen. Heute will ich das etwas weiterführen.

Ich denke nämlich, dass Solidarität mit gewerblichen Influencer_innen, die ihre Werbepostings nicht als solche kennzeichnen, fehl am Platz ist.

Denn wem nützt und schadet Influencer-Marketing eigentlich? Influencer-Marketing ist doch nichts anderes, als dass Firmen ihre Werbung als vermeintliche positive Meinungsäusserung vermeintlicher Privatpersonen tarnen. Das kommt gut an, das verkauft sich gut, das bezieht seine Zugkraft aber letzten Endes aus der Täuschung der Konsumierenden.

Firmen benutzen die Unklarheit, ob Influencer als Privatpersonen oder gewerblich im Netz posten, um etwas, das eigentlich schnöde Werbung ist, aussehen zu lassen wie erfreuliche Mundpropaganda. Und wenn diese Werbung nun deutlich als solche gekennzeichnet werden muss, ist das für die Firmen natürlich schlechter.

Ich als potentielle Konsumentin möchte aber, dass Werbung gekennzeichnet ist. Ich möchte ja unterscheiden können, ob Leute etwas privat empfehlen, oder ob Leute gewerblich unterwegs sind, um gegen Bezahlung oder andere Gegenleistungen Produkte anzupreisen.

Ich gönne Influencer_innen ihren Verdienst! Ich habe nichts dagegen, wenn sie durch Produktanpreisungen auf Social Media Geld verdienen. Aber es sollte dann eben als Werbung gekennzeichnet sein. Und bitte nicht auf dem Rücken von einfachen Privatpersonen.

Mir wurde gesagt, ich sei auch ein Influencer, allein durch mein podcasten. Dazu kann ich nur sagen: Nur weil ich eventuell Influencer bin, bin ich noch lange nicht in Influencer-Marketing involviert. Ich nutze meinen Content und meine Reichweite nicht, um zum Kauf von Produkten anzuregen, und wenn ich das täte, dann sollten die Firmen mich dafür bitte auch bezahlen, und dann würdet ihr darüber informiert werden.

Und da kommen wir zu einem weiteren Punkt: Wenn wir von den Firmen für Empfehlungen und Produkterwähnungen nicht bezahlt werden, wieso machen wir es dann überhaupt? Warum dienen wir unseren Content großen Konzernen überhaupt an? Wenn wir erzählen, was wir für ein Zeug gekauft haben, z.B. müssen wir denn dann gleich einen Link auf den Shop einer großen Marke platzieren und dieser Marke kostenlos Käufer_innen zuführen? Ich finde, das muss nicht sein. Und wenn wir etwas empfehlen und direkt verlinken, wäre es dann nicht viel schöner + besser, wenn wir kleine Indie-Dyer, Yarnies, Kleinbetriebe und coole Projekte empfehlen?

Think before you link!

Urbane Selbstversorgung (00:17:00)

Ich bin nach jetzt ungefähr 6 Wochen noch immer motiviert am Plastikvermeiden und Müll reduzieren. Es ist ja auch grade sehr in. Das hilft immens!

Rezept für Kokosmilch, selbstgemacht aus Kokosnuß: 

Ich habe neulich selber Kokosmilch aus Kokosnüssen selbst gemacht. Das geht nicht schwer, wobei das verarbeiten einer ganzen Kokosnuss schon Arbeit macht. Ich habe das Kokosfleisch, das Kokoswasser und 1 L Leitungswasser in den Mixer getan und so lange gemixt, bis ich dachte, feiner wird es nicht mehr. Dann habe ich es mit einem einfachen Küchensieb abgesiebt. Das Kokosmus, das übrig bleibt, habe ich dann in ein Curry getan, was sehr lecker war. Ich frage mich jedoch, wo ich am besten mit der Nußschale hin soll – für den Kompost ist sie zu sperrig und für den Restmüll viel zu organisch. Wisst ihr da etwas? Und stimmt es eigentlich, dass man verbrauchte Blumenerde nicht kompostieren soll?

Noch ein Rezept für selbstgemachten Vanillezucker: 

Ausserdem habe ich selber Vanillezucker angesetzt. Dazu packt man einfach eine Schote echte Vanille in ein Schraubglas mit Zucker, und nach wenigen Tagen ist der Zucker aromatisiert. Den Zucker kann man immer wieder nachfüllen, das hält bei manchen Leuten dann schon Jahre. Die Schoten kamen in einem Plastikröhrchen mit Stopfen, das werde ich auch weiterverwenden, nämlich als Gewürzbehälter für unterwegs.

Dann hab ich mir jetzt so ganz leichte Gemüsenetze gekauft, ein Netz wiegt nur 10 Gramm. Das ist natürlich cool beim Einkauf von losem Gemüse.

Mein Thema heute soll aber das Aluminium sein. Ich bin nämlich mal wieder daran gescheitert, Teelichte ohne Aluminium zu bekommen, die auch bezahlbar sind. Unverpackte Teelichte sind nämlich sehr teuer und auch nur über den Versandhandel zu bekommen.

Alu-Teelichte kosten 1,50 pro 50 Stück. Paraffin-Teelichter ohne Aluhülle kosten 7 Euro für 50 Stück, und die günstigsten Bienenwachsteelichter kommen auf 25 Euro pro 50 Stück. Und das ist mir ehrlich gesagt zuviel zu bezahlen.

Dann habe ich mich gefragt, ob Aluminium nicht so schlimm ist, weil es ein Stoff ist, dessen Recycling sich finanziell/wirtschaftlich wirklich lohnt, und daher wird das auch gemacht. Ich war immer etwas skeptisch, weil Glas und Papier separat gesammelt wird, Aluminium aber nicht. Wie bekommt man dann so kleinen Kram wie Teelichthüllen und Joghurt-Deckel aus dem Gelben Sack-Müll wieder raus?

Der Clou heisst: Wirbelstromprüfung.  Dabei erzeugen rotierende Spulen ein Magnetfeld, und je nachdem, welche Materialien durch das Magnetfeld fahren (z.B. auf einem Förderband) „antworten“ sie verschieden auf das Magnetfeld. dadurch kann Aluminium recht einfach aussortiert werden. Allerdings müssen Stoffe voneinander getrennt werden. z.B. sollten Joghurtbecherdeckel vom Becher abgemacht werden. Und Verpackungen sollten nicht ineinander gestapelt oder zusammengepresst sein. Hilfreich sind da auch die Webseiten der regionalen Entsorgungsbetriebe, bei uns z.B. die BSR.  Sie beschreiben auf ihrer Seite, wie man Müll richtig entsorgt. Was ich auch nicht wusste, war, dass beim Altglas auch die Deckel abgemacht werden sollten. Eigentlich logisch, aber ich habe das bisher einfach nicht gemacht.

Für mein Teelichtproblem habe ich das jetzt so gelöst, dass ich die große Teekanne nicht mehr für mich alleine benutze, sondern eine kleine Kanne, die ich leer trinken kann, bevor der Tee kalt ist. Für die große Kanne werde ich mir ein Tea Cozy stricken, und sie dann benutzen, wenn mehrere Leute da sind und sie daher entsprechend schneller leer wird. Eine Packung Teelichter habe ich noch, die werde ich dann ganz bewußt aufbrauchen, damit sie auch lange hält.

Im Teil 2 zu Aluminium geht es um sogenannte „Deo-Kristalle“. Sie bestehen aus Alaun, genauer gesagt Aluminium-Ammonium-Sulfat.  Das sind Aluminiumsalze und damit stehen auch Deokristalle im Verdacht, möglicherweise an der Entstehung von Brustkrebs beteiligt zu sein. Noch gibt es dazu keine Studien mit Menschen, sondern nur mit Zellen in Petrischalen, aber um auf der sicheren Seite zu sein, benutzen viele Menschen keine Deos mit Aluminium mehr, und wer darauf verzichtet, sollte auch auf den Deokristall verzichten. Jules hat mir eine Episode des englischsprachigen Videocasts „Dunkelgrün“ empfohlen, wo es um Alaunbeizen und Aluminium-Toxizität geht.  Ich werde meinen Deokristall als Wollbeize verwenden, denn als Wollbeize werden die Aluminiumsalze gebunden und sind keine freien Moleküle mehr, die in den Körper gelangen können.

Stricken (00:37:18)

Ich habe all meine Projekte zu Ende gestrickt, die ich bis Ende 2018 geschafft haben wollte. Gerade habe ich noch schnell eine bunte „Wurm“ Mütze angeschlagen, die ich einem Bekannten von mir, der Bauer ist und mir auch hin und wieder Schafsvliese zum Spinnen schenkt, schenken will.

Meine Broad Street Mittens sind fertig (beide Paare), meine Travelling Leaf Socks ebenfalls, und dann habe ich schnell noch ganz einfache Armstulpen aus dicker handgesponnener Wolle gestrickt. Es gibt ein Muster, das so ähnlich aussieht, es heisst „Toast“ und obwohl das nur ein einfacher Schlauch aus 2 Links, 2 Rechts ist, kostet das Muster inzwischen 4,76Euro auf Ravelry, haha! Früher war das mal für lau, glaube ich, aber ich bin mir nicht sicher.

Spinnen (00:43:08)

Ich habe ja 2018 kaum gesponnen, und das soll sich 2019 ändern. Deshalb habe ich mich in der Gruppe „Spinnernetz“ angemeldet und möchte bei deren „Garncamp“ mitmachen, wo übers Jahr monatlich bestimmte Techniken aus dem „Spinners Book of Yarn Designs“ von Sarah Anderson nachgesponnen werden. Ich freue mich schon darauf!

Ausserdem verschenkt eine Freundin von mir mein erstes Spinnrad, ein „Wernekinck Edam“. Wer das Rad möchte, kann es in Leipzig abholen. Den Kontakt kann ich herstellen, bitte mir eine Mail schreiben an urbanespinnstube (at) gmail (dot) com.

Faserverzückter Jahresrückblick (00:47:00)

Wer auch einen machen möchte, findet hier die Fragen!  

Meine Projekte 2018

Ravelry hat ja schon seit einiger Zeit so eine praktische „Challenge“ Funktion, das ist ein Menüpunkt auf der Projektseite ganz oben rechts. Ich habe 2018 eingegeben, wieviele Projekte ich fertig bekommen möchte, und dann konnte ich in meiner Queue auch bei den Projekten angeben, wann ich sie beendet haben möchte, dann erscheinen sie mit dem Datum auf der Challenge-Seite.

Die Seite sagt mir, dass ich 2018 21 Projekte fertig gestrickt habe, und davon waren 12 Geschenke an andere, und 9 Projekte waren für mich. Mein größter Erfolg war es, das Laminaria, was seit 2016 in Arbeit war, zu Ende zu stricken, es ist super schön geworden. Ich habe es verschenkt, und dann habe ich noch zwei andere Lacetücher gestrickt, ein Torreyana und ein Spring Thaw Shawl, beide waren auch Geschenke. Ich hatte keine Lieblingsdesigner_in, ich hab eher so alte Klassiker gestrickt. Bei Events war ich auch kaum, bis auf das Yeti-Treffen zur „100% Wolle“ Ausstellung in Berlin, das war sehr schön. 2019 würde ich gerne etwas größeres anfangen, einen Pullover oder eine Strickjacke. Ob ich das fertig bekomme, weiß ich nicht, aber ich will auf jeden Fall so etwas anfangen.

State of the Stash

Jaaa – ich habe es geschafft! Ich habe 2018 nichts gekauft, gar nichts! Trotzdem habe ich mein Ziel, meinen Stash dieses Jahr mal zu verkleinern, nur ganz knapp erreicht, weil ich durch Korrekturen im Frühling 2018 feststellen musste, dass ich 6000 meter Garn mehr besitze, als ich zuerst annahm. Dafür werde ich 2019 es viel einfacher haben, meinen Stash zu verkleinern. Jawoll. Eine Freundin will ein No-Buy-Year machen und war von diesem Youtube Video inspiriert.

3 Schöne Dinge
  • meine beiden großen Radtouren
  • das Iron Maiden Konzert, echt ein Erlebnis!
  • Das kulinarische Freßweihnachten dieses Jahr
3 nicht so schöne Dinge
  • eine verlorene Freundschaft und damit verbundener Streß
  • eine schwere Erkrankung in der Verwandtschaft
  • zuviel gearbeitet
Buch, Film, Serie des Jahres

Ich habe kein Buch und keine Serie, aber ich war mal wieder im Kino und habe mir „Der Junge muss an die frische Luft“ angeschaut, ein Film über Hape Kerkelings Kindheit, der war toll, sehr süß und auch traurig. Ich habe die ganze Zeit geheult. ;)

Musik/Album des Jahres

Ich bin immer noch Metalhead und sage mal, das neue Album von Aborted „Terrorvision“.

Motto 2018/2019

Ich kann mich an mein Motto 2018 nicht mehr erinnern, daran kann man sehen, dass es damit nicht so gut geklappt hat, und daher nehme ich mir für 2019 gleich gar nichts vor. Ich lasse alles mal auf mich zukommen!

Wo ihr mich auf Social Media und im Fediverse findet:

Episode 151: Endlich wieder Plastikfrei!

Download:

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep151.m4a

 

Shownotes

Housekeeping und Social Media Neuigkeiten: (00:00:00)

Vielen Dank für euer Feedback für die letzte Episode!

Ich habe die letzten Jahre immer am Jahresende einen faserverzückten Jahresrückblick ausgerufen, mit Verlosung, und dieses Jahr werde ich das nicht machen. Aber es wird trotzdem einen geben, den gibt es dann einfach als Podcast- und Blogstöckchen für alle, die es für sich machen wollen. (Der Link führt zum Ravelry Forum, wo ich einen Thread dazu eröffnet habe).

Ich bin wieder bei Instagram. Manche Kontakte würde ich sonst verlieren, wenn ich nicht wenigstens auf einer Plattform des Facebook Konzerns aktiv bin. Dafür hat mir Mannisdottir den super Tip gegeben, wie man Instagram am Rechner vorgaukelt, ein Mobiltelefon zu sein.

Disclaimer: Ich mache hier keine Rechtsberatung, ich gebe nur meine Meinung weiter, und erzähle, was ich bis hierhin erfahren habe zu dem Thema:

Zur Werbung auf Social Media: Wir haben das im Podcasting auf deutsch–Forum diskutiert. Die Bloggerin und Influencerin Vreni Frost hat in einem Post eine Marke verlinkt und erwähnt, darauf wurde sie abgemahnt, ging vor Gericht und hat verloren.

Danach gab es viel Panik, dass nun niemand mehr sicher sei, wenn wir Produkte auf Social Media erwähnen. Auch bei uns Podcastenden. Ich erzähle vom früheren Fall  „Landgericht Hamburg“, das angeblich entschieden hatte, dass alle für die Inhalte der Seiten, die sie verlinken, verantwortlich seien, es sei denn, sie würden sich davon distanzieren. Damals war auch viel Panik und alle setzten diese Disclaimer auf ihre Webseiten, dabei hatte das Landgericht Hamburg etwas ganz anderes entschieden: Jemand hatte mit dem Mittel kuratierter Links eine Webseite geschaffen, die jemand anderen schädigt, und dies geschah durch das Sich-Zueigenmachen der verlinkten Inhalte und deren Zusammenstellung. Gewöhnliche Links waren von dem Gericht nie gemeint.

Ähnlich war das mit dem Fall von Vreni Frost: Ein Gericht hat geurteilt, dass sie als gewerbliche Influencerin* mit einem Post ein geschäftliches Interesse verfolgte, obwohl sie keine konkrete Gegenleistung für den Post erhalten hatte.  Das heißt jetzt für mich, dass ein Gericht bei einer Privatperson, die keine Kooperationen mit Firmen eingeht und nur über ein selbst gekauftes Produkt redet, wahrscheinlich nicht genauso urteilen würde. (Garantiert ist natürlich nix) Hier gibt es das gesamte Urteil mit Begründung zu lesen.  Ist spannend!

Vreni Frost zeichnet auch nicht deshalb seither all ihre Posts als Werbung aus, weil sie Angst hat, sonst wieder abgemahnt zu werden, sondern als politische Aktion/Demonstration, die zeigen soll, wie sinnlos es im Sinne des Verbraucher*innenrechts wäre, , wenn Leute nun _alles_ als Werbung kennzeichnen würden. Das entnehme ich den kämpferischen Posts auf ihrem Blog. Ich kann das mitmachen, wenn ich es sinnvoll finde, (z.B. mit dem Hashtag #weilalleswerbungist), aber ich kann es auch lassen, ohne mich in große Gefahr zu bringen.

Hier gibt es noch einen Artikel, der meiner Ansicht nach die Aufregung um das Urteil etwas auf den Boden der Tatsache holt: „Absurdes“ Instagram Urteil gegen Vreni Frost? So einfach ist das nicht!

Die Landesmedienanstalten haben nun auch ihren Leitfaden von 2015 aktualisiert, hier findet ihr den aktuellen „Leitfaden zu Werbekennzeichnung auf Social Media Angeboten„.

Nun endlich zum..

Stricken (00:16:58)

Ich stricke gerade die Broad Street Mittens von Janis Cortese aus handgesponnenem Garn, und ich liebe sie so arg, dass ich schon am zweiten Paar bin. Das erste geht bald auf die Reise, das zweite wird für mich sein.

Davor hatte ich das #Novickel Projekt fertiggestrickt, es wurden BFF Socks von Deby Lake und Handstulpen für eine Freundin.

Ausserdem habe ich noch den „Schwarzen Öko-Kolben“ gestrickt, eine Mütze aus dickem, selbstgesponnenem Garn, das eher rustikal ist. Deshalb habe ich die Mütze noch mit Fleece gefüttert. Das Muster war „Dylans Beanie“ von Wooly Wormhead.

Jetzt habe ich ausser den Handschuhen nur noch die „Travelling Leaf Socks“ von Claire Butler in Arbeit, hoffentlich schaffe ich diese noch dieses Jahr zu beenden.

Meine Stashverkleinerung 2017 scheint zu klappen, aber nur, weil ich ein wenig schummle, aber ich bin auch beschummelt worden: Im Februar habe ich einigen Stash in meiner Ravelry-Datenbank von „Trade/Sell“ zurück gestellt auf „In Stash“ und musste feststellen, dass mir dann das Garn zum Stash dazu gezählt wurde. Ich hatte es lang vorher erworben, aber es war nicht gezählt worden, als ich es als „Trade/Sell“ deklariert hatte. Ich habe jedenfalls 2018 nichts gekauft und viel gestrickt und trotz Tour de Fleece und ein paar Garngeschenken sollte ich eigentlich ganz schön im Minus sein. Ende des Jahres ist Kassensturz.

Ausserdem habe ich mein 10 Jähriges Strickjubiläum gehabt! am 27.11.2008 habe ich mit dem Stricken angefangen, um meine Hände zu beschäftigen, weil ich damals kurz vorher aufgehört hatte, zu rauchen. Eine der besten Entscheidungen meines Lebens!

urbane Selbstversorgung (00:30:50)

Ich versuche mal wieder (seit ca. einem Monat) möglichst plastikfrei zu leben. Mein erster Versuch war vor einigen Jahren, inzwischen ist es ja auch ziemlich in, und fällt daher schon leichter, weil sich manche Geschäfte darauf schon langsam einstellen.

Was ich früher nie geschafft habe, war Käse unverpackt zu bekommen. Inzwischen packen sie mir den Käse auf dem Wochenmarkt und in einem kleinen Bioladen in meine eigenen Gefäße. Essig und Öl bekomme ich bei „vom Faß“, aber da ist es ziemlich teuer, finde ich.

Mehl, Zucker, Salz, Saaten, Nüsse etc. kann ich aus unserer Bäckerei unverpackt bekommen, bzw. fülle es mir selber aus dem 25kg Sack ab und bezahle das dann nach Gewicht. Nudeln mache ich inzwischen selbst, weil ich eine Abneigung habe, Markenprodukte kaufen zu müssen, und den teuren Namen zu bezahlen, weil nur Markennudeln im Karton erhältlich sind.

Ricotta und Pflanzenmilch wird auch selber gemacht. Rezept für Pflanzenmilch + Rezept für Ricotta (sorry, amerikanische Maßeinheiten, it’s a pain in the ass).

Milch + Joghurt bekomme ich von regionalen Molkerien in Glasflaschen.

Gemüse, sollte man meinen, gibt es eh lose, aber in den letzten Jahren sind Gemüse in Supermärkten so oft in Plastik eingepackt. Deshalb muss ich auch das zunehmend auf dem Wochenmarkt kaufen.

Süßigkeiten müssen auch meistens selbst produziert werden, weil es die schwerlich unverpackt fertig gibt.

Waschpulver gibts im Karton. Linsen und Bohnen etc werde ich zukünftig im Unverpackt-Laden kaufen, der ist eigentlich nicht so geeignet für den täglichen Einkauf, weil er nicht in meiner Nachbarschaft liegt. Aber auf dem Heimweg von der Arbeit kann ich ihn mit geringem Umweg per Rad erreichen.

Was ich noch in Plastik kaufen muss: Katzentrockenfutter. Die Katze frisst das Futter im Karton nicht. Und Zahnputzprodukte, weil ich eine elektrische Zahnbürste habe und die auch weiter zu benutzen gedenke.

Ich denke aber nun nicht, dass Zero Waste die Welt rettet und dass es gut ist, die Verantwortung auf so eine Weise auf die Verbrauchenden abzuwälzen.  Und wir dürfen nicht vergessen, dass sich nicht alle diesen Lifestyle Konsum leisten können. Ökologisch wird sich erst was bessern, wenn wir auch Druck auf Politik und Firmen ausüben, nicht nur durch individuellen Verzicht. Aber Verzicht ist es für mich eigentlich nicht:

Dieses Zero Waste ist für mich eine krasse Bewusstseinsübung, mir kommt es fast vor, als sei ich aus einem zerstörerischen Karussell ausgestiegen. Von überall her bekommen wir Plastik reingestopft, und werden mit Konsum zugeschmissen, und jetzt, wo ich Konsum gut überdenken und planen muss, merke ich, dass ich doch weniger kaufe und konsumiere. Dadurch gebe ich tatsächlich nicht mehr Geld als vorher aus, obwohl die Lebensmittel deutlich mehr kosten.  Ich mache mehr selbst, das bringt Entschleunigung und ungeahnten Lebensgenuß.

Tortellini mit Spinat und Ricotta Füllung

Deswegen kommt es mir vor, als würde ich im Luxus schwelgen. Ich merke schon, dass ich jetzt auch eine bessere Qualität von Lebensmitteln bekomme. Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie es weiter geht!

Was ich grade toll finde (00:51:09)

Ich mag gerade Kleinanzeigen und unseren Schenkladen, denn da kann ich Dinge finden, die ich adoptieren kann, und Dinge, die ich nicht mehr benutze, finden ein neues Zuhause. Ich habe meine Djembe in supergute Hände abgeben können, es war ein Musiker und Trommellehrer, der sie mit mir gegen handgefärbten Stoff aus Gambia getauscht hat. Ich habe eine klasse Nudelmaschine bekommen und mache die ganze Zeit Nudeln damit und bin total happy. Und einige Bücher, die mir nichts mehr sagen, die aber noch ein Publikum finden, habe ich auch woanders hin geschickt. Win-Win!

Das war es für heute, vielen Dank fürs Zuhören und eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

—– Fußnote —

*Im Urteil steht: „Für das Vorliegen einer geschäftlichen Handlung spricht weiter, dass die Antragsgegnerin – wie sich in der mündlichen Verhandlung herausgestellt hat – eine Projektmanagerin beschäftigt und ihre Geschäftsanschrift in den Räumen einer Werbeagentur unterhält. Es handelt sich bei der Antragsgegnerin mitnichten um eine Privatperson, die ihre persönlichen Vorlieben im Internet veröffentlicht. Ebenso wenig handelt es sich bei den streitgegenständlichen Posts um redaktionelle Inhalte. Vielmehr werden Produkte zu kommerziellen Zwecken präsentiert und deren Herkunft benannt.“

Das Gericht hat also erst mal geguckt, ob es sich um eine einfache Internetnutzerin handelt oder um jemanden, der geschäftlich Beiträge verfaßt. Das Gericht hat auch ihre Follower gezählt und erwogen, was Vreni Frost an Reichweite hat.

Episode 150 – Inktober, Flickr und Politik

Heute geht es um.. ..was ich gerade so stricke und spinne, Urban Sketching im Rahmen des Inktober, Wandern, Flickrs neue Accountpolitik, die Unteilbar Demo, und wie cool die öffentlichen Bibliotheken sind.

Download:

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep150.m4a

Die Shownotes

Housekeeping:

Danke für euer Feedback für die letzte Episode! Ich fand es super, dass ihr mir gesagt habt, ihr freut euch über weitere Folgen, auch wenn ich nicht so stringent und regelmässig schaffe, aufzunehmen. Im Moment bin ich wirklich motiviert, weiterzumachen und ich höre auch wieder mehr Podcasts.

Ich rede übers Wetter, freue mich über mein nächstes Tattoo, das ich übermorgen bekomme, und halte flammende Reden darüber, nicht die Afd oder andere Nazis zu wählen und ich fand es auch gut, dass Susanne vom Handgemacht Podcast sich neulich auch gegen Rechtsextremismus und Rassismus und für die guten Dinge positioniert hatte.

Stricken (00:11:31)

BFF socks von Knitiot Designs – Deby Lake

Cat Bordhi Video (youtube) wie man Socken auf  2 Rundnadeln strickt – Teil 1 und Teil 2 (leider sehr schlechte Videoqualität)

Travelling leaves Socks von Claire Butler

Spring Thaw Shawl von Cheri McEwen

Spinnen (00:24:28)

Ich versuche gerade wieder, jeden Tag ein bischen zu spinnen. Gerade fahre ich mit einem Porjekt fort, dass ich vor 2 Tour de Fleeces angefangen habe: Naturweisses Corriedale, das zu einem dreifädigen Sport Weight Garn gezwirnt wird.

Ausserdem spinne ich Rolags, die ich vor Jahren geschenkt bekam, mit zwei kleinen Spindeln.

und hier gehen wir nahtlos über zur #unteilbar Demo: Ich habe nämlich auf der Demo gesponnen. Das geht ganz gut im Gehen. Es war gut, dass die Demo so groß war, auch wenn da Gruppen und Menschen mit inakzeptablen Positionen ebenfalls vertreten waren (Antisemitismus), wenn da Parteien für sich geworben haben, oder sektiererische linke Splittergruppen mitgelaufen sind. Am besten fand ich die Raver am Ende der Demo, mit ihrem Slogan „Fluchtwege freibassen“.

Outdoor-Leben (00:30:38)

Ich war wandern! Ich will nämlich mehr auf meinen eigenen Beinen stehen, anstatt meistens mein Fahrrad als Gehhilfe zu verwenden. Und zwar in der Döberitzer Heide, (Der Link geht zur Betreiber-Stiftung des Naturschutzgebiets, wo es mehr Informationen darüber gibt) einem ehemaligen militärischen Übungsgelände, das zu einem Wildreservat mit Wildniskernzone ausgebaut worden ist. Wir sind aus dem Stand 21km gegangen und ich war danach ziemlich groggy. Aber es war schön, sonnig, sandig und die Blätter haben sich herbstlich gefärbt. Es gab Millionen Marienkäfer und einer hat mich sogar gebissen.

Der Yeti macht die Hefte schön (00:40:11)

Ich habe wieder bei der #Inktober Challenge mitgemacht. Hier habe ich darüber gebloggt: Zum Blogeintrag auf „Anarchistelfliege“: Das war der Inktober

Ein Einschub zu Flickr (Das ist keine Werbung, denn ich krieg von Flickr kein Geld und berichte nur über das Ende der jetzigen „Terabyte for free“ Regelung, die auch Ravelry Nutzende betrifft.

Flickr wird zu 2019 die jetzigen kostenlosen Accounts ändern, statt 1 TB Speicherplatz habt ihr dann nur noch 1000 Bilder kostenlos, die pro-Accounts kosten anstatt wie früher irgendwas mit 20+ Euro 50 Euro pro Jahr, und der Content, der über 1000 Fotos hinausgeht, wird ab Februar gelöscht. Bummer. Aber war fast abzusehen.  Ravelry wird die auf Ravelry eingebundenen Flickr-gehosteten Fotos komplett nach Ravelry übertragen, da sind die mit Flickr in Verhandlungen getreten, da muss sich also niemand Sorgen machen. Falls jemand den Pro-Account eröffnen möchte: In dem Ankündigungsposting auf Flickr zu den neuen Bedingungen verbirgt sich ein „30% off“ Link, den sie fieserweise nicht auf ihrer regulären Startseite haben, und Leute jetzt Gefahr laufen, den nicht zu finden und zuviel zu bezahlen. Als Alternative könnte auch archive.org in Frage kommen, das habe ich aber nicht recherchiert, ich dachte immer Archive.org sei ein Archiv für freie Medien und nicht für privatisierte Medien.

Kommen wir weiter zu freien Medien:

Was ich grade toll finde (00:53:15)

Die Bibliotheken in Berlin (und bestimmt auch woanders, erkundigt euch in eurer Gegend mal!) haben sogenannte „digitale Angebote“ und dazu gehört auch ein Film- und Serienanguckportal, Pressereader, und ein Musikportal. Als Nutzende öffentlicher Bibliotheken könnt ihr da quasi alle Zeitschriften, Zeitungen und auch Fachmagazine kostenlos lesen, ein paar Filme und Serien gucken (wenig Auswahl) und relativ viel Musik streamen und pro Woche auch 5 Songs legal runterladen!  (Das ist jetzt auch keine Werbung, weil dahinter einfach nur die öffentlichen Bibliotheken und keine Marken/kommerzielle Firmen stehen, niemand mich dafür bezahlt und mich auch nie jemals wer für diese Vorstellung bezahlen würde)

Episode 149: 8 Jahre Strafstricken

Heute geht es um..

..mein 10jähriges Strickjubiläum, was ich dieses Jahr strickmässig erreichen möchte, die Tour de Fleece, Salat in Gläsern, ein neues Bulletjournal, das Treffen zur Wollausstellung in Berlin und die Radtour nach Süddeutschland, die ich im August unternommen habe. Letzteres ist ganz hinten und lang, also könnt ihr das wegschalten, wenn es euch nicht so interessiert.

Download:

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep149.m4a

Die Shownotes

Housekeeping:

Ich habe das letzte Mal im Mai aufgenommen und jetzt ist Anfang Oktober. Ich bin mir nicht sicher, ob mein Podcast so weiter tragfähig ist. Ich höre auch viel weniger Podcasts im Moment, dadurch ist auch das Podcasten nicht mehr so stark in meinem Leben präsent. Vielleicht ist das ein langsames Podfading, was hier stattfindet.

Es gibt einen neuen Strickpodcast auf www.wollkanal.de

Stricken (00:06:54)

Ich versuche dieses Jahr meinen Stash zu reduzieren, bislang habe ich das noch nie geschafft. Und ich habe 2018 mein 10 Jähriges Strickjubiläum! Seitdem ist mein Stash immer angestiegen, auch, wenn ich aufgehört habe, online Wolle zu shoppen. Mit dem Garn bestellen habe ich sogar komplett aufgehört. Durch das Spinnen, Geschenke, Wolltausch und Impulskäufen auf Wollfesten und so kam immer noch genug zusammen.

Ich habe vor allem Socken gestrickt, zum Beispiel:

Danach bin ich auf den Lacetrip gekommen:

An dieser Stelle vielen Dank an Fallstrick, die mir auf Ravelry das Luna Moth Shawl Muster geschenkt hat!

Spinnen (00:25:00) 

Dieses Jahr habe ich ausser zur TDF nichts gesponnen, ich bin zu sehr mit dem Stricken beschäftigt. Die Tour de Fleece war schön, ich habe den Adventskalender von 2017 zu Ende gesponnen, und dann noch zwei schöne orangene Garne produziert.

Was ich grade toll finde (00:30:22)

„Salat im Einmachglas“ – Salad Jars.

Dabei habe ich eigentlich ausschließlich diese Webseite verwendet:

https://hurrythefoodup.com/how-to-pack-a-salad-in-a-jar/

Ich hab die Hefte schön: (00:35:17)

Ich habe mir ein Bulletjournal gebunden, zum ersten Mal im A5 Format. Alles über die Methode findet ihr auf bulletjournal.com.  Das jetzige Modell hat auch zum 1. Mal „Dot Grid“ Papier, denn ich habe ein punktkariertes Heft gefunden und es kurzerhand zum Buch umgemodelt.

Die Buchbindetutorials findet ihr alle auf dem Youtube Kanal „Sea Lemon“!

Event-Bericht (00:41:44)

Einige aus der „Podcasting auf Deutsch“ Gruppe auf Ravelry trafen sich im Juni um sich die Wolle Ausstellung im Berliner Museum Europäischer Kulturen anzusehen. Die Ausstellung war recht klein, aber es gab ja noch andere Räume in dem Museum, die sehr spannend waren.

Als wir drin waren, haben wir einfach mit den herumliegenden Crafting Sachen herumgespielt, gesponnen, gestrickt und gewebt und geratscht, und dann sind wir was essen gegangen und danach ins Museumscafe. Dort gesellte sich noch die Workshopleiterin der Ausstellung zu uns, die von unseren Spinnkünsten gehört hatte. Wir haben dann noch geplaudert, bis das Museum geschlossen hat und wir rausgeworfen wurden.

Es war richtig schön, vielen Dank!

Radtourbericht (00:47:12)

Ich bin von Leipzig nach Tuttlingen an der Donau gefahren. Die ganze Strecke seht ihr hier: Outdooractive: Tour nach Süden final 

Ich habe dazu auch von unterwegs mit Fotos gebloggt auf meinem anderen Blog: Bike Follow Rivers Tour 2018

Viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit + Stricken ohne Tränen!

Episode 148: Peinliche Deutsche im Urlaub

Heute geht es darum, was ich gerade stricke, was ich spinne, ich nerde herum über Sonnenschutzmittel und vergleiche chemische mit physikalischen, erzähle von meinem Urlaub in Dänemark und den peinlichen Deutschen im Ausland, und dann habe ich noch ein Rezept für Pfannkuchen.

Download:

Hier geht es zum Download der Audiodatei, oder ihr könnt sie euch auch anhören. Letzteres geht nicht immer, da ich meinen Podcast als AAC Datei zur Verfügung stelle. Nicht alle Browser oder Player kommen damit klar. In dem Fall braucht ihr eine mp3-Datei, die ihr euch online konvertieren könnt: Online-mp3-Konverter – hier gebt ihr die Adresse der Audiodatei ein und bekommt sie dann als mp3 zum Download angeboten.

URL: http://www.spiritvoices.de/pod/ep148.m4a

download aktuelle episode

Die Shownotes

Housekeeping (00:00:00)

Danke euch allen fürs Feedback und Dabeibleiben, obwohl ich nicht so oft podcaste, wie ich das gerne hätte.
Ich habe meinen Account bei Instagram gelöscht, bzw. deaktiviert. Ich nahm zum Anlaß, dass mir Facebook/Instagram ihren Umgang mit meinen Daten transparent gemacht hatten, und ich war von Instagram eh schon angefressen. BTW, die DSGVO wird auch nicht so heiß gegessen wie gekocht, es gibt wohl eine Verhältnismässigkeitsklausel, dass gerade kleine Unternehmer*innen und Bloggende zuerst kostenlos abgemahnt werden müssen, wenn ein Verstoß gegen die dsgvo vorliegt. Das habe ich zumindest bei Netzpolitik.org gelesen.. dachte ich. Aber das stand da gar nicht.. ähäm.. das hab ich doch bei Mastodon aufgeschnappt.

Stricken (00:09:26)

Ich habe das fertige Laminaria Lacetuch übergeben an die Empfängerin, die sich auch sehr gefreut hat. Es ist ja auch sehr schön geworden. Ein Ultradünnes Lacetuch, das ich aus einem 1000m/100g handgesponnenen Lacegarn gestrickt hatte, mit Perlen.

Das Lacestricken hat mich motiviert, gleich den nächsten Lacelappen anzuschlagen, und zwar ist das der Torreyana-Shawl, ebenfalls von Elizabeth Freeman, auch kostenlos in der Knitty erschienen. Etwas kompliziert am Anfang, aber dann gehts..

Dann habe ich Ringelstinos UND Restestinos fertig, die letzeren waren dann mein Urlaubsprojekt. Und dann habe ich im Urlaub noch ein Sockenprojekt angefangen, und zwar „Smaug“ von Frau Morag (Ravelry Link zum Muster)

Spinnen (00:18:00)

Leider spinne ich gerade gar nicht, und war auch seit Februar nicht beim Spinntreffen. Dort spann ich, als ich doch mal da war, mein „ewiges Baumwollprojekt“. Ich sollte das mal gezielter spinnen.

Aber es steht ja die Tour de Fleece ins Haus! Ich werde wieder mitmachen, und zwar bei den Yetis –> Team Yeti Thread, bei „Berlin Spinnt!“ (Thread) und bei Mastodon, falls da was zustande kommt. Bisher siehts ja so aus! (Thread)

Urbane Selbstversorgung (00:22:04)

Ich habe durch Mastodon-Hautpflege-Freaks herausgefunden, dass die Sonnenpflege, die ich bisher benutzt habe, eventuell nicht ausreicht, um meine Tattoos vor der Sonne zu schützen. Also habe ich mich mal schlau gemacht, und auf Seiten wie Scinacea alles über Sonnenschutz gelesen.

Grob gesagt gibt es chemischen und physikalischen Sonnenschutz, und Mischungen aus beidem. Ich hatte bisher immer chemischen benutzt, der aber trotz Parfumlosigkeit dennoch stinkt, weil eben die Chemie darin so riecht, wie sie riecht. Was ich nicht wußte, war, dass chemischer Sonnenschutz nicht lichtstabil ist und deshalb ca. alle 2-3 Stunden nachgecremt werden muss. Dabei gibt es stabilere und weniger stabile Wirkstoffe, aber so genau habe ich mich nicht damit befasst. Physikalischer Sonnenschutz (mit den Mineralien Titandioxid und das andere habe ich vergessen..) ist lichtstabil und wirkt wie ein Schild, der die Sonnenstrahlen einfach reflektiert.

Chemie Mineralisch
pro: durchsichtig, färbt nicht ab, preisgünstig pro: lichtstabil, stinkt nicht, verträglich (auch Nanopartikel sind anscheinend unbedenklich)
contra: stinkt, nicht lichtstabil, manchmal unverträglich contra: weißelt, färbt ab, lässt sich so gut wie gar nicht mehr abwaschen und auch aus Klamotten schlecht entfernen, teuer

Ich bin eigentlich mit der mineralischen Sonnencreme halbwegs zufrieden gewesen, habe mich auch mit dem Weißeleffekt angefreundet, aber am Ende bin ich doch wieder zur Chemie zurück gekrochen, weil die Abwascherei doch wirklich schwierig war. Am besten ging es noch mit Lavaerde, das ist eine Wascherde aus Marokko, die komplett umweltverträglich ist, denn es ist ja pure Tonerde.

Urlaubsbericht (00:39:38)

Wir sind vom 13.- 28. Mai den Nordseeradweg in Dänemark gefahren, der startet offiziell in Tondern (Tønder) und führt nach Skagen ganz im Norden. (Und dann noch weiter, aber wir sind dann nur noch nach Frederikshavn und dann nach Aalborg gefahren, wo unser Zug zurück ging). Auf dem Hinweg musste der Zug 3x rebootet werden und dann wurde die Lok ausgewechselt, ich habe mich schon wieder durch Schleswig Holstein nach Dänemark radeln sehen..

Wir kamen aber dann doch in Niebüll an, und fuhren zu unserem ersten Übernachtungsplatz in Højer. Dann ging trotz Durchsicht vor der Tour die Gangschaltung vom Partner kaputt, und er musste 70km am nächsten Tag im 4. Gang fahren… zum Glück wurde es dann in Ribe repariert! Eine Werkstatt hat uns das sehr schnell gemacht. Ein Glück.

Den restlichen Tourbericht müsst ihr euch anhören.. :D
Ich kann aus Gründen der Faulheit nicht alles hier schreiben, ich hoffe aber noch, dass ich darüber noch bloggen werde, und dann könnt ihr das dann auch lesen und Fotos anschauen.

Was ich grade toll finde (1:13:49)

..sind amerikanische, dicke, fluffige Pancakes.
mein aktuelles Lieblingsrezept:

  • 200g Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 150 ml Milch
  • 50g Stracciatella Joghurt (oder ne andere Sorte)

Alles zu einem Teig vermischen, pro Pancake 2 EL Teig in eine heiße Pfanne mit Öl oder zerlassener Butter drin geben und von beiden Seiten goldbraun backen und mit Ahornsirup genießen!

Und nun viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!