Episode 143: Zurück aus Schweden

Heute geht es um das Berlin Knits Yarnfestival, fertige und endlich begonnene Projekte, den Oberteile-Knitalong und den #herbstflauschKAL, es gibt Rückblicke auf die Tour de Fleece 2017 und die Dänemark- und Schweden-Radtour, von der ich eben zurückgekehrt bin.

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Die Shownotes

Housekeeping (00:00)

Erst mal vielen Dank für Kommentare und Rückmeldungen zur letzten Episode! Leider hat es im August nicht gereicht, zeitlich – vor dem Urlaub war doch noch zu viel zu regeln.

Es gibt einen Event in naher Zukunft, das Berlin Knits Yarnfestival – weil ich sowieso in Berlin wohne, werde ich hin gehen und würde mich freuen, einige von euch zu treffen. Wir können uns da entspannt hinsetzen und bei einem Getränk stricken und schnacken. Gerne melden, z.B. im Thread „Der Yeti unterwegs“ 

Stricken (03:48)

Ich habe den Fancy-Mee Summer KAL mitgemacht, und das Tuch hat viel Spaß gemacht und ist jetzt fertig. Sabine – fritzi01 – hat das Tuch designet und es ist kostenlos auf Ravelry herunterladbar!  Ich hab es aus handgesponnenem Garn gestrickt, beide Garne waren aus fiberspace.de Fasern gesponnen. Ich habe es jetzt „softgeblockt“, also nur naß gemacht und in Form gezupft, zum liegend trocknen. Lacetücher blocke ich stärker, aber Tücher auf kraus rechts-Basis nicht unbedingt. Leider hatte ich von deinem einen Garn nicht die vorgeschlagene Menge, aber ich habe den letzten Beam Stich Musterteil verkleinert gestrickt, und dann hat alles irgendwie gereicht. Das Originaltuch wurde aus Leinen gestrickt, als Sommertuch, aber viele haben es mit Wolle gestrickt und das sieht auch gut aus..

*Happy Music*

Ich habe endlich, endlich, endlich mein Oberteil angefangen zu stricken, das ich seit über einem Jahr vor mir her geschoben hatte. In der QFFK ravelry-Gruppe gibt es gerade einen #HerbstflauschKAL, wo man sich ein Muster aus einem ravelry-Bundle aussuchen und das stricken kann. Ich bin verliebt in den Driftwood Pulli (ein freies Muster von Isabell Krämer). Allerdings will ich das Garn benutzen, was ich für den Tempest Sweater von Ann Weaver vorgesehen hatte. Es ist die BFL Base von Dye For Yarn. Ich habe nur zwei Stränge, die ich mit 2 Wollmeisen ergänze, damit es für einen Pullover reicht. Das erfordert Umrechnen und ich habe ein wenig Bammel, aber es wird schon gut gehen. Mir geistert oft ein Zitat im Kopf herum, das ich mal in einem Podcast von Jinx gehört hatte: „das Dümmste, was man machen kann, ist, sich ein Kleidungsstück zu stricken, das nicht passt“ – leider fällt mir dieses Zitat immer wieder auf den Kopf, weil ich es regelmässig nicht hin kriege, mir ein Stück zu stricken, was genau passt. Ich muss mich von diesem Zitat lösen, sonst krieg ich nie was angeschlagen, weil ich dann immer das Gefühl habe, ich darf mich nicht verstricken.. das mag vielleicht nicht an meiner Dummheit liegen, sondern an Faulheit, vorher alles ins Kleinste auszurechnen, bis ich sicher bin, dass es auf jeden Fall perfekt wird.

Neulich bei Moni im Fiberthermometer gehört: Sie hat aus einem Hauptstadtfarbe Einhornpups die „Scatterby“ Socken gestrickt, und ich und Sara haben das zufällig auch gemacht. Nur, bei mir sah das Scatterby Muster aus, Zitat Sara: „Als hättest du gerade erst stricken gelernt“ – lol

Auf Eis gelegt sind die „Rocks and Rivers“ Socken, schon seit längerem habe ich daran nichts gestrickt, auch die CookieA Socken „Sam“ haben seit Monaten keinen Fortschritt gesehen.

Spinnen (25:20)

Hier kommt mein verspäteter Rückblick auf die Tour de Fleece 2017: Es war eine gemütliche, schöne TDF. Leider verbrachte ich sie zum Großteil im Bett, da mich eine ziemliche Grippe umgehauen hat und Schlompfine den Captainhut allein auf hatte. Dank des schnellen Spinnrads zuhause habe ich dann noch 4 Stränge 3fädige Wolle-Seide-Mischung gesponnen, die ich schon seit 2009 oder 2008 in meinem Faserstash hatte. Danke auch an Swirya fürs organisieren der Verlosung!

Urlaubsrückblick (29:20)

Es fing schon damit an, dass unser Zug nach Rostock zu unserer Fähre kaputt ging und abgeschleppt werden musste, wodurch wir sämtliche relevante Fähren verpassten und spontan beschlossen, mit dem Fahrrad nach Rostock zu fahren. Es waren ja „nur“ noch 100km. Die Kanustation in Bützow war voll nett und entspannt. Am Tag danach sind wir dann noch eine Stunde mit dem Zug nach Rostock gefahren, der war auch recht leer und ging nicht kaputt. Der Radweg Berlin-Kopenhagen war leider an einer Stelle so schlecht ausgeschildert, dass wir mehrere Leute fragen mussten. Wir wurden dann am Ende mit den Rädern über eine autobahnartige Landstrasse geschickt. Auf der wurden wir von mehreren Autofahrenden angehupt, angeschrien und für verrückt erklärt, wieso wir mit den Rädern auf dieser Strasse überhaupt seien. Wenn ich eine andere Möglichkeit gesehen hätte, dann wäre ich weiß Göddin nicht dort gewesen! Die Lösung war dann, wie wir hinterher erfuhren: Wir hätten der Beschilderung zum Bus-Shuttle nach Warnemünde folgen müssen, obwohl wir gar nicht zum Bus-Shuttle und auch nicht nach Warnemünde wollten. Naja.

In Gedser angekommen, ging der entspannte Teil los: In Dänemark radeln ist so schön, und Wetter spielte auch mit. Wir zelteten auf wunderschönen Naturlagerplätzen (Bei udinaturen.dk gibt es eine interaktive Karte) und mussten deswegen fürs Übernachten gar nichts bezahlen. Leider mussten wir in Dänemark das Tretlager meines Lebensgefährten austauschen lassen, weil die Aussage der Mechanikerin „so lange es nicht knackt, geht’s schon noch“ völliger Humbug war. Wir bekamen einen Termin in einer Kopenhagener Werkstatt, die das Tretlager in wenigen Stunden austauschte, aber das hin zu organisieren, war etwas kitzlig. Ausserdem ging meine Zip-Off-Hose kaputt, im Gesäßbereich wurde alles fadenscheinig und löchrig, Reparatur mit Reisenähzeug half einfach nicht. Somit habe ich mir in Kopenhagen die „Haltbarste Hose, die ihr habt“ in einem Outdoorladen gekauft.. es wurde eine Fjällräven Hose aus diesem G-1000-Stoff, die nicht billig war. Mal sehen, wie lange die durch hält.

In Kopenhagen Fahrrad zu fahren, war eine unglaubliche Freude, alles war auf Fahrräder ausgerichtet, es gab überall grüne Welle für Fahrräder, die besten Radwege, keinerlei Bedrohung durch Autofahrende, keine gegenseitige Störung von Fuss- und Radverkehr, ich war einfach die ganze Zeit im Flow.

In Schweden war dann wieder ein Kulturschock: Die Leute fuhren viel schneller und viel rücksichtloser als in Dänemark Auto. Schneller bedeutet, dass man einen ständigen akustischen Streß hat, wenn der Radweg an der Strasse oder auf der Strasse entlang führt. Es ist unglaublich, wie viel lauter und anstrengender schnell fahrende Autos sind. Das kannte ich aus Dänemark gar nicht. Wir mussten uns irgendwann Abstandhalter basteln, aus Stöcken und Fähnchen, denn wir sind auf Landstrassen ständig geschnitten und zu eng überholt worden, ich war irgendwann dauergestreßt und mein Freund bekam sogar ein leichtes Verkehrstrauma weg. Aber dann, mit den Abstandhaltern, ging alles ungefährlicher vonstatten.

Die Natur in Schweden war atemberaubend schön. Stille Seen und vor allem generell ziemliche Einsamkeit und Ruhe. (Wenn man sich von Straßen fern hält). Leider hat das zunächst mit dem Jedermannsrecht nicht so gut geklappt, weil in Skåne fast alles abgezäunt war, man nicht auf die Flächen kam, und oft auch nicht ungefährliche Tiere wie Bullen auf den Weisen rumliefen. Einmal sind wir auf einem Campingplatz abgestiegen, und das war tierisch teuer und hat uns gar nicht gefallen. Danach haben wir aber immer schnell sehr schöne Plätze gefunden! Einige Male sind wir auch an Shelterplätzen an Wanderrouten abgestiegen, einige findet man an folgenden Routen:

Die Karte, die wir benutzt haben, war das Bikeline-Tourbuch Südschweden. In Dänemark sind wir dank hervorragender Ausschilderung, ohne analoge Karte gefahren, und mussten nur ganz selten Google Maps befragen. Ich hatte auch die Maps.me App mit Offline-Karten dabei, aber leider gab sie am 1. Tag den Geist auf und funktionierte nur noch eingeschränkt.

Das war es für diesmal, und ich hoffe, ihr habt Spaß beim Anhören und wünsche euch bis zum nächsten Mal eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

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Episode 141: Die Radtourepisode

Heute geht es ganz viel um Radtouren, aber auch um Strick-Mojo, die Tour de Fleece, Solarstrom selbst erzeugt, Hobo-Kocher, ein Update vom Bulletjournaling und „Überausgerüstet sein“.

Die Audiodatei könnt ihr hier herunterladen:

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Shownotes

Housekeeping

Es wird wohl weiter beim Monatsturnus bleiben, auch wenn ich zur Zeit das nicht konsistent schaffe.
Vielen Dank für euer Feedback zum letzten Mal, schön, dass euch das Spinn-Experiment so gefallen hat. Das andere erwähnte Experiment war zum Lace-Shawl stricken unter dem Hashtag #Traumschal – das ist aber glaube ich, etwas im Sande verlaufen.

Stricken (00:03:50)

Ich stricke gerade kaum, nicht weil ich aktiv keine Lust hätte, sondern weil ich einfach gerade die ganze Zeit mit anderen Dingen verdaddele.  Hatte an 14 Tagen 13 Tage gearbeitet und war zum Teil auch ganz schön streichfähig.

Theoretisch stricke ich:

Spinnen (00:12:25)

Die Tour de Fleece steht an und es kam die Frage auf, ob es wieder ein Team Yeti geben wird. (Das ist das Team aus der deutschsprachigen Strickpodcast-Community gewesen, dieses Jahr das Team der Gruppe „Podcasting auf deutsch“.)

Ich habe mich freiwillig gemeldet, dieses Jahr den Captainhut aufzusetzen.

Die diesjährige Tour läuft vom 1.-23. Juli und ich werde am 4. Juni die Threads erstellen und das Team offiziell anmelden, dann könnt ihr euch ebenfalls eintragen!

Wahrscheinlich wird das dieses Jahr dann keinen langwierigen Verlosungsstress geben, sondern wenn überhaupt, dann alles entspannt und mit maximal 5 Preisen.

Ich persönlich spinne dieses Jahr wohl auch im Berlin spinnt Team mit, weil das das lokale Team meines Spinntreffs ist, und dieses Jahr gibt es auch ein queerfeministisches TDF Team, hier ist dazu der Thread, den Jules im queerfeministischen Faserkombinat bei Ravelry aufgemacht hat. (ravelry-link, account erforderlich)

urbane Selbstversorgung (00:19:33)

Ich habe mir wie Zimt2Zicke ein Solarpanel gekauft! Es ist sehr klasse und ich bin zufrieden wie Bolle.

Es ist ein Anker Power Port Solar mit 12 Watt und 3 Panelen. Dazu habe ich jetzt noch eine Anker Powerbank mit 13000 mAh besorgt. Auf der Tour letzte Woche wurde mein Telefon davon in knapp 2 Stunden aufgeladen, vielleicht etwas mehr, ich habe es nicht gestoppt. Das Samsung Galaxy S3 von meinem Lebensgefährten kam mit den Stromschwankungen nicht klar und wurde eher entladen als geladen. Das mussten wir dann halt über die Powerbank laden. Dann war aber auch alles gut.

Übers Land #havelradweg #radtour #twi
Bild: Mein Fahrrad mit Gepäck und Solarpanel

Das Solarpanel hat pro Ausgang 5 Volt und 2,5 Ampere (maximum).

Ich hab die Hefte schön (00:28:31)

Bullet Journaling ist ein Ordnungs-Notizbuch-System, das Ryder Carroll entworfen hat – die Basics dazu gibt es auf www.bulletjournal.com. Ich verwende das System seit Oktober/November 2016 und damit ist das das System, wo ich am längsten dabei geblieben bin. Ich habe hier schon mal eine Episode zum Thema gemacht und hier gibt es eine coole Episode von Susanne vom Handgemacht Podcast zum Bullet Journaling. Ich bin damals durch Jules vom Spektralfaden Podcast dazu gekommen, das zu machen.

Was cool ist: Ich bin motiviert, mein Bujo zu führen, weil es Spaß macht, die Layouts selbst zu gestalten und es an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, und ich bin motiviert, meine Sachen auf die Reihe zu bekommen, dadurch dass es nett ist, die To-Do-Listen abzuhaken.

Was ich beim Bulletjournaling auch bemerke: Analog ist manches Mal wirklich besser. Gerade mit Abhaklisten-Apps habe ich meine liebe Not gehabt, sie nehmen einfach zuviel Zeit in Anspruch. Auch Tracker (wie z.B. Sport zu tracken bei Runtastic) dauern Ewigkeiten, deshalb finde ich da analoges Tracking perfekt.

Thema des Monats: Radtouren (00:37:09)

Das erste Mal habe ich dieses Jahr bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gezeltet. Bei einem befreundeten Bio-Landwirtschafts-Kollektiv. Da hat mein Schlafsack zum 1. Mal die Gefrierpunkt-Bewährungsprobe bestanden.

Ich hatte dieses Jahr Sorgen gehabt, dass meine Knie-Arthrose schlimmer wird, da ich bei den ersten Kurztouren hinterher Knieschmerzen hatte. Aber zum Glück, toi toi toi, ist das inzwischen wieder besser geworden. Ich dachte schon, ich müsste meine Tagesstrecken runterschrauben (die ja ohnehin nicht so reichlich bemessen sind.)

Die zweite Tour ging durchs Ruppiner Seenland und die Rheinsberger Gegend, im April. Alles stand in Blüte und die Frühlingsblumen bedeckten den Waldboden, es war wunderschön. Wir übernachteten auf einem netten Campingplatz am See. 

Havelberg #havelradweg #radtour #twi
Bild: Die Stadt Havelberg bzw. deren „Havelvorland“ mit seinen schönen alten Gebäuden, von der Brücke über die Havel aus gesehen

Die dritte Tour dieses Jahr ging in Richtung Ketzin/Havel, aber ich kam dort gar nicht an, weil ich unterwegs einen Platz zum Zelten gefunden hatte. Ich hatte mir eine neue Luftmatratze gekauft, eine Exped Synmat 7 UL, die für den Rücken sehr bequem ist, aber halt auch nicht so warm wie die Thermarest-Iso-Matten. Auf dem Rückweg besuchte ich die Zelt- und Kanuausstellung von Globetrotter und vervollständigte meine Zeltsammlung mit einem MSR Hubba Hubba NX. Welches inzwischen seine „Gewitterprobe“ bestanden hat!

Danach war ich noch für eine Nacht am Biwakplatz an der Spree, wo es richtig schön war. Und letzte Woche bin ich mit meinem Lebensgefährten den Havelradweg von Oranienburg nach Wittenberge (ca. 300km) gefahren. Das Havelland ist wunderschön. Am Ende fuhren wir noch ein Stück auf dem Elberadweg, und jetzt hätte ich voll Lust, den zu fahren.

Grundsätzlich zum „Überausgerüstet sein“:

Man denkt immer, Deutschland ist doch ein dicht besiedeltes Land mit viel Infrastruktur und man müsste nicht so ausgerüstet sein, als würde man durch die Weiten der Mongolei reisen, wo man zwei Wochen keinem Menschen begegnet. Aber der Schein trügt da auch ein wenig.

Z.B. mit dem Solarpanel oder mit dem 10 Liter Wassersack: Wenn man nicht in Gaststätten einkehrt und in Pensionen oder auf Campingplätzen übernachtet, benötigt man oft Strom für 2 Tage und Wasser für 2 Tage (und die Nacht dazwischen). Zum Teil kommt man auf Radrouten durch dünn besiedelte Gegenden 2 Tage nur durch Dörfer wo es nicht mal in jedem eine Dorfkneipe gibt. Klar kann man wegen Trinkwasser die Leute über den Gartenzaun ansprechen, das habe ich öfter gemacht und die waren auch alle sehr nett. Einmal hab ich bei einer Jugendherberge gefragt, und die wollte zuerst dass ich mich als Tagesgast anmelde für 2 €, und am Ende habe ich für das Trinkwasser aus dem Hahn einen Euro gezahlt. Das habe ich auch gemacht um Müll zu vermeiden, sonst wären Einwegflaschen aus dem Edeka wohl billiger gewesen. Ich mag aber auch nicht so abhängig sein von der Gunst von Leuten. Deswegen gehe ich gerne genug Wasser auftanken, bevor ich z.b. über Nacht auf einem Biwakplatz gehe, und den nächsten Tag durch ein dünn besiedeltes Biosphären-Reservat, dann brauche ich mir jedenfalls keine Sorgen zu machen, dass ich zwischendurch Wasser beschaffen muss und wo.

Spül-Tip: Ich habe ein Outdoorwaschbecken, der „Sea to summit“ Kitchen Sink. Das ist ein Sack aus wasserdichtem Stoff, der selbst stehen kann wenn gefüllt, und ich finde das zum Abwaschen, Haare oder mal ein Shirt waschen sehr super. Seit einer Weile benutze ich als Abwaschhilfe zusammengebundenes oder zusammengeknülltes Gras (andere sagen, auch anderes Naturmaterial funktioniert gut). Damit gehen von den Töpfen und dem Geschirr alle Reste wunderbar ab und man spart sich sogar die Öko-Seife.

Neues Gadget: ein Hobo-Kocher – Es gibt Konservendosen-Kocher, die super effektiv mit herumliegenden Brennstoffen wie kleinen Ästen, Zweigen, trockenes Laub funktionieren. Ihren Namen haben diese Kocher von den Hobos, US-amerikanische Wanderarbeiter mit einer eigenen Subkultur. (Wikipedia Link auf englisch, da der deutschsprachige Artikel leider sehr kurz und nicht so inhaltsreich ist). Anstatt mir einen zu bauen, was ich zuerst wollte, hab ich im Outdoorladen eines Kiezes dann einen echt schicken gefunden, der in Tschechien hergestellt ist, und werde den demnächst ausprobieren.

Viel Spaß beim Hören, eine faserverzückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Erreichbar bin ich unter urbanespinnstube (at) gmail.com und die Ravelry Gruppe „Podcasting auf deutsch“ findet ihr hier. 

Der RSS – Feed zum Abonnieren befindet sich unter: http://feeds.feedburner.com/distel

Episode 131: Urlaubsvorbereitung

Heute geht es um Team Yeti 2016, eine Noro-Mütze und ein Marc-Smollin-Tuch, die Knitty Spring/Summer 2016, Art Journaling Techniken und einen großen Teil zum Fernradweg-Fahren, Urlaubsvorbereitung, Outdoorportale, GPS-Tracker, Papierkarten, Tourenplanungsportale, Reiseberichte und Campingfrust.

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Shownotes

Housekeeping

Wer möchte, ist herzlich eingeladen, sich im Team Yeti für die Tour de Fleece 2016 anzumelden! Manu wird wohl auch wieder eine Erklärfolge für alle TDF Neulinge machen. Dann jammere ich wie üblich, dass ich zu nix komme, viel arbeite und auch die Preise für die letzte Verlosung immer noch nicht fertig habe. :(

Lustig: Dr. Gemma hat in einer ihrer letzten Folgen auch über Mansplaining geredet.

Und natürlich habe ich ganz viel Dank für das Feedback zur letzten Episode, und vor allem an MatronaLupus für das klasse Päckchen mit Tee und Pflegesachen.

Stricken

Ich habe eine Mütze aus Noro-Garn fertig. Das war der Toe to Head Hat von Megan Williams, ich habe die Monkey Variante gestrickt. Außerdem habe ich einen Wraptor von Marc Smollin angeschlagen und bin schon gut dabei!

Außerdem bespreche ich Muster aus der aktuellen Knitty Spring/Summer 2016! Und zwar Dubrovnik, Inhabit, 1 Skein, 1 Stick, Stiorra, Waterfall, Pinwheel, Gocce, Liquid Honey, Rectify, und Eternal Spring. (die findet ihr alle unter dem Link)

Spinnen

Mein letztes Projekt ist das Vlies eines Merino-Texel-Schafs fertig zu verspinnen, und ich habe da gekämmtes vs. kardiertes Vlies/Kammzug versponnen und von einem langen-Auszugs-Spinnkurs geträumt. Der aber aus Zeitgründen zur Zeit nicht weiter konzipiert werden kann.

Art Journaling

Bei Lifebook habe ich schon wieder Rückstand, aber letztens habe ich was tolles gemacht: Bei „The Ripple Effect“ gab es eine super Marmoriertechnik mit Rasierschaum. Hier ist eine Youtube-Anleitung: Shaving foam marbling (youtube)

Kostenlose Artjournaling Tutorials vom letzten Jahr wollte ich eigentlich verlinken, aber ich finde sie gerade nicht. Vielleicht war das Angebot nur vorübergehend?

Was ich grade toll finde

Hier geht es um Fernradwandern und Urlaubsvorbereitung!

Bei udinaturen.dk gibt es eine Übersicht aller Zelt- und Shelterplätze in Dänemark und die dazugehörige App für Android heißt Shelter.

Meine Etappenplanung habe ich mit der GPS-Tracking-Funktion von runtastic gemacht, aber nur, weil ich noch keine gescheitere Webseite dafür kannte. Jetzt benutze ich dank einem Tip von Jules outdooractive.com

Als Karte benutze ich gerne Papier. (Kein Navi/Gerät). Ich mag gerne die Karten von Bikeline, weil sie ein super Format haben, Wetterfest sind und die Wegbeschreibungen und Sehenswürdigkeiten auch sehr bequem sind.

Ein gutes Forum für Outdoortips und Reiseberichte ist das von Outdoorseiten.net, dort habe ich auch meinen Reisebericht vom Oder-Neiße-Radweg 2015 eingestellt. Oder es gibt ihn auch hier auf einem Extra tumblr Blog.

Die warmup-Radtour wird der Havel-Radweg von Waren/Müritz nach Berlin sein.

Außerdem fand ich den Iron Curtain Trail faszinierend.

Das war es auch schon für heute, viel Spaß beim Hören, eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!

Episode 118: Facebook ist Sch.. und Wollurlaub!

Heute gehts ganz viel um Facebook und deren Ausweisnamenzwang, um Twitter, wo ich es viel schöner finde, um andere soziale Netzwerke, darum, dass ich nicht viel weiterkam mit den Shawlettes, aber dafür toll viel Zeit mit Spinnen verbringen konnte in einem Wollurlaub. Von dem ich auch Audiomaterial dabei habe!
Enjoy!

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Housekeeping:

Facebook hat mich rausgeworfen. Ich darf dort nicht mehr „Distel Fliege“ heissen. Deswegen muss ich jetzt auf eine andere Möglichkeit ausweichen, die Facebook anbietet: Eine Facebookseite unter diesem Namen benutzen.
Ich kann mit dieser Seite mich nur mit anderen Seiten vernetzen, d.h. ich kann nur die Meldungen auf anderen Seiten liken und kommentieren oder in meinen Stream abonnieren.

Alternativen sind z.B. Google+ und hier ist mein Profil.
Ausserdem bin ich bei Diaspora und Ello (glaube aber nicht, dass diese netzwerke facebook Konkurrenz machen werden.)

Zur Tour de Fleece könnt ihr euch immer noch anmelden in unserem offiziellen Thread (Ravelry Account erforderlich). Bei problemen oder Fragen könnt ihr Fanni oder mir mailen (distel at spiritvoices punkt de) oder auf Ravelry eine PN schreiben.

Es gibt eine Podcastempfehlung: Viele Sein von den Rosenblättern und den Sommers.
Es ist ein Podcast über das Leben mit dissoziativer Identitätsstruktur und sehr interessant und die Gastgeber_innen sind super.

Stricken (00:12:09)

Ich habe die Gingko Crescent Shawlette schon recht weit gestrickt, bis ins Blattmuster hinein. Es ist das erste Knitted Lace (Lochmuster auf Hin- und Rückreihen) was ich stricke. Lace Knitting unterscheidet sich davon, dass Lochmuster nur auf der Hinreihe stattfinden. Hier ist ein kleiner Artikel dazu auf Knitting Buzz.

Ich bekam das Muster Wolverine von meinem Kumpel Marc von der lieben Niafounke geschenkt! Danke danke danke! Ich freu mich schon drauf, das zu stricken! :-))

Ich kardiere gerade beim Reden und hoffe, das Geräusch stört nicht so sehr. Ich mache echte Rolags.
Rolags zum Woolen Longdraw spinnen (Link: super Youtube Video!). Dazu werden die Rolags von Handkarden abgenommen, und nicht von Blending Boards abgezogen.

Spinnen (00:21:42)

Ich war im Wollurlaub in der Uckermark bzw. im unteren Odertal.
Susan Krieger, ihres Zeichens studierte Textildesignerin, hat mir und 4 anderen Teilnehmerinnen die Möglichkeit gegeben, ihren 4-Tageskurs „von der Rohwolle zum Garn“ als Generalprobe kostenlos zu absolvieren. Was für eine tolle Sache!
Die Landschaft dort ist wunderschön, von Gletschern geformt und quasi fast alles ist Naturschutzgebiet. Pflanzen, Tiere, Grün, Ruhe.. wir haben gezeltet und Ausflüge gemacht.

Susans Webseite ist:
www.ddha.de (Durch deiner Hände Arbeit)

Ich habe mit ihr ein bischen über den Kurs etwas aufgenommen.

Gespräch mit Susan über den Workshop „Von der Rohwolle zum Garn“ (00:26:43)

Susan lebt in Stolzenhagen, im unteren Odertal.
Sie wurde unter anderem inspiriert von Chantimanou und ihren Videos.
Das Gut Stolzenhagen bietet viel Platz für Projekte und Treffen. (Die Webseite ist offenbar noch im Aufbau)
Mir hat ausser der Umgebung am besten der Umgang mit den verschiedenen einheimischen Schafwollen gefallen.
Hier gibt es Milchschafe, Skudden, pommersche Landschafe, Ouessantschafe und einige mehr.

Spinnen fortgesetzt (00:42:59)
Ich habe eine Bestellung beim Wollschaf abgegeben, weil ich bei Susan zum 1. Mal Wolle gekämmt habe. Ich bin davon sehr begeistert und habe mir Louet mini-Wollkämme geordert.
Handgekämmte Wolle spinnt sich nochmal ganz anders wie industrielle Kammzüge. Wow, wow, wow.
Ausserdem habe ich 1 kg graues Corriedale bestellt, weil ich bei der Tour de Fleece Garn für noch einen Ribby Cardi spinnen möchte. Der Pommernschaf Cardi ist dem empfindlichen Mann nämlich etwas zu kratzig. (Behalte ich dann für mich)

Was ich grade toll finde/Politschwafel (00:48:24)

Ich finde Twitter zunehmend toll, wobei ich am Anfang mit diesem sozialen Netzwerk nicht viel anfangen konnte. Das tolle an Twitter ist der Austausch mit anderen, was fast schon ein wenig Chatcharakter hat. Eigentlich wird Twitter erst gut, wenn du es geschafft hast, dich mit einigen Leuten zu vernetzen (dass ihr euch gegenseitig folgt und miteinander redet).
Hier auf High on Cliches gibt es eine wunderbare Einführung über Twitter. (Falls wer noch nicht dort ist und nicht so richtig damit klarkommt)
Cool kann auch sein, Events auf Twitter zu verfolgen oder gemeinsam über z.B. den Eurovision Song contest zu twittern oder andere Events gemeinsam zu verfolgen.

Zu Facebooks Ausweisnamenzwang gibt es noch die Möglichkeit, dass wir als Facebookseiten miteinander kommunizieren können, wenn vielleicht noch mehr Leute keine Lust auf diese Politik von Facebook haben.
Wenn ihr Seiten habt, könnt ihr mir diese gerne verlinken (hier in den Kommentaren oder auf meiner Facebookseite).

Diese Regeln von Facebook haben natürlich auch politische Dimensionen, vor allem für trans* Personen, Native Americans, und politische Aktivist_innen, deren Namen Facebooks Namensstandards scheinbar verletzen.
Es gibt hier einen Text über die schädlichen Auswirkungen von „Real name policies“
Geek feminism wiki: who is harmed by a real names-policy?
Bericht des Trans* Aktivisten Buck Angel über seine Auseinandersetzung mit Facebook
(Anmerkung: Ich habe Buck gefragt und er sagte mir, ich kann mit denen verhandeln, wenn sie mir mailen mit dem Ergebnis meiner Namensüberprüfung. Das habe ich nun getan, und es klappte sogar, aber sie wollen mir meinen Namen dennoch nciht wiedergeben und wimmeln mich immer ab).

Bitte verpfeift niemanden und gebt Facebook nicht die Information, dass jemand einen selbst gewählten Namen benutzt!

Bei mir gibt es leider Grund zu der Annahme, dass ich böswillig denzunziert wurde. Hier habe ich noch einen kleinen Artikel zu geschrieben.

Das war es dann mehr oder weniger, vielen Dank fürs Anhören und ich wünsche euch eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!